Zuletzt durchgespielt - Thread

Matschig und unscharf.

Sea of Stars sieht wirklich sensationell aus, und ich wollte die Demo mögen. Ich mag auch den generell vereinfachten Ansatz (bei dem man nicht von Anfang an mit tausenden Systemen erschlagen wird) und die vergleichsweise kurze Spielzeit. Aber das Kampfsystem und die Charaktere haben mich schon in der Demo schnell gelangweilt.

Hatte mir danach auch Chained Echoes angesehen, konnte aber nicht über die Hässlichkeit (bzw. die fehlende Art Direction) hinwegsehen.

Dann kam Chants of Sennaar, und jetzt spiele ich erstmal Cocoon. Mal sehen, ob mich JRPGs irgendwann nochmal gepackt kriegen. :smiling_face_with_tear:

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Did you know that the critically acclaimed MMORPG Final Fantasy XIV has a free trial, and includes the entirety of A Realm Reborn AND the award-winning Heavensward and Stormblood expansions up to level 70 with no restrictions on playtime? Sign up, and enjoy Eorzea today!

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Aber ich will doch Restriction on Playtime! Es ist sehr selten, dass mich irgendetwas länger als 30 Stunden bei der Stange hält. Leider reizen mich MMORPGs daher überhaupt nicht, und mit Echtzeit-Kämpfen komme ich auch nicht zurecht.

Eigentlich bin ich genau die Sea of Stars-Zielgruppe.

Ich war auch skeptisch und hatte zuvor keinerlei Erfahrung mit MMORPGs, bin jetzt aber in der Mitte der Heavensward-Story und kann die kultartigen Lobhudeleien mittlerweile verstehen. Aber ja, sehr zeitintensiv ist das schon und der Einstieg einigermaßen schwierig.

Ansonsten würde mir spontan noch einfallen:
Wenig Story, viel Gameplay → Crystal Project
Viel Story, mäßiges Gameplay → Trails in the Sky 1, 2 und 3

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Vielen Dank, die werde ich mir näher anschauen!


Würde es eigentlich Sinn machen, diesen Thread in einen allgemeinen Spiele-Diskussions-Thread (ohne aktuelle News) umzuwandeln? Irgendwie fehlt mir zwischen „Zuletzt durchgespielt“, „Als nächstes gespielt“, und „Allgemeine News“ ein plattform-unabhängiges Thema für Eindrücke und Erfahrungen mit Spielen, die man gerade zockt.

Das passt doch hier genauso rein?

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Ja, da hast du eigentlich recht. Irgendwie hatte ich den Thread als exklusiven „News“-Thread abgespeichert.

Vielleicht sollte man ihn besser in „Video Games - Allgemeine Diskussionen, News & Fragen“ umbenennen? Oder den News-Teil rauslassen? Oder halt „Video Games - Und sonst so?“.

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Den hatte @jouston doch extra mal aufgemacht:

Wobei da einfach die Frage ist, wie er sich zum „Videogames News“-Thread abgrenzt.

Ach, den gibts ja auch noch - komplett vergessen. :ugly:

Der grenzt sich nicht ab Ihr Knödelköpfe!

Den hab ich nur aufgemacht, weil damals jemand sehr gute Thumbnails für diverse …und sonst so Threads hatte.

Hab ungefähr das hier gemacht. Und Joustons Knödelkopfthema zugemacht, weil Kungl kein Thumbnail visualisieren konnte!

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Spider-Man 2
Plattform: PS5
Spielzeit: 26 Stunden (100% & Platintrophäe)

Bei einem Hobby wie Videospielen verfällt man irgendwann in den Kritiker-Modus, wo man viele Spiele nur noch nach irgendwelchen komplexen Systemen bewertet. Dabei sollte es doch eigentlich so einfach sein: Macht das Spiel Spaß oder macht das Spiel keinen Spaß?

Spider-Man 2 ist in diesem Sinne wahrscheinlich ein Videospiel in Reinkultur. Ich kann mir ehrlich gesagt niemanden vorstellen, der mit Spidey durch New York schwingt und dabei keine Freude hat. Klar spielt sich das gerade in Story Sequenzen manchmal von alleine und klar hat man nervige Quick Time Events wo es auch einfach eine Cutscene getan hätte. Aber meinen Spaß hat das ganze wirklich zu keinem Zeitpunkt getrübt.

Das Spiel wirkt aber auch so ein wenig, als wäre es nach tiefer Charakterstudie meinerseits produziert worden:

A) Ich liebe Spider-Man. Besonders die animierte Serie in den 90ern hat es mir damals als Kind besonders angetan. Also, diese hier:

Ich bin überrascht das die Serie insgesamt nur 65 Folgen hatte, denn gefühlt habe ich die ersten 10 Jahre meines Lebens nichts anderes geschaut. Wir hatten ja damals nichts in unserem kleinen Dorf und so war mein Highlight immer, wenn die Eltern nach Dresden wollten um shoppen zu gehen, denn das bedeutete Toys “R” Us, was bedeutete eine neue Spider-Man Figur bzw aus der Rogue Gallery. Irgendwann wollten meine Eltern dann, das ich auch mal lese statt TV schauen und haben angefangen, mir Spider-Man Comics zu besorgen.
Später ist das ganze etwas abgeflacht, weil ich vor allem die filmerischen Darstellungen von Peter Parker nicht so gelungen fand. Zumindest bis Tom Holland das ganze gerettet hat. Aber spätestens das Spiel 2018 hatte mich dann auch wieder drin in der Welt.
Dazu kommt noch, das Kraven, der hier eine größere Rolle spielt, immer einer meiner Lieblingsbösewichte war.

B) Ich liebe New York. Nie da gewesen bisher, aber so vieles was mir popkulturell Freude macht spielt dort. Selber eine solch detaillierte Darstellung der Stadt bespielen zu können ist einfach ein Traum.

C) Auch wenn es cool ist heutzutage Marvel furchtbar zu finden, ich mag das ganze schon noch irgendwo. Wie hier mit verschiedenen Anspielungen umgegangen wird zeigt den Respekt, den das Entwicklerstudio vor der Marke hat und vor allem wie viel Spaß sie selbst damit haben. So Sachen wie den Avengers Tower, die Botschaft von Wakanda, das Grab von Ben Parker, das Raft, das Sanctum. An so viele kleine Dinge wurde gedacht und sie sind so organisch eingebaut, das sie komplett authentisch mit dem realen NY verschmelzen.

Ich war mir also schon vor dem Release des Spiels sehr sicher, dass es mir gefallen wird. Der letzte Zweifel war dann spätestens beim Opener verschwunden, der technisch zu dem beeindruckendsten gehört was man im Bereich Gaming je gesehen hat.

Und das ist eigentlich auch mein größter positiver Punkt für dieses Spiel: Nicht nur das die Grafik irre ist, das ganze ist eine perfekte Next Gen Experience. Es gibt keine Ladezeit im gesamten Spiel. Benutzt man beispielweise die Schnellreise auf der Karte im Menü, auch wenn ich nicht weiß wieso man diese braucht so genial wie das Schwingen ist, wird man ansatzlos an dem Punkt rausgeworfen den man ausgewählt hat. Und das wir uns nicht falsch verstehen: Es gibt keine festen Schnellreisepunkte. Man kann sich jeden Pixel der Karte aussuchen und landet im nächsten Augenblick da.

Dazu kann man zwischen Miles Morales Spider-Man und Peter Parker Spider-Man flüssig hin und her wechseln, ebenso komplett ohne Ladezeit. Das hilft ungemein, das ganze Spiel extrem dynamisch darzustellen. Alles ist wie aus einem Guss!

Allgemein machen sie das mit den verschiedenen Charakteren so gut. Manchmal löst man Nebenaufgaben, in denen man sich wild durch die Gegend prügelt und bekommt plötzlich Hilfe vom anderen Spider-Man, ohne das dies groß inszeniert ist. Die Spielwelt wirkt einfach wie ein Slice of Life aus einem New York, wo es eben Superhelden gibt.

Und auch beim Prügeln an sich gibt es Neuerungen, die dem Spiel gut tun: Es gibt jetzt ein Parry System, was die Kämpfe vielfältiger macht. Es gibt nicht mehr die Gadgets und Fähigkeiten in einem Rad, was das Kampfgeschehen pausiert bei der Auswahl sondern die Eingabe über eine Kombination aus Schulter- und Facebutton, was wieder mehr Dynamik hereinbringt. Und für Leute die eher den Stealth Weg mögen gibt es ebenso ein cooles neues Gadget, was das ganze noch etwas spannender macht. Ich hätte mich wirklich stundenlang durch irgendwelche Gegner prügeln können, da man immer wen es etwas fad wird einen neuen Knochen hingeworfen bekommt.
Bonuspunkte für die Bosskämpfe, die ein riesiges Upgrade zum Vorgänger sind.

Von der Story ist es jetzt nichts, was einem Spidey Fan nicht schon bekannt ist. Obwohl, ein paar Twists gibt es schon. Für mich lebte die Story aber eher von den Charakteren, als von der Handlung an sich. Diese sind nämlich sowohl vom Writing, als auch von der Performance her sehr gut. Dazu gibt es immer wieder interessante Momente außerhalb der Superhelden Anzüge, die ebenso mehr Tiefe bringen und dem Pacing der Story sehr gut tun.

Also was soll ich sagen? Ich hatte riesige Erwartungen und diese wurden mindestens gehalten, stellenweise sogar übertroffen. Spider-Man 2 ist ein überragendes Videospiel, was ich wirklich jedem empfehlen würde. Technisch überragend, grafisch beeindruckend, inszenatorisch auf höchstem Blockbuster Niveau, Kämpfe dynamisch und fordernd. Spider-Man 2 liefert genau da, wo Videospiele eigentlich liefern sollten: Spaß.

9,5/10

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Fast etwas überrascht, dass man von dem Spiel nicht mehr gehört hat.
Einer der besseren Metroidvania/Souls-Mashups mit sehr unterhaltsamen Kampfsystem, tollen Bosskämpfen und einer großzügigen Welt die Erkundung belohnt. Auch ein paar knifflige Plattformeinlagen sind vorhanden. Im Groben natürlich gut vergleichbar mit Hollow Knight, Gameplay würde ich sogar als besser einschätzen, aber der gesamte Rest ist schon eine deutliche Stufe darunter. Trotzdem sehr empfehlenswert, der letzte Gratis-DLC ist in Arbeit und der Nachfolger auch bereits angekündigt.

4/5

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Backlog gleich nochmals etwas verkleinert

Hübsches Adventure Game mit interessanter Story die nach knapp 5-6 Stunden auch beendet ist und durchwegs spannend blieb. Leider ist der Puzzleteil des Spieles weder besonders clever noch komplett organisch in die Welt integriert, weswegen ich einen halb so langen Walking Simulator hier fast bevorzugt hätte. Die Performance der PC Version ist auch sehr uneben mit Shader/Traversal-Stutter und einigen Framedrops wenn Wasser/Partikeleffekte überhand nehmen.

3/5

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Lies of P
Plattform: PS5
Spielzeit: 27 Stunden

Dark Souls, Bloodborne und Co waren so gute Spiele, das sie nicht nur ein eigenes Genre gegründet haben(Soulsborne), sondern noch ein extra Genre für die Spiele, die klar dadurch inspiriert sind(Soulslike).

Doch viele Soulslike sind leider gar nicht so gut. Viele scheinen zu denken das es reicht, wenn man sein Spiel nur möglichst schwer und frustrierend macht. Doch das ist ja nicht alleine, was die Spiele gut macht. Die Welt ist mystisch und faszinierend, das Leveldesign ist klug durchdacht, die Gegner sind interessant. Aber selbst das reicht noch nicht, denn wenn ich so etwas spielen möchte, dann ja doch das Original. Also braucht es auch noch einen cleveren Twist, der das ganze abhebt von seinen Inspirationen. Nioh zum Beispiel hat das geschafft durch den Fokus auf Ausrüstungssysteme und Waffenvielfalt. Code Vein hatte einen interessanten Twist, das man quasi flüssig seine Klassen wechseln konnte. Und jetzt kommt Lies of P.

Was hebt Lies of P ab? Zuerst: Das ganze baut auf die Geschichte von Pinocchio auf. Das ist jetzt keine Nacherzählung des Romans, sondern ist wirklich eine losere Interpretation. Das alleine gibt dem Spiel aber schon einen sehr besonderen Touch, weil die Idee schon so besonders ist eine bekannte Marke auf so einer Art zu verarbeiten. Und Pinocchio an sich ist ja schon gruselig genug, um da genug Fläche zu bieten.

Dann gibt es aber auch noch spielerische Änderungen: Man kann seine Waffe schleifen und damit mit elementaren Schaden versehen. Wenn man einen Angriff blockt bekommt man nicht direkt die Energie dauerhaft abgezogen, sondern man kann sich diese durch eigene Angriffe zurückholen. Und man kann seine Waffen in verschiedenste Art und Weisen auseinander und wieder zusammen schrauben, um Vorteile zu generieren.

Da Bloodborne immer noch nur auf der PS4 läuft und das auch noch nie wirklich flüssig, ist Lies of P eine unglaublich gute Alternative dazu. Das ganze sieht wirklich extrem ähnlich aus, selbst einige Animationen wirken wie eine 1 zu 1 Kopie. Und auch das Leveldesign hat da klare Inspirationen.

Mich hat das Spiel aber so begeistert, das ich es sogar besser finde als einige Titel aus dem Hause FromSoft. Der Schwierigkeitsgrad war wirklich perfekt ausbalanciert(immer fordernd, nie frustrierend), das Gameplay ist wie aus einem Guss und die Geschichte und Charaktere sind unglaublich interessant, ohne so kryptisch zu sein. Und die Länge des Spiels ist sehr angenehm für so einen Titel.

Lustigerweise wollte ich das ganze schon mal auf der Xbox spielen, da es auch im Gamepass ist, kam da aber nicht mit dem Gamepad klar. Für so präzise Eingaben wie hier möglich, benutze ich den Controller einfach zu wenig. Nachdem ich dann auch im 100. Podcast gutes über das Spiel gehört habe, habe ich auf der PS5 nochmal zugeschlagen und jetzt in den 2 Wochen wirklich nichts anderes mehr gespielt.

Also jeder, der immer Bloodborne spielen wollte, nur in einem guten Zustand, ist hier richtig. Jeder der interessante Geschichten in herausfordernden Spielen sucht, ist hier richtig. Und jeder der Pinocchio schon immer mal seltsame Puppenkreaturen aufschlitzen sehen wollte, ist hier sogar mehr als richtig. Lies of P ist nicht nur ein gutes Soulslike, sondern auch ein sehr sehr gutes Videospiel!

PS: Es gibt eine Post Credit Scene, die das verrückteste Spieleuniversum aller Zeiten andeutet und wenn sie das durchziehen, bin ich jetzt schon gehyped ohne Ende für den nächsten Ableger.

9/10

7 „Gefällt mir“

Cassette Beasts
Plattform: PC
Spielzeit: 25 Stunden

Üblicherweise verstehe ich positive Kritiken oder den Hype rund um Indie-Titel, selbst wenn diese nicht meinen Geschmack treffen.

Cassette Beasts lässt mich diesbezüglich aber etwas verwirrt zurück. Es ist ein durchschnittliches Spiel mit wenigen Höhen und einigen groben Schwachstellen.

Die Grundidee eines erwachsenen Pokemonclons ist nie verkehrt. Das Ganze dann noch mit Musikfokus und Kassettennostalgie zu kombinieren, sprach mich persönlich im Vorfeld immer besonders an. Verbunden mit der an 16bit JRPGs anlehnenden Optik ergibt das eine ästhetisch ansprechende Mischung.

Zu Beginn fühlt man sich auch sofort abgeholt. Die Welt ist bunt, die Charaktere gemütlich und Monster wie Trafficrab geben einen guten Anhaltspunkt zur konstant hochklassigen Designqualität. Einige Zeit später trifft man dann auf den ersten Archangel, in meinen Augen das absolute Highlight des Spieles. Diese Kreaturen stellen die Hauptbosse dar und wandeln den gedachten schmalen Grat zwischen beunruhigend und deplatziert wirkend außerordentlich gut. Jedes Design ist interessant, leider können die Bossmechaniken in der zweiten Hälfte mit diesem Niveau nicht mithalten. Womit wir bei meinem größten Kritikpunkt sind: Dem Gameplay.

Open World Design macht jedes Spiel schlechter. Vor allem wenn die Welt so klein und leer ist. Das Startdorf ist zentraler und einziger Hub mit größtenteils unnützen Gebäuden und NPCs. Nach der ersten Erkundung besucht man genau zwei ganze Häuser für den Rest des Spiels erneut. Dungeons, wenn man sie so nennen kann, bestehen aus optisch langweiligen Aneinanderreihungen von maximal 5 Räumen. Aufgelockert wird das Ganze durch simple Umgebungsrätsel und Bewegungsfähigkeiten die durch das Fangen spezieller Monster freigeschaltet werden. Allerdings fühlen sich auch diese Abschnitte eher halbgar an und scheinen nur dazu zu dienen die kleine Spielumgebung künstlich zu strecken. Ganz ehrlich, selbst Pokemon Rot/Blau/Gelb haben diesbezüglich mehr zu bieten und das ist erschütternd. Und nein, Nostalgie spricht hier nicht aus mir, mein letzter Rerun der ersten Generation ist immerhin erst 6 Wochen her.

Leider endet der negative Eindruck hier nicht. Das Kampfsystem ist starr und langsam. Das Stickersystem verleitet zu unnötigem Mikromanagement und nimmt den Monstern zusammen mit den Bootlegs einiges an Individualität. Die Hauptstory ist in knapp 20 Stunden durch und das Spiel fühlt sich selbst in der kurzen Zeit selten richtig an, wenn es um Schwierigkeitsgrad oder Levelscaling geht. Postgame ist ein langer Grind für wenig Neues. Auch die Musik wusste am Ende nicht zu überzeugen, was mich dann doch zugleich überrascht und sehr enttäuscht hat.

Aber jetzt genug. Ich könnte noch zig Seiten schreiben über die belanglose Story, die nur von den Erzengelszenen getragen wird. Oder die Socialsim-Elemente, die absolut null Dialog- und Entscheidungsoptionen bieten. Oder die schlechte technische Optimierung. Aber ich habe beim Schreiben dieser Zeilen schon wieder die gleichen Gedanken wie beim Spielen von Cassette Beasts. Ich sollte das mögen, ich will das genießen, eigentlich bin ich genau die Zielgruppe hierfür. Vielleicht liegt es an mir?

Nope.

2/5

7 „Gefällt mir“

Ghost Trick Phantom Detective
Plattform: Switch
Spielzeit: 10 Stunden

Ich bin ja jemand, der grundsätzlich mit allen Gaming Genres etwas anfangen kann. Es gibt da eigentlich nur ganz wenige Ausnahmen, die so ein wenig mit persönlichen Charaktereigenschaften zu tun haben, die es mir schwer machen gewisse Spiele zu genießen. Das sind

A) Metroidvanias. Da ich einen furchtbaren Orientierungssinn habe fällt es mir extrem schwer die Karten der meisten Spiele zu navigieren. Vor allem ältere, bei denen die Markierungen auf den Maps im Spiel noch nicht so ausgeprägt sind. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ich selbstbestimmt den gleichen Weg 2 mal finde. Daher ist Backtracking auch eine der Sachen in Games, die ich absolut nicht ausstehen kann.
und
B) Rätselspiele. Einfach, weil ich so extrem ungeduldig bin. Ich überlege dann so ungefähr 1 Minute wegen der Lösung, aber eigentlich mache ich schon in einem 2. Screen parallel einen Videoguide an der mir die Lösung zeigt.

Und dann gibt es eben die Spiele, die selbst in dem Genre etwas richtig machen, was mich dran bleiben lässt. In der Kategorie A) ist es eben zum Beispiel ein Hollow Knight oder Prince of Persia aus diesem Jahr. In der Kategorie B) sind es größtenteils Zelda Spiele, die meistens so gut logisch aufgebaut sind das man für die Lösungen der Rätsel kaum zum überlegen kommt wenn man einmal in einem Flow ist. Und eben Ghost Trick!

Die Prämisse ist eigentlich ganz simpel und etwas, was uns alle regelmäßig im Alltag passiert: Man wird umgebracht und muss als Geist seinen eigenen Tod aufklären.
Wie macht man das natürlich? Mit Geister Tricks. Zeit zurückdrehen, Gegenstand bewegen, Schalter drücken, im richtigen Moment etwas herunter werfen. In jedem Kapitel wird eine neue kleine Idee präsentiert, die man sofort verinnerlicht. Wirklich kompliziert wurde es für mich erst, als eine komplett neue Kraft eingeführt wurde. Da war mein Geduldsfaden auch das ein oder andere mal kurz vorm Reißen, aber letztendlich bin ich im kompletten Spiel Guide-frei geblieben. Auch weil meine Freundin so begeistert vom Spiel war, dass ich es nur noch spielen durfte wenn sie dabei war. Das war dann quasi unser gemeinsames Tatort schauen, nur eben mit gutem Writing, guten Schauspielern, guter Optik und einem coolen Soundtrack.

Denn so gut wie das Gameplay ist: Der Vibe des Spiels ist der eigentliche Star. Alles etwas absurd, aber alles sehr cool. Mir fällt irgendwie kein Spiel ein, was einen ähnlichen Ton trifft. Der Humor ist herausragend, der Spannungsbogen wird immer wieder neu aufgezogen mit Twists und am Ende bekommt man sogar noch etwas zum Grübeln. Hier war es dann sehr cool, dass meine Freundin auf der Reise dabei war, denn so konnte man sich direkt zum Gesehenen austauschen. Es gibt aber sicher auch ein paar coole Videos dazu auf Youtube.

Das Spiel hat jetzt ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel, man merkt es ihm aber wirklich 0 an. Und zum Glück gibt es auch ein Remaster, was die alte DS Version auf neuen Konsolen sehr ansehnlich macht.

Ich weiß das Ding ist so ein kleiner Kultklassiker, dass heißt aber auch das viele davon vielleicht noch gar nicht gehört haben. Hiermit bekommt es von mir noch mal ausdrücklich eine Empfehlung!

8,5/10

8 „Gefällt mir“

Spider-Man 2 - PlayStation 5

Joa, da hat sich meine FOMO mal wieder ausgezahlt und 3/4 Jahr nach Release und meinem Kauf hab ich das Spiel dann doch tatsächlich durchgespielt. Weiß noch nicht so recht, wie ich Spider-Man 2 bewerten würde. Die erste Hälfte fand ich extrem stark, Kraven und seine Truppe haben richtig Spaß gemacht und auch die ganze Story war spannend. Die zweite Hälfte hat sich imo schon extrem gezogen und war dann auch der Punkt, an dem ich erst einmal pausiert hatte.

Zu viele Kämpfe gegen Symbionten, die ganzen Ereignisse hätte man auch schneller erzählen können und irgendwie hat mich die Geschichte um Parker, Morales, Li und Harry Osborn dann doch nicht so gepackt, wie ich’s mir erhofft habe. Zumindest spielerisch gab es einige nette Überraschungen (Venom spielen :sabber:, wann kommt endliich ein Standalone-Game?!). Dieser ganze Teil nach dem Tod von Kraven war mir irgendwie zu zäh und langgezogen, davon ab fand ich den Endkampf unspektakulär wie schon lange keinen Endkampf mehr davor - da war selbst der Paper Mario Kampf epischer. Kein geiler Soundtrack, die verschiedenen Phasen haben sich kaum unterschieden und als dann auch noch Flügel ins Spiel kam und man gefühlt eine halbe Ewigkeit damit verbracht hat, irgendwelche Auswüchse auf den Boss zurückzufeuern und lieber nicht in den Nahkampf zu gehen, weil das gefährlicher war als die Fernkampfvariante, spätestens da war die Spannung dann auch komplett raus.

Das Gameplay ist wie schon bei den Vorgängern top, die Kämpfe machen Laune und das Schwingen durch New York ist auch beim x. Mal immer noch eine Augenweide, die Schnellreise ist da eigentlich unnötig, wenn man nicht gerade auf Trophyjagd ist.

Wahrscheinlich würde ich im Endeffekt eine 8,5 geben, einfach weil die zweite Hälfte imo schon abgebaut und sich zu sehr gestreckt angefühlt hat. Nichtsdestotrotz ein sehr geiles Spiel, auch wenn es rückblickend für mich kein GOTY 2023 Contender mehr gewesen wäre.

6 „Gefällt mir“

Prince of Persia: The Lost Crown (Nintendo Switch)

Da war so unfassbar viel BS und Frust dabei. Einmal habe ich das Spiel vor Wut deinstalliert, nur um es ein paar Minuten später wieder in der Hoffnung zu installieren, dass die Speicherstände geblieben sind. :ronaldo: Trotzdem extrem liebevolles Spiel, welches sich sehr flüssig spielt. Ich bin nicht mal Fan von diesem Genre (Metroidvania), aber hier hat vieles gestimmt.

Ach ja, hatte auch einen Cameo Auftritt in dem Spiel. Auch wenn ich nicht genau weiß, was „Rosh“ bedeutet. Wahrscheinlich eine Art Ehrentitel. :bart:

8 „Gefällt mir“