Video Games Und sonst so - pixel blut spratzen

Mit Musik von DEVO, Roxy Music, Lush, The Smashing Pumpkins, Iggy Pop, Siouxsie and the Banshees, Joy Division, The Cure vielen mehr.

Das klingt ja absolut fantastisch! :love:

Erste Einheit heute um 01:30 Uhr. Bring Kaffee mit.

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Ist übrigens auch Day One ab heute im Gamepass

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So: Sollte ich nun Mixtape spielen oder nicht? Gibt es neue Stimmen?

Das kommt wirklich sehr auf deinen Geschmack an: Wenn du ein richtiges „Spiel“ erwartest könntest du enttäuscht werden, es ist ein schöner interaktiver Film mit fantastischem Soundtrack, ner guten Story, viel Nostagie und tollen Bildern. 3 Stunden Feel-Good und die 17 € mehr als wert.

Unbedingt. Gestern eine halbe Stunde gespielt und hatte permanent ein Grinsen im Gesicht. Bisher absolut sympathisch und herrlich.

Subnautica 2 hat 1 Million Einheiten verkauft - der Release war vor etwas mehr als 2 Stunden:

Gerade >400k Spieler auf Steam:

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Wow ich habe neulich den Trailer gesehen und fand das ziemlich mies.

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An einem 007 Legacy Edition Wettbewerb bei beinem Standard Game shop teilgenommen. Das werde ich natürlich gewinnen, hier habt ihr es zuerst gelesen.

Kenne den Typ nicht, aber finde es ehrlich gesagt ziemlich lächerlich, als erwachsener Mann ne halbe Stunde über ne Spielbenotung rumzuheulen. Und die ganze Zeit zu verallgemeinern. Spielekritiker die angeblich die Spieler bevormunden und Spieler, die ein Spiel deswegen ablehnen. Beides ist mMn Quatsch. Es ist auch jedem klar, dass es sich nicht um ein Videospiel im klassischen Sinn handelt. Und den Vergleich zu Zelda BotW zieht nur er. Anscheinend müssen manche Youtuber heutzutage überdramatisieren um zu klicken.

Hast du dir das Video angeschaut oder nur durchgescrollt? Es ist sehr gut.

Angeschaut. Was findest du daran gut?

Eine gute 8/10 ist Mixtape für mich allemal (imo deutlich besser als vergleichbare Spiele wie „The Artful Escape“), und ich kann auch easy sehen, warum es für andere sogar noch mehr ist, wenn durch die Bilder und die Musik beispielsweise die eigene Jugend super eingefangen wird (was bei mir nicht der Fall war). Ist halt immer komplett subjektiv. Keine Ahnung, wie man sich darüber überhaupt echauffieren kann. Den Videospieldiskurs auf großer Bühne kann man aber ohnehin komplett in die Tonne pfeffern.

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Ich finde, er macht das sehr differenziert: Er hat den Titel gezockt, er wurde emotional durch die Trackauswahl ebenso getroffen und sein Gehirn hat genauso Szenen aus der eigenen Kindheit und Jugend aufpoppen lassen, nur ist dies eben die Magie der Musik und nicht des Titels, der für sich selbst stehend eine recht verwaschene bis schlichtweg falsche Repräsentation der späten 90er (ich ging ja bis zuletzt von Ende 80er aus und war über die Tracklist irritiert) ist.

Jetzt bekommt man hier ein 3-Stunden-Novel ohne jegliches Gameplay und exakt der Umstand, der normalerweise in Reviews verrissen wird, wird hier die berechtigte Kritik durch Herauspacken von „Anti-Woke-Quotes“ aus den Untiefen des Internets dazu verwendet, Strohmänner aufzubauen, um zu zeigen, dass die toxischen Gamer das eigentliche Problem sind. Gibt es diese Art von Posts? Absolut. Aber sie als Sprachrohr für eine ganze Community zu nehmen ist ein Riesenproblem und generiert nebenher auch noch Traffic für die jeweiligen, dubiosen Quellen.

Was sind denn seine Argumente?

  • „Künstliche Nostalgie“ (siehe oben): Stellenweise sind manche Sachen faktisch falsch. Es soll Millenial-Nostalgie verkaufen und verliert sich bei Mode, Trackauswahl und Szenario zwischen 80ern und 90ern und ist nichts wirklich. Es fühlt sich gar an, als hätte man ne AI über Pinterest und Tublr laufen lassen und annehmen lassen, was damals der heiße scheiß war. Niemand teilt auch nur im entferntesten das hollywoodesk erzählte, es mehr ein „woah, wäre sicher eine schöne Erinnerung gewesen, hätte ich sie gehabt“.
  • Das Writing selbst: Die Charaktere haben null Tiefe und die Musik löst die emotionen im Konsumenten aus, vollkommen entkoppelt vom Dargestellten. Seine Frage: „Ist es dann überhaupt noch ein Verdienst vom Game?“
  • „Es kostet 19 Dollar und ist von einem kleinen Studio, halt doch einfach mal die Fresse“: Es wird defnitiv als kleines Kunstwerk vermakrtet, aber genau das macht es so lächerlich, wenn man dann erfährt (über das Video und eben nicht über die 10/10-Reviews), dass der Publisher Anna Purna Interactive von einem Milliardär gebacked wird. Es fühlt sich damit wie eine Mogelpackung an, die echten Indietiteln die verdiente Aufmerksamkeit stiehlt.

Das Problem:
Metacritic und Opencritic (=der Schnitt) interessieren hier nicht: Es sind die 10/10er, die auf GOTY-Editionen gedruckt werden, es sind die 10/10er, die für Bonusausschüttungen bei Entwicklern sorgen (oder eben nicht) und es sind die 10/10er-Wertungen, die anderen Publishern signalisieren „Woah, damn. Reallokation. Hier geht was! Hier gibt es Geld zu holen“. Das bei IGN und Konsorten ein Spiel mit 10/10 dann auf einer Liste mit Zelda, ER und BG3 erscheint, ist ja logisch.

Warum echauffiert man sich?

  • Eine 10er Wertung bei so einem Titel fühlt sich wie Gaslightning an: Die Presse suggeriert das nächste 10/10-Meisterwerk, welches man als Gamer nicht skippen darf und das ist halt einfach Bullshit.
  • Der Kulturkrieg, der einem durch die Presse und Ausstehende auch im Gamingbereich angedichtet wird, ist tatsächlich einer: Nur findet dieser zwischen Kosumenten und der Industrie statt. Hier ist ein klassisches Beispiel dafür, das Debatten und Kritik im Keim erstickt werden und man den Fokus verschieben will auf die eigens kreierten Strohmänner und das ist scheiße.
  • Besonders verstärkt wirkt das Ganze bei einem Projekt, welches als kleines Nischenprojket verkauft wird, in Wirklichkeit aber ein Produkt ist, welches ein Millionen-Dollar-Fallnetz hat, sich aber in der Selbstinszenierung im Indie-Sprech suhlt und dann hast du on top noch etablierte Mainstreammagazine, die dir auferlegen wollen, dass hier der nächste heiße Scheiß erschienen ist.

Das Ding ist ne glorifizierte Playlist mit 08/15-MTV-Musikclipklassikern, die interaktiv steuerbar sind und das Heavy Lifting übernimmt eine teuer bezahlte und gut kuratierte Tracklist, die mit unseren Gefühlen spielt. Wortwörtlich.

Das das Medium weitaus mehr sein kann, zeigen ja die Projekte von Sam Barlow (<3), aber das hier - Das ist es nicht.

Und jetzt ist es ein Meme. Das erste Spiel, welches mehr 10/10 Wertungen hat, als Spieler:

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Es ist sogar so heiß, dass es mehr „Leute“ bei Steam gereviewed als gespielt haben:

Und das Echauffieren müsste noch viel lauter werden, aber hey… Vielleicht kommt es noch.

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das spiel wird allein dank der unzähligen teuren und unbefristeten (!!) musiklizenzen wahrscheinlich mehr gekostet haben, als alle life is strange titel zusammen :ugly:

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tl;dr: DAS ist exakt seine Kritik und deswegen macht er das Video.

Das Schlimmste daran ist: Ich hätte nichts davon ohne das Video gewusst. Will sagen: Das Konzept funktioniert leider jetzt schon, man muss nur kräftig Geld draufwerfen.

Und dann taucht man ab ins Rabbithole und lernt noch viel mehr über den Titel.

Dieses Mal aus der Sicht eines Gamers und Musikers.

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