Was dann generell eher Dampf ablassen von Djokovic gewesen sein dürfte, weil das immer im Ermessen des Schiris liegt. Strenggenommen beginnt die Shot Clock immer ab dem Moment, in dem der vorherige Punkt zu Ende geht. Der Schiri kann das aber „verzögern“, nach extrem langen Ballwechseln oder irren Schlägen mit entsprechender Reaktion des Publikums. Ich hab die Szene nicht gesehen und weiß nicht wie der Ballwechsel davor war, aber generell ist sowas selten sinnvoll.
Murray-Djokovic 2013, da war das letzte Spiel auch extrem lang. Und Ivanisevic hat doch 2001 gegen Rafter auch ewig für sein letztes Aufschlagspiel gebraucht. Aber keine Ahnung ob die jeweils länger waren.
Ich würde ja gerne Djokovic abschreiben und was von Federer gegen Sampras schreiben. Wenn das eben nicht Djokovic wäre, der gerne als Ausserirdischer zurückkommt, wenn er den Platz verlässt.
Eben. Derselbe Djokovic, der mehrfach von Matchbällen Federer bei Aufschlag Federer zurückgekommen ist. Der schon Grand Slam Finals nach Zwei Sätzen Rückstand gewonnen hat. Der ist erst geschlagen wenn es soweit ist. Fat Lady und so.
Ein Wahnsinnsfinale! Satz 5 bietet jetzt schon nur noch Weltklasse!
Und Alcaraz spielt das ohne Aufschlag.
Die beiden sind mit so weitem Abstand vor allen anderen auf der Tour. Bis bei Nole das Alter wirkt würde mich jedes Nicht-Alcaraz-Djokovic-Finale auf grand slam Ebene überraschen.
Ok
Könnte Alcaraz das jetzt nicht einfach durchziehen ohne die 17 Djoker-Comebacks im Fünften?
Hoffentlich bringt Alcaraz das jetzt auch über die Bühne gegen diesen unsympathischen Spinner.
Aufschlag zum Match, da habe ich schlechte Erinnerungen. ![]()
Dieses Federer-Djokovic Finale war das bitterste sportliche Ereignis ohne deutsche Beteiligung, an das ich mich erinnern kann.
Ja Mann, wie geil!
Wunderbar
TENNIS ![]()
Also dieser Stopp/Lob und der Volley danach da im letzten Spiel. Puh. Chapeau!
Ofner, McIlroy, Alcaraz.
Guter Sportsonntag.
Aber wie verrückt ist es bitte dass Djokovic 10 Jahre nicht mehr auf dem Center Court verloren hatte? Bastinho wird ja wahrscheinlich noch einiges dazu schreiben aber da geht wirklich was Unglaubliches zu Ende. Und würde mich nicht wundern wenn er in NY wieder da weitermacht.
Dass er ein Tie-Break verliert ist schon eine Sensation.
Das ist wirklich komplett verrückt. Da kann nicht mal Nadal in Paris mithalten, auch wenn der wahrscheinlich seit mindestens 15 Jahren jedes Match auf dem Centre Court gespielt hat. Bei Djokovic liegt die Serie auch daran, dass er 2016 und 2017 jeweils nicht auf dem Centre Court rausgeflogen ist. Warum zum Beispiel sein Viertelfinale 2017 gegen Berdych (immerhin vorher schon im Wimbledon Finale gewesen) nicht auf dem Centre Court war
Vermutlich hat Roger parallel gespielt.
Soll die Leistung aber nicht schmälern. Das Turnier hat seit seiner letzten Centre Court Niederlage neun Mal stattgefunden, er hat es in dieser Zeit sechs Mal gewonnen. Mit solchen Quoten können in Wimbledon sonst nur Roger und Sampras mithalten.
Djokovic hat auch sonst trotz Niederlage wieder einiges erreicht:
- Es war sein 35. Grand Slam Finale. Er hat damit auch Chris Evert hinter sich gelassen und ist bei beiden Einzelwettbewerben Rekordfinalist.
- Es war sein 46. Halbfinale, womit er mit Roger gleichgezogen ist.
- @vintage hat es ja schon erwähnt, dass er einen Tie-Break verliert ist eine Sensation. Er hat vorher die letzten 15 Tie Breaks bei Grand Slam Turnieren gewonnen. Das ist Rekord, so eine Serie gab es noch nie.
- Klarer Beweis, dass Djokovic niemals der GOAT sein wird und in Wahrheit total schlecht ist: Es war seine 12. Niederlage in einem Grand Slam Finale. So viele Niederlagen hat sonst niemand, Federer hat 11. GOAT-Diskussion also für alle Zeiten beendet.

Zu Alcaraz:
- Er ist erst der dritte Spanier überhaupt, bzw. in der Open Era erst der zweite Spanier, der Wimbledon gewinnen kann.
- Nur vier Spieler in der Open Era waren bei ihrem zweiten Grand Slam Titel jünger als er (Nur einer davon gehört der Big 3 an).
Generell zum Finale:
- Ich glaube dass es für Alcaraz’ weitere Karriere enorm wichtig war, dass er Djokovic bei einem Grand Slam bezwingen konnte. Noch dazu in einem Finale, in Wimbledon, mehrere Serien von Djokovic gebrochen. Das Match dürfte als Inbegriff der Wachablösung gelten falls Alcaraz so weiter macht. Ähnlich wie Rogers Sieg gegen Sampras in 2001 oder Nadals Finalsieg gegen Roger in 2008.
Man stelle sich andersrum vor, dass Djokovic irgendwann aufhört und Alcaraz ihn nie bei einem Grand Slam hätte bezwingen können. Egal wieviele Titel Alcaraz noch holt, da hätte immer ein „Ja aber du hast Nole nie geschlagen“ mitgeschwungen. - Das Marathon-Spiel gestern war scheinbar wirklich das längste Aufschlagspiel, das es je in einem Wimbledon Finale gab.
- Die absolut absurdeste Statistik zu diesem Finale: Alcaraz ist in seinem eigenen bisherigen Leben der erste Wimbledon Herren Champion, der nicht Federer, Djokovic, Nadal oder Murray heißt.
Die Vier haben in den letzten 20 Jahren den Titel unter sich ausgemacht. Der letzte Champion davor war Hewitt, da war Alcaraz noch nicht geboren.
Big 3 Update:
- 65 der letzten 80 Grand Slams gingen an die Big 3 (über 81%)
- 73 der letzten 80 Grand Slam Finals fanden mit Big 3 Beteiligung statt (über 91%)