Take me out to the Ballgame - MLB und Baseball

Die Twins haben im Draft einen 2.10 Meter großen Pitcher gedraftet (Jason Reitz) und die Kommentare dazu sind sehr unterhaltsam :_d:

This dude looks like Frank Reynolds when he was dreaming about having long legs in Always Sunny

Something something LONG RELIEVER AM I RIGHT?

The first successful man/grasshopper hybrid.

No wonder he played for Oregon, he probably ducks all the time

He doesn’t pitch he just reaches over from the mound and hands the ball to the catcher

He was drafted for his high ceiling

I’m glad he got drafted. Now he can quit his side job waving his arms around at used car lots

It’s easy to throw 98 mph when your torso is in the Troposphere

10 Danksagungen

Ich wollte dieses Jahr echt regelmäßige Updates aus der Liga posten, aber zurzeit ist einfach extrem viel bei mir los.
Angesichts des nun anstehenden All-Star Breaks gibt es nun doch ein kleines Review über die erste Saisonhälfte und die erste Runde des Drafts vom Wochenende. Die Beiträge sind auch auf meinem angestaubten Blog zu finden: MLB Draft 2025, AL Recap, NL Recap
Genau genommen sind schon knapp 60% der Spiele gespielt und in etwas mehr als zwei Wochen ist die Trade Deadline.

MLB Draft 2025

Die großen Gewinner der Draft Lottery waren die Seattle Mariners, die letztes Jahr mit 85-77 nur um einen Sieg die Playoffs verpassten, dieses Jahr aber trotzdem an Nr. 3 picken durften. Der Nr. 1 Overall Pick ging an die Washington Nationals, an zweiter Position durften die LA Angels picken. Trotz des zweitschlechtesten Records landeten die Colorado Rockies nur an Position 4.

Vor dem Draft galt Kade Anderson als sehr wahrscheinlicher Nr.1 Pick. Der Linkshänder führte die LSU Tigers zur College World Series und ist sehr weit entwickelt. Das wäre ein perfekter Fit für die Nationals an 1 gewesen, die dringen Verstärkung im Pitching Department benötigen.

Statt Anderson entschieden sich die Nationals aber für Eli Willits, ein 17-jähriger Shortstop, der noch einen langen Weg in die Majors haben wird. Das wiederum machte den Weg frei für die LA Angels, die einen Starting Pitcher draften wollten… Und sich stattdessen für Tyler Bremner entschieden, einen Rechtshänder den keiner auf der Rechnung hatte und dessen Stock in dieser College Saison eher abgestürzt als gestiegen ist.

Die Seattle Mariners waren der lachende Dritte und staubten Kade Anderson ab. Gut möglich, dass dieser schon nächstes Jahr die solide Rotation der Mariners weiter verstärkt. Und auch die Colorado Rockies durften sich freuen, denn diese bekamen mit Shortstop Ethan Holliday das beste Prospect des Drafts in den Schoß gelegt. Der Bruder von Jackson Holliday und Sohn von Matt Holliday kommt aus der High School, hat also noch einen langen Weg vor sich, gilt aber als talentiertester Shortstop einer generell sehr starken Klasse auf dieser Positionsgruppe (14 Shortstops wurden mit den ersten 27 Picks gedraftet – viele davon werden am Ende aber sicher auch auf 3B oder 2B enden).

Spannend waren noch die Baltimore Orioles, die neben ihrem eigenen Pick an Nr. 19 auch die Wahlrechte für 30, 31 und 37 hielten, weil sie in der Free Agency Corbin Burnes und Anthony Santander verloren und zusätzlich noch den Pick der Tampa Bay Rays ertradeten (Kompensationspicks für verlorene Spieler sind die einzigen Picks, die in der MLB getradet werden dürfen). Mit diesen Picks wählten sie einen Outfielder (Ike Irish), das beste Catcher Prospect in diesem Jahr (Caden Bodine) sowie einen Shortstop vom College (Wehiwa Aloy) und zusätzlich einen Outfielder von der High School mit viel Upside (Slater de Brun). Ob Sie wirklich nach Talent ausgewählt haben oder doch nur nach coolen Namen ist nicht bekannt, aber insgesamt ist das eine sehr spannende Draft Class.


First Half Recap

AL EAST

Überraschung: Ausgerechnet die Toronto Blue Jays führen die Division an, ein Team bei dem ich fest davon ausging, dass sie zu diesem Zeitpunkt nichts mehr mit dem Division Sieg am Hut haben und sich schlussendlich von Vlad Guerrero Jr. trennen würden. Wie man sieht, kam es anders. Vladdy verlängerte in Toronto und mit einer 10 Game Winning Streak kurz vor dem AllStar-Break stehen die Jays überraschend an der Spitze der AL East.

Enttäuschung: Ganz klar die Baltimore Orioles. Es ist genau das eingetreten, was zu befürchten war, als man Corbin Burnes in der Free Agency verlor und hektisch versuchte, dieses große Loch mit viel zu kleinen Flicken zu nähen. Die Rotation ist quasi nicht vorhanden, hinzu kommen durchgehend schwache Saisons von so gut wie allen Spielern im Diamond. Auch die Entlassung von Manager Brandon Hyde konnte das Ruder bisher nicht herumreißen.

Breakout Player: 1B Jonathan Aranda, Tampa Bay Rays

Ist mit 27 Jahren das erste Mal zum AllStar gewählt worden, weil er Top 3 in Batting Average ist (.324) und die Rays in OPS+ anführt (151)

Breakdown Player: SP Walker Buehler, Boston Red Sox

Letzte Saison führte er die Dodgers mit seinem Auftritt als Closer in Spiel 5 zum World Series Titel. Das reichte den Red Sox, um ihn trotz großer verletzungsbedingter Fragezeichen einen Vertrag über ein Jahr und $21m anzubieten. Eigentlich sollte er ein wichtiges Puzzleteil für den Championship Push werden, bisher ist er aber mit einem ERA von 6.12 einer der schlechtesten Starting Pitcher, nicht nur innerhalb der Division sondern in der gesamten Liga.

MVP: CF Aaron Judge, New York Yankees

Natürlich muss man hier Aaron Judge nennen, der wieder einmal eine historische Saison auflegt. Ein .355 Batting Average, ein OPS+ von 228 und ein Wins Above Replacement Rating von 7.0 vor dem AllStar-Break sind absurd.

Outlook: Eine extrem spannende Division, in der ich mir vorstellen könnte, dass selbst die Orioles nochmal einen ordentlichen Push machen können (je nachdem, wie viel sie an der Deadline verkaufen werden). Dem Blue Jays Braten traue ich auf Dauer noch nicht, ich denke am Ende werden die Yankees die Division vor den Red Sox gewinnen. Boston geht zusammen mit Toronto in die Wild Card.


AL CENTRAL

Überraschung: Die Detroit Tigers sind zum AllStar-Break das beste Team in der MLB. Nachdem man letztes Jahr an der Deadline verkaufte und dann überraschend doch noch in die Wild Card rutschte und dort mit einem Sieg über die Astros auf sich aufmerksam machte, setzt sich der Aufwärtstrend dieses Jahr fort. Dabei bleibt man sich seinem Motto treu, auf Superstars zu verzichten und die Last in der Offensive auf mehrere Schultern zu verteilen. So durften mit Gleyber Torres, Zach McKinstry, Riley Greene und Javy Baez gleich vier Spieler zum Allstar Game. Apropos Javy Baez, der hat die Freude am Spielen wiedergefunden. Die letzten Jahre galt sein Vertrag in Detroit als Albatross, Baez war einer der schwächsten Spieler in der gesamten Liga. Eine Umstellung von Shortstop auf Centerfield hat ihm die Freude am Sport wiedergebracht und das spiegelt sich deutlich in seinen Zahlen wieder, sowohl in den Statistiken, als auch im Public AllStar Vote der Fans.

Enttäuschung: Der ganze Rest der Division irgendwie. Wenn man sieht, dass die AL Central letztes Jahr drei Teams in den Playoffs stellte und bis auf die White Sox alle Mannschaften einen positiven Record hatten, machen alle Teams eher einen Schritt zurück als nach Vorne. Detroit wird dieses Jahr wohl der einzige Playoffteilnehmer aus der AL Central bleiben.

Breakout Player: 1B Spencer Torkelson, Detroit Tigers

Seitdem er 2020 an der ersten Stelle gedrafted wurde, sagte man „Tork“ ein riesiges Potential voraus. Umso frustrierender gestalteten sich seine ersten Jahre in der Major League. Ursprünglich als Third Baseman gestartet, zeigte sich relativ schnell, dass seine Zukunft nur auf der ersten Base liegt. Dafür muss man wiederum am Schlag besonders hervorstechen, um seinem Team einen wirklichen Mehrwert zu geben. Das gelang ihm nur phasenweise. Nach einer schwachen Saison 2024 schien das Experiment zu scheitern, doch mit 25 ist ihm die Kurve dieses Jahr doch noch gelungen. Mit 21 Homeruns, einem besseren Auge am Schlag und einem OPS+ von 129 ist einer der Gründe, weshalb es bei Detroit so gut läuft.

Breakdown Player: CF Luis Robert Jr., Chicago White Sox

Vor zwei Jahren war Robert noch ein AllStar, Silver Slugger und MVP Anwärter. Mit dem Untergang der White Sox begann auch seine Abwärtsspirale. Er sollte der letzte große Trade Chip an der Southside sein, jemand für den man nochmal eine handvoll starker Prospects einsammeln könnte. Nach dieser Hinserie allerdings werden die White Sox nur noch einen feuchten Händedruck als Gegenwert erhalten - wenn überhaupt. Sein Batting Average liegt bei .190, seine 9 Homeruns sind weit entfernt von den 38 aus der Saison 2023. Natürlich besteht bei den Teams die Hoffnung, ihn in neuer Umgebung wieder zu altem Glanz zu verschaffen, aber sein Tradewert liegt erstmal im Keller.

MVP: SP Tarik Skubal, Detroit Tigers

Die Tigers sind das Team der Stunde und das liegt neben der breiten Offensive vor allem auch an Skubal, der auf seine letztjährige Cy-Young Saison nochmal einen draufgelegt hat. Er ist unangefochten der beste Pitcher den die MLB zurzeit zu bieten hat und ich freue mich schon, sein Temperament in der Postseason zu sehen.

Outlook: Diese Division scheint entschieden. Den Royals und Guardians fehlt es wie am Saisonanfang zu erwarten war an Offensive, die Twins sind der personifizierte Durchschnitt. Immerhin fehlen den White Sox nur noch 10 Siege, um ihre Bilanz aus dem Vorjahr zu verbessern.


AL WEST

Überraschung: Es ist vielleicht nur ein schwacher Trost wenn man auf Platz 4 der Division steht und keine Chance auf die Playoffs hat, aber: Dass die Los Angeles Angels fast bei .500 stehen, hätte ich so nicht erwartet. Die Free Agent Verpflichtung von Starter Yusei Kikuchi macht sich bisher bezahlt, dazu spielt der junge Shortstop Zach Neto eine bisher hervorragende Saison.

Enttäuschung: Die Texas Rangers waren für mich der Favorit in dieser Division und ein World Series Contender. Obwohl sie die wenigsten Runs in der MLB kassieren und Jacob deGrom (2.32 ERA) sowie Nathan Eovaldi (1.58 ERA) dominieren, bleiben Sie in der Offensive blass, auch weil die Neuverpflichtungen Joc Pederson und Jake Burger bisher noch gar nicht zünden.

Breakout Player: SS Jacob Wilson, Athletics

Auch wenn die A’s standesgemäß den letzten Platz belegen, so haben sie zurzeit einen der besten, wenn nicht sogar den besten Kern an jungen Spielern in ihrem Major League Team. Einer davon ist Jacob Wilson, der in seiner ersten vollen Saison nicht nur verdienter AllStar geworden ist, sondern auch klarer Favorit auf den Rookie des Jahres ist. Er zeigt eine bemerkenswerte Disziplin am Schlag, geht so gut wie nie Strikeout und ist ein König des Kontakts. Sein Batting Average beträgt .332, keiner kommt häufiger auf Base bei den Athletics als er. Dieses Spielerprofil wurde ihm zwar schon in den Minor Leagues vorhergesagt, aber überraschenderweise kommt dieses Jahr auch die ausreichende Power hinzu, um ihn wertvoll zu machen. Klar, er wird nie ein Power Slugger werden, aber er trifft die Bälle hart und 9 Homeruns sowie 17 Doubles in einer halben Saison sind gut genug, um aus einem One Tool Player einen wirklich wertvollen Spieler für ein aufstrebendes A’s Team zu machen. Sein Batspeed ist dabei am unteren Ende der Skala zu finden, aber dafür schafft er es wie kaum ein Zweiter, Bälle genau auf dem Sweet Spot des Schlägers zu treffen.

Breakdown Player: 1B Christian Walker, Houston Astros

Nach mehreren starken Jahren bei den Diamondbacks verpflichteten die Astros Walker in der Offseason für 3 Jahre und $60m. Bisher hat sich diese Investition noch gar nicht gelohnt. Sein OPS+ liegt bei für 1st Baseman unterirdischen 83, seine überragende Defense vergaß er scheinbar in Arizona. Umso spannender wird es sein, falls er die Kurve bekommt und dieses ohnehin starke Astros Team einen weiteren Leistungsträger dazu bekommt.

MVP: C Cal Raleigh, Seattle Mariners

Wenn es einen Spieler gibt, der mit Aaron Judge im MVP Rennen mithalten kann, dann ist es Cal Raleigh. Zwar ist sein Batting Average um fast 100 Punkte schlechter, aber wen interessiert das schon, wenn man mit 38 Homeruns und 82 RBI die Liga anführt und dazu noch mit guter Defense auf einer wichtigen Position überzeugt? Zudem darf er sich seit gestern Home Run Derby Champion 2025 nennen, der erste Catcher der diesen Wettbewerb bei den AllStar Festivitäten gewinnen konnte.

Outlook: 8.5 Siege Vorsprung sind ein Brett, aber ich habe die Rangers noch nicht aufgegeben. Mit guten Trades an der Deadline können Sie diese Saison noch retten und in das Playoff Rennen eingreifen. Eovaldi und deGrom in den Playoffs wären ein Traum. Die Astros sind stärker als erwartet, aber man muss bei ihnen fast davon ausgehen, dass sie diese Leistung auch bis zum Ende durchbringen. Bei Seattle ist dieses Jahr tatsächlich mal nicht die Offensive Schuld, sondern das im Vergleich zum Vorjahr schwächere Pitching. Ich denke Houston wird die Division gewinnen, die Rangers kommen in die Wild Card, Seattle guckt am Ende in die Röhre. Los Angeles wird mit den Playoffs nichts zu tun haben und sich eher den A’s als den Rangers annähern.


NL EAST

Überraschung: Die Fische auf Platz 3? Damit war nicht zu rechnen. GMs und Experten hatten Schwierigkeiten vor der Saison auch nur drei Spieler im Lineup der Marlins zu nennen. 44-51 ist sicher auch kein Record für den man sich auf die Schulter klopfen sollte, aber es ist um Welten besser als das, was vor der Saison zu befürchten war.

Enttäuschung: Für eine Franchise die den nächsten Schritt im Rebuild einläuten wollte stehen die Nationals sehr schlecht da, aber keiner schlägt hier die Atlanta Braves, welche 11 Spiele unter .500 stehen. Das Outfield ist mit Ausnahme von Ronald Acuna Jr. ein Trauerspiel, Spencer Strider noch lange nicht wieder der Alte und Leistungsträger wie Austin Riley oder Ozzie Albies spielen unter ihrem Potential. Etwas Pech war auch dabei: Der Record in 1-Run Games steht bei 13-24 und die Rundifferenz ist sogar leicht im Positiven.

Breakout Player: LF James Wood, Washington Nationals

Wood war einer der zahlreichen Spieler, die 2022 im Gegenzug für Juan Soto nach Washington kamen. Mittlerweile kristallisiert sich heraus, dass die Nationals mit diesem Trade alles richtig gemacht haben. In einer von Tristesse geprägten Mannschaft stechen genau drei Spieler heraus: Shortstop CJ Abrams, Starter McKenzie Gore und nun eben auch James Wood – alle drei Spieler kamen im Soto Trade an den Anacostia River. Wood legte in der ersten Halbserie 24 Homeruns auf, zwar auch mit 116 Strikeouts, aber die Nats haben in den 201cm großen Outfielder nach Bryce Harper und Juan Soto ihren nächsten Franchise Player gefunden.

Breakdown Player: SP Sandy Alcantara, Miami Marlins

Alcantara teilt sich das exakt gleiche Schicksal mit Luis Robert Jr. von den White Sox. Als letzter verbliebender Leistungsträgers eines Rebuilding Teams war er eine heiße Aktie für den Trade Markt, aber die Marlins entschieden sich dazu, ihn noch nicht in der Offseason zu traden, sondern mit ihm in die Saison zu gehen. Nach derzeitigem Stand die falsche Entscheidung: Ein Jahr nach einer Tommy John Operation liegt sein ERA bei schwindelerregenden 7.22. Es bleibt abzuwarten, ob die Teams mit Hinblick auf die Deadline für ihn ins Risiko gehen werden.

MVP: SP Zack Wheeler, Philadelphia Phillies

In dieser Division gibt es keinen Clear Cut MVP, aber das beste Teams sind die Phillies und ihr bester Mann auf dem Mound ist wieder einmal Zack Wheeler, der mit seinen 35 Jahren weiter seinen dominanten, unaufgeregten Stiefel herunterspielt. 2.36 ERA, ligabeste 154 Strikeouts, es ist mehr als beeindruckend wie konstant er Jahr für Jahr auch in seinen 30ern abliefert und dabei immer verletzungsfrei bleibt. Noch zwei weitere Jahre auf diesem Niveau und die Hall of Fame klopft an.

Outlook: Die Mets und Phillies werden diese Division unter sich ausmachen, mein Gefühl sagt mir, dass Philadelphia am Ende die Nase vorn haben wird. Atlanta wird sich irgendwo auf .500 vorarbeiten, aber die Playoffs in der starken NL am Ende verpassen. Die Nats überholen die Marlins noch für Platz 4 in der Division.


NL CENTRAL

Überraschung: Die Cardinals hätte ich nicht so gut erwartet, aber die wirkliche Überraschung sind die Milwaukee Brewers, die nur ein Spiel hinter den Cubs liegen. Das magische Pitching Labor der Brew Crew hat wieder einmal aus ein paar No-Names wie Chad Patrick, Quinn Priester oder Jacob Misiorowski veritable Starter gemacht. Neu in Wisconsin ist aber, dass auch die Offensive funktioniert. 8 der 9 Starter haben ein OPS+ von über 100, selbst der von den White Sox entlassene Andrew Vaughn kommt zu den Brewers und liefert mehrere game winning Hits. In dieser Verfassung hat Milwaukee das Zeug, um ordentlich Lärm in den Playoffs zu machen, sollten sie diese erreichen.

Enttäuschung: Was soll man noch sagen, es sind wieder einmal die Pirates. Die Offensive ist miserabel, da hilft auch kein Paul Skenes mehr. Der nächste Rebuilding Zyklus zeichnet sich am Horizont ab.

Breakout Player: CF Pete Crow-Armstrong, Chicago Cubs

Das Potential zum besten defensiven Center Fielder in der MLB war bei PCA schon früh zu erkennen. Das Potential seines Bats hingegen war stets umstritten. Dieses Jahr wissen wir: Es ist ähnlich hoch, wie das seiner Defensive. 25 Homeruns, ein OPS+ von 140 und ein Wins Above Replacement Wert von 5.2 – Ligaspitze. Crow-Armstrong macht in diesem Jahr den Sprung zum Superstar sowie Franchise Player in Chicago und ist nebenbei auch einer der spektakulärsten Spieler auf dem Feld.

Breakdown Player: RF Bryan Reynolds, Pittsburgh Pirates

Die Buccos sind wirklich nicht gesegnet mit talentierten Offensivspielern, wenn dann auch noch einer der wenigen guten davon ein richtiges Katastrophenjahr hat, ist der Schaden umso höher. Und wenn das dann auch noch der Spieler ist, den diese äußerst sparsame Franchise für 8 Jahre und $106m verlängert hat, kann man sich das Schwitzen auf der Stirn von GM Ben Cherington bildlich vorstellen.

MVP: SP Paul Skenes, Pittsburgh Pirates

Pete Crow-Armstrong ist schon der Breakout Spieler in dieser Division, also muss es jemand anderes als PCA sein. Und auch wenn die Piraten ein trauriges Dasein am Ende der Division führen, so liegt dies gewiss nicht an Paul Skenes, der in seinem zweiten Profijahr zum zweiten Mal der Starting Pitcher des Allstar Games ist. Schade, dass wir ihn in naher Zukunft nicht in den Playoffs sehen werden

Outlook: Ich denke die Cubs werden diese Division am Ende relativ klar gewinnen. Dahinter haben sich die Brewers in eine gute Ausgangslage für die Wild Card gebracht. Die Cardinals werden noch von den Reds überholt, beide Teams verpassen am Ende die Postseason.


NL WEST

Überraschung: Eine richtig starke erste Saisonhälfte inklusive Trade für Rafael Devers macht diese Wahl relativ einfach: Die San Francisco Giants sind voll im Rennen um die Playoffs. Das liegt aber sicher auch an der Enttäuschung…

Enttäuschung: denn das sind die Arizona Diamondbacks, denen ich dieses Jahr den Durchbruch zum legitimen Contender zugetraut hätte. Stattdessen verabschiedete sich Neuverpflichtung Corbin Burnes mit Tommy John Surgery für die Saison, ein Verlust den die Rotation bisher nicht auffangen konnte. Immerhin kriegt man etwas geboten bei den DBacks, kaum ein Team bietet derartig viel Unterhaltungspotential, sei es aufgrund großer Comebacks oder noch größerer Meltdowns.

Breakout Player: CF Andy Pages, Los Angeles Dodgers

Die Dodgers wären nicht die erfolgreichste Franchise der letzten 10 Jahre, wenn sie neben ihrer finanziellen Macht nicht auch eine verdammt gute Talentschmiede wären. Schaut man sich dieses Jahr eine Spielzusammenfassung der Dodgers an, sind es seltener die alten Veteranen wie Mookie Betts oder Freddie Freeman, die zu sehen sind. Stattdessen ist es immer wieder Andy Pages, der die entscheidenden Aktionen zum Sieg beisteuert und damit ein ansonsten sehr großes Loch im LA Outfield stopft.

Breakdown Player: SS Mookie Betts, Los Angeles Dodgers

Mookie ist dieses Jahr kein AllStar. Das letzte Mal, als das passierte, befanden wir uns im Jahr 2015 (Corona-Saison ausgenommen). Das liegt zum einen daran, dass er dieses Jahr aus dem Right Field zum Vollzeit Shortstop umfunktioniert wurde. Das liegt auch daran, dass sein offensiver Output dieses Jahr extrem zurückgegangen ist, in vielen Kategorien stehen deutliche Karriere Negativwerte zu Buche. Das wiederrum kann auch mit einem Virus zusammenhängen, den er sich kurz vor Saisonstart holte und daraufhin über 10 Kilogramm Körpergewicht verlor.

MVP: C Will Smith, Los Angeles Dodgers

Dreimal Dodgers, das ist vielleicht langweilig, aber diese Division bietet nicht die ganz großen Ausschläge nach Oben oder Unten um sich zwangsweise für andere Spieler zu entscheiden. Natürlich legt auch Ohtani wieder überragende Zahlen auf und führt die National League mit 32 Homeruns an. In der zweiten Saisonhälfte wird er auch wieder vermehrt pitchen und dann ist ihm dieser Titel wieder einmal nicht zu nehmen, aber für den Moment gehört Will Smith das Spotlight. Sein .323 Batting Average und .425 On Base Percentage sind Bestwert in der National League und kommen sehr überraschend. Smith war seine gesamte Karriere über ein guter Schlagmann, aber stets „nur“ als Anführer der zweiten Reihe hinter den Starspielern in Los Angeles. Dieses Jahr ist er einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg der Dodgers, weil er bessere Schwungentscheidungen trifft, dadurch mehr Walks zieht und die Bälle nach denen er schwingt besser trifft.

Outlook: Den Vorsprung von „nur“ 5.5 Spielen der Dodgers hätte ich zu diesem Zeitpunkt der Saison größer eingeschätzt, aber sowohl San Francisco, als auch San Diego spielen starken Baseball. Dennoch sollte LA diese Division problemlos gewinnen. Dahinter kann man davon ausgehen, dass die Giants an der Trade Deadline All-In gehen werden – ich habe dennoch bei den Padres ein besseres Gefühl und tippe, dass San Diego als einziges Team in dieser Division per Wildcard die Playoffs erreicht. Achja, auch die Rockies spielen noch um Titel: Im Rennen um die Auszeichnung als schlechteste Mannschaft der modernen Ära sind sie noch voll dabei.

7 Danksagungen

:staun:

2 Danksagungen

Wie schätzt du denn die kommende Trade Deadline ein? Interessanterweise haben ja fast alle guten Teams Überschneidungen bei den Team Needs, also vor allem Relief Pitcher und Starter. Obwohl das wohl auch irgendwie immer so ist?

Yankees, Cubs und Brewers brauchen dazu auch noch jeweils einen 3rd Base Man.

So eng wie das ist könnte ja wirklich ein Move einen richtigen Unterschied machen, anderseits dürften die Preise auch ziemlich hoch sein weil es ja auch keine 10 Starter auf dem Markt gibt. Wirklich spannend welche Teams am Ende vielleicht doch lieber bei ihrer geflickten Rotation bleiben und welche All-In gehen.

Bei den Jays haben sie gestern im Broadcast darüber gesprochen das Yimi Garcia vielleicht fürs Jahr raus ist und man nun wahrscheinlich sogar nach 2 High Leverage Reliefern sucht und danach gab es schon Gerüchte um Clase und Duran. Das könnte in der AL zum Beispiel schon ein richtiger Gamechanger sein.

Ich hoffe die NL Teams rüsten nochmal auf als Versicherung gegen die Dodgers. Gerade die Phillies haben ja wirklich extreme Lücken in Lineup und Bullpen und werden bisher ja vor allem von den Startern getragen. Denen würde ich es dieses Jahr noch mit am meisten gönnen in der NL, neben Mets und Brewers.

Wunschdeals meinerseits:

  • Luis Robert nach Philly: Diese Saison waren schon mehrere White Sox Spieler dabei die in anderen Stationen plötzlich aufgeblüht sind und ihm wäre ein Tapetenwechsel schon irgendwie zu gönnen. Und die Phillies müssen wirklich mal was mit ihrem Outfield tun und so wie es aussieht gibt es da gar nicht soo viele Kandidaten.
  • Eugenio Suarez nach Milwaukee: Die sind so gut gerade, ein wenig mehr Offense würde ihn aber so gut tun. Und vor allem würde er dann nicht bei den Yankees landen. :ronaldo:
    Ich finde die auch einfach ziemlich cool. Lange Tradition, wenig Zeit mit Erfolg, viele solide Arbeiter ohne großen Glanz.
  • Edward Cabrera nach Toronto: Nächste Saison sind mindestens 2 Rotationsspots offen und es gibt kaum interne Verbesserungsmöglichkeiten. Daher wäre ein Starter mit Team Control schon sehr viel sinnvoller und was ich von ihm gesehen habe gefällt mir wirklich extrem gut. Dazu noch einen der Top Reliefer und mit der Defense dazu wäre das für dieses Jahr schon einer der Topfavoriten in der AL.

Was hast du so für Deals im Auge?

Alle brauchen irgendwie einen Starter, alle brauchen Reliever, das ist wirklich ein Klassiker jedes Jahr. Das macht die Deadline auch so unvorhersehbar, man kann überhaupt nicht abschätzen, wer wirklich zuschlägt und wer wirklich zum Verkauf steht.

Wenn die Vergangenheit ein Indikator ist, dann kann man erwarten, dass die Padres wieder irgendwas verrücktes machen werden. Dieses Mal könnten sie gleichzeitig kaufen und verkaufen. Dylan Cease und Robert Suarez können in die Free Agency gehen, vielleicht wird man die abgeben und anderweitig ersetzen.

Ansonsten gibt es meiner Meinung nach 3 Teams, die entscheiden, wie wild diese Deadline wird.

Arizona Diamondbacks (50-51), 5.5 Games behind WC


Wahrscheinlich der größte Dominostein auf dem Markt. Die nächste Woche wird darüber entscheiden, ob man den Reset Knopf drückt, oder weiter um die Playoffs spielt. Die Konkurrent in der NL ist sehr stark, aber 5.5 Spiele hinter der letzten Wild Card sind kein unaufholbarer Rückstand.
Potentielle Tradekandidaten:
1. Eugenio Suarez (3B) - Wahrscheinlich der am heißesten umworbene Spieler zurzeit. 35 Homeruns sind hinter Cal Raleigh und Aaron Judge Platz 3. Seine Defense an dritter Base ist zu vernachlässigen, aber sein Bat kann den Unterschied machen. Hat einen auslaufenden Vertrag.
2. Merrill Kelly (SP) - war integraler Bestandteil des World Series Finalteams vor zwei Jahren und ist auch dieses Jahr Arizonas bester Starter (3.32 ERA). Mit auslaufendem Vertrag und 36 Jahren gibt es wenig Gründe, ihn noch zu halten, wenn man nicht mehr an die Playoffs glaubt.
3. Zac Gallen (SP) - der andere Starting Pitcher, der die Diamondbacks in die World Series führte. Ebenfalls mit auslaufendem Vertrag, aber deutlich jünger als Kelly (29), dafür mit einer bisher ziemlich miesen Saison (5.40 ERA). Der größte Unterschied zu den Vorjahren ist, dass er deutlich mehr Homeruns abgibt.
4. Josh Naylor (1B) - wäre der protoypische DH/1B Slugger für einen Contender für mehr Flexibilität in der Offensive. Legt dieses Jahr einen Karrierebestwert in On Base Percentage auf und hat ebenfalls einen auslaufenden Vertrag, bei dem ich mir nicht vorstellen kann, dass die Diamondbacks Interesse haben ihn zu verlängern, sonst hätten sie Christian Walker in der Offseason nicht gehen lassen.

Der Haken an der ganzen Sache: Die Diamondbacks werden nur ein wirklich gutes Angebot annehmen, denn mit Ausnahme von Kelly kann man bei den anderen drei Spielern davon ausgehen, dass sie im Sommer einen langfristigen Vertrag anstreben. Die Diamondbacks könnten ihnen ein Qualifying Offer für 1 Jahr machen, welches die Spieler wahrscheinlich ablehnen würden. Das würde für die Diamondbacks im Gegenzug bedeuten, dass sie für den Verlust der Spieler gleich drei Draftpicks am Ende der ersten Runde des 2026er Drafts bekommen würden. Tradet Arizona die Spieler hingegen, bekommen Sie auch keine Kompensationspicks. Die Schlangen sitzen hier also in einer guten Verhandlungsposition und sind nicht gezwungen zu verkaufen.

Baltimore Orioles (44-55), 8.5 Games behind WC


Die Orioles wären gut beraten, an dieser Deadline zu verkaufen und dabei zu schauen, dass man im Gegenzug Verstärkung für das nächste Jahr bekommt.
Potentielle Tradekandidaten:
1. Ryan O’Hearn (1B) - hat sich dieses Jahr nochmal gesteigert und spielt mit 31 seine beste Offensivsaison inklusive AllStar Nominierung. Er wird am Ende des Jahres Free Agent, einem wirklich offensivschwachen Team kann er helfen, ansonsten glaube ich aber nicht, dass Baltimore viel Gegenwert erhalten wird
2. Cedric Mullins (OF) - ist Publikumsliebling, weil er den kompletten Rebuild der Orioles überstanden hat und auch in dunklen Tagen einer der wenigen Lichtblicke war. Seine Saison dieses Jahr allerdings ist schwach und mit 30 Jahren ist es unwahrscheinlich, dass er noch lange im Center Field spielen wird. Soll heißen: Die Orioles werden eher anderen Spielern eine Verlängerung anbieten als ihm und damit ist er verfügbar. Wenn er in der zweiten Saisonhälfte wieder in die Spur findet, kann er jedem Contender im Outfield helfen.
3. Adley Rutschman (C) - okay, das klingt zwar verrückt und ich glaube auch nicht, dass Rutschman getradet wird, aber wenn man sich die Fakten anschaut, würde es Sinn ergeben: Seine Offensivstatistiken sind seit seinem Debüt 2022 nun im vierten Jahr in Folge rückläufig, sein On Base + Slugging von .806 (2022) liegt zum Beispiel in diesem Jahr bei .691. Auch seine Advanced Metrics sind eingebrochen und zeigen mittlerweile das Profil eines absolut durchschnittlichen Catchers. Zeitgleich wartet mit Samuel Basallo das beste Catcher Prospect der Liga in Triple A nur darauf, endlich in die Majors hochgezogen zu werden. Früher oder später wird einer von beiden sowieso gehen müssen oder die Position wechseln, von daher macht es Sinn ihn zu traden, solange sein Wert noch hoch ist. Mit 2.5 weiteren Jahren an Teamkontrolle könnte man auch einen hohen Gegenwert bekommen
4. Felix Bautista (RP) - da er noch Vertrag für die nächsten zwei Jahre hat und einer der absoluten Topreliever der Liga ist, könnten die Orioles ihn auch halten. Aber Reliever Performance unterliegt immer einer hohen Fluktuation und gerade durch diesen langfristigen Vertrag könnte Baltimore einen hohen Gegenwert aufrufen.
5. Zach Eflin (SP) - spielt zwar eine furchtbare Saison, aber war in seiner Karriere stets ein solider Starter und kann das hintere Ende einer Rotation verstärken. Viel Gegenwert werden die Orioles nicht bekommen, aber er wäre mein „Dark Horse“ für einen Trade unter dem Radar, der am Ende entscheidend für ein Playoffteam sein könnte. Anstelle eines Bullpen Games startet Eflin in den Playoffs, legt 5+ Innings mit 2 ER auf und alle sind glücklich.

Angesichts der recht ausichtsslosen Situation und dem mittlerweile ausgedünnten Farmsystem sollten die Orioles einer der aktivsten Teams an der Deadline sein. Leider hat GM Mike Elias in letzter Zeit nicht gerade das beste Bild in dieser Situation abgegeben, sein Job könnte vom Erfolg der Deadline abhängig sein.

Cleveland Guardians (49-50) - 3.5 Games behind WC

Die Guardians sind in einer relativ guten Position: Die Wild Card ist noch in realistischer Reichweite, ihre Division schwach. Allerdings sollte man sich in Ohio ernsthaft die Frage stellen, wie lange man mit dem aktuellen Konzept noch weitermachen will. Die Offensive besteht nicht erst seit diesem Jahr aus Jose Ramirez, ein bisschen Steven Kwan und sieben Statisten. Das muss sich ändern. Cleveland hat weniger Quantität, dafür mehr Qualität auf der Angebotsseite und genau das Gold, nach dem jeder Contender schürft: Reliever

1. Emmanuel Clase (RP) - er sollte dem Gelegenheitsgucker noch ein Name aus der letztjährigen Postseason sein, wo er nach einer unglaublichen Saison mit 0.61 ERA, Cy-Young und MVP Votes in den Playoffs implodierte. Nichtsdestotrotz ist und bleibt er einer der besten Closer, der zudem noch 3.5 Jahre unter Teamkontrolle steht.
2. Cade Smith (RP) - Smith ist wahrscheinlich einer, wenn nicht sogar der beste Reliever, der nicht für sein Team closed. Rechnet man seine 4.5 Jahre an Teamkontrolle dazu, würde es den Guardians als Small Market Team auch angesichts des niedrigen Gehalts schwer fallen, ihn abzugeben. Bei einem entsprechenden Gegenwert für das Lineup sollte das aber unbedingt getan werden.
3. Hunter Gaddis (RP) - der nächste Reliever im Bunde, der die Guardians letztes Jahr mit starken Leistungen in die Postseason geführt hat. Er ist spielt nicht ganz in der Liga von Clase oder Smith, hat mit 2.5 Jahren an verbleibender Teamkontrolle aber ebenfalls einen hohen Tradewert und wäre ideal für ein Team wie die Mets, die eine Brücke zwischen Starter und 8./9. Inning benötigen.

Cleveland braucht unbedingt Bats für das Lineup, auch über 2025 hinaus. Alle drei Reliever sind langfristig unter Teamkontrolle und dürften dementsprechend einen guten Gegenwert einbringen. Auch wenn 3.5 Spiele hinter der Wild Card nicht viel sind, so würde ich hier keine Sekunde zögern und den „Sell“ Button drücken.

2 Danksagungen

Im Baseball gibt es immer wieder Szenen, die gibt es eigentlich gar nicht.
Die Phillies gewinnen in Extra-Innings durch einen Bases Loaded, Walkoff Catchers Interference auf die erst durch eine Challenge entschieden wurde.

Und direkt am nächsten Tag die nächste verrückte Situation - mit dem gleichen Catcher :ugly:

Ein sogenannter Catcher’s Balk.
Zum Zeitpunkt des Pitches muss der Catcher in seiner eigenen Box stehen. Das ist auch der Grund, weshalb die Catcher früher bei Intentional Walks immer zuerst hinter der Platte standen und dann nach außen getreten sind, um den Ball zu fangen. Von Anfang an dort zu stehen, wäre nicht erlaubt.

Tut er es doch oder tritt vor die Homeplate wie in diesem Fall, wird auf Balk entschieden. Der Pitcher bekommt also eine Strafe, für die der Catcher verantwortlich ist. Ich kann mich nicht dran erinnern, das schonmal so in der MLB gesehen zu haben und habe selbst erst das erste Mal über diese Regel bei meinem eigenen Umpire Lehrgang erfahren.

Die Yankees letzte Nacht mit den witzigsten Spiel was ich von einer Defense gesehen habe diese Saison. Offiziell waren es 4 Errors, aber da wurden sie einerseits gerettet weil es einen ganz seltsamen Check Swing Call gab während dem Springer eine Base gestohlen hat und der Wurf zur Base wild war, weswegen er zur Third Base spazieren konnte. Und anderseits war bei fast jedem als Error gekennzeichnetem Play immer mehr als 1 Fehler bei den Szenen dabei.

Nicht das schönste Format aber bisher die einzige kurze Zusammenfassung dazu. Da fehlt sogar noch ein Flyball den Bellinger komplett aus den Augen verloren hat, der dadurch zum Triple wurde. Und man hätte wahrscheinlich noch 5 andere Szenen finden können wo sie immer einen Schritt zu spät waren.

Die Jays sind da als Team auch gebaut wie der perfekte Gegenspieler, weil sie nichts anderes tun als Bälle ins Spiel zu bringen wenn auch der Kontakt eher schwach ist. Aber dadurch erzeugen sie eben einen großen Druck auf die Defense und wenn du ein Team hast wie die Yankees, die dort wirklich nicht gut sind, führt das schnell zu Problemen.

Damit gewinnen die Jays den Tiebreaker gegen die Yankees und haben jetzt den besten Record in der AL, zusammen mit den Tigers gegen die sie heute ein 4 Spiel Serie starten. Das kann man sich auf jeden Fall mit auf den Plan schreiben für dieses Wochenende!

und Naylor ist der erste größere Name, der die Deadline Phase eröffnet:

Das ist ein mega guter Fit für Seattle, die auf 1st Base auf jeden Fall Verstärkung gebrauchen können und stimmt mich positiv, dass die Mariners endlich mal ihre Chips in die Mitte schieben werden und ins Risiko gehen.

Immer wenn beim Baseball eine Statistik damit anfängt, dass es in 150 Jahren noch nie vorgekommen ist, bekommt man sehr viele Zahlen an den Kopf geworfen.

1 Danksagung

und da fehlt die wichtigste eigentlich: Dass der Typ Rookie ist und erst sein 66. Spiel als Profi gemacht hat.

(Das größte Spiel aller Zeiten bleibt aber Ohtani letztes Jahr gegen die Marlins: 6-6, 3 Homeruns, 2 Doubles, 10 RBI, 2 Steals und damit als erster Mensch die 50-50 Saison erreicht)

edit: Habe jetzt das Video gesehen.
Fazit: :uirre:
Der hat ja nicht nur 4 Homer geschlagen. 3 davon waren einfach Opposite Field, also keine billigen Pull-Homer. und bei seinem Double in Richtung Crawford Boxes haben nur wenige Meter gefehlt für Homerun Nr. 5. Damit wäre er der erste Spieler der gesamten MLB Geschichte gewesen, dem das gelingt. In 6 von 30 Ballparks wäre das ein Homerun gewesen. Irre.

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Der am heißesten gehandelte Closer für die Trade Deadline ist vom Markt… Aber nicht so, wie man denken würde:

Er ist zurzeit beurlaubt, weil wegen verdächtiger Sportwetten auf ihn ermittelt wird. Damit wird er auch nicht getradet werden. Im schlimmsten Fall wird er eine lebenslange Sperre bekommen, sollte sich herausstellen, dass er beteiligt gewesen ist - bisher kann man das aber noch gar nicht abschätzen, es ist nur bekannt, dass es ungewöhnliche Aktivitäten auf dem Markt gab, wenn er eingesetzt wurde.

Ansonsten gab es gestern wohl das bisherige Spitzenspiel der Saison: Die Cubs und Brewers streiten sich um die Vorherrschaft in der National League.

Auf dem Hügel standen Matthew Boyd (25 Inning scoreless Streak) und Jacob Misiorowski (3-0, 0.56 ERA bei Heimspielen).
Da stand einiges auf dem Spiel, dementsprechend begannen die Nerven zu flattern, vor allem beim jungen Miz.

Die MLB beschert uns derweil wieder mit freien Spielen: Bis einschließlich Donnerstag zur Trade Deadline sind alle Spiele kostenlos auf der Website zu sehen. Keine Kreditkarte nötig, nur ein MLB.com Account.

Heute gibt es ein frühes Spiel um 18:35 Uhr zwischen dem Überraschungsteam Toronto Blue Jays (63-44) und dem Enttäuschungsteam Baltimore Orioles (48-58).

Morgen gibt es dann Spiel 3 zwischen den Brewers und Cubs um 20:10 Uhr mit den beiden #1 Pitchern Shota Imanaga und Freddy Peralta auf dem Mound. Ebenso ein sehr heißes Duell ab 22:10 Uhr: Die New York Mets (62-45) bei den San Diego Padres (58-49). Spiel 1 der Serie hatte bereits viel an Dramatik zu bieten.

Am Donnerstag sind nur insgesamt drei Spiele, eines davon zu guter Zeit, nämlich um 19:05 Uhr zwischen den Tampa Bay Rays (54-53) und den New York Yankees (57-49). Beide Teams versuchen verzweifelt in ihrer Division den Anschluss an die Blue Jays zu halten, bei den Yankees wurde Aaron Judge jetzt mit Schmerzen im Ellenbogen auf die 10-Day IL gesetzt, die Sehne ist aber wohl unbeschädigt und er wird - Stand jetzt - die Saison weiterspielen können. Sollte er doch langfristig ausfallen, dann wäre das praktisch der KO für die Yankees, die zurzeit noch 1.5 Siege Vorsprung auf die Texas Rangers als erstes nicht-Wildcard Team haben.

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Spannender Move heute in Baltimore: Die Blue Jays spielen dort einen Doubleheader und nach Spiel 1 traden sie für einen Pitcher der Orioles, der dann bereits in Spiel 2 zum Einsatz kommt.

Das ganze ging so schnell, dass man nicht mehr die Zeit hatte die 8 auf dem Trikot richtig herum drauf zu packen. Ich hoffe, das bleibt jetzt so.

EDIT: Was das ganze noch etwas witziger macht ist das auch die Minor League Teams der beiden zufälligerweise gegeneinander gespielt haben und das getradete Prospect auch vor Spielbeginn noch schnell die Kabine gewechselt hat.

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Cedric Mullins vorhin mit einem absurden Catch. Für ihn auch etwas besonderes, da er nicht unbedingt für seine Defense berühmt ist. Das war sein erster geklauter Home Run seit..

Gestern?!

Da macht jemand nochmal ordentlich Werbung für seinen Trade Value.

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Es existiert im US Sport keine bessere Trade Deadline als die in der MLB :sabber:
Mehr dazu morgen, aber das ist schon wieder irre was heute alles passiert ist - und in den nächsten Minuten noch passieren wird

1 Danksagung

Schön das die Experten seit Tagen nur davon geredet haben wie ruhig die Deadline wird weil der Markt so kalt zu sein scheint. :ulaugh:

Ich habe komplett den Überblick verloren, aus Jays Sicht mag ich die Moves im Vakuum aber im Vergleich zum Rest der Contender hat man gefühlt sehr wenig gemacht. Da muss ich heute sehr viel lesen.

EDIT: Wow, die Padres sehen aus wie das beste Team der Liga. Die haben ja wirklich alle Löcher gestopft, die sie noch hatten und dann noch den besten Bullpen der Liga mit einem der besten Closer erweitert.

Heute Nacht kommt es zu einem ganz besonderen Duell. Es spielen nicht nur das beste Team der AL (die Blue Jays) gegen den Titelfavoriten der NL (Dodgers), sondern auf dem Mound starten Max Scherzer und Clayton Kershaw

Die beiden sind in den letzten Zügen ihrer Hall of Fame Karriere und durch ein ganz besonderes Spiel verbunden:
2008 spielten die Diamondbacks gegen die Dodgers. Für das damalige Spiel waren die beiden Hall of Famer Randy Johnson und Greg Maddux angesetzt.

Beide Pitcher konnten jedoch kurzfristig nicht starten und wurden am Tag selbst ersetzt - durch die beiden Rookies Clayton Kershaw und Max Scherzer. Eine wirklich unglaubliche Geschichte.

Neben Dodgers vs. Blue Jays starten heute auch noch weitere interessante Weekend-Series.


Houston Astros (64-51) vs. New York Yankees (61-54)

Zwei Teams die sich aufgrund der jüngeren Vergangenheit gar nicht leiden können. Die Astros haben alle Hände voll zu tun ihre Division Lead gegen die Mariners zu verteidigen, während die Yankees nach einem Sieg gegen die Rangers gerade noch so den letzten Wild Card Spot halten konnten.
Ein Aufeinandertreffen in den Playoffs ist nicht unwahrscheinlich.


Philadelphia Phillies (65-49) vs. Texas Rangers (60-56)

Philadelphia konnte die Division Lead zurückgewinnen und spielt jetzt gegen ein langsam erweckendes Rangers Team. Beide Teams zeichnen sich durch ihren starken Pitching Staff aus, hier werden unter anderem Zack Wheeler, Jacob deGrom, Merril Kelly und Christopher Sanchez zu sehen sein.


New York Mets (63-53) vs. Milwaukee Brewers (70-44)

Die Mets waren zuletzt stark am taumeln und haben die Division an die Phillies abgegeben. Milwaukee hingegen gewinnt immer weiter und sieht zurzeit aus wie das beste Team im Baseball. Nach dem dramatischen Comeback Sieg der Mets in Milwaukee letztes Jahr in der Wild Card ist auch hier no Love lost und beide Teams könnten dieses Jahr erneut in den Playoffs aufeinander treffen.


Boston Red Sox (64-52) vs. San Diego Padres (64-51)

Kein Team hat sich an der Deadline so stark verstärkt wie die Padres, die nur noch 2 Siege hinter den Dodgers für die Divisionführung liegen. Beide Teams konnten 8 der letzten 10 Spiele gewinnen und zählen mit den Brewers zu den heißesten Teams der letzten Wochen

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Yankees und Mets nur noch 1 Spiel Vorsprung auf einen Nicht-Wildcard Spot, damit hätte ich vor einem Monat auch nicht gerechnet. Gerade die Mets sahen ja phasenweise wie das beste Team der Liga aus, bis plötzlich Soto, Alonso und Lindor gleichzeitig in ein Loch gefallen sind.

Zach Lowe hat in seinem Podcast jetzt ja immer so 15-20 Minuten für ein Segment namens Mets Corner, wo er sein wieder aufblühendes MLB Fan Dasein dokumentiert. Das lässt mich irgendwie nochmal mehr mitfiebern für sie.
Den Yankees dagegen gönne ich das schon eher.

Das die bei der schwachen AL nochmal so tief in den Wildcard Kampf fallen ist schon sensationell, vor allem mit Cleveland als größten Konkurrenten, die die ganze Draftkings Werbung beim Baseball etwas zu ernst genommen haben.

Die Padres sehen dafür seit der Deadline auf dem Papier und auf dem Feld wie das beste Team der Liga aus und dank einem Sweep der Angels über die Dodgers haben sie jetzt auch die Führung in der Division.

Das ist wirklich eine ziemlich verrückte Saison, weil die Favoriten gefühlt alle 2 Wochen Durchwechseln. Nur die Phillies halten sich eigentlich konstant in der Spitzengruppe.

Das könnte schon eine historische Postseason werden, wenn man sieht, wer da gerade alles auf dem Weg nach oben ist:

  • Die Detroit Tigers führen ihre Division (noch) komfortabel an - letzter World Series Sieg: vor 41 Jahren
  • dahinter in der Division sind die Guardians, die auf einmal wieder ein Wild Card Contender sind. letzter World Series Sieg: vor 77 Jahren
  • Bei den Mariners zeigt der Pfeil klar nach oben, sie sind nur noch 1 Spiel hinter den Astros, die jetzt mit Verletzungen zu kämpfen haben. letzter World Series Sieg: Noch nie (noch nicht einmal eine Teilnahme)
  • die Milwaukee Brewers sind das beste Team im Baseball und haben jetzt ihre zweite 11+ game Winning Streak. Seit dem 1. Juni haben sie eine Bilanz von 45-16, was hochgerechnet über eine ganze Saison ca. 120 Siege ergibt (der All Time Record von den 2001 Mariners liegt bei 116). letzter World Series Sieg: Noch nie. Was für eine Geschichte wäre es, wenn sie im ersten Jahr nach Bob Ueckers Tod das Ding gewinnen?
  • die San Diego Padres haben die LA Dodgers in der Division überholt. Das wäre schon eine kleine Sensation, wenn sie den Vorsprung bis zum Ende halten können und würde die Wahrscheinlichkeit für eine Titelverteidigung der Dodgers deutlich schmälern. Gleichzeitig wären die Padres mit dem Roster und einer möglichen Bye in der Wild Card der Topfavorit. letzter World Series Sieg: noch nie

Im Baseball ist es für small market Teams viel schwieriger Erfolg zu haben, als in den anderen Sportarten, wo man früher oder später im Draft in einen Franchise Player reinluckt. Von daher bin ich mit der bisherigen Saison sehr zufrieden und gerade in der NL würde ich nach derzeitigem Stand allen Teams, also den Phillies, Mets, Brewers, Cubs, Padres und Dodgers zutrauen, das Pennant und auch die World Series zu gewinnen. Da gefallen mir fast alle Teams besser als das, was in der AL herumläuft. Mit den Blue Jays und Mariners gibt es dort zudem zwei Topteams, die für mich unter die Kategorie " I won’t believe it until I see" fallen, also Teams die wie prädestiniert dafür sind, nach einer guten Saison in den Playoffs zu kollabieren.

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Selbst bei den Jays sind es ja auch schon 32 Jahre seit der letzten World Series und 10 Jahre seit dem letzten Division Titel.

Ich find’s immer noch etwas seltsam, dass man nicht wirklich All-In gegangen ist zur Deadline. Die einzige offensive Addition war ja France, der zwar ganz ordentlich gestartet ist in Toronto aber jetzt auch nicht der große Unterschiedsspieler ist. Irgendwie fehlt noch ein Impactbat, weil man immer wieder Spiele hat wo der Small ball Ansatz nicht funktioniert und man einfach die Power vermisst. Varsho bringt ein bisschen was davon, aber auch viel zu unkonstant. Santander kommt ja gar nicht auf den Boden.

Dazu die Starter, wo man einfach keine klare Nummer 1 hat. Bei allen 5 wechselt es zwischen den Starts von Stinker zu solider Performance, aber kaum mal eine dominante oder souveräne Performance. Irgendwie hätte ich echt gehofft, man geht den Padres weg und bügelt aggressiv über die Schwachstellen als diesen Mittelweg jetzt. So ein Joe Ryan hätte schon sehr gut in die Rotation gepasst.

Varland dagegen war eine sehr gute Ergänzung, den liebe ich jetzt schon. Der hat scheinbar auch die richtige Portion Irrsinn für einen High Leverage RP, der pusht sich auch mit jedem Strikeout bis unters Dach. Angeblich wollen sie ihn ja nächstes Jahr als Starter versuchen, da bin ich sehr gespannt.