Nach 5 Jahren in den Minor Leagues wirst du endlich in die Major Leagues geholt. Deine ganze Familie ist im Stadion für dein erstes Spiel. Du trittst gegen den future Hall of Famer Max Scherzer an den Schlag. und dann…
Gestern hat bei den Mets ein Pitching Prospect sein Debüt gegeben und ich hab mir das ganze live angeschaut, deswegen gibt es hier jetzt einen kleinen Bericht. Vielleicht sehen wir ihn ja in der Postseason wieder.
Das Prospect
Nolan McLean, 24 Jahre, Rechtshänder.
Auf dem College (Oklahoma State) war er zunächst ein Two Way Athlete und hat neben Baseball auch Football gespielt. Sein Talent für Baseball war dann aber irgendwann nicht mehr zu übersehen, sodass er sich komplett auf Baseball konzentrierte. Auch hier war er zunächst ein Two Way Player und spielte sowohl als 3rd Baseman, als auch als Pitcher. Die Orioles drafteten ihn 2022 in der dritten Runde als Pitcher, er ging aber zurück ans College und wurde ein Jahr später von den Mets erneut in der dritten Runde gedrafted, dieses Mal mit dem Versprechen, ihn als Two Way Player zu entwickeln. In den Minor Leagues zeigte sich sein Talent, den Ball beim Pitch mit unheimlich hoher Rotationsrate zu werfen, sodass recht schnell klar war, dass sein Weg in die Major League nur über die Position des Pitchers führt. Seit diesem Jahr konzentriert er sich exklusiv auf das Pitchen.
Sein Fastball liegt bei ca 95mph, dazu hat er einen unglaublich starken Sweeper/Slider, einen Curveball, Cutter, Sinker und Changeup.
Die Ausgangssituation
Der Umstieg auf das reine Pitchen hat McLean gut getan, war er 2024 noch kein Top 100 Prospect, konnte er dieses Jahr in allen Rankings in die Höhe schießen. McLean startete die Saison in AA, erreichte dann AAA, wo er in 16 Spielen ein 2.78 ERA auflegte.
Die New York Mets haben zuletzt 14 der letzten 16 Spiele verloren und stecken in einer handfesten Krise. Die Führung in der Division ist weg und jetzt droht auch der Verlust der Wild Card.
Ein Hauptgrund: Die schwache Pitching Rotation, die zurzeit geplagt ist von Formschwäche und Verletzungen. Keiner der Pitcher schafft es, Länge zu geben und regelmäßig müssen die Mets ab dem 5. Inning oder früher den Bullpen strapazieren.
Der Gegner
Die Seattle Mariners (68-56), die seit der Trade Deadline im Aufwind sind und das erste Spiel der Serie gegen die Mets mit 11-9 nach 3-6 Rückstand gewinnen konnten. Auf dem Mound: Bryan Woo, ein Pitcher, der die Gegner in der Zone attackiert und kaum Walks erlaubt.
Die Performance
Mit Randy Arozarena konnte McLean gleich den Leadoff Hitter mit drei Slidern ausstriken.
Außer einem Walk zu Cal Raleigh konnte er sich in den ersten beiden Innings schadlos halten.
Das dritte Inning fing dann nicht so gut an. Er hatte Probleme mit der Kontrolle und musste die ersten beiden Batter per Walk auf Base lassen. Das Lineup rollte wieder an den Start und Randy Arozarena kam an den Schlag, den er diesesmal mit zwei aufeinanderfolgenden Sinkern ausstriken konnte. Cal Raleigh konnte einen Pitch knapp unterhalb der Knie ins Outfield befördern, doch sein Single brachte keine Runs nach Hause. Mit Bases Loaded und 1 Aus kam Julio Rodriguez an den Schlag, der aber in ein Inning Ending Double Play schlug.
Die folgenden Innings waren wieder bedeutend ruhiger. Nach einem Strikeout gegen Julio Rodriguez im fünften Inning war nach 91 Pitches Schluss. Ein perfekt geworfener Sinker an die Außenkante, einer der besten seiner vielen starken Pitches an diesem Tag.
Ein beeindruckendes Debüt, welches unheimlich Spaß gemacht hat. Er hat jetzt schon ein wahnsinnig gutes Gefühl für seine Breaking Balls und wenn man sieht, wie wenig Erfahrung er als Starting Pitcher hat, haben die Mets hier ein extrem spannendes Talent in ihren Reihen. Die wilde Phase im dritten Inning sei ihm als Rookie erlaubt.
Final Line: 5.1 IP | Win | 2 Hits | 0 Runs | 8 Strikeouts | 4 Walks
Das Highlight
Das Double Play im dritten Inning war nicht nur irgendein Double Play, es war ein Comebacker zu McLean, der den Ball behind the back fieldete und zur Zwei warf.
Das Spiel
Auch Bryan Woo hatte sein A-Game mitgebracht. Lediglich im dritten Inning musste er ein RBI Double von Francisco Lindor hinnehmen. Lindor ist wirklich der Puls dieser Mannschaft, wenn er geht, gehen alle anderen mit. Mit dieser 1:0 Führung war McLean dann auch in Line für den Sieg. Soto und Alonso konnten den Vorsprung im 7. Inning gegen die Mariners Reliever auf 3:0 ausbauen. Die Mets setzten auf Gregory Soto als Ablösung für McLean, bevor Edwin Diaz einen 6-Out Save über zwei Innings komplettierte, dabei aber noch einen Solo Homerun gegen Eugenio Suarez abgeben musste. Endstand: 3:1, ein dringend benötiger Sieg für die kriselnden Mets und ein perfektes Debüt für Nolan McLean, der vielleicht wieder etwas Leben in die Bude in Flushing bringt.
Jung Hoo Lee mit einem der unüblichsten und gleichzeitig spektakulärsten Catches der jüngeren Zeit
Spear! Spear by Roman Reigns!
Jackson Merrill lässt das dritte Aus im Centerfield fallen. Die Dodgers scoren 2 Runs. und gewinnen am Ende mit 5-4, sweepen die Serie gegen die Padres und erobern die Führung in der Division zurück
Wie gewonnen, so zerronnen
Jesus Sanchez robbt einen Grand Slam
und robbt im gleichen Spiel einen Homerun im ersten Spiel von Orioles Toptalent Samuel Basallo
Bei Zack Wheeler wurde ein Blutgerinnsel in der Schulter festgestellt, gut möglich dass er den Rest der Saison ausfällt, was ein riesiger Verlust für die Phillies wäre.
Ein bisschen Mets Corner hier, weil das schon irgendwo mein Lieblingsteam ist zurzeit: Auch der zweite Start von McLean verlief super. 7 Innings gegen die Braves, 2 Earned Runs und ein erneuter W in der Statistik. Er durchbricht damit die Serie von 62 Spielen in Folge, in der kein Mets Starter außer David Peterson bis in das siebte Inning pitchte.
und weil das so gut geklappt hat, callen die Mets jetzt auch Jonah Tong hoch. Der ist nochmal gehypter als McLean, hat die Minor Leagues dieses Jahr dominiert und ist für seine extreme Over-the-Top Delivery bekannt, die stark an Tim Lincecum erinnert.
Weil der Call Up noch vor dem 1. September erfolgt, wird er auch für die Postseason eligible sein. Am Freitag soll er gegen die Marlins starten.
Das wäre schon eine extrem spannende Story, wenn sich die Mets das ganze Jahr über mit der Rotation herumplagen und am Ende pitchen dann vielleicht zwei blutjunge Rookies in der Postseason.
Apropos Rookies. Wisst ihr, wer die MLB seit dem 15. Juni in Batting Average, On Base Percentage, Slugging Percentage, OPS, Extra Basehits, Total Bases, Runs und RBI anführt?
Es ist nicht Shohei Ohtani oder Aaron Judge. Es ist nicht Cal Raleigh oder Kyle Schwarber.
Es ist Nick Kurtz, der Rookie 1st Baseman der Athletics. Der liegt auf allen diesen Statistiken auf Platz 1.
und noch beeindruckender sind die Standings seit dem 15. Juni.
Die Athletics wären ohne diesen miesen Saisonstart ein Playoffteam. Mit denen wird nächstes Jahr zu rechnen sein, wenn sie ihr Pitching irgendwie in den Griff bekommen. Die sind innerhalb von zwei Jahren von der schlechtesten Mannschaft mit einer schwarzen Zukunft zu einem, ja wenn nicht sogar dem spannendsten und coolsten jungen Team in der MLB geworden.
Was für ein unfassbares Spiel in Baltimore.
Am Tag an dem Cal Ripken Jr. im Stadion geehrt wurde, weil es der 30. Jahrestag seiner Serie von 2131 Spielen am Stück war, waren die LA Dodgers zu Gast. Auf dem Mound: Yoshinobu Yamamoto.
und der pitcht einen No Hitter bis in das 9. Inning hinein. Bei 111 Pitches und 2 Aus stehend, fehlt ihm nur noch das letzte Aus für den No-No.
Jackson Holliday bricht den No Hitter und den Shutout mit einem Homerun, der für den Right Fielder der Dodgers nicht unfangbar aussah, wenn er es denn versucht hätte.
Aber damit nicht genug. Yamamoto verlässt das Feld, Blake Treinen kommt rein und gibt ein Double, Hit by Pitch und zwei Walks ab, bevor er das Spielfeld wieder verlässt. Tanner Scott kommt rein und die Orioles gewinnen das Spiel tatsächlich noch durch einen Walkoff Hit. 3:4, nach 3:0 Führung und No Hitter im 9. Inning mit 2 Aus.
Die Dodgers haben damit 7 ihrer letzten 8 Spiele verloren, alles gegen Teams mit negativem Record. Da würde man denken, dass die Padres mittlerweile die Führung in der NL West übernommen haben, aber falsch gedacht.
San Diego hat 6 der letzten 8 Spiele verloren, darunter gegen den absoluten Bodensatz der Liga in Minnesota und Colorado.
Ausgerechnet die Dodgers und Padres, die beiden Teams die weitestgehend als beste Mannschaften und Topfavoriten auf den Titel zählten, sind drei Wochen vor den Playoffs extrem am straucheln, auch aufgrund von Verletzungen.
Stand jetzt sieht es sehr stark danach aus, dass der Erstplatzierte als schwächster Divisionsieger in die Wild Card Runde gehen muss, denn die Brewers und Phillies einzuholen, wird fast unmöglich sein
wenn es so weitergeht und die Mets wieder in Form kommen, bekommen wir Dodgers vs. Padres in der Wild Card Round, das wäre schon richtig krass.
Nur noch eine Woche verbleibt in der regulären Saison! Wir sind also im Botton 9th Inning des Jahres und das Playoffrennen ist nochmal richtig spannend geworden.
Die Blue Jays führen die Division weiterhin an, aber die Yankees haben zuletzt Boden gutgemacht und haben noch alle Chancen auf den Divisionsieg. Währen die Yankees mit den Orioles und White Sox ein relativ einfaches Restprogramm haben, müssen die Blue Jays noch in eine 3 Game Series gegen die Red Sox. Obwohl Toronto mit 89-66 die beste Bilanz der American League hat, sind sie noch nicht für die Playoffs qualifiziert - das zeigt sehr gut, wie unglaublich ausgeglichen die American League dieses Jahr ist.
In der AL Central deutet sich der größte September-Collapse aller Zeiten, bzw. gleichzeitig eine der unglaublichsten Aufholjagden in der Geschichte an.
Grund dafür sind die Cleveland Guardians. Das Pitching war schon letztes Jahr ihr Steckenpferd, aber was sie im September bisher abliefern, ist nochmal besser. Um nicht zu sagen: Überragend
Am 4. September waren die Guardians 11 Spiele hinter den Tigers. 16 Tage später ist es nur noch ein einziges Spiel. Die Guardians sind in der Zwischenzeit 15-1 gegangen, während Detroit auf einmal eiskalt geworden ist (2-8 in den letzten 10).
Beide Teams haben sich bereits vor kurzem getroffen, morgen kommt es erneut zum Aufeinandertreffen in einer 3 Game Series, die über diese Division entscheiden wird.
Vor 11 Tagen hatten die Tigers eine Chance auf den Divisiontitel von 99.9%. Jetzt sind es nur noch ca. 63%
Auch in der AL West gab es eine dramatische Wendung: Die Mariners spielten sich in einen September-Flow, während die Leistung der Astros nachließ. Beide Teams trafen in den letzten Tagen in einer 3 Game Series aufeinander. Die Mariners konnten die ersten beiden Spiele gewinnen, aber mit einem Sieg im dritten Spiel hätten die Astros in der Tabelle zumindest wieder gleichziehen können.
Beim Spielstand von 6-4 für die Mariners im 9. Inning unten, mit Läufern auf 1 und 2 hatten die Astros die Chance, das Spiel und die Saison zu drehen - dann passiert diese unfassbare Aktion:
Seattle ist nun in bester Ausgangsposition, allerdings müssen sie am Ende der Saison noch drei Spiele gegen die LA Dodgers bestreiten.
Das Playoff Picture ist somit komplett offen.
Die Guardians und Astros teilen sich zurzeit den letzten Wild Card Spot, aber auch die Red Sox, Tigers und Mariners können innerhalb kürzester Zeit noch ganz aus den Playoffs fliegen. Selbst die Blue Jays und Yankees sind noch nicht qualifiziert.
In der National League ist die Situation ein wenig entspannter - zumindest für die Phillies, die von einem Collapse der Mets profitierten und souverän die Division gewonnen haben.
Auch die Brewers konnten ihre Divisionführung verteidigen, die Cubs sind über die Wild Card für die Playoffs qualifiziert.
In der NL West hatten die Dodgers vor kurzen eine ziemliche Schwächephase, man verlor Serien gegen die Pirates, Diamondbacks und Orioles. Gleichzeitig konnten die Padres aber nicht davon profitieren, da sie ebenfalls Serien gegen die Twins, Orioles und Mariners verloren. Somit gehen die Dodgers mit hoher Wahrscheinlichkeit als Divisionsieger in die Playoffs, müssen dort aber als schwächstes erstplatziertes Team dennoch in der Wild Card Runde ran.
Jetzt könnte man denken, dass in der National League die Luft raus ist - aber das ist weit gefehlt, denn das Rennen um den letzten Wild Card Platz ist nochmal richtig heiß geworden.
Das liegt an zwei Dingen - einerseits an den New York Mets, die seit dem Start des Augusts eine Bilanz von 18-28 aufweisen und sich somit nicht nur aus dem Rennen um die Division verabscheidet haben, sondern auch Gefahr laufen, die Wild Card zu verpassen, andererseits an den Reds und vor allem Diamondbacks. Arizona hat an der Deadline verkauft, niemand hat damit gerechnet, dass sie dieses Jahr um die Playoffs mitspielen würden. Ein Spurt von 27-19 seit August hat sie aber über .500 geführt und jetzt schnuppern sie doch nochmal an der Postseason. Der Weg dorthin wird aber hart: In den letzten beiden Serien der Saison geht es gegen die Dodgers und Padres. Sollten sie sich qualifizieren, wird es in den Playoffs direkt wieder gegen die Dogers gehen.
Die Reds haben mit den Pirates und Brewers ebenfalls ein schweres Restprogramm.
Mit den Cubs, Marlins und einem Spiel gegen die Nationals wird es aber auch für die Mets nicht gerade einfach, gerade wenn man ihre aktuelle Form betrachtet.
Die Giants waren bis zuletzt ebenfalls in der Verlosung, nach 5 Niederlagen aus 6 Spielen gegen die Dodgers wird es aber wohl nichts mit der Postseason, auch wenn sie mit den Cardinals und Rockies das einfachste Restprogramm haben.
Weitere Schlagzeilen:
- Mike Trout schlägt seinen Karriere Homerun Nr. 400. Der Fan der seinen Ball gefangen hat, gibt ihn an Trout zurück, unter der Bedingung, dass sie nach dem Spiel gemeinsam eine Runde Werfen, was Trout dann auch macht.
- Cal Raleigh wird mit Homerun Nummer 57 zum All Time Single Season Franchise Rekordhalter.
- In seinem ersten Jahr bei den Mets schlägt Juan Soto Homerun Nummer 42 - sein persönliches Career High.
- Clayton Kershaw kündigt sein Karriereende zum Ende der Saison an. Mit einem Ausscheiden der Dodgers aus den Playoffs endet als auch seine Karriere
Letzter Spieltag ist Sonntag, der 28.09.2025. Die Postseason startet dann mit der Wild Card Round zwei Tage später am 30.09. mit drei Quadrupleheadern in Folge.
Sind die Mets verflucht? Jacob Young mit zwei Catch of the Year Kandidaten in einem Spiel. Erst dieser unglaubliche Kick-Safe:
und dann eine unfassbare Home Run Robbery im 9. Inning, wodurch die Nationals die 3:2 Führung behalten haben.
Die Mets verlieren 2-3, gleichzeitig gewinnen die Reds glücklich 1-0 gegen die Cubs und ziehen somit dank Tiebreaker an den Mets vorbei. New York hat sein Schicksal damit theoretisch nicht mehr in der eigenen Hand.
Sehr gut! ![]()
Playoff Drama. Die Mets und Cubs in einem der unterhaltsamsten Spiele des Jahres gestern.
New York hat aufgrund der Niederlage der Reds die Möglichkeit, mit einem Sieg wieder auf den letzten Wild Card Platz aufzurücken und das Schicksal in der eigenen Hand zu haben.
Dieses Spiel ist die Mets-Experience in a nutshell. Furchtbares Starting Pitching, dazu miese Defense, die Stimmung am Boden, die Playoff Träume am zerplatzen. Dann auf einmal Hoffnung, eine Rally, der Ausgleich, die Führung. Nur um genau diese Führung wieder abzugeben, dann doch nochmal in Führung zu gehen und am Ende setzt Manager Carlos Mendoza alles auf eine Karte und lässt Edwin Diaz ein 6 Out Save pitchen. Der Bullpen am Ende mit 6 eingesetzten Relievern, die 7.2 Innings covern und nur 2 Runs zulassen. Die Mets sind von den Toten auferstanden und sind jetzt, 5 Spiele vor Schluss, wieder in der Pole Position.
Ich erhöhe mal die Schlagzahl in diesem Thread. Grund ist das aktuelle Playoff Picture, welches einfach unglaublich geil wäre:
Das AL Small Market Bracket:
- Tigers vs. Guardians - Ein Divisionduell zwischen den beiden Teams, die vor wenigen Wochen noch 15 Siege getrennt haben: Ja bitte
- Der Sieger trifft auf die Mariners, womit feststeht: Es wird definitiv schonmal ein Team in die ALCS einziehen, welches zuletzt vor langer langer Zeit oder sogar noch nie die World Series gewonnen hat
Das AL East Bracket
- Red Sox vs. Yankees - Auch wenn der große Hass aus den 2000ern nicht mehr ganz so zu spüren ist, muss man zu diesem Duell wohl nicht mehr viel sagen
- Der Gewinner trifft dann mit den Blue Jays auf den Sieger aus der eigenen Division
- Dazu: keine Houston Astros!
Das NL Big Market Bracket
- Mets vs. Dodgers - die beiden Teams mit der höchsten Payroll der MLB eliminieren sich gleich mal in der Wild Card Runde. Dazu ein Rematch der letztjährigen NLCS und auch ein kleines Hassduell
- Der Sieger darf dann zu den Phillies, die sich sicherlich die andere Seite des Brackets wünschen würden. Sollten die Mets weiterkommen, gibt es das NLDS Rematch von letztem Jahr und ein richtiges Hassduell. Sollten die Dodgers weiterkommen, treffen die wahrscheinlich beiden talentiertesten Teams der Liga schon in der Divisional Series aufeinander
Das Cursed Bracket
- Padres vs. Cubs in der Wildcard - zwei sehr starke Teams, die das Pech haben, mit noch besseren Teams in einer Division zu spielen und daher nur in der Wild Card zu landen
- Der Sieger geht gegen die Brewers - entweder ein Divisionduell mit den Cubs, die sich überhaupt nicht leiden können - oder ein Duell mit den Padres, was bedeuten würde, dass auch in der NL dann schon sicher ein Team in der NLCS stehen würde, welches noch nie die Meisterschaft gewonnen hat. Selbst die Cubs hätten mit 2016 nur einen Titel in den letzten 115 Jahren gewonnen.
Natürlich kann sich das ganze noch ändern. Die Yankees sind gestern wieder auf einen Sieg an die Blue Jays herangerückt und könnten die Division noch gewinnen. Die Astros sind nur einen Sieg hinter den Tigers. Die Führung der Mets über die Reds und Diamondbacks ist dünn wie Papier. Selbst die Dodgers haben „nur“ noch eine 1.5 Divisionlead über die Padres und mit den heißen Diamondbacks und Mariners ein hartes Restprogramm.
Aber so wie es aktuell ist, wäre es schon sehr nahe am Optimum und würde eine absolut geile und ausgeglichene Postseason garantieren.
Daily Wildcard Update
- bei den Toronto Blue Jays liegen die Nerven blank. Nachdem sie in den letzten Tagen bereits Opfer mehrerer kritischen Fehlentscheidungen waren und die Führung in der Division immer weiter schmilzt, verloren die Kanadier erneut gegen die Red Sox. Vladimir Guerrero Jr. und der Hitting Coach wurden dabei auch noch ejected, weil sie sich über die Balls und Strikes beschwert haben. Das letzte Aus des Spiels streut nochmal zusätzliches Salz in die Wunden, denn Kirk wurde an der ersten Base vom Right Fielder ausgeworfen.
- Gleichzeitig konnten die Yankees ihr Spiel gegen die White Sox gewinnen. New York und Toronto stehen nun beide bei 90-68 und lediglich aufgrund des Tie-Breakers stehen die Blue Jays noch an der Spitze. Aaron Judge schlug Homerun Nummer 50 und ist nun neben Babe Ruth, Sammy Sosa und Mark McGwire erst der vierte Spieler in der Geschichte, der in vier Saisons 50+ Homeruns schlagen konnte.
- Die Guardians spielten erneut ein direktes Duell mit den Tigers. Im Progressive Field herrschte Playoff Atmosphäre und der Pitching Lauf der Guardians setzte sich fort. Tanner Bibee pitchte 6 starke Innings und die Guardians setzten sich mit 5-1 durch. Ihre Bilanz in den letzten 20 Spielen steht nun bei 17-3.
- Damit sind sie aber nicht einmal das formstärkste Team. Das sind nämlich die Seattle Mariners, die zurzeit einen unglaublichen 16-1 Lauf haben. Cal Raleigh schlug Homerun Nummer 60 und reiht sich damit in eine elitäre Liste ein. Barry Bonds, Mark McGwire, Sammy Sosa, Aaron Judge, Babe Ruth und Roger Maris sind die einzigen Spieler in der Geschichte, die jemals 60 Homeruns in einer Saison erzielen konnten. Wenn man die Spieler aus der PED Ära rausstreicht, bleiben nur noch Ruth, Judge, Maris und eben Raleigh die das erreichen konnten
- Nutznießer der Tigers Niederlage hätten die Houston Astros werden können, doch auch das zweite Spiel der Serie gegen die Athletics ging verloren (0-6). Damit bleiben die Tigers vorerst auf dem letzten Wild Card Platz und die Seattle Mariners können das erste Mal seit 2001(!) ihre Division gewinnen.
- In der National League liegt der Fokus auf dem letzten Wild Card Platz, den die Mets verzweifelt versuchten, zu verteidigen. Gegen die Chicago Cubs ging New York in den Verzweiflungsmodus. Starter Jonah Tong hielt nur zwei Innings durch, bevor er nach 5 Earned Runs ausgewechselt wurde. Mit Clay Holmes und Sean Manaea pitchten zwei weiterer Starting Pitcher in Relief, weil der Bullpen auf der letzten Rille läuft. Gebracht hat es nichts, die Cubs gewannen 10-3.
- Das öffnete die Tür für die Diamondbacks und Reds, die mit einem Sieg an den Mets hätten vorbeiziehen können. Die Reds spielten zuhause gegen die Pirates, mit Hunter Greene gegen Paul Skenes gab es ein Duell der absoluten Top Pitcher. Skenes hatte den längeren Atem und ging nach dem 6. Inning mit einer 2-0 Führung vom Mound und beendete seine zweite Saison somit mit einem ERA von 1.97, aber der Pirates Bullpen konnte die Führung nicht halten - Tyler Stephenson ließ den Great American Ballpark im 9. Inning mit einem Solo Shot zum 2-2 Ausgleich explodieren.
Extra-Innings! Im 10. Inning konnten die Pirates in Führung gehen, aber erneut glichen die Reds das Spiel aus. Es ging in das 11. Inning, wo die Pirates wieder zum 4-3 vorlegen konnten. Bottom 11. Zwei Walks laden die Bases mit zwei Aus. Noelvi Marte hat die Chance, die Reds mit einem Hit zurück auf den Wild Card Platz zu führen. Alle Fans im Stadion stehen. Mets Fans dürften zu diesem Zeitpunkt Blut und Wasser geschwitzt haben.
- damit war das Zittern aber noch nicht vorbei. Auch die Diamondbacks hatten die Gelegenheit, mit einem Sieg gegen die LA Dodgers gleichzuziehen. LA ging zunächst mit 3-1 in Führung. Im siebten Inning gab Roki Sasaki sein Comeback und pitchte ein perfektes Inning in Relief - ein wichtiger Boost für den shaky Bullpen der Dodgers. Auch Clayton Kershaw pitchte in Vorbereitung für die Playoffs ein Inning, weil er dort vermutlich von der Bank kommen wird. Das änderte aber nichts daran, dass die Diamondbacks einen 1-4 Rückstand im 8. Inning in ein 4-4 biegen konnten. Auch in diesem Duell ging es in Extra Innings. Dort rettete Corbin Carroll mit einem Outfield Assist das Spiel und warf Pinch Runner Hyeseong Kim an der Homeplate aus.
Arizona konnte die Bases im Bottom 10 laden, aber zwei Flyouts im Infield sorgten dafür, dass es in ein weiteres Extra Inning ging. Dort konnten die Dodgers durchbrechen und einen Run zum 5-4 erzielen. Die Diamondbacks hatten am Schlag aber Pech: Ein Foul Tip vom Knob des Schlägers von Tim Tawa wurde gefangen und da er bereits zwei Strikes hatte, zählte dies als Strikeout.
Arizona konnte den Läufer noch auf die dritte Base bringen, aber ein Strikeout beendete das Spiel. Die Mets bleiben also auf dem letzten Wild Card Platz, weil beide Verfolger dramatische Niederlagen in 11 Innings kassieren.
Wenn die Red nur extra-innige könnten. Da stand eine Statistik, dass die da 3-12 sind. Sehr übel.
Warum gewinnen die Drecksmets jetzt plötzlich wieder… :mad:
Daily Wildcard Update
Gestern Nacht war nicht ganz so dramatisch.
American League
- die Blue Jays wenden einen Sweep ab und gewinnen 6-1 gegen die Red Sox
- die Yankees gewinnen 5-3 gegen die White Sox und ziehen somit mit den Blue Jays gleich
- die Detroit Tigers gewinnen das letzte Spiel der Serie gegen die Guardians und ziehen somit gleich. Beide Teams stehen bei 86-73
- die Houston Astros gewinnen ebenfalls das letzte Spiel der Serie gegen die Athletics und sind weiterhin in der Verfolgerposition, sollten die Tigers oder Guardians patzen
Damit fangen die letzten 3 Game Sets der regulären Saison an.
- Die Blue Jays und Yankees treffen zuhause auf die Rays (77-82) bzw. Orioles (75-84)
- Detroit und Boston treffen direkt aufeinander. Das ist gut für die Astros (vs. Angels), die somit noch eine Restchance auf den letzten Wild Card Spot haben. Houston hat sowohl gegen die Red Sox, als auch gegen die Tigers den Nachteil im Tie Breaker. Ebenso sind sie gegenüber den Guardians im Nachteil. Houston braucht also zwei Niederlagen der Guardians oder Tigers oder drei Niederlagen der Red Sox - vorausgesetzt natürlich, die eigenen drei Spiele werden gewonnen.
- Die Mariners haben gegen die LA Dodgers noch die theoretische Restchance auf den #1 Seed in der American League.
National League
- die Reds sorgen für ordentlich Drama. Im 9. Inning steht es 2-1 für Cincinnati. Ein Sieg würde die Mets unter Druck setzen, die später gegen die Cubs spielen. Enter Noelvi Marte.
- die Mets können aber ihr Aufschlagspiel durchbringen und gewinnen hinter ihrem einzigen brauchbaren Starter Nolan McLean mit 8-5 bei den Cubs.
- Leidtragender sind die Arizona Diamondbacks, die mit 0-8 von den Dodgers auf die Mütze bekommen. LA clincht damit die NL West, Arizona ist jetzt zwei Spiele hinter den Mets und müsste auf Ausrutscher von New York und Cincinnati hoffen.
- das Playoff Picture ist zum größten Teil fest. Die Padres werden in der ersten Wild Card Runde auf die Cubs treffen und sollte es nicht zur ganz großen Überraschung kommen, findet das best of 3 im Wrigley Field statt.
- die Phillies haben gegen die Twins (69-90) noch eine theoretische Restchance auf den #1 Seed, ansonsten werden die Brewers mit dem besten Record in der MLB Heimvorteil in den gesamten Playoffs genießen
- die New York Mets spielen bei den Miami Marlins (77-82), für die es um nichts mehr geht. Damit haben die Metropolitans einen einfacheren Gegner als die Reds, welche nach Milwaukee reisen müssen. Die Reds besitzen den Tiebreaker, es reicht also aus, ein Spiel mehr zu gewinnen als die Mets.
- eine minimale Restchance haben nur noch die Diamondbacks, die gegen die Padres spielen. Da sie den Tiebreaker gegen die Reds verlieren, gegen die Mets allerdings gewinnen würden, bräuchten sie drei Siege und gleichzeitig zwei Niederlagen von den Reds oder den Mets um noch in die Postseason einzuziehen.
Wild Card Roundup
Game 162. Heute Abend endet die Regular Season 2025. Wer ist raus und wer muss weiter zittern? Eins Vorweg: Spannung ist heute Abend garantiert.
Das hier war die Ausgangslage vom letzten Post:
- Die New York Yankees und Toronto Blue Jays haben sich in den ersten beiden Spielen der Serie gegen die Orioles bzw. Rays keine Blöße gegeben. Beide Teams stehen damit bei 93-68, die Blue Jays halten allerdings den Tiebreaker. Gewinnen Sie auch ihr letztes Spiel, haben sie den #1 Seed in der American League gesichert, während die Yankees in die Wild Card Runde müssen. Sollten die Blue Jays verlieren, haben die Yankees mit dem letzten Spiel der Saison noch die Gelegenheit, die Division zu gewinnen und den besten Record der AL zu sichern
- Die Red Sox und Tigers haben direkt gegeneinander gespielt. In Spiel 1 stand es im 9. Inning 3-3, ehe Ceddanne Rafaela die Red Sox mit einem Walkoff Hit in die Postseason katapultierte.
- Die Tigers revanchierten sich dafür in Spiel 2 mit einem knappen 2-1 Sieg, der wiederum dafür sorgte, dass Detroit die Postseason buchen kann
- Cleveland verlor in Spiel 1 gegen Texas mit 3-7, ehe sie gestern Abend mit Bases Loaded und 2 Aus im 9. Inning die Chance hatten, den Einzug in die Playoffs zu sichern
- Übrig bleiben die Astros, die nach einer Niederlage gegen die Angels und den anderen Ergebnissen in die Röhre gucken. Damit finden die Playoffs das erste Mal seit 2016 ohne die Houston Astros statt.
98.3% betrug die Wahrscheinlichkeit für einen Playoff-Einzug noch im Juli für die Astros, im Schaubild verglichen mit denen der Guardians.
Das komplette Playoff Picture ist für den letzten Spieltag noch beweglich, lediglich die Mariners als #2 Seed stehen fest und haben damit ein Bye in der Wild Card Runde.
- Die Yankees und Blue Jays spielen den #1 Seed und den Bye bzw. den bestplatziertesten Wild Card Spot untereinander aus
- Die Boston Red Sox würden sich mit einem Sieg sicher auf den #5 Seed bringen, wodurch sie auf den schlechterplatzierten aus Toronto/New York treffen würden. Da die Red Sox ein direktes Duell gegen die Tigers haben, würde das auch bedeuten, dass Cleveland die Division gewinnt mit und Heimvortei auf die Tigers trifft.
- Eine Niederlage der Red Sox hingegen würde mit einem Tigers Sieg einhergehen. In diesem Fall würden die Tigers die Red Sox dank des Tiebreakers überholen und den #5 Seed haben und auf Toronto/New York treffen - sofern Cleveland gewinnt. Denn Cleveland kann mit einem Sieg die Division clinchen, bei einer Niederlage und einem Tigers Sieg hingegen würden die Detroit Tigers doch noch gleich die ganze AL Central gewinnen und somit den #3 Seed haben. Da Cleveland im Gegensatz zu Detroit aber nicht den Tiebreaker über Boston besitzt, würden die Guardians auf den #6 Seed fallen. In diesem Fall würde es Tigers vs. Guardians in der ersten Runde geben, aber mit Heimvorteil Detroit.
Heutige Spiele
Detroit Tigers @ Boston Red Sox - 21.05 Uhr
Baltimore Orioles @ New York Yankees - 21.05 Uhr
Tampa Bay Rays @ Toronto Blue Jays - 21.07 Uhr
Texas Rangers @ Cleveland Guardians - 21.10 Uhr
In der National League gibt es glücklicherweise nicht ganz so viele Szenarien.
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Die Brewers haben durch eine Niederlage der Phillies den #1 Seed gesichert und damit Heimvortiel in den gesamten Playoffs, inklusive einer möglichen World Series
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Die Phillies haben den #2 Seed und ein Bye
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Die LA Dodgers sind der #3 Seed und warten noch auf ihren Gegner in der Wild Card Round
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Die Cubs und Padres treffen in der Wild Card Runde in Chicago aufeinander
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nur noch der letzte Wild Card Spot steht aus…
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Die New York Mets haben tatsächlich gepatzt und ein Spiel gegen die Miami Marlins verloren. Da die Cincinnati Reds gleichzeitig die ersten beiden Spiele bei den Milwaukee Brewers gewinnen konnten, sind sie mit den Mets gleichgezogen und dank des Tiebreakers zurzeit auf dem letzen WC Spot.
Damit haben die Reds ein Win-and-you-are-in Szenario heute Abend. Die Mets müssen in Miami gewinnen und auf eine Niederlage Cincinnatis hoffen, um noch in die Postseason zu rutschen.
Heutige Spiele
New York Mets @ Miami Marlins 21.10 Uhr
Cincinnati Reds @ Milwaukee Brewers 21.10 Uhr
2025 - Season of Collapse
Eine weitere (reguläre) Saison ist vorbei!
- Die Yankees und Blue Jays gewinnen beide ihr letztes Spiel. Damit holen die Toronto Blue Jays das erste mal seit 10 Jahren die AL East und haben damit den Top Seed in der American League. Die Yankees müssen, obwohl die meisten Advanced Stats sie als stärkstes Team in der American League sehen, in die Wild Card Runde
- Die Boston Red Sox gewinnen gegen die Detroit Tigers und sichern sich somit den #5 Seed.
- Mit dem letzten Homerun der Saison gewinnen die Cleveland Guardians - zu diesem Zeitpunkt schon sicher als Divisionsieger der #3 Seed - in Walkoff Style
Die Guardians haben somit das größte Comeback der Geschichte geschafft und die Division nach einem Rückstand von 15.5 Spielen noch gewonnen - und das mit einem negativen Run Differential über die gesamte Saison gesehen.
Die Detroit Tigers hingegen haben den größten Collapse aller Zeiten hingelegt, aber sich immerhin noch als letztplatziertes Team für die Wild Card qualifiziert.
Auch die Houston Astros haben eine deutliche Division Lead verspielt und verpassen die Playoffs.
und auch in der National League gibt es einen Collapse, über den man noch in vielen Jahren reden wird. Die New York Mets hielten den besten Record der Liga und standen bei 45-24. Die Saison beenden die Mets mit 83-79 und einer extra Portion Salz in der Wunde. Denn die Milwaukee Brewers öffneten die Tür und siegten gegen die Cincinnati Reds, aber die Mets konnten nicht durchgehen: Gegen die Marlins gerät New York mit 0-4 in Rückstand, haut aus Verzweiflung alles raus was die Bank noch hergibt (Closer Edwin Diaz pitchte Inning 5 und 6), hat am Ende aber kein Glück: Ein 116mph Line Drive von Pete Alonso bei Bases Loaded wird aus der Luft gefischt und beendete die beste Chance der Mets auf ein Comeback und die Postseason.
Ebenfalls eine verrückte Statistik: Die Mets beenden die Saison mit 0-70, wenn sie nach dem 8. Inning hinten lagen. Kein einziges Mal konnte man also ein spätes Comeback hinlegen, dabei hätte es schon gereicht, ein einziges der 70 Spiele zu drehen um sich zu qualifizieren.
Tigers, Astros, Mets, drei Collapses riesigen Ausmaßes innerhalb von einer Saison - das dürfte es so noch nicht gegeben haben.
Kleiner Fun Fact: Das war die erste Saison seit 20 Jahren, in der kein No Hitter geworfen wurde.
und damit: Das Playoff Picture
Coming Up: Die Wild Card Preview…
Von mir in aller Kürze die Prognose, wie die Playoffs laufen werden.
WC Round:
Tigers - Guardians 0:2
Die Guardians schwimmen auf einer Welle der Euphorie aufgrund der Aufholjagd und sweepen die Tigers.
Red Sox - Yankees 2:1
Ein enges Hass-Duell, in dem wenige Runs gescort werden, weil Crochet, Fried und Co. großartige Pitching-Leistungen abliefern. Am Ende setzt sich Boston in Spiel 3 durch einen Walk-Off Homerun von Trevor Story durch.
Reds - Dodgers 2:0
Die dickste Überraschung der WC-Runde gelingt den Reds. Cincys Starting Pitching gelingen zwei LIghts-Out-Performances, insbesondere Hunter Greene beeindruckt mit einem 2-Hit-Complete-Game. Shohei bleibt komplett blass, Elly de la Cruz steigt hingegen mit 2 Homeruns zum Superstar auf.
Padres - Cubs 1:2
Wie schon in der Regular Season krankt das Padres-Spiel an zu wenigen erzielten Runs. Michael Busch und Seiya Suzuki schwingen sich in Spiel 1 und Spiel 3 zu den entscheidenen Spielern auf und befördern die Cubs in die nächste Runde.
Divisonal Series
Guardians - Mariners 0:3
So stark die Guardians noch in der WC auftrumpfen konnten - gegen die Mariners und ihr überragendes Pitching sehen sie kein Land. Da ist es auch nicht schlimm, dass die Seattle-Offense nach dem Freilos noch etwas eingerostet wirkt.
Red Sox - Blue Jays 2:3
George Springer. 4 Homeruns, 3 Stolen Bases, dazu ein Walkoff-Double im alles entscheidenden Spiel 5. Eine Leistung for the Ages.
Reds - Phillies 3:1
Die Reds fällen den nächsten Goliath. Schwarber, Turner, Harper und Co. bleiben überwiegend kalt, während die Reds-Offense um de la Cruz, Marte und Friedl immer weiter Runs produziert. Nicht einmal 5 Spiele brauchen die Reds, um den Sack zuzumachen.
Cubs - Brewers 3:0
Der nächste Collapse eines Favoriten. Die Home-Run-Power von Tucker, PCA, Suzuki und Busch schlägt Milwaukees in der Regular Season so erfolgreiches Small-Ball-System. Und wieder einmal bewahrheitet sich: Home Runs sind in der Postseason das Rezept zum Erfolg!
Championship Series
Mariners - Blue Jays 4:2
Die Mariners sind nicht zu stoppen! War die Offensive in der Runde zuvor noch eher mau, hauen nun Suarez, Rodriguez und natürlich Raleigh den Blue Jays die Bälle nur so um die Ohren. Springer und Guerrero wehren sich nach Kräften, vom Rest des Lineups kommt aber zu wenig. Am Ende sind es 6 high-scoring Spiele mit aufregendem Baseball.
Reds - Cubs 1:4
Hunter Greene setzt seine heroische Postseason fort und pitcht in Spiel 1 einen No-Hitter. Doch danach zerfallen die Reds in ihre Einzelteile und die Cubs cruisen in die World Series.
World Series
Mariners - Cubs 4:3
Eine WS, von der man noch lange sprechen wird. Es geht über sieben Spiele, es geht hin und her. Immer wieder gehen die Cubs mit einem Spiel in Führung, und immer wieder gleichen die Mariners aus. Die Entscheidung fällt schließlich in Chicago, wo Seattle nach 4:0-Rückstand durch zwei 3-Run-Homeruns von Raleigh erstmals in ihrer Geschichte den Titel holen.
WILD CARD PREVIEW
Die reguläre Saison ist vorbei, die Postseason ist hier. Meine Wild Card Preview beinhaltet den eigens entwickelten „Urgency Index“, der auf einer Skala von 1 (gar nicht urgent) bis 10 (extrem urgent) bewertet, wie sehr die Clubs und vor allem die Fans den Gewinn der World Series nötig haben. Dabei spielen Faktoren wie historischer Erfolg, aktuelle Situation und zukünftige Chancen auf die Meisterschaft eine Rolle. Eine Franchise ohne Championship auf dem Briefpapier mit einem Kern aus 40-Jährigen Leistungsträgern, die sich alle in ihrem letzten Karrierejahr befinden würde also eine klare 10 bekommen.
AMERICAN LEAGUE
#5 Boston Red Sox (89-73) vs. #4 New York Yankees (94-68)

Was bisher geschah: Für die New York Yankees startete das Jahr alles andere als gut. Frisch von der Niederlage in der World Series kommend, gab es im Winter den ersten harten Schlag zu verkraften: Juan Soto wechselte aus der Bronx ein paar Kilometer Richtung Osten nach Queens. Kurze Zeit später platzte die nächste Bombe: Gerrit Cole musste unter das Messer und fiel für die komplette Saison 2025 aus. Davon ließen sich die Bronx Bombers aber nicht unterkriegen. Der aus Atlanta als Free Agent verpflichtete Max Fried nahm die Rolle von Cole als neuer Anker der Rotation ein und die Last von Soto wurde auf mehreren Schultern verteilt, wobei vor allem Rooke Ben Rice, Trent Grisham und der ebenfalls neu verpflichtete Cody Bellinger zu nennen sind, die als Trio 87 Homeruns schlugen. Die Yankees konnten sich zunächst eine ordentliche Führung in der Division herausspielen, aber ab Mitte der Saison strauchelte man vor allem aufgrund eines formschwachen Bullpens, der auch mit zahlreichen Deadline Acquisitions nicht vollends überzeugen konnte. Die Blue Jays übernahmen ab Juli die Führung in der Division und gaben sie bis zum letzten Spieltag nicht mehr ab, auch wenn die Yankees mit 8 Siegen am Stück zum Ende der Saison nochmal ordentlich Druck ausüben konnten.
Die Boston Red Sox gingen als Geheimfavorit in das Jahr. Aus einer 81-81 Saison kommend, besaß man ein Farmsystem mit etlichen High End Prospects, welche in der Saison mal mehr (Roman Anthony) und mal weniger (Kristian Campbell) einschlugen. Zusätzlich verstärkte man sich mit Free Agent Alex Bregman und konnte Lefty Garrett Crochet von den White Sox verpflichten, der mit einem ERA von 2.59 einer der dominantesten Starter des Jahres war. Durch Bregmans Verpflichtung kam es aber auch zu Querelen mit Rafael Devers, der sich zunächst weigerte, seine Position für Bregman aufzugeben und schlussendlich zu den San Francisco Giants getradet wurde. Die Red Sox standen zu diesem Zeitpunkt bei .500 und hatten laut Fangraphs eine Playoff Wahrscheinlichkeit von 31%. Mit einer 10 Spiele andauernden Siegesserie vor dem AllStar Break und dem gleichzeitigen Niedergang der Tampa Bay Rays spielten sich die Red Sox aber in einer solide Ausgangsposition, die sie den Rest des Jahres nicht mehr verspielen sollten.
Was erwartet uns: Eine der traditionsreichsten Rivalitäten in der MLB bekommt eine neue Auflage. Unvergessen sind die Duelle Anfang des Jahrtausends, von Aaron Boones (aktueller Manager der Yankees) Walk Off Homerun in Spiel 7 der ALCS bis zum 0-3 Comeback der Red Sox ein Jahr später. Die Rollen sind mittlerweile vertauscht, die Yankees warten seit 16 Jahren auf einen Titel, während die Red Sox mit 2004, 2007, 2013 und 2018 das erfolgreichste Team des aktuellen Jahrtausends sind. Zuletzt traf man 2021 in der Postseason aufeinander, damals noch im alten Wild Card Format. Das Alles oder Nichts Spiel konnten die Red Sox mit 6-2 für sich entscheiden, in der ALCS war dann gegen die Astros Schluss.
Stärken und Schwächen: Den Spitznamen „Bronx Bombers“ haben die Yankees nicht umsonst. New York schlug die meisten Homeruns in der Saison, neben Aaron Judges 53 taten sich aber auch andere Namen hervor. Catcher Austin Wells (21), Jazz Chisholm (31), Anthony Volpe (19), Trent Grisham (34), Ben Rice (28), Cody Bellinger (29) und natürlich der alte Veteran Giancarlo Stanton (24) können ein Spiel jederzeit mit einem Swing entscheiden. Mit Carlos Rodon und Max Fried steht zudem ein starker 1-2 Punch in der Rotation. Fragezeichen hingegen gibt es weiterhin beim Bullpen. Das Trio Clay Holmes, Tommy Kahnle und Luke Weaver welches die Yankees letztes Jahr durch die Postseason trug ist entweder bei anderen Teams unter Vertrag (Mets bzw. Tigers), oder kommt nicht an die Leistung aus dem Vorjahr heran. Camilo Doval und Devin Williams haben sich nicht als Verstärkung herausgestellt. Closen wird wahrscheinlich der von den Pirates an der Deadline verpflichtete David Bednar. Bei eigener Führung ist für Yankee Fans auf jeden Fall zittern angesagt.
Das verhält sich bei den Red Sox genau umgekehrt. Der ewige Aroldis Chapman spielt mit 37 seine wahrscheinlich beste Profisaison und übertrifft weiterhin regelmäßig die 100mph Grenze. Kein Closer war dieses Jahr besser als er. Mit Garrett Whitlock gibt es einen dominanten Setup Man vor ihm. Die Rotation hinter Garrett Crochet hat allerdings einige Fragezeichen. Brayan Bello hat ein Breakout Jahr hinter sich und Lucas Giolito hat nach Jahren der Frustration seine Qualität wiedergefunden, aber beides sind keine Starter, die ein Playoff Lineup dominieren. Die Offensive kann nicht mit den Yankees mithalten und ist mitunter streaky. Beide Teams sind zudem nicht für ihre gute Defense bekannt.
Urgency-Index
New York Yankees: 6/10 – die letzte Meisterschaft ist für Yankee-Verhältnisse Lichtjahre entfernt, Stanton, Judge und Cole sind relativ alt, zudem muss Judge für seine Legacy noch nachweisen, dass er die Yankees auch in der Postseason anführen kann. Die Finalniederlage aus dem letzten Jahr ist zudem noch schmerzhaft in Erinnerung. Trotzdem – es sind immer noch die Yankees und nur wenige Leute werden ihnen nachtrauern, sollten sie frühzeitig die Segel streichen
Boston Red Sox: 1/10 – Mit 4 World Series Trophäen in den letzten 21 Jahren ist man fast schon erfolgsverwöhnt, auch wenn mit besserem Management noch mehr Titel möglich gewesen wären. Warum ich aber glaube, dass Boston diesen Titel wirklich nicht braucht: Das Farmsystem ist so geladen, dass die Red Sox auch so in den nächsten 4-5 Jahren problemlos um den Titel mitspielen sollten, wenn man sich nicht ganz blöd anstellt.
Mein Tipp: Yankees in 3.
#6 Detroit Tigers (87-75) vs. #3 Cleveland Guardians (88-74)

Was bisher geschah: Nachdem die Tigers letztes Jahr eine erste Duftnote setzen konnten und die Astros in der Wild Card eliminierten, für die sie sich zuvor durch einen Endspurt qualifizieren konnten, gingen sie dieses Jahr als Favorit in der AL Central ins Rennen. Der junge Kern sollte sich weiterentwickeln und zudem durch weitere Talente verstärkt werden. Das funktionierte nur zum Teil, mit Jackson Jobe musste das vielversprechendste Pitching Talent frühzeitig unter das Messer und fiel somit für die komplette Saison aus. Spieler wie Catcher Dillon Dingler oder Spencer Torkelson konnten sich dennoch etablieren und das offensivschwache Lineup der Tigers verstärken. Somit führte man im Juli die AL Central mit 14 Siegen vor den Royals, Twins und Guardians an und alles deutete auf einen entspannten Divisiontitel hin, ehe eine Durststrecke von 8 Niederlagen im September, gepaart mit einer unvergleichlichen Siegesserie der Guardians doch noch dafür sorgte, dass die Tigers vom Thron gestoßen wurden. Und damit ist mehr oder weniger auch schon die Geschichte der Guardians erzählt. Das Team unterscheidet sich in seinen Stärken und Schwächen eigentlich nicht vom letztjährigen Team, welches die ALCS erreichen konnte. Aufregung gab es während der Saison, als AllStar Closer Emmanuel Clase wegen Ermittlungen zu Wettmanipulation für den Rest des Jahres gesperrt wurde. Die Saison schien erledigt, doch im September verwandelten sich plötzlich alle Starter in Cleveland zu Prime Randy Johnson und Cleveland konnte trotz der dürftigen Offensive einfach nicht mehr verlieren. Das Resultat ist der sechste Divisiontitel in den letzten 10 Jahren und ein First Round Matchup mit den Tigers, auf die man in den letzten zwei Wochen der regulären Saison 6 mal traf und davon 5 Spiele gewinnen konnte.
Was erwartet uns: Ein Duell für Pitchingliebhaber und Taktikfüchse. Die beiden Manager AJ Hinch und Stephen Vogt haben letztes Jahr in den Playoffs gezeigt, dass sie zu den besten im Geschäft gehören wenn es darum geht, Matchups im Bullpen auszunutzen. Ein Offensivfeuerwerk können wir nicht erwarten, umso entscheidender wird jeder einzelne Homerun am Ende sein. Beide Teams trafen bereits letztes Jahr in der ALDS aufeinander, damals konnten sich die Guardians in Spiel 5 gegen Tarik Skubal durchsetzen.
Stärken und Schwächen: Beide Teams zeichnen sich nicht durch ihre Offensive aus. Während die Guardians wie schon letztes Jahr mit einem extrem schwachen Lineup auflaufen werden, bei dem José Ramirez der einzige wirkliche Topspieler ist, gibt es bei den Tigers zwar etwas mehr Power zu beobachten, dafür allerdings auch mehr Strikeouts. Kein Spieler in der American League strikte häufiger aus, als Tigers Starspieler Riley Greene (36 Homeruns bei 201 Strikeouts). Dementsprechend liegt der Fokus auf dem Pitching Staff: Die Tigers können in Game 1 mit Tarik Skubal den wahrscheinlich besten Starting Pitcher aller Postseason Teams stellen. Dahinter hingegen wird es für Detroit in der Rotation äußerst dünn. Das kann in einer 3 Game Series in der Wild Card reichen, spätestens bei längeren Serien entwickelt sich das aber zu einem Problem. Der Bullpen ist solide, hat aber keinen wirklichen herausragenden Arm, der mit Strikeouts die Kohlen aus dem Feuer holt.
Die Guardians können keinen Pitcher der Klasse Skubal stellen, haben dafür aber eine bestechende Form ihrer Starter, welche den niedrigsten ERA in der MLB seit Ende August haben. Mit Cade Smith steht zudem ein Shutdown Reliever bereit, den die Tigers so nicht vorweisen können. Die Guardians haben zudem bewiesen, dass sie die Power Bats der Tigers im direkten Duell gut eindämmen können.
Urgency-Index
Cleveland Guardians: 7/10 – der letzte Titelgewinn liegt 77 Jahre zurück. In der Zwischenzeit gab es viele niederschmetternde Niederlagen. Dieses Team steht auf fragilen Säulen und wird hauptsächlich von seinem Pitching getragen. Die Frage ist, wie lange noch? Ich sehe die Guardians nicht als Favorit für die Playoffs in den nächsten Jahren – das hier könnte erstmal die letzte Chance auf ein Titel sein. Die Guardians sind meiner Meinung nach aber mit den Reds das schwächste Team in der Postseason. Hier wird bei einem frühen Aus keiner von einer Enttäuschung sprechen.
Detroit Tigers: 4/10 – über 40 Jahre ist der letzte Titel der Tigers her. Das ist eine lange Durststrecke, aber ich glaube, dass die Tigers mit den vielen starken jungen Talenten in den nächsten Jahren eine noch bessere Chance haben werden, die World Series zu gewinnen, als jetzt. Das Titelfenster öffnet sich für die Tigers erst.
Mein Tipp: Guardians in 3.
NATIONAL LEAGUE
#6 Cincinnati Reds (83-79) vs. #3 Los Angeles Dodgers (93-69)

Was bisher geschah: Es ist fast schon unglaublich, dass wir nach diesem Winter in der ersten Runde der Playoffs über die Dodgers sprechen. Was hat man sich in Tinseltown nicht für ein übermächtiges Roster gebaut. Vertragsverlängerung mit Teoscar Hernandez, Verpflichtungen von Roki Sasaki und Blake Snell, Tanner Scott oder Kirby Yates, Clayton Kershaw zurück, Kiké Hernández zurück, Alex Vesia zurück und die Liste geht weiter und weiter und weiter. Auf dem Papier hatten die Dodgers eines der stärksten Roster aller Zeiten und dennoch reichte es am Ende „nur“ für 93 Siege, zum dritten Mal im Folge weniger als im Vorjahr. Das liegt neben einer nicht mehr ganz so überragenden Offensive vor allem am Verletzungspech: 40 Pitcher mussten die Dodgers dieses Jahr einsetzen, mit den Spielern aus dem Lazarett hätte man fast eine zweite Mannschaft aufmachen können. Zwar liefen die Dodgers nie Gefahr die Playoffs zu verpassen, dennoch war eine größere Dominanz zu erwarten. Am Ende landete man „nur“ 3 Siege vor den Padres.
In der NL Central flogen die Cincinnati Reds die meiste Zeit der Saison unter dem Radar. Die Cubs und Brewers schrieben die Schlagzeilen und boten streckenweise hochgradig unterhaltsame Spiele, während man in Ohio stets unaufgeregt einen .500er Ball spielte. Eine 7-3 Bilanz aus den letzten 10 Spielen reichte dank der strauchelnden Mets aber, um sich von 76-76 auf 83-79 und damit auf den letzten Wild Card Platz zu arbeiten. Die Ironie dabei: 2024 waren sie die „fancy newcomer“, die den nächsten Schritt in Richtung Playoffs machen sollten. Damals enttäuschten die Reds. Dieses Jahr ist es ruhiger um die Big Red Machine geworden. Wenn man es anders ausdrücken möchte: Sie sind seriöser geworden.
Was erwartet uns: Das auf dem Papier am wenigsten spannende Matchup der ersten Runde: Der amtierende Meister gegen einen Playoff „Neuling“. Nimmt man die stark verkürzte Corona Saison 2020 raus, warten die Fans in Cincinnati seit 2013 auf Playoff Baseball im Great American Ballpark. Freuen kann man sich über den ersten Auftritt in den Playoffs von Elly de la Cruz, zudem kehrt mit Terry Francona eine Manager Legende mit Championship Erfahrung zurück in die Postseason. Auf der anderen Seite spielt mit Shohei Ohtani nicht nur der designierte MVP in dieser Serie mit, wahrscheinlich werden wir ihn auch wieder als Pitcher auf dem Mound sehen. Zurzeit wäre er für ein potentielles drittes Spiel als Starter vorgesehen.
Stärken und Schwächen: Auch wenn die Dodgers über die Saison gesehen verwundbar waren und vor allem der Bullpen große Sorgen bereitete, zeigte der Pfeil in den letzten Tagen wieder deutlich nach Oben. Mit Yamamoto, Snell und Ohtani steht ein Trio an der Spitze der Rotation, das in dieser Postseason kein Team überbieten kann. Dazu wurde Roki Sasaki wieder rechtzeitig fit, der aus dem Bullpen heraus unterstützen kann, genau wie der junge Emmet Sheehan, der in 15 Starts einen 2.82 ERA auflegen konnte. Clayton Kershaw pitchte am letzten Spieltag der Saison und ist daher erst wieder für eine potentielle Divisional Series im Roster. Im Lineup könnte Will Smith fehlen, der an einem Haarriss in der Hand laboriert. Sollte er ausfallen, fehlt den Dodgers der zweitbeste Schlagmann hinter Ohtani. Auch wenn Teoscar Hernández und Mookie Betts für ihre Verhältnisse keine gute Saison spielten, ist dieses Dodger Lineup dennoch weiterhin stark. Weit stärker jedenfalls, als das Lineup der Reds, die sich mit den Guardians um den Titel als harmloseste Offensive streiten dürfen. Elly de la Cruz ist mit 22 Homeruns der Teamleader, der Dominikaner legte aber nicht die Superstar Saison hin, die man ihm zugetraut hätte. Dahinter wird es schon sehr dünn und meine Begeisterung diesem Team beim Schlagen zuzusehen, hält sich stark in Grenzen. Da ist es immerhin von Vorteil, dass Cincinnati eine exzellente Rotation für eine Serie über drei Spiele vorweisen kann, angeführt vom 25-jährigen Hunter Greene. Sucht man nach starkem Starting Pitching, wird man also am ehesten in dieser Serie fündig. Auch der Bullpen der Reds ist solide, mit Emilio Pagán und Tony Santillan als verlässliche Optionen für das Spielende. Die Reds sollten in der Lage sein, Runs zu verhindern. Die Frage die diese Serie entscheiden wird ist aber, ob sie auch in der Lage sind, Runs zu erzielen.
Urgency Index
Cincinnati Reds: 4/10 – Der letzte Titel ist von 1990. Seitdem stehen nur fünf Playoffteilnahmen zu Buche, bei denen man lediglich zwei Spiele gewinnen konnte. Trotzdem gehen die Reds als totaler Außenseiter in die Playoffs und niemand erwartet einen tiefen Run dieser Mannschaft. Auf dem aktuellen Gerüst, allen voran der Rotation, lässt sich aber aufbauen und mit Verstärkungen in der Offensive kann dieses Team in Zukunft zu einem Contender werden.
Los Angeles Dodgers: 1/10 – 12 der letzten 13 Jahre gewannen die Dodgers ihre Division, diese Serie wird in nächster Zeit nicht aufhören. Auch die nächsten Jahre wird LA jedes Jahr Titelfavorit bleiben.
Mein Tipp: Dodgers in 2
#5 San Diego Padres (90-72) vs. #4 Chicago Cubs (92-70)

Was bisher geschah: Die Chicago Cubs machten die große Schlagzeile in der Offseason, als man Kyle Tucker von den Houston Astros verpflichtete, der nur noch ein Jahr Restvertrag hatte. Tucker sollte ein gutes Team zu einem sehr guten Team machen, fiel aber Mitte der Saison zuerst in einen Slump und landete schließlich auf der IL, von der er erst vor wenigen Tagen wieder aktiviert wurde. Eine weitere Hiobsbotschaft war die Ellenbogenverletzung von Justin Steele, der für das Jahr ausfiel. Das Loch in der Rotation füllte Rookie Cade Horton, der sich als zuverlässigster Starter der Cubs etablierte, wenngleich er ebenfalls für die erste Playoffrunde mit einer Rippenverletzung ausfällt. Chicago spielte konstant soliden Baseball und verbesserte seinen Record im Vergleich zum Vorjahr um 9 Siege, was aufgrund der extrem starken Saison der Brewers aber nur für Platz 2 in der Division reichte.
Die San Diego Padres spielten erneut eine gute Saison und knöpften den Dodgers im August streckenweise sogar die Führung in der NL West ab. General Manager AJ Preller machte seinem Ruf als Draufgänger wieder einmal alle Ehre und tradete an der Deadline für Closer Mason Miller von den Athletics, der noch vier Jahre unter Teamkontrolle steht und mit Leodalis de Vries als #3 Prospect der MLB einen teuren Gegenwert kostete. Rookie Sensation Jackson Merrill verpasste allerdings viele Spiele verletzt und auch in der Rotation wurde aufgrund von Verletzungen und Formschwäche viel gewechselt. Am Ende erreichten die Padres relativ unaufgeregt die Wild Card Runde, den Status als Topfavorit neben den Dodgers aus dem letzten Jahr konnten Sie aber nicht halten.
Was erwartet uns: Ein Duell der beiden besten defensiven Outfielder des Planeten in Pete Crow-Armstrong und Fernando Tatis Jr könnte für einige spektakuläre Highlights sorgen. Zudem fühlt sich diese Paarung von allen Wild Card Matchups am meisten nach einem echten 50/50 Duell zweier wirklich guter Teams an. Auch wenn die Serie ausschließlich im Wrigley Field stattfinden wird, sind beide Teams für ihre treuen Fans und die Atmosphäre im Stadion bekannt, egal wer also weiterkommt: Beide Teams wären eine Bereicherung für die nächste Runde.
Stärken und Schwächen: Wie schon im Saisonverlauf angedeutet, zählt die Rotation bei beiden Teams nicht zu den Stärken. Die Cubs müssen mit Cade Horton auf ihren besten Mann verzichten, Shota Imanaga zeigte nach einem Stint auf der IL zum Abschluss der Saison schwache Leistungen und auch bei Matthew Boyd zeigt der Formpfeil eher nach Unten.
Bei den Padres hat sich überraschenderweise der 32-jährige Nick Pivetta zum Anker der Rotation entwickelt. Er ist der beste Starter in diesem Matchup, dahinter hat San Diego aber mit einigen Fragezeichen zu kämpfen. Da kommt es den Kaliforniern gelegen, dass sie mit Abstand den besten Bullpen aller Teams stellen. Egal ob Mason Miller, Adrian Morejon, Jeremiah Estrada oder Robert Suarez, die Padres haben alle Mittel um nicht nur Führungen, sondern auch ein langes Bullpen Game zu covern.
Der Vorteil im Lineup geht knapp an die Cubs, die mit 223 zu 152 deutlich mehr Homeruns aufweisen können – gleichzeitig aber auch mit vielen unbekannten Variablen zu kämpfen haben. Pete Crow Armstrong war in den letzten Wochen und Monaten trotz seiner insgesamt 31 Homeruns einer der schwächsten Hitter der Major Leagues, Kyle Tucker kommt frisch von der IL und auch Seiya Suzuki hatte trotz seiner 5 Homeruns in der letzten Saisonwoche einen katastrophalen September. Die Padres müssen ihrerseits verletzungsbedingt auf Outfielder Ramón Laureano verzichten und haben keinen Hitter mit mehr als 27 Homeruns im Lineup, trotz schwungvoller Namen wie Tatis, Machado oder Bogaerts.
Trotz dieser eher negativ anmutenden Fakten sollte man sich nicht blenden lassen, das hier sind immer noch zwei offensivstarke Teams mit wenig Löchern im Lineup.
Urgency Index
San Diego Padres: 9/10 – Die Padres konnten die World Series noch nie gewinnen und mussten in jüngerer Vergangenheit trotz großartiger Saisons dramatische Niederlagen in den Playoffs gegen die Phillies und Dodgers einstecken. Anführer Manny Machado ist mit 33 Jahren nicht mehr lange in seiner Prime, die Starting Rotation könnte in der Free Agency auseinander brechen. Der Druck ist da, um den Titel endlich nach San Diego zu holen.
Chicago Cubs: 7/10 – Die Free Agency von Kyle Tucker schwebt wie ein Damoklesschwert über diesem Team. Sollten die Cubbies ihn im Winter verlieren, haben sie zwar weiterhin einen guten Stamm, aber nicht den Superstar, der sie in die Sphären der Spitzenteams führen kann. Ein frühes Ausscheiden wäre angesichts des Hypes zu Beginn der Saison eine große Enttäuschung. Beide Teams haben ein Weiterkommen also unbedingt nötig, was zusätzliche Dramatik in dieses Matchup bringt.
Mein Tipp: Padres in 3
Der TV Schedule
Dienstag, 30.09.2025
19:08 Uhr – Game 1 - Tigers @ Guardians
21:08 Uhr – Game 1 – Padres @ Cubs
00:08 Uhr – Game 1 – Red Sox @ Yankees
03:08 Uhr – Game 1 – Reds @ Dodgers
Mittwoch, 01.10.2025
19:08 Uhr – Game 2 - Tigers @ Guardians
21:08 Uhr – Game 2 – Padres @ Cubs
00:08 Uhr – Game 2 – Red Sox @ Yankees
03:08 Uhr – Game 2 – Reds @ Dodgers
Donnerstag, 02.10.2025 – Wenn nötig
19:08 Uhr – Game 3 - Tigers @ Guardians
21:08 Uhr – Game 3 – Padres @ Cubs
00:08 Uhr – Game 3 – Red Sox @ Yankees
03:08 Uhr – Game 3 – Reds @ Dodgers
Vielen DAnk, mlb.tv.
Da will ich mir am Morgen die 18minütige Zusammenfassung als condensed gane anschauen und das Video startet bei Minute 17:30.
Geil.
Nicht.
Ich habe gerade durch Zufall bei Magenta TV gesehen, dass es auf einem Sender namens Sportdigital 1+ eine Baseball Sendung mit dem Namen Bases Covered gibt, die gerade die zweiten Spiele der Guardians-Tigers und Padres-Cubs übertragen in einer stylischen Doppelbox und sogar mit deutschem Kommentar.
Das ist schon eine ganz seltsame Weise so ein Spiel zu schauen, wenn sie von dem besten Schlagmann der Guardians reden.
So sieht das übrigens aus.




























