Division Series Recap
Das war eine wahnsinnig gute und teilweise irre Division Series dieses Jahr.
ALDS
Cleveland Guardians (#3, 92-70) vs. New York Yankees (#2, 99-63)
Game 1: 1-4
Game 2: 4-2
Game 3: 6-5
Game 4: 2-4
Game 5: HEUTE 22:07 UHR
Eigentlich sollte die Division-Series schon abgeschlossen sein, aber aufgrund von gleich zwei Spielverlegungen wegen Regens spielen die Yankees und Guardians heute Abend das entscheidende Spiel 5. Das erste Mal in der Geschichte werden sich deshalb zwei Runden überlappen (später heute Abend startet Spiel 1 der NLCS).
Spiel 1 war durch einen starken Gerrit Cole auf New Yorker Seite noch relativ unspektakulär, Spiel 2 ging dann schon in Extra Innings, wo die Guardians durch Oscar Gonzales in Führung gingen, der schon in der Wild Card Series den entscheidenden Walkoff Homerun erzielte.
Spiel 3 war dann nochmal verrückter. Die Yankees führten im neunten Inning mit 5-3. Zu diesem Zeitpunkt waren sie 167-0 in der Postseason wenn sie im letzten Inning mit mehr als einem Run führten. Die Guardians füllten aber mit mehreren Bloop-Hits die Bases, bevor einmal mehr Oscar Gonzales zum Held des Tages wurde.
Gonzales ist damit neben Ortiz der einzige Spieler, der drei Go-Ahead Hits in einer Postseason erreichte - und das nach nicht einmal 5 Spielen.
Spiel 4 war ein Elimination Game für die Yankees, angeführt von Cole konnte New York eine Niederlage aber abwenden.
Das entscheidende Spiel hätte gestern stattfinden sollen, fiel aber dem Regen zum Opfer. Das ist ein Vorteil für die Yankees, die einen stark strapazierten Bullpen und keinen wirklichen Starter für Game 5 hatten. Jetzt wird wahrscheinlich Nestor Cortez mit Short Rest starten. Die Guardians hätten ihre Top-Reliever alle frisch und einsatzbereit gehabt. Vorteil New York.
Seattle Mariners (#5, 90-72) vs. Houston Astros (#1, 106-56)
Game 1: 7-8
Game 2: 2-4
Game 3: 0-1
Houston Astros advance to the ALCS
Ein Sweep der enger nicht hätte sein können. Diese Serie hätte auch gut und gerne genau andersherum ausgehen können. In Spiel 1 sind die Mariners on Fire und lassen Justin Verlander keine Chance. Nach dem 7. Inning führen sie 7:3, aber der sonst so verlässliche Bullpen strauchelt und die Astros kommen noch einmal heran. Bis es dann im letzten Inning zu der verhängnisvollen Entscheidung kommt, Robbie Ray einzuwechseln, der mit zwei Aus nach zwei Pitches den Walkoff Homerun an Yordan Alvarez abgibt.
Auch in Spiel 2 führten die Mariners, Luis Castillo hatte die Astros voll unter Kontrolle, bis es wieder zu einem verhängnisvollen At Bat mit Alvarez kam.
Die Mariners hatten im neunten Inning nochmal die Möglichkeit auf eine Wende und brachten einen Läufer auf die erste Base. JP Crawford schlug dann eine absolute Rakete, aber genau in den Handschuh vom 1st Baseman, der damit das Double Play machte.
Spiel 3 war dann ein absoluter Marathon ins 18. Inning, das längste Spiel der Postseason Geschichte. Beide Teams konnten nicht scoren, bis Jeremy Pena einen Homerun zum 1:0 Endstand schlug.
Alle drei Spiele waren extrem knapp, der Astros-Karren wurden da wirklich von Alvarez und Pena aus dem Dreck gezogen.
NLDS
San Diego Padres (#5, 89-73) vs. LA Dodgers (#1, 111-51)
Game 1: 3-5
Game 2: 5-3
Game 3: 2-1
Game 4: 5-3
San Diego Padres advance to the NCLS
Der zweitgrößte Upset der Postseason-Geschichte wenn man den Unterschied im Win-Loss Record betrachtet (der größte ist die World Series von 1906 zwischen den White Sox und Cubs). Alle vier Spielen waren unglaublich intensiv und spannend bis zum Schluss. Spiel 1 wurde vom Bullpen der Dodgers entschieden, in Spiel 2 war Robert Suarez, ein 31 jähriger Rookie Reliefpitcher von den Padres der große Held. Mit einer 4:3 Führung entkam er sowohl im 6. Inning als auch im 7. Inning Läufern auf Scoring Position mit 0 Aus.
Und dann war da noch die Gans.
Die ist mittlerweile zum Maskottchen für die Padres geworden, in den folgenden Spielen standen mehrere Figuren davon im Padres-Dugout.
Spiel 3 war das erste Playoff-Heimspiel für die Padres nach 16 Jahren. Mit 2-1 stand dieses Spiel die kompletten 9 Innings über auf des Messers Schneide, Trent Grisham entwickelte sich einmal mehr zum Postseason-Hero für die Padres, schon gegen die Mets erzielte er zwei Homeruns.
Im vierten Spiel schafften die Padres dann ein unglaubliches Comeback. Im siebten Inning führten die Dodgers mit 3-0, ehe das Bottom-Lineup der Padres eine Rally startete.
Als krönenden Abschluss durfte Hader im neunten Inning die drei besten Batter von den Dodgers ausstriken. Der Jubelschrei im Stadion war der lauteste an den ich mich in den letzten Jahren erinnern konnte und die Padres haben gefeiert, als ob sie die World Series gewonnen hätten. Nachdem sie in den letzten Jahren als „kleiner Bruder“ der Dodgers immer wieder den kürzeren gezogen haben, haben sie jetzt den ganz großen Titelfavoriten eliminiert.
Der Bullpen der Padres war in dieser Serie on Fire und ließ in 16 Innings nur einen Run zu. Dazu lieferten vor allem der untere Teil des Lineups offensiv ab, sodass San Diego gar nicht so sehr auf ihre Stars angewiesen waren.
Philadelphia Phillies (#6, 87-75) vs. Atlanta Braves (#2, 101-61)
Game 1: 7-6
Game 2: 0-3
Game 3: 9-1
Game 4: 8-3
Philadelphia Phillies advance to the NLCS
Die einzige Serie in dieser Division Series, die relativ deutlich war. Spiel 1 war nur aufgrund eines späten Homeruns der Braves nochmal eng. Spiel 2 war ein Pitching Duell zwischen Kyle Wright und Zack Wheeler in dem Atlanta im 6. Inning drei Runs machen konnte.
Ansonsten ist Philadelphia einfach heiß gelaufen. Bryce Harper holte sich 8 Hits und 2 Homeruns. Das Starting Pitching hat dominiert, wodurch der Bullpen geschont werden konnte. und Offensiv ist der Knoten bei vielen geplatzt, unter anderem auch bei Rhys Hoskins der einen legendären Bat Slam hinlegte.
JT Realmuto hat zudem als erster Catcher der Postseason Geschichte einen Inside the Park Homerun hingelegt.
Insgesamt eine sehr spannende Division Series, insgesamt wurden 11 der 15 Spiele mit maximal 2 Runs Unterschied beendet und die Yankees und Guardians können heute Abend noch einen drauflegen.