Ich muss mal eine Lanze für meinen absoluten Lieblingspodcast(außerhalb des SC Kosmos natürlich) zur Zeit brechen.
Play, Watch, Listen ist ein Philosophie und Comedy Podcast, verkleidet als Gaming Podcast. Das ist wirklich die perfekte Mischung aus Unterhaltung und Wissensvermittlung. Gemacht wird er von Alanah Pearce(ehemals IGN, jetzt Writer für God of War) Troy Baker (Schauspieler von u.a. Joel von Last of Us), Austin Wintory(Komponist von u.a. Journey oder Pathless) und Mike Bithell(Entwickler von u.a. John Wick Hex).
In der Gruppe sind alle auf einem ähnlichen Level was Entertainment-Faktor und Intelligenz angeht, weswegen jede Folge bisher auf einem sehr hohen Niveau war. Es gibt selten einen roten Faden, sondern meistens gibt es einfach ein Thema was sich im Laufe des Gesprächs herausstellt und dann abgehandelt wird. Ich glaube auch außerhalb der Gaming Welt ist das deswegen von Interesse, da gerne mal in sämtliche Richtungen abgewichen wird. Troy Baker ist zum Beispiel recht religiös, was von Austin Wintory dann gerne bei moralischen Fragen kritisch hinterfragt oder eingeworfen wird. Das ganze passiert aber auf so einem Niveau, das meisten gute Konversationen daraus entstehen.
Mittlerweile gibt es wirklich keinen Podcast auf den ich mich mehr freue, wenn er in meiner Aboliste auftaucht. Vielleicht kann ja hier auch jemand etwas damit anfangen.
Das gabs wahrscheinlich vor vielen Jahren hier im Forum mal, „Last September in Monaco“ von Florian Will und Joseph Bolz ist sehr witzig. Grob: sie recyclen das Podcastkonzept, in welchem sich zwei Leute ein und dieselbe Folge einer Serie immer wieder angucken, in diesem Fall Staffel 6 Folge 8 von Royal Pains:
Ich hab vor Kurzem auch angefangen und Robert Evans ist einfach wahnsinnig gut.
Aus der König-Leopold-Folge:
Evans: „So my main sources for this are these two biographies…“
Gast: „Hold up, you read two books for this podcast? I’m usually good for two thirds of a Wikipedia article. You’re making me feel bad, dawg.“
Mein einziger Kritikpunkt, der sich aber vielleicht in den nächsten 400 () Folgen noch verändert, sind die Gäste. Ich weiss, sie sollen unvorbereitet sein, aber manche wirken eher blöd als unvorbereitet und Robert Evans ziemlich unterlegen. Es kann ja nicht jeder Gast Historiker sein (:axulove:), aber die wissen teilweise gar nichts.
Und alle Folgen mit toten Babies natürlich für Sofya Alexander. Dann kommen noch die ganzen running gags wie die throwing bagels und one pump one cream.
Ein ebenfalls hervorragender Gast ist sein alter Chef (dessen Name mir nicht mehr einfällt), der u.a. beim essentiellen Dreiteiler über die Dulles Brüder mit enormem Wissen glänzt.
LECK wie gut ist bitte die Doku über den Putschversuch in der USA? Also echt, das ist ganz ganz groß.
Wahnsinnig Interessant und natürlich auch erschreckend. Wer mehr über die Hintermänner, über die Erfinder und Verkäufer der Verschwörungsmythen, oder die beteiligten Politiker erfahren will MUSS das hören.
Wahnsinn, dass die Umstürzler eigentlich schon 2016 den Plan mit der Lüge vom Wahlbetrug hatten, und ihn auch schon am ausrollen waren… blöderweise hatte Trump dann gesiegt und so mussten sie halt doch nochmal 4 Jahre warten.
Dazu wird die gesellschaftszersetzende Propaganda beleuchtet die dazu führte, dass der Heimatschutz die Rechtsradikalen seit Jahren vollkommen vernachlässigte obwohl man sie zuvor lange als Gefahr erkannte und auf dem Radar hatte.
Daneben werden noch so viel mehr Puzzleteile behandelt, von denen viele auch für Deutschland hoch aktuell und brisant sind.
Gutes Stichwort. In GU muss und will ich immer noch rein hören (shame on me) aber kennt jemand ein deutsches Pendant zu Worst Year Ever oder Even More News?