absolut!
deshalb fuckt mich der erneute delay beim gta release so ab.
da bin ich ziemlich sicher, dass es mich sehr lange unterhalten wird.
Das ist für mich halt einfach das klassische Sony Sequel Syndrom. Ihre Fortsetzungen verfolgen immer ein ähnliches Prinzip: Das gleiche Spiel, nur etwas größer. Dadurch kommt beim Spielen zumindest bei mir immer das Gefühl auf, das alles doch schon irgendwo mal gesehen zu haben. Und wenn dann auch noch die Stories nicht auf das Niveau des Vorgängers kommen, verliert man eben schnell mal die Motivation.
Natürlich ändern sie kleine Dinge, aber die sind so marginal das sie sich schnell abnutzen und dann bin ich wieder bei meinem Eingangspunkt.
Kann von Gaming-Burnout bis ‘hab gerade den Kopf nicht frei’ so ziemlich alles sein, aber es ist definitiv weder euer Alter noch der Markt, denn Gaming war nie abwechslungsreicher, bunter und geiler.
Für mich wäre es in diesem Fall klassische Übersättigung von bereits Gesehenem (Ubisoft-Formel) + das, was Cyrus sagt.
Hab ich zuletzt auch wieder rausgekramt, da mir Gameplayvideos in meinen Feed gespült wurden, es ist immer noch großartig, keine Spur gealtert, nahe an der Perfektion (abgesehen von der Steuerung).
Und dem viel zu langen Epilog.
Ich denke alle von euch genannten Gründe sind ein wenig richtig. Dabei hat mich Death Stranding 2 komplett abgeholt, Story und viel Nebenzeugs erledigt und mehr als 70 Stunden gespielt. Da mir Ghost of Tsushima auch sehr gut gefallen hat (ok, am Ende war es dann auch mehr Pflicht als Spaß, das hatte ich verdrängt), dachte ich, das wird ein Selbstläufer mit Yotei. Aber anscheinend braucht es mittlerweile schon was von Rockstar oder die Verrücktheit eines Kojima um mich bei Open World noch abzuholen.
Kuerzere Spiele spielen. ![]()
Aber ernsthaft, die Tatsache, dass alle AAA Blockbuster mittlerweile 20+ Stunden Dinger mit teils ermuedenden Gameplay-Loops sind macht es fuer viele Leute mit limitierter Spielzeit schwer dran zu bleiben. Wechselt oefter mal zu kurzen Indiespielen oder suechtelt ein paar Runs in einem der hundert Roguelites um den Kopf frisch zu halten.
Deshalb ist wahrscheinlich auch ARC Raiders so erfolgreich: kurze Runden, schnelles Dopamin.
Du meinst 30 Minuten Spielen, 30 Minuten Amok Fahrt und dann nie wieder starten. Das hat meiner Meinung nach tatsächlich mit dem Alter zu tun. Dazu habe ich auch schon mal ein Video gepostet. Andere Prioritäten, zunehmende Verantwortung und ein verändertes, soziales Leben. Am Ende des Tages bin ich heute auch mental müder als noch vor Jahren nach dem Sport um 19 schaue ich lieber mit meiner Frau ins Sommerhaus und am Wochenende ist es eher eine Serie oder ein Film.
Arc Raiders ist erfolgreich, weil es ein handwerklich sehr gutes Game in einem anfängerunfreundlichen Genre ist. Das heißt jedoch nicht, dass dadurch nicht Zehnttausende auf den Hype-Zug aufgesprungen sind, nur um festzustellen, dass sie mit dem Extractionshooter-Gameplayloop so ziemlich gar nichts anfangen können. Hier muss ganz klar sagen: Das Genre ist sehr speziell und definitiv nicht für jeden, aber selbst wenn man nur die Launch-Honeymoonphase für 100 Stunden mitnimmt, ist das bei einem 40-EUR-Titel mehr als ok.
Und nein, wenn jemand gerade antriebslos durch seine Singleplayer-Library scrollt und sich darüber ärgert, dass ihn nichts mehr so richtig begeistert und bei Laune hält, dann wird er mit Arc Raiders auch nicht glücklich.
Ich glaube, ich habe einfach nicht mehr die Muße/Geduld, mich voll auf so ein Game einzulassen, bzw. vielleicht habe das einfach verlernt. Ist aber im Alltag auch ein zeitlicher Aspekt. Ich habe mich ja hier auch schonmal gefragt, woher die Leute eigentlich die ganze Zeit nehmen um immer jedes Game zu zocken, jede Serie und jeden Film zu gucken etc.
Eigentlich müsste ich ja genügend Zeit haben als ungebundener Junggeselle. Aber wenn ich Arbeitszeit, Schlaf, alltägliche Verpflichtungen wie Einkauf, Haushalt, Körperpflege, Verpflegung sowie andere Hobbies wie z.b. Sport, Sport gucken, Familie und die Pflege des ein oder anderen sozialen Kontakts abziehe, bleibt da irgendwie auch gar nicht mehr so viel Zeit übrig. Ey, wie machen das Leute mit Kindern etc? Es ist jetzt auch nicht so dass mir z.B. das zombiehafte Rumsurfen auf Social Media und co. die Zeit klaut. Zudem, wie vintage schon schreibt:
Ich hab da auch einfach auch keine Power mehr, mich da in irgendein riesiges Open-World Game mit Skilltrees, Mikromanagement etc. einzugraben. Am meisten Fun hatte ich die letzten Jahre noch mit Games, wo man mal kurz reinspringen konnte. Indietitel, Roguelites, Helldivers II, oder weitestgehend lineare Story-Actiontitel wie Uncharted, bei denen ich aber von vornerein schon wusste dass ich die in maximal 15-20 Stunden beenden konnte. Auf GTA 6 hab ich schon Lust, aber ich weiß gar nicht ob ich so ein Game heutzutage noch angemessen genießen könnte. Die Zeiten in denen ich kurz ne Mission spiele und dann den halben Tag in der Map ziellos herumrandaliere oder die Welt erkunde sind wohl vorbei. Ich konnte auch RDR2 aus dem Grund nie genießen, weil es mir einfach zu groß war und solche Spielelemente wie Jagen und Crafting dann einfach too much für mich waren.
Verstehe ich gut, mir geht’s auch so. Wobei meine Singleplayer Titel nach wie vor neben mir in der Schublade liegen. Astro Bot (der zweite Teil), Indiana Jones, The last of us, die Spinne oder God of War. Bei mir ist es eher der Beginn, der mir schwer fällt. Beim ersten, kostenlosen Anstro Bot hatte ich so viel Spass, dass ich da meine erste und einzige Platin Trophäe geholt habe. Und am Ende war ich wie bei Uncharted enttäuscht, als der Abspann lief. Ich bin wohl etwas gefangen in Serien und Filmen. Und wenn meine Frau da ist, dann schaue ich lieber etwas mit ihr.
Wenig Schlaf und lange Nächte. ![]()
Ihr seid einfach keine Gamer mehr und eure Prios haben sich verschoben. Kein Grund, es aufs Alter zu schieben oder noch besser auf das “current state of gaming”.
Stunden reduzieren. Um 4 zuhause sein. Mit Kindern beschäftigen. Kochen. Essen. Kinder ins Bett. 20 Uhr. Frau liest. Ich spiele.
Sind so schon mal 3 Stunden am Tag.
Das passiert nicht jeden Tag, aber Spiele mit 20 Stunden Spielzeit hab ich in zwei, drei Wochen durch.
Nenne es Erfahrung anstatt Alter. Es gibt Genres, die haben mir nie zugesagt. Und andere werden schlechter oder verändern sich zu wenig (Hallo EA). Wenn du nach dem dröfmillionsten Shooter immer noch Spass hast, ist das doch wunderbar.
Also jetzt doch “current state of gaming”.
Nicht doch, sondern auch.
Hast du doch sogar selbst indirekt genannt:
Grundsätzlich stimme ich dir hier zu:
Gleichzeitig setzen aber die AAA-Games meistens auf Schema F und sind sind in meiner Wahrnehmung weniger mutig als früher. Vor allem bei Open World (das war hier ja auch Ausgangspunkt der Diskussion) weiß man doch mittlerweile echt bei jedem Titel, dass es am Ende eben nur die gleichen, sich ständig wiederholenden Missionsdesigns sind plus die 8734 Nebenmissionen/Fragezeichen auf der Karte zum Weggrinden.
Wir drehen uns im Kreis und du hast mein Zitat ausgetauscht, wie ich gerade mitten im Reply feststelle.
Ja, AAA-Studios fahren oft auf Sicherheit, besonders bei Open Worlds. Ja, viele große Produktionen setzen auf Schema F, checklistige Missionsstrukturen und ubisofteske Zyklen. Das ist absolut ein Punkt, den ich auch sehe. Ich habe ihn schließlich genannt. ![]()
Aber:
Das heißt nicht, dass Gaming insgesamt in einem schlechteren Zustand ist. Im Gegenteil, es war noch nie so stark, so breit, so mutig und so innovativ wie heute. Nur kommt diese Innovation kaum noch aus dem klassischen AAA-Mainstream, sondern aus Indies, Mid-Budget-Titeln, experimentellen Studios, neuen Subgenres usw.
Und genau darum gings mir von Anfang an:
- Wenn uns bestimmte AAA-Open-World-Formeln nicht mehr packen, ist das keine Altersfrage.
- Es ist schlicht die Erkenntnis, dass man nach Jahren des Gamings Muster durchschaut und stumpfe Wiederholungen schneller erkennt (Vintage => Erfahrung)
- Gleichzeitig explodiert der Rest der Gaming-Landschaft gerade vor Kreativität.
AAA ist nicht „Gaming“. AAA ist nur eine Schicht und die stagnieren teilweise, während das Hobby insgesamt so lebendig ist wie noch nie.
Deshalb kann ich gleichzeitig sagen. Gaming war nie bunter und geiler und viele AAA-Open-Worlds sind inzwischen ermüdend vorhersehbar. Beides schließt sich überhaupt nicht aus.
Das Vintage jetzt neben seinen ungespielten Games auch noch EA und den drölfmillionsten Shooter als Beispiele nennt, ist lustigerweise genau das, was ich moniere: Leute ballern den Klassiker “Gaming ist nicht mehr das, was es mal war” raus und beim ersten Nachhaken werden dann die üblichen Verdächtigen genannt. Cool.
Fun fact: Die geilsten Open-World-Spiele habe ich in den letzten drei Jahren gespielt: Elden Ring, Kingdom Come Deliverance 2 und Tainted Grail: The Fall of Avalon. Aus drei komplett unterschiedlichen Gründen. ![]()