Omicron abservieren - Die Längsdenker von Sofacoach

In der Klasse meines Sohnes gab es ein Kind mit Covid und das Gesundheitsamt hat anscheinend eine neue Taktik: für niemanden sonst in der Klasse eine Quarantäne verhängt, stattdessen wurde auf tägliches testen umgestellt. Eltern ist ja immer noch freigestellt, die Kinder zu Hause zu lassen und wer will darf sein Kind wieder zwei Wochen einsperren, aber niemand wird dazu gezwungen. Das finde ich gut.

Ich hoffe sehr, dass wir noch in diesem Jahr die Option haben, Kinder zwischen 2 und 11 impfen zu lassen.

Für U2 bietet sich ja der DNA-Impfstoff dann auch super an.
Wird ja sicherlich nicht so einfach die ganz Kleinen damit zu impfen, daher doch klasse, dass das Zeug dann nicht schlecht wird bei den Impfversuchen.

Warum? Weil keine Spritze gebraucht wird?
Mal abgesehen davon, dass dieses „Injektionsgerät“ viel martialischer aussieht und somit potentiell mehr Angst macht: Selbst kleinste Kinder kriegen im ersten Lebensjahr bei Erfüllung aller Impfempfehlungen diverse Spritzen verabreicht. Da macht eine mehr den Braten auch nicht fett.
Zudem würde eine Zulassung eines solchen Impfstoffes noch viele Monate auf sich warten lassen, falls sie denn hierzulande überhaupt in absehbarer Zeit kommt.

Was wir hoffentlich in diesem Jahr haben werden:
Eine Zulassung (jedoch keine grundsätzliche Empfehlung der Stiko) für Moderna und Biontech für Kinder ab 6 und auch kurze Zeit später für Kinder ab 6 Monaten.
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Sorry, war nicht ganz wach und wollte @Thrasher dem seine (Genetiv-S ist echt eine Schwäche von @-mentions) sarkastische Welle mitreiten.

Ich weiß als Vater nicht wirklich, was ich von den Empfehlungen aktuell halten soll. Letzten Endes basieren sie auf irgendwelchen Zahlen woanders auf der Welt, wo den Kids das Zeug einfach verabreicht wird.

Aber sind dann eher so weiße-Mäuse-Kinder, die man in den Laboren nicht sieht… oder verstehe ich diese Zahlen und Studien „aus anderen Ländern“ komplett falsch?

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Im Prinzip ja. Die Studien funktionieren bei Kinder wie bei Erwachsenen. Freiwilligen (bzw. bei Kindern müssen entsprechend die Eltern zustimmen) wird entweder der Impfstoff oder ein Placebo verabreicht. Dann wird regelmäßig getestet und geguckt wer sich infiziert, erkrankt oder halt nicht. Aber es ist nicht so, dass es jetzt arme Versuchskinder wären denen dann neue Ohren wachsen. Der Stoff und die Wirkung an sich ist ja abermillionenfach erprobt. Es geht nun eher darum herauszufinden wie gering die Dosierung erfolgen kann, damit der Impfschutz erreicht wird, sonstige Nebenwirkungen aber minimiert werden.
Halbe Dosierung → Impfschutz super, häufige Kopfschmerzen
Drittel Dosierung → Impfschutz super, ab und zu Kopfschmerzen
Viertel Dosierung → Verminderter Impfschutz, selten Kopfschmerzen
Gewinnen wird dann das Drittel.

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Danke, jetzt wo du das aufführst, habe ich den Eindruck das vor Ewigkeiten mal mit einem anderen Medizin-Produkt ähnlich gelesen zu haben.

Man weiß halt nie, unter welchen Umständen dafür die Zustimmung gegeben wurde, aber andererseits gehe ich auch davon aus, dass man hierzulande auch (im Zweifel mit den passenden Kampagnen) ausreichend Mitmacher finden würde.

Am Samstag standen die Freunde der Verfassung mit einem Stand hier um die Ecke. Wir kamen vom Einkauf zurück und nachdem die Tüten oben waren, ging ich da hin. Ich wurde auch schnell angesprochen, nachdem ich da stand.

Was machen sie denn hier?
Wir sammeln Unterschriften gegen einen Impfzwang (dieser Satz hat gereich, damit die drei Personen neben mir unterschrieben haben)

Was ich gut fand, wir konnten uns da 15 Minuten vernünftig unterhalten. Seine Aussagen waren eine Mischung aus Unwahrheiten und Ängsten, die ich ihm nicht nehmen konnte. Aber wenn es Ebola wäre, ja dann würde er sich sofort impfen lassen.

Gibt es irgendwelche Daten dazu, wie viele Menschen trotz doppelter Impfung Corona positiv und somit wieder ansteckend waren?

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Nicht so wirklich. Es gibt Daten darüber, wie viele Doppelt geimpfte sich erneut infizieren, da liegen die Zahlen je nach Land und Testintensität zwischen 3 und 7 Prozent.

Die Ansteckungsgefahr durch geimpfte ist noch nicht befriedigend untersucht, momentan berufen sich alle noch auf eine Studie aus dem April, wo bei geimpften eine geringere Ansteckungsgefahr festgestellt wurde. Letzte Superspreader Events in den USA legen nahe, dass das bei Delta nicht mehr so eindeutig ist, aber da fehlen die Zahlen.

Was ich mir gut vorstellen kann ist, dass es bei geimpften Menschen eine viel höhere Dunkelziffer an Infektionen gibt, weil es viel mehr milde oder gleich asymptomatische Verläufe gibt.

Meine politische Analyse ist, dass man die Gefahr für Ungeimpfte die von ungetesteten Geimpften ausgeht massiv unterschätzt und dass durchaus bequem ist. Es sollte weiter Gratistests für geimpfte geben.

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Meine Kinder mussten sich ja fürs stadion immer testen lassen. Aus Solidarität hab ich dann jedes mal einen Test mitgemacht. Das gab mir als geimpften auch eine gewisse Sicherheit und ein gutes Gefühl. Da bin ich voll bei thrashers Vorschlag.

Kinder jetzt erstimpfung bekommen am Freitag. Nur Schmerzen im Arm gestern. Ansonsten alles ok.

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In meinem Team habe ich auch 2 jüngere Mitarbeiterinnen, die sich nicht impfen lassen möchten.
Und argumentativ kommt man ganz schwer dazwischen, wenn man trotz Impfung immer noch ansteckend sein kann oder es sehr wahrscheinlich ist, wenn man positiv ist.
Die Gefahr für sich nehmen sie in Kauf, sehen aber keine größere Gefahr für andere im Verhältnis zu Geimpften.
Zumindest halten sie sich an alle Hygienevorschriften.

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Würde mich auch interessieren ob und wann es dazu verlässliche Studien gibt. Weil ohne das ist das eine Argumentation welche an für sich nachvollziehbar bist.

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ich persönlich kenne keine querdenker/impfgegner, die sich von irgendeiner studie beeindrucken lassen. ist doch eh alles vom staat gefälscht.

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Ja, als Geimpfter interessiert mich das aber auch mit zwei ungeimpften Kindern :slightly_smiling_face:

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Na gut, es war ja auch vor Delta nicht so, dass man nach Impfung komplett uninfektiös war.
Der Unterschied ist nach wie vor, dass Infizierte mit Impfung viel kürzer eine hohe Virenlast haben, die für weitere Infektionen kritische Zeitspanne ist also kleiner. Aus gesellschaftlicher Sicht gibt es also weiterhin gute Argumente für die Impfung, aber das werden deine Damen, @der_erna, wohl anders sehen.

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Schon irgendwie interessant, dass die DDR seit Corona aber sowas von Back on the map ist.

Vor gut einem DDR rot, der Westen weniger, jetzt das umgekehrte Bild. Das wäre doch ein super Thema für eine soziologische Doktorarbeit.

Was ist das?
Impfquote oder Infektionen?

Inzidenz

EDIT: Legende:
image

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ich meine, dass die entwicklung in jeder welle so war, dass zuerst der westen und dann der osten betroffen waren von hohen inzidenzen. sprich, es gab immer eine verschiebung von west nach ost.

bei uns geht nächste woche die schule los, dann wird es interessant.

impfquote würde mich auch nicht wundern :joy:

Das ist ja schon seit einigen Wochen auffällig.
Und im Prinzip ist ganz Europa aktuell entsprechend dem früheren eisernen Vorhang aufgeteilt

Wahrscheinlich spielen verschiedene Parameter eine Rolle.
Die Impfquote in Deutschland wäre tatsächlich eine davon. Schulferien, Herüberschwappen von anderen Ländern, andere betroffene Bevölkerungsschichten, etc. mögliche andere.