Krieg in der Ukraine

So langsam aber sicher geht mit der ukrainische Botschafter in Deutschland gehörig auf den Sack. Ich verstehe, dass sein Land angegriffen wird und dass er viel mehr erwartet von Deutschland. Aber seine Rhetorik und Art auf Twitter nerven. Er zitiert Politiker und Journalisten aus Deutschland und beleidigt sogar. Nun verteidigt er vehement die Faschisten vom Asow-Regiment. Ich folge ihm nicht, aber oft wird er mir in die Timeline gespült. Stummschalten, ist wirklich nicht mehr auszuhalten.

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Von der Sache kann man halten was man will, aber

Die Oppositionsplattform für das Leben sowie der Oppositionsblock gelten ebenso wie die übrigen neun nunmehr verbotenen außerparlamentarischen Parteien als euroskeptisch, antiliberal oder als prorussisch.

Quelle: Spiegel

Und ich möchte auf keinen Fall widersprechen oder irgendwas behaupten denn ich kenne mich im ukrainischen Parteienspektrum ungefähr so gar nicht aus, aber dass das jetzt hier dein erster Post nach ner Weile zu dem Thema ist, von nem Twitter Kanal eines Magazins mit dem Header

Challenge is the magazine of the Young Communist League of Britain since 1935!

Joar. Also joar. Wie gesagt, will nix bewerten, aber das riecht so ein bisschen für mich und vllt bin ich ein Schlafschaaf, aber irgendwie sehe ich beim Spiegel da doch etwas mehr, naja, Neutrale Sichtweise?

Oder ich sags mal freier raus, irgendwie finde ich deine Haltung, egal wieviel und egal wie gut begründet du meinst dass sie es sei, irgendwie fehl am Platz.

Du findest es fehl am Platz, wenn man darauf hinweist, dass über Nacht die größte Oppositionspartei sowie zehn weitere Parteien auf einen Schlag wegen „Verbindungen zu Russland“ verboten wurden (und das in einem Land, dessen Bevölkerung zu etwa 20 Prozent aus „ethnischen Russ*innen“ besteht)?

Davon abgesehen wurden auch schon vor Kriegsausbruch linke Parteien und Organisationen verboten, während Neo-Nazis und deren Organisationen mit staatlichen Ehrungen überhäuft wurden. Nicht zuletzt wurde Stepan Bandera während der letzten Jahre endgültig zum Nationalheiligen verklärt, obwohl er als überzeugter Faschist und radikaler Antisemit Nazi-Kollaborateur war und als solcher die Massenerschießung von tausenden Juden vorbereitet hat. Melnyk hat als ukrainischer Botschafter bspw. schon mit Blumenniederlegung an dessen Grab in München geglänzt.

https://twitter.com/melnykandrij/status/1505465633181507587?s=21

Währenddessen …

https://twitter.com/nikgerassimow/status/1505484340179914754?s=21

https://twitter.com/nikgerassimow/status/1505484347729719296?s=21

Ich würde halt gerne weiter Krieg und Faschismus ablehnen und habe kein gutes Gefühl dabei, wenn organisierte Neo-Nazis aktuell mit hochentwickelten Kriegswaffen regelrecht überschüttet werden.

Ich finde es fehl am Platz das du hier seit Anfang an die Agenda vertrittst das Russland dort bitte machen soll was sie wollen und wir sollen denen keinen Waffen geben weil es dort ja auch Nazis gibt und Ungerechtigkeit und ein nicht perfekteste politisches System.

But guess what. In meinem Landkreis kenne ich auch 3 Leute die so aussehen wie der typ aus deinem twitter Beitrag. Und genauso gibt es in Russland genug gute Menschen die gegen diesen krieg sind. Aber Russland hat angegriffen und nichr die Ukraine. Und nur weil sie nicht perfekt sind da drüben sollte man sie nicht abschlachten lassen denn Russland tötet bewusst Zivilisten, der Großteil sind keine Nazis oder sonst was.

Und was mich am meisten stört sind dann eben deine Quellen wie ein seit 35 bestehendes englisches Kommunisten Magazin. Was zum fick soll ich denn von denen auch sonst erwarten als dieses "Guck wir haben da Nazis gefunden.

Gibt’s überall, finden du und ich scheiße, aber deswegen zu versuchen ein narrativ zu entwerfen wieso wie tatenlos zuschauen sollen wie dort täglich hunderte Menschen wie wir abgeschlachtet werden, ne sorry, da hörts halt auf.

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Dein Problem damit ist was genau? Hätte ich wirklich gerne mal erklärt. Mal abgesehen davon, dass im von dir zitierten SPIEGEL exakt dasselbe steht.

Momentan hört man jeden Tag, dass in der Ukraine Demokratie und „Werte“ verteidigt würden. Da ist es dann eben schon eine Nachricht, wenn über Nacht die größte Oppositionspartei verboten wird - und bei der Gelegenheit gleich zehn weitere mit, nachdem es auch in den Jahren zuvor schon mehrere Verbote gab.

Im Oktober 2020 wurde der Großteil der Anti-Korruptions-Reformen, die nach 2014 verabschiedet wurden, wieder kassiert. Im vergangenen Jahr ließ Selenskyj politische Konkurrenten unter Hausarrest stellen und wichtige Medienanstalten schließen. Zeitgleich wurde ein Gesetz gegen Oligarchen vorbereitet, das leider folgenden Haken hat: Wer in die Liste der Oligarchen aufgenommen wird, soll eine relativ informelle Institution entscheiden, die von Selenskyj selbst geführt wird.

Das alles hat dazu geführt, dass die Ukraine im Demokratieindex des Economist nicht mal mehr als Unvollständige Demokratie, sondern als Hybridregime geführt wird. Nur zur Sicherheit: Das’ kein kommunistisches Schundblatt, sondern eine der weltweit bedeutendsten wirtschaftsliberalen Zeitungen, auch wenn Berlusconi sie nur noch Ecommunist nennt, nachdem er von ihr mehrmals geschmäht wurde.

Wenn die von der NATO mit schweren Kriegswaffen ausgestattet werden, dann wird mich das auch stören. Versprochen.

Und für mich hört’s halt dort auf, wo „wir“ nicht mal nur tatenlos zuschauen, sondern aktiv Prozesse unterstützen, die einerseits dafür sorgen, dass dort höchstwahrscheinlich noch tausende Menschen mehr völlig sinnlos abgeschlachtet werden, und die andererseits dafür sorgen werden, dass es dort nach Kriegsende Neo-Nazi-Organisationen geben wird, die über schweres Kriegsgerät und bestens ausgebildete Mitglieder mit Kampferfahrung verfügen werden, welche mit westeuropäischen Nazis bestens vernetzt sind. Nebenbei werden Millionen für viele Jahre nicht nur in bitterer Armut (wie sowieso schon), sondern noch dazu mit völlig zerstörter Infrastruktur leben müssen.

Wer in dieser Scheiße jetzt für die Souveränität der Ukraine stirbt, der stirbt für nichts und wieder nichts - und der ist halt auch in 25 oder 50 Jahren noch tot, während sich nach diesem PR-Desaster Putins ein von ihm eingesetztes russisches Marionetten-Regime einerseits vermutlich keine 2,5 Jahre gehalten hätte und andererseits währenddessen vermutlich nicht mal Auswirkungen auf den Alltag normaler Ukrainer*innen gehabt hätte, die über den Wechsel von GroKo auf Ampel hinausgegangen wären.

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Ich gebe mir wirklich große Mühe, hier auch Wortbeiträge zu verstehen und auf mich wirken zu lassen, die die Motivation Russlands verständlich(er) machen wollen und Aspekte reinbringen, aufgrund derer die Ukraine eben nicht als Licht der Demokratie, die selbige für uns nun verteidigt und auch mit unserer Unterstützung verteidigen muss, gelten kann. Weiß Gott, das will mir nicht immer gelingen; aber zum Diskurs gehört es wohl dazu.

Nur, gerade der letzte Absatz erinnert schwer an Einlassungen eines bekannten dt. Germanist aus einem größeren Podcast, der in letzter Konsequenz der Ukraine dazu geraten hat, zu kapitulieren, um noch größeres Leid zu vermeiden. Und um dann hier auch mal die andere Sichtweise reinzubringen, die man auch gerne mal für sich selbst reflektieren darf, ehe man reflexhaft darauf antwortet: Dazu gab es vergangene Woche eine sehr interessante Episode von „Piratensender Powerplay“, aus der ich mir zu diesem Thema zwei Gedanken mitgenommen habe. Erstens, den eingeschlagenen Weg der Ukrainerinnen und Ukrainer bevormundend moralisch rügen zu wollen, wenn - und das unterstelle ich auch mal hier - man selbst in einer verhältnismäßig sehr privilegierten Situation leben und aus dieser heraus seine Gedanken formulieren kann, dann sollte man vielleicht vorher noch einmal demütig vor der Äußerung innehalten. Denn - zweitens - geht es (scheinbar) der Ukraine um ihren „existenziellen Kampf um das Überleben der eigenen Gesellschaft“, die Putin (womöglich) vernichten will (vieles in Klammern, denn hey, wer bin ich, die Motivationen Russlands und der Ukraine wirklich gut beurteilen zu wollen). Und wenn das dein primärer Beweggrund ist, und Führung wie Bevölkerung ihn bereit sind, trotz allen Leids zu tragen, dann ist das vielleicht Erklärung dafür, warum offenbar so viele den militärischen Konflikt bereit sind zu gehen. Was ich vielleicht abstrakt sogar nachvollziehen kann, denn - und hier bin ich wirklich persönlich anderer Auffassung - dass a) sich ein „Marionetten-Regime“ allenfalls 2,5 Jahre halten würde und b) die Auswirkungen auf den Alltag mit solch einer Führung nicht wirklich bemerkbar machen würden, dafür fehlt mir Wissen und Vorstellung, warum dem so sein sollte. Daher vielleicht zuletzt noch ein Tweet, der diese Skepsis etwas begründet:

https://twitter.com/jimsciutto/status/1505313709916258307

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Das nicht, aber ein verpflichtendes Rückgabeabkommen, das nach Beendigung des Krieges in Kraft tritt sollte man schon schön langsam in Angriff nehmen.

MNM ist in seinen Worten zwar gerne provokant und sticht hin und wieder einen Satz ab, aber im Kern hat er bei dem Thema schon recht. Es ist nunmal gefährlich wenn internationale Rechtsextreme mit ausgezeichneten Verbindungen zur Identitären (die vor nicht allzu langer Zeit mit einem Schiff Flüchtlingsboote abschießen wollten remember) jetzt hochgerüstet werden und wir feiern damit die Verteidigung der westlichen Werte. Klar, jetzt gerade, zur Verteidigung der Ukraine ist es vielleicht ein notwendiges Übel, aber man sollte sich da schon auch eine Exit-Strategie überlegen, wie man die Waffen wieder zurück bekommt.

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Warum könnte sich denn so ein hypothetisches Regime nicht halten? Doch nur wenn es zu bürgerkriegsähnlichen Aufständen gegen diese Regierung kommt.

:ugly: Also mal abgesehen durch die Toten und Verletzten bei solchen Aufständen: Ein Ende der Meinungsfreiheit, keine freien Wahlen, Unterdrückung der eigenen Kultur, Staatspropaganda als einzige erlaubte Nachrichtenquelle, „Säuberungen“ unerwünschter Personen. Das währen wirklich geradezu ampelartige Aussichten.

Klar mögen nationalistische Gruppierungen und Personen dort ein Problem sein. Aber es ist aktuell nicht das größte. Eine von Mikelchuk genannte Exit-Strategie wäre natürlich mehr als sinnvoll.

Laut hiesiger Tageszeitung „vorübergehend“. Und irgendwie finde ich es zauch nachvollziehbar, wenn Russland gerade das eigene Land zerbombt, dass prorussische Parteien kritisch beäugt und auch vorübergehend stillgelegt werden.

Jeder einzelne Tote ist natürlich zu viel und ich kann jeden verstehen, der lieber sein Leben rettet als für „die größere Sache“ zu krepieren. Würde ich wohl nicht anders machen.
Aber vergleichen wir den Krieg doch mal in einem etwas kleineren Maßstab: Dem Schulhof. Da haben wir eine Klasse voller unterschiedlicher Charaktere. Mit manchen kommt man besser klar, mit manchen schlechter. Manche sind Schalke Fans, manche Dortmund. Tja und dann gibt es diesen großen Bully aus der Nachbarklasse mit seinen Handlangern. Er verprügelt jeden Tag auf dem Pausenhof jemanden aus dieser Klasse. Sein Angebot: Gebt mir alle eure Pausenbrote und euer Taschengeld. Jeden Tag. Ach und tragt meine Tasche. Was wäre für die Klasse das Richtige? Aufgeben, sich unterdrücken lassen, auf alles verzichten, aber immerhin nicht mehr in der Pause verprügelt werden? Oder sich wehren, dadurch erstmal noch stärkere Schläge kassieren, aber irgendwann wird der Bully dadurch in die Knie gehen und er wird von der Schule geschmissen. Da ist zweiteres keine allzu verkehrte Variante. Wenngleich natürlich das Ganze mit Worten regeln oder im Vorfeld gar nicht zum Bully werden die besten Lösungen sind.

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Mal aus reiner Neugier: Gibt es keine russischen Nazis? Also würde es so Tweets von dir auch geben, wenn die Ukraine Russland zur Entnazifizierung angegriffen hätte?

Und musst Du das Wort „Nazis“ nicht auch gendern?

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Nazissen?

Das eine hat ja nichts mit dem anderen zu tun.
Ihr , die ihr MNM missverstehen wollt, müsst echt mal aufhören jeden kritischen Beitrag gegen das, was die ukrainische Seite macht, gleich als Legitimation für den Kriegsgegner Russland auszulegen.
Das ist halt scheiße, was da für Gestalten die Politik mitgestalten und wer da bewaffnet wird.
Aber auch natürlich auch hier: Aus Sicht der Ukraine verständlich, weil die jede Kraft brauchen kann, die für sie kämpft.
Und auf der anderen Seite genauso: das ist ja tatsächlich ein kleiner Witz - wenn auch angesichts des ganze Elends unbedeutend - dass es auch erklärte Faschos gibt, die Russland unterstützen bzw. die auch da ganz offiziell unterstützt /hofiert werden (ich denke da an diese Motorradgang - aber gut kenne ich mich nicht aus).

Ergo mal wieder: es ist doch richtig und wichtig aufzuzeigen, zu was da los ist - wessen Geistes Kind die kriegsführenden Parteien sind usw.

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Ich wollte nichts aufzeigen. Ich wollte einfach nur wissen, ob es in der russischen Armee genau so viele Nazis gibt wie in jeder anderen Armee auf der Welt.

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Und was der Schwachsinnssatz soll, musst Du echt mal erklären. Also sich über übertriebene Sprachpolizeitreiberei aufzuregen gut und schön. Aber so machst du deinen ja absolut berechtigten Einwurf/ deine Nachfrage kaputt, weil du die Aussage vom Angefragten ins Lächerliche ziehst…

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Mir ist nicht klar, was Kiritk an der Ukraine für eine Rollen spielen soll. Putin überfällt ein anderes Land und mich persönlich befremdet es, wenn man in der jetzigen Situation die Politik in der Ukraine kritisiert.

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Ja sorry, dann kann man es aber auch sein lassen, sich die Welt erklären zu wollen.
Wenn es egal ist, WER da mit Waffen ausgestattet wird / werden soll, dann sieht man das ganze nicht anders als eine Sportveranstaltung bei der doch bitte die eigene Seite gewinnen soll.

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Dank solch einem Denken sind zukünftige Konflikte und Kriege seit jeher quasi vorprogrammiert.

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Also bei mir sind es zwei zentrale Punkte, die auch vielleicht garnicht so sehr als Kritik an der Ukraine zu verstehen sind:

a.) Das jetzt gerechtfertigte Aufrüsten der Ukraine (ohne jegliches bilaterales Abkommen wohl gemerkt, was ein Novum darstellt), kann nur stattfinden wenn gleichzeitig allen Seiten klar ist, dass diese Waffen wieder in den Besitz der jeweiligen Lieferanten zurück kehren. Diese Diskussion wird allerdings gerade nicht geführt.

b.) Es ist deshalb wichtig, weil die öffentliche Diskussion gerade massiv eskaliert und man muss aufpassen, dass diese verbale Eskalation nicht sehr schnell in eine militärische überschwappt. Wir dürfen den narrativ des „die Freiheit verteidigen“ nicht zum Selbstläufer werden lassen und die selben Fehler begehen wie im Afghanistan Krieg.

Hier nochmal ein Beispiel, was dieser Narrativ akut anrichtet:

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Ich glaube man muss den Leuten auch nochmal mit etwas greifbareren Beispielen aus der jüngeren Vergangenheit helfen:

Die USA haben Afghanistan in den 80ern unterstützt, weil diese sich gerade gegen eine sowjetische Invasion gewehrt haben.

Wer damals einen Großteil der Waffen und Training bekommen hat? Rebellen unter ihrem Anführer Osama Bin-Laden.

Ebenfalls in den 80ern haben die USA in einer der absurdesten Geschichten aller Zeiten (die Finanzierung erfolgte durch geheime und illegale Waffendeals mit dem Iran und dem Verkauf von Kokain!) süd- und mittelamerikanische Kontrarebellen finanziert.

Das führte zu einer fürchterlichen Destabilisierung in der Region und ist einer der Gründe, warum auch heute noch so viele Leute aus Süd- und Mittelamerika in die USA wollen.

Zu denken, mit der Ukraine hilft man den durch und durch Guten gegen die durch und durch bösen Russen ist einfach zu kurz gegriffen (auch wenn das natürlich NICHT heißen soll, dass wir der Ukraine momentan nicht mit Waffen, etc. helfen sollten).

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Für mich war nicht die Kritik von MNM an Teilen der Ukraine das „Problem“. Darauf hinzuweisen, dass es dort höchst zweifelhafte Gruppierungen gibt und längst nicht alles Gold ist was glänzt, ist völlig richtig und eine internationale Glorifizierung dieses Landes ist nicht förderlich.
Mich stört eher die daraus folgende Quintessenz, dass die Ukraine sich besser gar nicht verteidigen sollte, der Westen da auch nicht militärisch helfen sollte und man letztlich Putin fröhlich hätte das Land besetzen lassen sollen. Das kann ja irgendwie auch nicht die Lösung sein.

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Eine ganze lesenswerte Kolumne darüber wie es gerade bei Putin so aussieht:

Davon ab möchte ich nochmal kurz auf den Anti-Kriegs-Auftritt der russischen Journalistin Marina Owsjannikowa im TV zurück kommen. Sie ist (bis zu weiteren Verurteilungen) aktuell weiterhin auf freiem Fuß und äußert sich in Interviews klar gegen den Krieg und Putin. Eine wirklich beeindruckende Propaganda der umgekehrten Psychologie von Putin so von den kriegerischen Gräueltaten abzulenken! So wäre zumindest die Argumentation derjenigen, die es als Fake betitelt haben. Wie zum Beispiel der neue User @tndrd , welcher nach seiner Meinungskundgebung hier nie wieder gesichtet wurde. Ebenso hatte er überhaupt nur diesen einen Thread an diesem einen Tag angesehen. Bei Twitter gab es ja ähnliche Stimmen mit gleicher Rhetorik und Argumentation, die der Journalistin ungewöhnlich vehement die Glaubwürdigkeit abgesprochen haben. Das wirkte sehr koordiniert. Mich würde mal interessieren, wieso gerade bei dieser einen Situation eine so starke Anti-Reaktion einiger erfolgte, welche in ihrer Gesamtheit aber einfach nicht argumentativ schlüssig vorgetragen wurde.

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