Ich und mein Anwalt - Thread für Versicherungen und Rechtliches

Hallo,

wir haben schon einen Thread für die Finanzielle Vorsorge, dort stehen also Renten-, Lebens- und Berufsunfähigkeitsverischerungen im Vordergrund. Außerdem gibt es noch den ETF/Aktien-Thread und den Uli Hoeneß Steuerspar-Thread.

Hier möchte ich einen Thread für anderweitige Versicherungen und rechtliche Fragen beginnen. Das kann vom Verkehrs- oder Nachbarschaftsstreit, über Fragen zur Hausrats- und Haftpflicht-Versicherung, bis zum neusten Versicherungs-FinTech oder der Frage was ein Ausschließlichkeitsvertreter ist gehen.

  • Disclaimer:
    Es geht hier explizit NICHT um Rechtsberatungen, schon gar nicht verbindlicher Natur.
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Frage 1) Rechtsschutzverischerungen haben ja meist eine Wartezeit, etwa 3 Monate. Kann man denn eine abschließen wenn ein Rechtsstreit wegen aktueller Thematik in Aussicht steht, welcher aber formal erst in 6 Monaten beginnen würde?
Beispiel wäre ein Streit wegen einer Mietsache, der ggf. nächstes Jahr aufgrund aktueller Maßnahmen eskalieren könnte.

Frage 2) Lohnen solche Portale wie https://www.frag-einen-anwalt.de/ ?
Dort könnte man für 25€ eine erste Lage-Einschätzung bekommen, während eine echte Erstberatung erstmal 190€ kostet.

Zu 1.)

Der Beginn oder Auslöser der Streitigkeiten wird betrachtet. Liegt dieser in oder vor der Wartezeit (bitte keine Konstrukte zum faken jetzt) hast du ganz einfach noch keinen Versicherungsschutz.

Zu 2.)

Ich meine schon, da der Anwalt für seine Einschätzung haftet. Also da bekommst du kein Blabla.

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Gibt es Empfehlungen für einen Rechtscchutzverischerer?
Ich war ja bisher eher gegen solch eine Versicherung, da man für die Selbstbeteiligung ja meist schon eine anwaltliche Erstberatung finanzieren kann und wenn man die Versicherung öfters als einmal im Jahr zieht rausgeworfen wird.

Trotzdem liebäugel ich jetzt mit so einer Versicherung weil es dann doch „Gold wert“ sein kann mal eben eine fachliche und kompetente Einschätzung zu einer Situation zu bekommen. Die meisten Versicherer bieten ja eine „schnelle“ Online- oder Telefonberatung an, und so wie ich es verstehe ohne dass die Selbstbeteiligung fällig ist.
Das wäre dann schon interessant wenn ich für wenige hundert Euro im Jahr immer zum Hörer greifen könnte und eine anwaltliche Meinung bekomme, in anderen Worten, ich nicht auf irgendwelche Infos aus dem Internet vertrauen muss.

Kann diesbezüglich jemand was zu advocard, Arag und Co. sagen?

Wir sind schon seit ein paar Jahren bei der Arag und ich habe mir schon ein paar mal überlegt zu kündigen. Ich habe einmal die kostenlose Hotline nutzen müssen aber so wirklich hilfreich war das nicht. Als erster Anhaltspunkt nicht so verkehrt aber mehr mMn auch nicht.

Wir hatten eine Frage bzw. ein Problem wegen der Gewährleistung beim Hausbau und bei der Hotline hab ich mit „irgendeinem“ Anwalt gesprochen, der nicht unbedingt als Spezialgebiet Baurecht hatte. Letztendlich haben wir dann doch eine (kostenpflichtige) Erstberatung bei einem Fachanwalt durchgeführt.

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Hier kurze Frage.

Mietwohnung, aber eigene Küche. Beim Herausnehmen des heißen Backbleches ist selbiges runtergefallen und hat die Glasplatte innen an der Herdtüre beschädigt.

Zahlt da jemand? Haftpflicht? Oder Hausrat? Oder nix zu machen?

Wer hat denn das Blech fallen lassen?

Meine Frau. Ich glaub da ist wenig zu machen.

Ist ja immer gefährlich bei sowas mit Halbwissen, aber ich bin mir sicher, dass es in der Konstellation weder Deine Hausrat noch Deine Haftpflicht zahlt.
Hausrat wäre es, wenn es der Dieb oder der Sturm gewesen wäre. Deine Haftpflicht wäre es, wenn es nicht Deine Küche wäre.

Oder nicht seine Frau.

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Dann wäre es die Haftpflicht seiner nicht Frau.

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Macl&Thrasher, Attorneys at Law.

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Eine Frage zur Nebenkostenabrechnung (ist das noch Rechtliches?)

Ich bin zum 31.12.2020 umgezogen. Nun habe ich für meine vorherige Wohnung eine Jahresrechnung der ansässigen Stadtwerke über Stromverbrauch von 0 kWh erhalten. Der Betrag ist um die 15€ (Betrieb der Messstelle ?!). Ich war nie mit den Stadtwerken in einem Vertragsverhältnis und habe meine „normale“ Stromrechnung über einen Dritten abgewickelt.

Die Dame am Telefon meinte, dass das wohl der Wärmespeicher ist/war.

Müsste dann nicht der Vermieter diesen Betrag übernehmen, das dies ja zur Heizung/Warmwasser gehört?
Wieso sind dann nur 0 kWh angefallen?

Ich verstehe es nicht wirklich. Eine Nebenkostenabrechnung für 2020 habe ich noch nicht von meinem ehemaligen Vermieter erhalten.

Tipps wie ich da weiter vorgehe? Mail an ehemaligen Vermieter? Hausverwaltung?

Na das ist klingt doch recht eindeutig: Erstmal für nichts zahlen, das du auch nicht unterschrieben hast.
Ich würde einen netten Brief zurück schreiben, dass du mit denen in keinem Vertragsverhältnis stehst und die sich doch bitte an den Hausbesitzer wenden sollen.

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Im Mietvertrag meiner neuen Bude ist ein Tiefgaragenstellplatz enthalten. Da ich aktuell kein Auto habe würde ich den Stellplatz, wie die Vormieterin es getan hat, einem anderen Mieter im Haus überlassen. Mein Vermieter hat dafür schon sein okay gegeben.

Reicht da ein 2-3 Zeiler auf Papier, mit Angabe des Preises, Unterschrift der beiden Parteien, Bankdaten etc. und Hinweis, dass der Deal zum Ende eines jeden Monats beendet werden kann?

Ja, reicht aus. Hatte in meiner Studentenzeit den Tiefgaragenstellplatz auch für 8-9 Jahren an eine andere Person untervermietet. Wir hatten allerdings immer 1 Jahresverträge gemacht.
Da es sich um kein Wohnraummietverhältnis handelt, gibt es keine Formvorschriften. D.h. rechtlich wäre auch ein mündlicher Vertrag wirksam. Aber zu Beweis- und Dokumentationszwecken ist natürlich ein Blatt Papier mit Unterschriften besser.

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Da gibt es bestimmt auch bei Automobilclubs und Verbraucherzentralen Musterverträge auf 1-2 Seiten.

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Leider spuckt Google nix passendes aus. Betrifft Nebenjob.

Ich darf ja bekanntlich neben meinem Hauptberuf auch einen Nebenjob haben, so lange mein Arbeitgeber keinen triftigen Grund hat, dies zu verbieten. Einer davon ist z.B. dass ich natürlich nicht bei der Konkurrenz arbeiten darf. Darauf bezieht sich meine Frage.

Wie ist „Konkurrenz“ definiert? Wenn ich in einem großen Konzern arbeite, dem Unternehmen diverser Branchen angehören, darf ich dann in keiner dieser Branchen einen Nebenjob haben, oder darf ich nur nicht zu einem Konkurrenten des Unternehmens, bei dem ich selbst konkret arbeite?

Ohne Gewähr: das kommt wohl unter anderem auf die Kulanz des Arbeitgebers bzw. des Vorgesetzten an. Ich hatte die Situation letztes Jahr, als ich für einen Bekannten nebenbei ein bisschen SEA machen wollte, aber ganz offiziell mit Rechnung und Co. Da ich u. a. unsere Inhouse Kampagnen verwalte schob mir mein Vorgesetzter da einen Riegel vor. Begründung war dann: können ja auch Kunde bei uns werden (ich stünde also selbst in Konkurrenz zu uns), aus 2-3h die Woche wird ja immer mehr etc. pp. Allerdings weiß ich auch, dass Kollegen aus der SEO Abteilung nebenbei Consulting für ein anderes Unternehmen machen und ein weiterer MA aktuell seinen Gewerbeschein angemeldet hat.

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Ich überlege mein e-Bike über Helden.de zu versichern. Kennt und nutzt das jemand? Ist das seriös (sieht so
aus)? Versicherungsbedingungen sind gut, Preis scheint mir okay…Gegenstimmen?

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