Der Fernsehthread - von Arte bis zum ZDF Magazin Royale

was macht eigentlich fynn kliemann beruflich? da hört man ja GAR nix mehr.

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Ich denke mal er macht jetzt was Normales wie Onlineagentur/Producing/Investments und lässt an seiner Biographie schreiben. Hören tust du nichts, weil es das einzig Vernünftige ist aktuell. Nächstes Jahr kommt das Buch und sein redemption arc, zumindest musikalisch und vielleicht auch Youtube. So wie immer halt, den jeder hat ‚eine zweite Chance verdient‘ und alle, die es nicht so sehen, sind eh neidische Hater, so wie ich z.B.

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Freunde des gepflegten Talkshow-Trashs können sich die heutige Lanz-Sendung in der Mediathek mal anschauen. Keine Erkenntnisgewinne, aber mehr Fremdscham als Sommerhaus und Dschungelcamp zusammen.

Zu Gast: Harald Welzer, Sozialpsychologe, der medial für Aufmerksamkeit sorgte, weil er dem ukrainischen Botschafter Ratschläge zur Kriegsführung geben wollte weil seine Familie selbst Kriegserfahrung gemacht hatte. Als Täter, aber immerhin. Und der natürlich einer der „Intellektuellen“ war, die diesen offenen Brief an die Regierung geschrieben hatten da sie als einzige im ganzen Land erkannt hatten, dass Waffen auch gefährlich sein können.

Und dieser grundbescheidene Mensch hat jetzt ein Buch geschrieben zusammen mit the one and only Richard David Precht, Starphilosoph und immer noch persönlich beleidigt, dass sich die Ukraine nicht sofort ergeben hatte und dadurch aufgefallen ist, dass seine bestechendste Eigenschaft ist, bei absoluter Ahnungslosigkeit so überzeugend zu klingen als wüsste er tatsächlich von was er spricht.

Ihr Buch heißt: „Die vierte Gewalt - Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist“ und genau darum gehts: Die Medien berichten unausgewogen und beeinflussen so die öffentliche Meinung. Hier dann schon der erste Mangel an Selbstreflexion, da gerade die zwei Gestalten mit ihrer Minderheitenmeinung (nicht weil die Meinung zu kurz kommt, sondern weil sie zum Teil unsagbar dämlich ist und deshalb von wenigen geteilt wird) seit Monaten in sämtlichen Talkshows sitzen und ihre Meinung zur Ukraine über alle Kanäle herausblasen dürfen obwohl sie zusammenaddiert 0,0 Expertise in Außenpolitik, Kriegsrecht, Diplomatie und Verteidigung haben.

Ihnen gegenüber dann zwei Journalist*innen, die zum Teil persönlich im Buch erwähnt werden: Melanie Amann vom Spiegel und Robin Alexander von der Welt.

Welzer trägt dann in seiner liebenswürdigen Art direkt dick auf und behauptet, sie hätten im Buch die Medienentwicklung der letzten 20 Jahre rekonstruiert. Und Precht wiederholt seinen Vorwurf, Medien und Politik würden ihre Meinung, ob bewusst oder unbewusst, „angleichen“. Den Begriff der Gleichschaltung aus seiner neuen Fan-Base hat er dann doch noch vermieden und elegant umschrieben. Star-Philosoph eben.

Das Lustige an der Sache: Das Buch ist einfach nur Meinung. Aus dem Bauch heraus. Keine Daten, keine tiefergehende Recherche der Berichterstattung der letzten Jahre, nichts. Was eben bei rumkommt, wenn ein Philosoph und ein Psychologe ein Buch schreiben zu einem Thema, zu dem sie mal wieder wenig Wissen mit viel Meinung vermischen.

Und genau das spricht Amann dann an: Keine quantitative und qualitative Bewertung der Medienberichterstattung über den Ukraine-Konflikt, nichts. Der Vorwurf, dass die Medien ihrer eigentlichen Funktion nicht nachkommen, scheitert schon daran, dass das Buch komplett ohne Grundlage - Daten, Fakten oder zumindest Anhaltspunkte für den Vorwurf- auskommt.

Das bringt Precht so richtig auf die Palme, das würde ja gar nicht gehen, so etwas nachzuprüfen, woraufhin Amann entgegnet, dass das schon geht, aber dann hätte man halt ein bisschen Arbeit reinstecken müssen, nennt sich Recherche. BÄM.

Welzer entgegnet noch hektisch, dass man die Zahlen im Dezember nachreichen werde. Amann entgegnet, dass es schade ist, dass diese dann nicht den Weg in das Buch finden werden, das ja schon erschienen ist, die Leser jetzt einfach nur ne sehr lange Behauptung lesen können. BÄM BÄM.

Im Folgenden nehmen Amann und Alexander die These der Selbstangleichung auseinander, sei allein schon deshalb Quatsch, da die Medien selbst in Konkurrenz zueinander stehen und eher versuchen, aus dem Einheitsbrei herauszustechen. Alexander trägt vor, wie sich allein die Entscheidungs- und Führungspersonen seines Blattes von der angeblichen Mehrheitsmeinung unterschieden haben und hat damit schon mehr Fakten auf dem Tisch als das komplette Buch.

Lanz präsentiert ebenfalls Zahlen aus seiner Redaktion, alleine wenn es um diesen ominösen offenen Brief geht, hätte man viele Unterzeichner angefragt, aber mehr als die Hälfte hätten abgesagt. Precht findet das nicht verwunderlich, da man immer als Einzelner eine Minderheitsmeinung gegen mehrere Gegenredner vertreten muss. Sagt er allen Ernstes, während sie zu zweit da sitzen um ihre kruden Thesen zu verbreiten, die keine faktische Grundlage haben.

Sichtlich angefasst rantet er dann über Twitter, wo es nur um persönliche Angriffe und Diffamierungen gegen Einzelne ginge während er fast zeitgleich Amann angiftet, ob sie den Unsinn heute absichtlich verbreitet oder das Buch einfach nicht verstanden hätte.

Zum Schluss wünscht er sich noch, dass die Medien etwas selbstreflektierter wären. Ja genau, ER wirft anderen mangelnde Selbstreflexion vor. Spätestens jetzt ist es pure Satire.

Also wie gesagt, keine neuen Erkenntnisse, wie auch, aber wer einfach sehen will wie sich die personifizierte Blasiertheit selbst zerlegt, durchaus unterhaltsam. Hier noch ein Symbolbild:

Bild

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Ist das der Precht mit dem der Lanz seinen Podcast macht? :ulaugh:

Danke für dieses Posting. Großartig! Da kriegt man fast Lust, das Buch zu kaufen, um es dann als Klopapier zu benutzen.

Precht ist ja schon immer grundlegend unsympatisch, der Welzer macht ihm aber schon seit einiger Zeit ordentlich Konkurrenz.

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Also eigentlich sagt Precht die ganze Sendung nichts außer „Stimmt nicht.“ und „Steht nicht im Buch!“
Der Dude ist unerträglich.

Auch wenn ich die Sendung ganz unterhaltsam fand und meine Frau und ich einige Male herzhaft gelacht haben, drängte sich mir doch die Frage auf, warum man in solch bewegten Weltzeiten mit unser aller Beiträgen finanziert beinahe 80 Minuten darüber diskutieren muss, was bzw. was nicht in einem offenbar handwerklich grob mangelhaften Buch zweier Dödel steht?

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Trevor Noah verlässt nach sieben Jahren die Daily Show. :(

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Ich hab schon gedacht, ich wär verrückt, aber da hat jemand ein 115 seitiges Transkript zu dieser Sendung erstellt. :dumm:

Danger-Dan mit einem sehr schönen Schlusssatz bei der Laudatio für Igor Levit. In der ausgestrahlten Version des ZDF wurde „AfD-Sympathisanten“ rausgeschnitten, angeblich ein Fehler unter Zeitdruck. Jaja.

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Tatsächlich sagt er absichtlich Sympantisanten. Also Mischung aus Schimpansen und Sympatisanten.

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E wat. Man kann doch einfach Mal einen Versprecher einen solchen sein lassen.

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The Notorious R.D.P.

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RTL Samstag Nacht „Das Wiedersehen“ kommt…und keiner schreibt was? Nostalgie pur

Und Stefan Jürgens schaut aus wie der Vater von Toni Kroos

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Länger als 30 Minuten hält man das ja auch nicht aus.

Britischer Fernseh Funfact

Wisst ihr wer der britische Günther Jauch ist?

Jeremy Clarkson, wie soll man den Ernst nehmen

Auch witzig wie er jedes Mal für das lesen der Frage seine Lesebrille aufsetzt und diese direkt danach wieder abzieht.

Hallo GEZnossen,
ich wunderte mich, ob Zeiglers Wunderbare Welt des Fußballs nicht mehr komme, die letzten Jahre gab’s auch immer die Folgen in voller Länge auf YouTube, jetzt scheinbar nur einzelne Clips. Daher die Empfehlung diese sehr gute Sendung weiterzuschauen und zwar in voller Länge, denn sie verdient eure Aufmerksamkeit und euer Geld.

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Und wenn wir schon bei gebührenfinanzierten Sendungen sind: Chez Krömer ist zurück.
Die erste Folge der neuen Staffel ist mit Jens Spahn. Noch nicht gesehen, aber kann man wohl bedenkenlos teilen.

Aber ich gucke doch nicht in einer Mediathek. Das müssen viel Contentbuden mal lernen, dass Bewegtbildformate in Langform für Millionen User nicht existieren, wenn sie nicht auf YouTube sind.

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