Heute ist ein besonderer Tag. Ich habe zum ersten Mal Dark Throne und Mayhem mit Genuss gehört.
Wie so viele Hipster-BMler bin ich auch mit der Postkutsche ins Genredorf gefahren worden und auch immer noch ist bei mir die sehnsüchtige Atmosphäre der Emotionalitätsbringer. Aber ich habe für mich entdeckt, einfach NUR auf das Riffing der Gitarren zu hören und nicht auf die Melodien zu warten. Die gibt’s zwar auch, aber sind viel weniger wichtig als bei Sachen, die ich sonst so höre.
Und wenn das dann auch nicht über klöterige Lapop-Lautsprecher läuft, ist der Sound auch perfekt. Klar und ausgehungert, wie die angepinselten norwegischen Hungerhaken selbst. Kein Gramm Fettschmier zu viel.
Meine Lieblingsmusik wird das nie, aber geil ist’s sehr.
Mayhem war nie meins, sind sie nach wie vor nicht aber wie hier letztens berichtet hat mich deren Livekonzert vor kurzem schwer beeindruckt. Auch freezing moon (nicht mein song) war live unglaublich gut und hat für eine beeindruckende Energie und Atmosphäre gesorgt.
Nach einigen Tagen mag ich Hum Of Hurt sogar mehr als Love Is Not Enough. Irre, dass die einfach mal zwei absolut hervorragende Alben innerhalb eines halben Jahres rausbringen, die beide eine eigene Identitaet zeigen aber doch unverwechselbar Converge sind. 30 Jahre, 10 Alben (und eine ganze Menge guter Colalbs), unglaubliche Band.
Also, wer diese Drums da abmischt, gehört immer noch mit der Muffe gepufft, so plastikig wie das klötert. Zum Rest wollte ich eigentlich schön abhaten, aber das kann ich nicht. Das hat ja für das, was ich bisher vom Genre kenne, überraschend viel Struktur und nicht nur Effekte, das Gekeife ist knorke und sogar ein 90s Metalsolo ist am Start. Ich finde immer noch, dass es die Versatzstücke, aus der diese Mucke ihre Tracks baut, in anderen Musikrichtungen interessanter aufbereitet gibt, aber zum shice-finden reicht das bei weitem nicht.
Was können die eigentlich, nicht mal zum Sich-Distinguieren taugt’s. Buuh!
Also entweder ist der Kollege @Abel_Xavier_Unsinn altersmilde oder ich bin mittlerweile einfach ein grumpeliger, alter Bastard. Immer wenn ich dieses Metalcore Gedöns höre, muss ich an die Worte meiner Mum denken, wenn ich ihr mal wieder mit Obituary oder Sepultura auf die Nerven gegangen bin: Mach das leiser, das klingt alles gleich!
Klassischer Metalcore-Baukasten Einheitsbrei, das ist alles so konform aber gleichzeitig auch total beliebig.
Bring me the horizon haben heute ihr Erstlingswerk Count your blessings komplett neu aufgenommen veröffentlicht.
Und heilige scheiße haben die abgeliefert.
Das Original klingt daneben jetzt wie ein billiges Demo Tape.
Ich war vorige Woche bei Overkill in Nürnberg. Und ich kann gar nicht so ganz genau sagen warum, aber ich liebe diese Truppe.
Wenig Bands die so konsequent liefern, ihrer linie so treu geblieben sind, und auch beim drölften Hören immer noch Spass machen.
Und diese Nummer, dass der Sänger sich bei jedem Song verabschiedet… verstörend und gut.