Und sonst so... Vater ist Radioaktiv

Wenn wir Dion nachhaltig abschrecken wollen, selbst tätig zu werden, sollten wir das mit KI machen, ja.

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Du hast es so gewollt.

Sofacoach - Maumau oder Schwimmen

(Scheiße, jetzt hab ich hier schon wieder ne Dauerschleife und ertappe mich beim “ODER SCHWIMMEN” “HEYHEY”-Gröhlen.)

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Wir hatten früher YouTube und Katzenvideos, heute haben wir KI mit geilen Songs.
Und warum läuft das seit 10 Minuten in Dauerschleife auf meinem Kopfhörer. Umts umts umts hey hey

Puh.

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Okay. Also. Puh.

Die Szene am Tisch checkt ja sogar aus, das wäre die Crew meines Vaters nur halt noch mit meiner Mama dabei und in den 70ern war sie auch Teil der Crew.

Also wenn wir das setting und das Genre eher in so 80s Italo Pop auf Gran Canaria ändern kommt es sogar hin.

SCHWIMNEN!

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Welche Cola auf Tisch?
Welche Cola?

:backhand_index_pointing_down:

Mein Weihnachtsgeheimtipp für alle die sie nicht kennen: Paranüsse :sabber:

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Ja, finde ich auch lecker. Aufgrund hoher natürlicher Radioaktivität sollte man allerdings nicht zu viele davon verzehren. :radioactive:

jouston beim lesen des vorherigen Posts, bei Nuss 17.

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Wie viele sind denn viele?
5 Stück pro Tag? 5kg pro Tag?

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Keine genaue Ahnung, ich meine es waren 2 pro Tag.

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da gibt’s ne Folge dr House zu :smiley:

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Merke ich mir, nein ich brauch das nicht, ich habe 20 Paranüsse gegessen.

Von den besonders guten Dingern (Mandeln, Cashew, Walnuss, Macadamia und eben Paranuss) mag ich die am wenigsten gerne.

Letzte Woche also zu diesem unfreiwilligen Obstsalat Zuhause aufgeschlagen, der Schaden ist beseitigt, die Kühltruhe unter Ächzen und Knarzen des hiesigen Bankkonto neu bestückt.

Ich richte mich Zuhause ein (schließlich wohne ich dort), plane sieben Tage Arbeitswoche und die dazwischen liegenden Aktivitäten akribisch durch, mündend in einer erneuten, einwöchigen Fahrt auf die Insel, um die Feiertage dort zu verbringen und anschließend Frau und Hunde auf das Festland der fahlen Gesichter zurückzunötigen.

Vier von sieben Tagen verläuft die Arbeit angenehm, die einzige potentielle Sorge - die wie Domino-Steine umfallende Patientenriege, angestoßen durch den seichten Zeigefinger der Influenza, sich die Lippen leckend, auf der Suche nach stets dem nächsten Stein.

An Tag fünf spüre ich, was hatte ich auch erwartet, das Immunsystem den Annorak abstreifen und überforderte Kommandos geben. „Einmal hämmernder Kopfschmerz!“ - „Tinnitus auf 10!“ - „Flüssigkeitszufuhr imminent - Durstgefühl sofort einstellen!“ - „Schlaf von extremer Wichtigkeit, Dröhnen im Kopf in der waagerechten also nochmal anziehen.“.

Mich fragend was die Evolution in all den tausend Jahren eigentlich gelernt haben will, befinde ich mich leider schon auf der Arbeit, im Nachtdienst um genau zu sein. Meinen Kollegen fällt auf, dass der aufrechte Gang schwer fällt, also finde ich mich zehn Minuten später auf einem Fixierbett wieder, mit der Order mich „auszuschlafen und dann nach Hause zu gehen“.

Der Perspektivwechsel gibt mir zu denken, die immensen Schweißausbrüche ebenfalls. Nach der anschließenden Krankmeldung bleiben also zwei Tage, um den Körper auf das Optimum zurückzubitten. Das kann ja so schwer nicht sein.

48 Stunden und jede Menge Auswurf später setze ich mich also mit Temperatur an’s Steuer, pah, 13-15 Stunden in der Karre, paar Fieberträume unterwegs, gibt Leute die würden da Geld für bezahlen.

Komplett zerknirscht blicke ich einige Stunden später den französischen Grenzer in seiner Box an - ein wirklich schöner Mann, den Bart angenehm gestutzt, schmales Gesicht, Nase in gesunder Proportion zur Stirn - kann man nichts sagen. Er sucht den Kontakt zu meinen glasigen Augen in der dampfenden Karre und stellt mir eine Frage auf Französisch, aus der ich kein Wort filtern kann.

Es vergehen Sekunden die auch Stunden hätten sein können, als er den Daumen hebt, lächelt und für mich verkürzt und verständlich wiederholt: „you cool?“. Verdutzt, wahrscheinlich seit Minuten nicht blinzelnd, raunze ich ein: „ja, alles gut.“ zurück. Eigentlich wollte ich freundlich, eloquent und englisch antworten, was in meiner grundreduzierten Gedankenleistung leider nicht geglückt ist.

Vielleicht war es auch einfach die Bewunderung, die mir die Sprache verschlagen hat. Seit Clair Obscur sehe ich unsere Nachbarn mit anderen Augen. Nun gut.

Im Eurotunnel den Schläfenhammer nochmal aus dem Handschuhfach holend den Augen eine halbe Stunde Ruhe gegönnt, umgarnt von britischen Partykids im Vollbesitz sehr lauter Stimmen diverser Tonlagen und Aggressionsstufen. Aber ey, Kids, die können auch nichts für meine Birne, also ausgeblendet so gut wie möglich.

Den Zug verlassend fahre ich guten Mutes Richtung Norden, einmal durch die Republik, Apple verspricht mir vollmundige 04:40 Stunden, das sitz ich doch auf einer Arschbacke ab.

Mit 04:31 auf der Uhr, ganze 9 Minuten auf Reisen, schnürt man mir die Fahrbahn ab. Gesperrt. Links raus auf den Kreisverkehr.

„Okay, ein, zwei Ausfahrten weiter und dann halt wieder drauf auf die Schnellstraße. Gesperrt. Naja gut, dann schauen wir mal. Dann nochmal im Kreis, oh, hier war ich doch vorhin schon mal. Nee, hier war gesperrt. Da steht doch was von ‚Diversion, wo ist denn die ‚Diversion‘?“

Gute 40 Minuten diverse Massenkreisel, Vororte, verwirrende Grabenkämpfe auf engen Straßen später mehr oder minder durch Zufall auf die ausgewiesene Umleitung geraten, welche nicht wie hier vielleicht ein Autobahnkreuz Zeit gekostet hätte, sondern mich 30+ Meilen auf engsten Straßen durch irgendwelche Dörfer geschickt hat.

Völlig abgekämpft nach über einer Stunde Fahrt also etwa effektive zehn Minuten meinem Ziel näher gekommen das Hirn wieder auf Akzeptanz geschaltet und meine Aufmerksamkeit den sich seit Februar anstauenden Copa TS Folgen gewidmet. Tommy bringt mich durch die Nacht.

Mit etwas über zwei Stunden zu gehen dann der Tank leer, mit Dieselgeruch in der Nase meinem Atem hinterhergeschaut und mich in der dunkelsten Ecke des Midwest als einziges Auto auf einem riesigen, unbeleuchteten Parkplatz darüber gewundert, jetzt nicht ausgeraubt und meines fahrbaren Untersatz entledigt zu werden, anschließend in eine Tankstellenwurst gebissen, die mich verpackungstechnisch als Trabbimotor im Ferrarigewand auf die falsche Fährte gelockt hat und dann das Elend per Rolo-Milkshake heruntergespült, in dessen hochglanz Self-Service Maschine sich noch die letzten Reste meiner Menschlichkeit spiegelten.

Beim neu justieren des Navi dann die frohe Kunde, Spuren auf der M6 gesperrt, stand jetzt 30 Minuten oder mehr Stau. Vielleicht Unfall. Auf dekadente Art die Route Richtung „M6 Toll“ angepasst, eine gebührenpflichtige, moderne Umfahrung. 10£ ärmer und dafür wieder im Plan den Rest durchgezogen wie Christoph Daum im Partykeller (riesen Typ), gegen 3 Uhr morgens in dieses alte, kalte viktorianische Haus geschlichen und mich wie verabredet Richtung Abstellkammer orientiert, in der ein Quarantäne-Lager auf mich warten sollte.

In jenem Moment konnte ich mich nicht entscheiden, ob dieser Anblick Strafe oder das größte Geschenk darstellen. So fangen doch Horrorfilme an. Mein fragwürdig geformter Unterleib hingen jedenfalls gut durch wie eine reife Mango und diese Decke, die formtechnisch entweder Brustwarzen oder Füße offenbart hat das Zeug zum offiziellen Antagonisten.

Am Folgetag habe ich mir durch das offizielle Zeugenschutzprogramm hier eine vollwertige Decke sowie einen elektrischen Heizkörper von etwa 1,5-fachem Handumfang gesichert.

Habe heute nur allen einmal Hallo gesagt und mich dann wieder direkt hier verkrochen, gelegentlich stellt mir jemand Nahrung und Getränke vor die Tür und ansonsten habe ich heute in der Abstellkammer gehaust. Ich war zwar eingeladen mich unter die Leute zu mischen, aber diese Erkältung war und ist auch gerade noch so extrem ätzend, dass ich niemandem damit die Feiertage versauen möchte, indem ich das hier verteile.

Highlights meiner bisherigen Mitbewohner bis jetzt:

Dieser Mega Drive, dem ich nach Rücksprache Zuhause neues Leben einhauchen werde sowie

Diese Dose Pepsi, älter als Final Fantasy 7 und schon über 10 Jahre abgelaufen, als Luka Vušković geboren wurde. Ob ich mir die noch reinziehen kann?

Frohe Feiertage euch. Bleibt gesund, gibt nichts wichtigeres.

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