Heute um 5 Uhr hat unsere Fasnacht begonnen. Die Luzerner und die Basler sind sich natürlich nicht einig, wer da nun in der Schweiz die Nase vorne hat. Ich enthalte mich, da dieser event nichts für mich ist (wobei wir ja nicht ohne Grund zuerst dran sind, diese Flöten in Basel nicht zu ertragen sind und ihr seid Scheisse im Fussball).
Beeindruckend ist das dennoch.
The walking dead um ca 04:30 Uhr. Der Bus gehört zum Sicherheitskonzept.
Wer um diese Zeit mit dem Auto noch über die Seebrücke will, kommt wahrscheinlich aus dem Ausland oder aus Basel.
Zu diesem gehören auch die über 70 Säcke rund um die Innenstadt. Jeder wiegt eine Tonne. Es ist traurig, dass sowas nötig ist, doch es gibt eine gewisse Sicherheit.
Sie warten auf den Fritschivater (in diesem Jahr der HR Leiter unserer Firma), auf die Orangen und natürlich auf den Fötzeliregen, bei dem es ein paar Millionen Schnipsel regnet.
Ich habe das heute früh ausgelassen, da ich mit der Infusion nicht hin wollte. Abseits davon reicht mir der Lärm in den nächsten sieben Tagen. Als Teenager fand ich das interessant, doch saufen in der Gruppe und flirten sind Dinge, die ich heute nicht mehr brauche und mich verkleiden muss nicht sein.
Wegen dem ersten, grossen Umzug heute, müssen wir uns eine Bushaltestelle etwas weiter weg suchen, damit wir es ins Spital zur Besprechung schaffen. Und mit etwas Glück werden wir pünktlich sein.
Erinnert mich direkt daran, wie meine Mutter auch immer zu zu shady Ärzten „Luur he, dat es Doktor Föhlens.“ sagte, wenn sie das Gefühl hatte, dass die zu touchy sind.
Dabei habe ich mir die Mühe gemacht, das möglichst auf Deutsch zu schreiben. Im Original ist es der Fötzeliräge, ok klingt auf Deutsch Fötzeliregen nicht besser und um keine Phantasien zu wecken, habe ich bei der halbgaren Übersetzung auf das Offensichtliche verzichtet.
Ich war heute zum ersten Mal dabei, ein interessantes Erlebnis. Als Basler wirkte es für mich eher näher an dem, wie ich mir den Kölner Karneval - an den mich keine zehn Pferde jemals bringen werden - vorstelle (ausser die Guggenmusiken): In den ersten 5 Minuten nach dem Urknall sah ich ein Grüppchen mitten auf der Brücke Beer-Pong spielen, daneben verkaufte jemand mit seinem Bollerwagen Eis am Stiel (nicht den Film ), wenige Meter weiter hat eine Asiatin mit ihren drei Backgroundtänzern ein Musikvideo aufgenommen mit professioneller Beleuchtung und danach gab es als kreativstes Kostüm dann zwei Weleda Wischmöpper(?) zu sehen. Kleiner Kulturschock für meine ansonsten doch recht traditionell unchaotischen Fasnachtserfahrungen. Danach durfte ich vor dem Büro noch 30 Minuten warten, bis mir um 6 Uhr Zugang gewährt wurde
Gene Hackmann (95) und seine Frau (63) sowie einer der Hunde sind tot in verschiedenen Räumen ihres Anwesens aufgefunden worden. Der Tod trat wohl schon vor Wochen ein.