Und sonst so... Archiv 2020—2024

:uwhat:

Und du willst jetzt nicht wirklich darauf hinaus woran ich gerade denke?

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Die Diskussion besteht nur daraus, dass Deiner Meinung nach Verbote im öffentlichen Raum dazu führen, dass sich mehr zu Hause getroffen wird und es damit trotz Verboten insgesamt mehr Risikobegenungen gibt. Das hat nicht so viel mit besser beschreiben zu tun. Andere teilen nur die Meinung nicht.

1 Danksagung

Das ist für mich die Definition von Idiot. Oder eben ein egoistisches, empathieloses Arschlochverhalten. Suchs dir aus.

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Also „die sollen sich halt mal einschränken“ sagt sich aber auch einfacher als vollzeitarbeitender Mittdreißiger mit Kind, der sich somit auch schon ohne Corona erheblich selbst eingeschränkt hat. Ich hab mich schon oft gefragt, ob ich als 19-jähriger Erstsemester genauso begeistert von den Einschränkungen gewesen wäre.

Wo es mir aber hochkommt sind so Aussagen wie „Corona rafft doch eh nur die Alten weg“. DAS ist egoistisches empathieloses Arschlochverhalten.

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Ich habs schon mal geschrieben und ich schreibe es nochmal: In dem Alter hätte ich auch abgekotzt und ich kann den Frust verstehen. „Begeistert“ ist doch keiner. Ich muss jedes mal lachen, wenn ich die Aussage hören/lesen muss. Am Ende des Tages ist es eine Frage des Anstands. Easy as that. Praktisch das 101 des Zusammenlebens in einer fucking Gesellschaft im Falle einer weltweiten Pandemie.

Es ist echt abgefuckt grad. Und scheiße. Und ich hab auch kein Bock mehr. Egal ob stellweise verkomplizierte Verordnungen, länderspezifische Alleingänge, Das Däumchen-Drehen den ganzen Sommer über und die miserablen Konzepte für Homeschooling im Frühjahr und Lüftung im Winter in Schulen, das Abspeisen einer ganzen Branche, an der 2+ Mio Arbeitsplätze hängen, das stellenweise im Stich lassen von erwerbstätigen Eltern oder das komplette Ausreizen unseres Pflegesystems ohne jegliche Form von Kompensation sind nur einige Punkte, die mir da einfallen. Und mir geht es ja noch gut! Ich kann 3x die Woche zum Arbeiten, ich habe keine Verpflichtungen (Nachwuchs, Kredite, etc.) und „hab ja gut reden“.

Fakt bleibt ein real existierendes Virus und die schlimmen Auswirkungen, die wir rechts und links von uns in Echtzeit im Ausland beobachten dürfen und Fallzahlen bei uns, die aktuell durch die Decke gehen. Das ist das, was real ist.

Die Politik ist träge und wir als Gesellschaft sehen uns mit einer Herausforderung konfrontiert, die es so nicht gab. Es gibt weder in Politik noch unter uns im Kleinen ein ‚richtig‘, sondern nur ein Grad an ‚falsch‘. Die Rechnung kommt, wenn wir all das überstanden haben.

Ich habe keine Lösungen, die cooler sind. Ich habe keine Ahnung von Politik und auch nicht von Pandemien. Aber ich vertraue in die Wissenschaft, denn ohne die hätten wir jetzt noch viel schlimmere Zustände.

Egal wie simplifiziert und für manch einen ja fast schon provokant der Aufruf zum „zuhause bleiben“ auch klingen mag, wenn man an die eigenen Herausforderungen im Alltag denkt: Haltet euch doch einfach an die kommunizierten Basics und zeigt damit nicht nur, dass ihr das Virus ernst nehmt, sondern zeigt somit auch eure Solidarität und Empathie ggü. anderen Mitmenschen, damit ich irgendwann vielleicht doch noch das Gefühl bei manchen Menschen loswerde, dass sie erst selber jemanden verlieren müssen oder selber erkranken müssen, damit sie es checken.

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Finde ich gar nicht. Corona trifft letztendlich irgendwo jeden, klar. Ich finde aber dass gerade junge Erwachsene in erster Linie „nur“ in ihrer Freizeit eingeschränkt sind. Schule/Uni läuft ja normal weiter, abgesehen davon dass man da vielleicht ne Maske tragen muss oder es teilweise von zuhause stattfindet.

Ich will das auch gar nicht gegeneinander abwägen wer jetzt schlimmer betroffen ist, aber man kann wohl verlangen, dass sich auch Jugendliche in so einer nie dagewesenen Ausnahmesituation einfach mal den Gegebenheiten beugen und ein paar Wochen im Jahr auf Gruppentreffen verzichten. Das lässt sich auch nicht mit der persönlichen Entfaltung rechtfertigen. Bei kleineren Kindern könnte ich das ja noch eher verstehen aber wir reden ja immer noch von vorübergehenden Einschränkungen und keine dauerhafte Umstellung. Da wird schon keiner zum psychisch labilen Axtmörder nur weil der Alltag jetzt mal ein paar Wochen etwas anders gestaltet wird.

Und sich dann noch „was überlegen um den Jugendlichen solche Gruppentreffen zu ermöglichen“? :uirre: Ich glaube es hackt. Das ist so ziemlich das unwichtigste sich jetzt irgendwelche Gedanken über die Freizeitgestaltung von Jugendlichen oder die Böllererlaubnis für irgendeinen Hobby-Pyromanen in der Midlife-Crisis zu machen wo es an anderer Stelle wirklich um Existenzen und Leben und Tod geht.

Ich verstehe echt nicht wie sich diese Diskussion hier so sehr in die Ecke Richtung „Jugendliche wollen doch einfach nur gemeinsam saufen und treffen sich mit 20 Leuten in einem kleinen WG Zimmer, um sich schön wegzuhauen“ geschoben hat. Es wird hier aktuell so getan als wären Jugendliche die Superspreader überhaupt und mit einem Großteil COVID-Fällen in der Gesamtbevölkerung.

Daher empfehle ich kurz die folgenden beiden Diagramme. Das erste zeigt den Anteil der wöchentlichen COVID-Fälle pro Altersgruppe. Das zweite zeigt die absoluten Fälle pro Altersgruppe seit Anfang Oktober für die Altersgruppen zwischen 15-59 a.k.a. regelmäßig irgendwo öffentlich unterwegs in Schule/Uni/Arbeit.


Jugendliche (15-19) hatten hier im Sommer mit 9% der wöchentlichen Fälle ihren höchsten Anteil, welcher seit Wochen aber wieder nur noch bei 6-7% liegt. Seit Anfang Oktober sind Jugendliche dabei dauerhaft die Altersgruppe mit den geringsten COVID-Fällen unter den Leuten, die täglich unterwegs sind und normalerweise meist rege soziale Kontakte pflegen. Ich lege jetzt da mal die Annahme rein, dass die Altersgruppen von 15-59 ca. gleichverteilt sind, also dass keine Altersgruppe hier proportional höher Gewicht hätte.

Ja, man kann jetzt sagen, dass Jugendliche vielleicht noch häufiger asymptomatisch verlaufen. Andererseits kann man auch sagen, dass diese meist täglich zur Schule gehen, während gerade auch hier viele zumindest teilweise im Home Office sind, weswegen die möglichen Ansteckungsrisiken für Schüler natürlich nochmal höher sind. Zudem wurden Schüler zumindest in einigen Regionen noch regelmäßig getestet, sobald einer aus der Klasse das Virus hatte, was die Chance für mehr positive Fälle noch erhöht, da symptomfreie Menschen sonst nicht getestet worden wären (und im Berufsleben wohl auch eher selten zwingend getestet werden).

Also ich finde es zusammenfassend echt überraschend, wie stark hier mit dem Finger in eine Richtung gezeigt wird, obwohl zumindest die Positivfälle überhaupt keine Begründung dafür geben. Zudem würde mich interessieren, wie die Fallzahlen aussehen würden, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel eingestellt werden bzw. Home Office wo möglich zwingend erfordert werden würde.

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Äh nein. Hier findet Uni meist zu 100% von Zuhause statt. Ohne Kontakt zu Leidensgenossen hätte ich mein Mathematikstudium wohl bereits nach zwei Monaten abgebrochen.

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Ganz allgemein sollte man mit „ein Großteil der Infektionen wird von XXX an Ort XXX verursacht“ sehr vorsichtig sein, besonders wenn Prozentzahlen umhergeschmissen werden.
Denn zumindest laut den letzten Zahlen, die ich vor 1,2 Wochen gesehen habe, konnte man bei 60-70% der Fälle nicht nachvollziehen, wo die Infektion stattgefunden hat.
Wenn also private Treffen an den Pranger gestellt werden, sollte man im Hinterkopf behalten, dass sich in diesem privaten Kreis Infektionen und Infektionsketten mit Abstand am besten nachvollziehen lassen, und deswegen diese Treffen überproportional vertreten sind.

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Die alte Frage: Ab wann ist ein Mensch ein echter Mensch? 1. Woche? 3. Monat? 19. Jahr?

Ethisch ganz knifflig. Quasi nicht lösbar.

Vor allen Dingen: Ab wann wird gezählt?

Was man auf jeden Fall in allen Debatten um die aktuelle Situation merkt ist, dass es ganz schön aufreibt. Entweder die darangebundenen Probleme selbst oder das viele beschäftigen damit oder die Probleme, von denen man sich sonst so gut ablenken konnte. Vergangene Woche lief im Deutschlandfunk eine Reportage darüber, dass in den USA inzwischen Studenten in Supermärkten als Streitschlichter jobben müssen, da sich regelmäßig wegen Maskenpflichtmeinungsauseinandersetzungen Handgreiflichkeiten anbahnen. Durch die Spaltung des Landes nach 4 Jahren Trump natürlich ungleich verstärkt, aber in Ansätzen merkt man das hierzulande defintiv auch. Es reibt sich auf.

Daher noch ein sachdienlicher Vorschlag von mir zu diesen verdammten Jugendlichen: Damals als wir mit den Pappnasen in Frankfurt uns zusammenfanden, gab es gebenüber von unserem wohl gewählten Airbnb eine Fixerstube, das Prinzip ist sicher bekannt. So einen geschützten Raum könnte ich mir auch für Jugendliche gut vorstellen - mit Lüftungsanlagen, Stoppuhren wie beim Schach und vielleicht ein paar Anleitungen für praktische Positionen, um Aerosole zu vermeiden (Corona-Kamasutra, war da schon jemand schnell genug für?). Eben - klar - eine Fickerstube!

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Eben!

Natürlich ist es eine Frage des Anstands, sich an die Regeln zu halten und das auch von anderen zu erwarten. Aber man darf halt einfach nicht vergessen, dass es Leute gibt, die die Einschränkungen sehr viel mehr treffen als uns. Leute, die jetzt keinen Job mehr haben oder in Kurzarbeit sind. Frisch Studierende, die bei dem neuen harten Stoff alleine vorm PC kein Land mehr sehen. Eltern, deren Betreuungseinrichtungen für die Kinder geschlossen werden. Selbstständige in der Gastronomie, die seit Monaten keine nennenswerten Einnahmen mehr haben. Das alles hat mich auch noch nicht (bzw. das mit der Betreuungseinrichtung nur im ersten Lockdown) getroffen, deshalb habe ich die Einschränkungen auch nie als so massiv angesehen.

Und das mit dem „begeistert“ war ja hoffentlich offensichtlich eine maßlose Übertreibung, ich hoffe, das hast du noch nie irgendwo anders gelesen. „Verständnisvoll“ war damit gemeint.

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Puh, das ist echt schwer auszuhalten, was du hier so von Dir gibst und wie absolut und ultimativ Du formulierst!
Wie würden ein 14-Jähriger sagen? KOMMMALRUNTER!
ja, es gibt Fälle von Jugendlichen die das machen/gemacht haben, von parties, die nicht hätten stattfinden sollen (z.B. Gangbangparties in Brüssel ohne jugendliche), aber deswegen behauptest du, man solle jede Zusammenkunft im Freien erlauben? Am besten dann auch noch nur für Jugendliche?!
ich glaube, dass auch sehr sehr viele Jugendliche sich sehr vorbildlich und verantwortungsvoll verhalten (btw: Die 18Jährigen sind keine Jugendlichen) und ich hoffe, dass es auch noch Eltern gibt, die ihren Kids gehörig den marsch blasen, wenn sie von solchen zusammenkünften was mitkriegen.

Ich möchte mit keinem Jugendlichen tauschen aktuell, habe TIEFSTES MItgefühl mit jedem Schüler, der letztes oder dieses Jahr z.B. Schulabschluss macht, weil ich weiß, was denen wegfällt (nicht mal ne zeugnisübergabe, geschweige denn eine woche ausnahmezustand in Llorett de Mar), aber zu fordern, dass man deswegen unbegrenzte Zusammenkünfte für alle erlauben soll ist schon echter Wahnsinn…klar, erlaubt die Weihnachtsmärkte, weil sich die Leute ja sonst alle zuhause treffen zum Glühweinsaufen…meine Fresse…

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btw, gestern einen Bericht im TV gesehen. Ich wusste nicht, dass sich Jugendliche mit Mischdrogen vollpumpen. Also Hustensirup, Tabletten, Alkohol. In den letzten drei Jahren sind in der Schweiz über 30 daran gestorben und das im Alter 14 bis 17. Wir habe früher auch gesoffen und uns zugekifft aber das ist ja eine ganz andere Dimension. Auch die Musik war ein Thema, welche die Jugendlichen sehr beeinflusst.

Gutes Stichwort.

Was mir hier jetzt plötzlich vorgeworfen wird, ist auch unter aller Sau!

Meine Idee war, dass man Veranstaltungen im Freien evaluiert, weil diese erstens den Gastro-Menschen hilft, zweitens, weil man dadurch private Treffen reduzieren könnte und drittens den Leuten (nicht nur den Jugendlichen) etwas bietet, UNTER DER VORAUSSETZUNG, DASS DADURCH NICHT MEHR ANSTECKUNGEN ERFOLGEN.

Jetzt melden sich plötzlich alle Experten hier und wollen mit allen Mitteln verhindern, dass man diese Möglichkeiten erstmal prüft!? Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Ja, das hast du bezüglich Corona hier nun mehrfach und seit langem nachgewiesen.

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Dass du so rein gar nichts verstehst, beweist du schon seit Jahren.

Ach shit, klappt doch nicht alles mit Fotos hier, naja, ist auch egal.

Ich hatte eine ähnliche Diskussion im Frühling mit ein paaar Leuten, als ich laut darüber nachgedacht habe, dass man es den Asiaten mit den Masken nachmachen sollte und die haben mich damals dann damit abgefertigt, dass Masken nichts bringen, ja sogar noch für mehr Infektionen sorgen, weil die Leute ja dann die Hemmungen verlieren und alles anfassen. 12 Angry Men.

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