Unsere CEO habe ich das erste Mal geduzt, als ich an der Ampel unter einem Regenschirm gewartet habe. Wir sind dann zusammen rein, mit dem Lift hoch und wir haben uns dann oben noch etwas ausgetauscht. Es hält sich die Meinung, dass man mit dem Du an Respekt verliert, wenn man die Person vorher noch nie getroffen hat, egal wer das ist. Ich hatte zu Beginn ähnliche Gedanken, habe aber schnell bemerkt, dass dem natürlich nicht so ist und die Zusammenarbeit durch das Du besser ist. Ich bilde mir auch ein, dass einem die Menschen dadurch offener und freundlicher begegnen und die Distanz weniger vorhanden ist.
Aber am besten den Betriebsrat gleich in Kopie, dann spart sie sich den Zwischenschritt.
„ihrerseits“ oder „Ihrerseits“? ![]()
Einfach machen. Ich duze prinzipiell erstmal jeden der plus minus 10 jahre um mein eigene alter liegt. Beim rest entscheide ich das nach meinem Bauch was ich denke welch typ Mensch da vor mir steht.
Das du bricht auch total schnell das Eis und man redet wesentlich freier und angenehmer mit fremden drauf los als dieses formelle ding.
Allein wie bescheuert schon die Bezeichnung Siezen/Duzen klingt ![]()
Ich habe heute leider frei, werde dann aber das bibabu bei uns im Team als Verabschiedung etablieren.
Ansonsten bin ich glaub ich der einzige Mann bei uns im Unternehmen, der Liebe Grüße schreibt ![]()
Cringefaktor >9000 hat allerdings die Anrede „Liebe/r …“ - vor allem wenn es um irgendwas banales geht, fühlt es sich falsch an.
Nehme ich den Leuten auch (fast-) übel, denn ich erwarte dann einfach immer was besonderes weswegen ich dann aufmerksamer die Mail lese.
Wunderschöne immer eine Frage mit
„FRAGE,…?“ einzuleiten.
Wie soll ich denn sonst wissen dass da eine Frage an mich sein soll?
Darf ich dir eine Frage stellen? ![]()
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Wer so eine e-mail beginnt, gehört von seinem Arbeitgeber mindestens zu einem dreiwöchigen Benimmkurs geschickt oder gar entlassen. Auf jeden Fall haben solche Menschen kompletter die Kontrolle verloren als Lagerfelds Jogginghosenträger…
„Hallo Herr Müller …“ Wir sind doch nicht in der Grundschule („Du, Frau Stibitzki, kann ich mal aufs Klo…?“).
Die einzig taugliche Anrede per Mail oder SMS/Textnachricht an Menschen,mit denen ich ein rein berufliches Verhältnis pflege, ist ‚Guten Tag…‘.
Und abschließen mit ‚Viele Grüße‘(ausgeschrieben natürlich) und meinem kompletten Namen.
Gehen dann mehrere Nachrichten hin und her,werden Anrede und Gruß einfach weggelassen.
Diese Verkumpelung von Arbeitsbeziehungen spricht von einer Gedankenlosigkeit des Gegenübers, die mich vermuten lässt, dass dieser Arbeit und Freizeit nicht zu trennen weiß . Förchterläch…
Anders ist’s selbstverfreilich mit KollegInnen. Da ist möglichst schnell draufloszuduzen (hängt natürlich ein bisschen von der Größe des Unternehmens ab)…
Guten Tag Herr Unsinn,
Wir nehmen Sonntag um 13Uhr auf.
Zur gefälligen Kenntnisnahme.
Meine Hass-Top-3 bei Büromails:
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Die gesamte Nachricht als Betreff. - Junge, das ist kein Chat, sondern immernoch ne Mail!
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Der sofort anschließende Anruf „Ich hab ihnen gerade eine Mail geschickt!“ - Am liebsten sofort auflegen und ne Mail zurückschreiben „Ich habe gerade aufgelegt.“
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Wie eigentlich überall auf der Welt: Zwinkersmileys. - Ich mein, ich arbeite in einer Werbeagentur. Da ist auch im Kundenkontakt hier und da ein Emoji drin, aber der Zwinkersmiley ist einfach der ekelhafteste, zweideutig-besserwisserische Kackvogel.
Thats how it’s made…
Wobei ein MfG fehlt. Wie geht das auf Englisch?
Best regards ?
Ich finde, da sollte wirklich Mal jemand einen neuen, modernen Ratgeber schreiben. Ich stolpere selbst auch immer über so etwas, gerade wenn man mit Leuten in höheren Stellen kommuniziert.
Was sehr verbreitet ist: Doppelte Verabschiedung. Ich habe in meiner Signatur bereits eine Verabschiedung drin, viele Kollegen setzen aber trotzdem noch ihre eigene Variante davor und dann eben die, in der Signatur. Da scheine ich bei uns in der Firma auch der einzige zu sein, der sich da auf die Signatur verlässt.
„Hallo Herr/Frau“ oder „Guten Tag Herr/Frau“ für mich die Standard Anrede in Emails, auch wenn ich die Person Sieze. „Sehr geehrter Herr/ Sehr geehrte Frau“ habe ich hingegen glaub ich noch nie geschrieben, egal wie hoch Stelle oder Ansehen des Gegenübers ist.
Beim ansprechen mehrerer Personen gibt ein einfaches „Hallo zusammen“.
Gibts da wirklich Leute, die darauf Wert legen? Wenn du mich 10 Sekunden nach dem lesen einer Mail fragst wie Gruß- oder Abschiedsformel lauten, kann ich das nicht sagen. Wahrscheinlich lese ich das auch garnicht wirklich bewusst. Beim eigentlich Inhalt wird sich natürlich umso mehr Mühe gegeben und auch klar auf den/die AdressatIn angepasst.
Aber natürlich wird auch so schnell wie möglich auf das „Du“ gewechselt, auch extern (intern sowieso alles per Du). Erfahrungsgemäß sind die meisten Leute auch sichtlich/hörbar froh, wenn endlich jemand das Thema anspricht,
The great Sofacoach Guide pratique für moderne Umgangsformen.
Da habe ich eine ganz andere Wahrnehmung. Ich finde „Hallo…“ und „Guten Tag …“ in etwa auf der selben Ebene und absolut keine „Verkumpelung“.
„Sehr geehrte/r…“ schreibe ich glaube ich nur ans Finanzamt. ![]()
Naja, aber direkt lügen ist auch nicht toll
Dich gefolgt von „Hast du meine Mail bekommen?“. Well, wenn du sie an meine Adresse geschickt hast, dann werde ich sie wohl bekommen haben, oder?
Mehr Verkumpelung ist doch genau das, was diese Gesellschaft auf allen Ebenen dringend benötigt.
Weniger Geschäftigkeit und Verwirtschaftung (beides keine schönen Wörter, aber ich hoffe man versteht sie…) vielleicht. Aber das wird ja mit einer Verkumpelung oft nicht weniger, sondern nur freundlicher präsentiert. Außerdem will ich nicht mit allen verkumpelt sein. Mit den wenigsten eigentlich…
„Dear Philipp-san“. Japan. ![]()
Ich bin ein Freund davon, diese ganzen Anrede- und Verabschiedungsformeln einfach wegzulassen. Zumindest bei den Leuten, mit denen man recht viel und regelmäßig E-Mail Verkehr hat. Ansonsten reicht ein einfaches „Moin.“, ohne dass man noch Herr/Frau XYZ dahinterklemmt.
Wenn ich zu meinem Arbeitskollegen zwei Bürotüren weiter gehe sage ich ja auch nicht jedes Mal „Hallo“ oder „Tschüss“…
Meinetwegen kann der Inhalt der Mail dann auch komplett leer bleiben, wenn man einen Anhang verschickt und es eigentlich selbsterklärend ist, was man vom Gegenüber will. Ansonsten reicht 'ne kurze Anweisung. „Bitte freigeben“, o.Ä. Keep it simple.