Lockdown, popockdown, Hauptsache die Leute dürfen mit Leuten aus 150 Haushalten in Betrieben und Büros Mehrwert erzeugen.
Du redest von der Schweiz oder ?
Weil Deutschland ist heute mal fröhlich vom Rekord 23.679 (welcher gestern aufgestellt wurde) auf 29875
das ist schon ziemlich rasant.
Ohne das jetzt geprüft zu haben meinte Drosten letztens im Pocast für Deutschland, dass es zwei Altersgruppen gibt bei denen die Fallzahlen relativ konstant steigen. Das sind zum einen junge Leute (die nicht volljährig sind!) und Leute kurz vorm Rentenalter.
Das heißt Schulen sind in überdurchschnittlichem Maße Träger der Pandemie und unsere Eltern. Letztere vermutlich aus einer gewissen Sorglosigkeit heraus, Boomer Generation halt
(was ich in meinem persönlichen Umfeld sogar bestätigen würde).
Im Umkehrschluss, und auch das sagte Drosten, heißt das aber, dass es die bösen StudentensäuferBerlinerRaverKids nicht gibt bzw. tragen diese nicht erheblich mehr zum Infektionsgeschehen bei als der Durchschnitt.
Es ist dann eigentlich naheliegend was zu tun ist. Aber, entgegen jeder Realität, ist es politisch explizit gewollt, dass die Schulen offen bleiben.
Nicht, dass ich jetzt das bedingungslose Offenhalten der Schulen verteidigen will, aber in der Zeit, in der auch die Schulen geschlossen waren, kam es zu deutlich mehr Gewalt innerhalb der Familien. Es ist also nicht so, dass ein Schließen der Schulen problemlos machbar ist.
Ich prophezeie, dass die nächste Woche die letzte halbwegs reguläre Schulwoche für einige Zeit sein wird. Für ältere Jahrgänge wird das heute schon der letzte Schultag gewesen sein. 4-5 Wochen Weihnachtsferien plus anschließenden gestaffelten Maskenunterricht in halben Gruppen werden kommen.
Richtig. Und auch aus anderen Gründen machte es viel Sinn die Schulen möglichst lange offen zu halten. Nur wenn alles andere nicht den gewünschten Erfolg bringt, dann müssen auch diese zu gemacht werden. Trotz den daraus folgenden Nachteilen.
Ich bin mal gespannt ab wann Einzelhandelsgeschäfte nun Bundesweit zu machen müssen. Wie in Sachsen ab Montag oder doch erst ab dem 21.12. Es geht halt letztlich um hunderte Millionen an Euros an dadurch zu verlierenden Weihnachtsgeschäftsumsätzen.
Zudem sollte man mal prüfen wer tatsächlich dafür verantwortlich war, dass die Maßnahmen in der zweiten Welle allzu so zögerlich und gering ausfielen. Und an wem es haperte, dass im Sommer keine annähernd ausreichenden Konzepte ausgearbeitet wurden. Für entsprechende Personen/Gremien sollten rechtliche Konsequenzen geprüft werden.
Das Hamburger Infektionsgeschehen wird nicht von Schulen getrieben, die Covidangesteckten, wie z.b. die Lehrerin von unserem Großen Sohn infizieren sich allesamt woanders, es gibt aus unserer Grundschule kleinen einzigen belegten Fall von Ansteckung in der Schule. Die Klasse ist jetzt in Quarantäne und wird fernbeschult, die restliche Schule ist offen.
Schulen werden nicht bedingungslos offen gehalten. Kleingruppen, Hybridunterricht, Masken, Abstand, massiv reduziertes Unterrichtsangebot, in der Winterjacke im kalten Klassenzimmer, die Bedingungen sind absolut drastisch und alles andere als toll für die Kinder, aber höchst sinnvoll.
Hierzu nochmal ein kurzer Schwank.
Ich bin wahrlich niemand, der jede Maßnahme der Regierung(en) auf allen Ebenen bis ins kleinste seziert und dann auf Sinnhaftigkeit beuteilt. Ich denke mir oft, dass ich sehr froh bin, dass ich nicht in der Position bin, die Entscheidungen zu treffen, die dort getroffen werden müssen. Und ich gestehe de jedem Entscheidungsträger auch eine gewisse „Fehlerquote“ zu. Ist ja nicht so als hätte da irgendjemand Erfahrungswerte, auf deren Basis man hier Entscheiden kann. So lange ich das Gefühl habe, dass zumindest nach bestem Wissen und Gewissen und nicht irgendwie grob fahrlässig gehandelt und entschieden wird, bin ich als Bürger bereit, auch Dinge zu akzeptieren, die ich persönlich vielleicht anders sehe.
Aber: ich habe einige Bekannte, manche entfernter, manche recht nah, die in der Pflege, sowohl Alten- als auch Krankenpflege, arbeiten. Im Altenheim einer näher Bekannten gab es vor kurzer Zeit einen Covid-Fall. Eine Kollegin war positiv getestet worden. Nun mussten, nachvollziehbarerweise, sämtliche Kolleginnen als auch Bewohnerinnen, mit denen besagte Kollegin Kontakt hatte, zum Covid-Test. Die Positiv-Rate war erschreckend hoch. Meine Bekannte hatte Glück, zwei Tests in zeitlichem Abstand waren beide negativ. Sie bekam dennoch nach dem ersten negativen einen Anruf vom Gesundheitsamt: sie gelte nun als Kontakt ersten Grades und müsse sich bitte in häusliche Quarantäne begeben. Sie solle bitte auch darauf achten, mit ihrem Ehemann möglichst keinen Kontakt zu haben
. Nach dem zweiten Test wurde die Quarantäne dann gelockert. Sie durfte dann, und jetzt Achtung, das Haus zum Arbeiten (IN EINEM ALTENHEIM!!!) verlassen, ansonsten aber keine weiteren Kontakte haben. Sie solle sich bitte weiterhin von ihrem Mann fern halten und dürfe nichtmal zum Tanken anhalten. Haus → Arbeit → Haus. Mehr nicht.
Ihr glaubt das wäre schon die Spitze? Nein. Auf der Arbeit sah sie zu ihrer großen Verwunderung Kolleginnen, die beim oben erwähnten „Massentest“ positiv getestet worden waren. Diese hatten tatsächlich die Erlaubnis bekommen, arbeiten zu gehen, so lange sie symptomfrei sind, unabhängig davon, ob sie Covid haben oder nicht.
Da fällt mir einfach nix mehr ein. Ich weiß, dass es um die Pflege wirklich dunkel bestellt ist in unserem Land und dass man nicht einfach alle daheim lassen kann. Aber da MUSS es einfach andere Lösungen geben. Der Staat schmeißt in dieser ganzen Pandemie mit so viel Kohle um sich, da wird es doch möglich sein für ein bisschen von dem Geld eine kurzfristige Lösung zu finden, wie man die Pflege ein paar Monate entlasten kann. Aber wenn du nach Außen hin predigst „wir müssen die Risikogruppen besonders schützen“ und dann schickst du FUCKING INFIZIERTE PFLEGER IN HEIME VOLLER RISIKOPATIENTEN, dann ist das der scheinheiligste Scheißdreck, den ich je gehört habe. Da kommt mir, obwohl ich persönlich kein bisschen betroffen bin, so der Hass hoch, dass ich merke wie mir die Pulsader schwillt, während ich das hier überhaupt tippe. Warum nicht gleich dicke Corona-Parties für alle über 80 und dann halt schauen wer’s noch packt? Was für eine verfickte Schweinerei einfach.
Hallo Thies, bist Du’s?
Da gibt es aber auch vernünftige Meinungen, die das Gegenteil behaupten. Kinder sind eben häufiger symptomfrei, bzw. zeigen solche, die sich von der Rotznase nicht unterscheiden lassen. Die werden halt auch nicht getestet, die Kinder.
Dss sich allesamt woanders infizieren, halte ich für eine politisch gewollte Ausssage. Es gibt ja nun auch genug Schulen, die eine hohe Rate an Fällen haben.
Den Rabe mussten sie ja gefühlt mit vorgehaltener Waffe überhaupt zur Öffnung der Schulen zwingen. ![]()
Meinungen zu Schulschließung vs. Öffnung gibt es bestimmt, aber Data Beats Opinion, und ich würde mich über Data diesbezüglich freuen. Nach 5 Monaten Schule unter krassesten Pandemieeinschränkungen habe ich noch nichts belastbares gesehen, wo abgesehen von Fällen absoluter Fahrlässigkeit es belegte Infektionsherde durch Schulen gegeben hätte. 2-3 Schulen komplett durchtesten, dann gucken, was man schlauer machen kann. Den aktuellen Fall auf der Veddel sollte man sich aber anschauen um daraus was zu lernen.
Bei Kitas hingegen sehe ich das anders, da gibt es ja keine Möglichkeit für sinnvolle Massnahmen. Da wird es ja nicht Mal diskutiert und die waren ja auch im ersten Lockdown durchgehend für nicht wenige ausgewählte Leute offen.
Aber so lange die Logistikbutzen vom Amazon und alle anderen Betriebe Weiterwursteln dürfen mit Auflagen und Konzepten die verglichen mit Schulen ein Scheiss sind, Handwerker stundenlang ohne Maske von Privatwohnung zu Privatwohnung tingeln, Frisöre offen haben ist ja alles gut.
Wenn wir alles dicht machen, dann na klar auch die Schulen, aber dann eben auch alle Büros und alles an supply chain, was nicht Lebensmittel ist.
Das mit dem „die Wirtschaft!!!elf11eins“ ist ja eh auch richtig. Natürlich müsste man zuerst die Kontakte der Leute in Niedriglohn-Jobs verhindern. Eben da, wo kein homeoffice geht. Aber es ist ja wichtiger, dass alle ihr PS5 kaufen - und dann irgendwann kriegen.
Zu der Schulgeschichte gibt’s irgendweine englische Studie, aber da ich da nichts Valides habe, habe ich einfach ‚Meinung‘ geschrieben. Ich prüfe mal. Hilfreich fand ich den Hinweis von Superdrosten vor ein paar Wochen, dass das Problem bei Kindern/Jugendlichen eben ist, dass die sehr wenig getestet werden und man daher eben nicht weiß, wie sehr die Überträger sein können. Teilweise aus so irren Gründen, weil es zu wenige (keine?) kleinen Teststäbchen für die Stupsnasennasengänge gibt…
Ich gucke Mal, ob ich was aus dem Ausland finde dazu, wo massenhaft getestet wurde, Japan, Korea oder so.
TL;dr, es wurden andernorts mehr Kinder getestet. Ergebnis: Kita-Kinder und GrundschülerInnen sehr deutlich weniger infektiös, Teenager sind Todesengel.
Und jetzt kommt der Aluhut: die Schulen sind nur noch offen, weil seit März Jack Shit passiert ist in Sachen Digitalisierung und man will sich die Blöße nicht geben. ![]()
Das hier meinte ich. Wie gesagt, ungeprüft aber ich gehe mal davon aus, dass die REACT-1 Studie deine opinion beaten sollte.
Drosten: Ja, es ist unter den auch beteiligten Wissenschaftlern bei der Leopoldina-Stellungnahme durchaus der Eindruck entstanden, dass die Schulsituation ernst ist. Man sieht durchaus, dass es ein erhebliches Infektionsgeschehen in Schulen gibt. Das muss das einfach langsam mal anerkennen. Alles andere sind ablenkende Stimmen, die man da im Moment hört. Wir haben gute Daten aus England, die Einblicke geben und die sagen: Insbesondere in den Jahrgängen oberhalb der Grundschule ist es so, dass dort mehr Infektionsgeschehen als in der normalen Bevölkerung ist. Das zeigt zum Beispiel die REACT-1-Studie sehr klar. Wir haben keine vergleichbare Studie in Deutschland. Aber es gibt keinen Grund zu denken, dass das bei uns anders wäre als in England.
[…]
Drosten: Genau, noch nicht richtig Risikogruppe. Das ist etwas, worauf man achten muss. Man sieht daran: Es sind nicht nur die Schulen, die treiben. Es gibt auch noch andere Kompartimente in der Gesellschaft, die man noch nicht so richtig erreicht hat. Klar ist aber auch, in den Schulen passiert etwas und das geht jetzt nicht exponentiell. Man kann auch nicht sagen: Wenn man die Schulen als Infektionsquelle anerkennen will, dann müsste es da jetzt unabhängig von der Bevölkerung einen exponentiellen Aufwuchs geben. Das kann man nicht erwarten, wenn die gesamte Bevölkerung stabil ist unter Lockdown-Maßnahmen. Dann kommt es nicht zu diesem Wechselspiel, Ping-Pong-Effekt. Also, von dem einen Kind in die Familie getragen, vom Geschwisterkind in eine andere Klasse getragen - was dann diese typische Netzwerk-Funktion der Schulen zwischen Altersgruppen ausmacht. Das kann nicht zum Tragen kommen. Deswegen im Moment in der konstanten Inzidenz ist ein linearer, nicht exponentieller Zuwachs in den Schulen dennoch auch beachtenswert. Und er zeigt uns, dass in den Schulen sicherlich etwas von Bedeutung ist. Wir müssen, das sagt diese Leopoldina-Stellungnahme auch, darauf achten, dass man auch nach dem Jahreswechsel nicht wieder so in die Schulen reingeht, wie man in die Weihnachtsferien gegangen ist, also aus den Schulen rausgegangen ist. Es muss auch organisatorisch in den Schulen jetzt etwas passieren.
Cool, danke. Meinst du die Studie hier? Die sieht sauspannend aus.
Habe jetzt nur etwas quergelesen, wichtigste Erkenntnis ist wohl, dass Covid-Erkankung eine Klassenfrage ist, wo ich mir denke, yeah, No shit, Sherlock.
Wie ist bei euch aktuell die Arbeitssituation von COVID beeinträchtigt? Hat euer Arbeitgeber da ähnlich strike Richtlinien herausgegeben wie im Frühjahr? Oder ist es mehr ein „Home Office wird grundsätzlich ermöglicht und steht jedem frei, aber jeder kann auch vor Ort arbeiten wenn er möchte“?
- Mein Job ermöglicht leider kein Home Office.
- Home Office wäre zwar möglich, aktuell ist es aber gewünscht, dass man größtenteils vor Ort arbeitet.
- Home Office wird ermöglicht, jeder kann aber für sich selbst entscheiden wo er arbeitet.
- Home Office wird vom Arbeitgeber ausdrücklich empfohlen, um das Infektionsrisiko zu reduzieren und ggfs. Angestellte ohne Home Office Möglichkeit (Labore o.ä.) zu entlasten.
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Macht mal nicht so lange Antwortmöglichkeiten ihr Konditormeister, dann kann man die Zahl der abgegebenen Stimmen nicht mehr sehen.
Oder lasst die Torte gleich da wo sie hingehört - im Kühlfach des Supermarktes.
Balken gehört die Zukunft!
Mir fehlt die Antwortoption: Home Office ist zwar möglich aber dein Arbeitgeber stellt sich völlig quer und weiß selbst nicht warum.
Bei mir tatsächlich recht vorbildlich.
Home office möglich. Im Büro keine persönlichen meetings erlaubt. Keine unnötigen Besuche an anderen Arbeitsplätzen erlaubt. Überall Maskenpflicht außer am eigenen Schreibtisch.
Übrigens heute Nachmittag Mail von der Kita mit Schreiben vom Land NRW. Dringender Appell die Kinder ab sofort bis 10. Januar wenn irgendwie möglich nicht mehr in dir Kita zu geben. Notbetreuung gewährleistet. Da ich den Rest des Jahres Urlaub habe und meine Frau im Mutterschutz ist, werde wir dem Folge leisten.
Bin trotzdem gerade super traurig für meine Tochter, die jetzt keine Gelegenheit mehr hat sich von den Erziehern und den anderen Kindern zu verabschieden etc.
Freitag Nachmittag ist echt ein scheiß Timing für so eine Entscheidung, auch wenn ich sie mit trage.
Wir waren immer sehr restriktiv unterwegs und haben uns 100% an die aktuellen RKI Empfehlungen gehalten auf der Arbeit.
Ist natürlich sehr lobenswert und da wurde auch viel ermöglicht vom AG. Heist aber auch, dass ich seit März in meiner 1-Zimmer Bude im Home Office hocke und diese fast nur zum Einkaufen verlasse
Im Sommer wars natürlich etwas lockerer, ich war ca 1-2 mal die Woche vor Ort Arbeiten (Aber immer durchgehend die Ansage „Home Office wo möglich“) und auch Freizeitmäßig ging da ja etwas mehr, aber auch da hab ich mich sehr zurück gehalten.
Ich weiß, dass ich mich in der aktuellen Situation noch verhältnismäßig glücklich schätzen kann, aber langsam geht mir dieser scheiß Virus gehörig auf den Sack ![]()
Ich hätte noch die Antwortmöglichkeit „Arbeitgeber schreibt Home Office vor“ gebraucht.
Ich sitze normalerweise mit zwei Kolleginnen in einem Büro. Ab März durfte sich nur noch eine Person pro Büro aufhalten. Mittlerweile wurde das auf zwei aufgestockt.
Und die Maske überall, bis auf das eigene Büro wurde auch gerade eingeführt.