Take me out to the Ballgame - MLB und Baseball

Meine Freundin macht in der Volkshochschule einen Töpfer „Kurs“. Kurs in Anführungszeichen weil sie einfach nur deren Möglichkeiten nutzt um ihr Ding zu machen und den anderen eher zu helfen. Gestern kam sie dann mit diesem Stiftehalter für mein Büro nach Hause, zu dem sie sich im Saisonverlauf inspiriert gefühlt hat.


Das ist so cool!

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Ich lese mir gerade die Needs and Goals der Teams für die nächste Saison auf The Athletic durch. Bei den Pirates wurde dabei folgendes erwähnt:

Obviously, their focus this offseason is to add as much offense as possible through trades, free agency or promotions from their farm system. (Top prospect Konnor Griffin finished the year in Double A and could debut sometime in 2026.)

Nur für mich zum Verständnis (und als Inspiration für meine OOTP Karriere :uplan:): ist Griffin so ein großes Talent, dass er die Triple A überspringen könnte oder ist das nicht so ungewöhnlich bei Talenten, die einiges auf dem Kasten haben (und man vielleicht auch den Need im Franchise Team hat)?

Tendenziell ist es eher ungewöhnlich, aber die richtig guten Talente überspringen auch gerne mal Triple A und werden direkt in die Majors geworfen.

Julio Rodriguez von den Mariners, Alejandro Kirk (wobei dort Covid und der Ausfall der kompletten Minor League Saison eine Rolle spielte), Juan Soto, Jose Altuve, Rafael Devers oder Michael Harris III sind da so Beispiele die mir einfallen.
Jackson Churio von den Brewers hat 6 Spiele im Triple A Team gemacht, bevor er einen fetten Vertrag bekommen hat und direkt in die Majors ging.

Griffin ist natürlich super talentiert, ein echter Five Tool Player (Hit, Power, Run, Arm, Fielding) der von Shortstop bis Center Field wahrscheinlich alles spielen kann und der neue Franchise Player im Feld werden könnte. Aber er ist auch erst dieses Jahr 19 geworden und erst gegen Ende der Saison in das Double A Team aufgestiegen. Der wird die Saison wahrscheinlich noch in den Minors starten und je nach Entwicklung dann während der Saison hochkommen.

Wenn es dann für die Pirates wieder einmal um nichts geht, bleibt noch die Frage, ob man ihn überhaupt hochzieht oder ob man seinen Rookie Status mit in die neue Saison nimmt und in der Hoffnung auf eine Auszeichnung als Rookie of the Year einen extra First Round Pick über die Prospect Promotion Incentive abstaubt.

Genau das haben sie ja bei Skenes verkackt, weil sie ihn dafür erst einen Monat nach Saisonbeginn hochgezogen haben in der Hoffnung, die Service Time zu manipulieren, sodass Skenes noch ein extra Jahr unter Team Kontrolle steht. Blöd nur, dass Skenes Rookie of the Year geworden ist und durch diese Auszeichnung automatisch ein volles Jahr Service Time angerechnet bekommen hat.

Dadurch fällt das extra Jahr Team Kontrolle weg und die Pirates bekommen aber auch keinen First Round Pick als Belohnung, denn ein Talent muss innerhalb der ersten zwei Wochen zum Kader gehören, um für diesen Pick eligible zu sein.

Wahrscheinlicher ist es, dass Termarr Johnson, der #4 Overall Pick von 2022 nächste Saison in die Majors kommt. Der war nach dem Draft von der High School mal ähnlich hoch angesehen wie Griffin jetzt, aber die Pirates schaffen es leider konsequent, jedes Hitting Talent zu verschwenden und zu zerstören, sodass man bei ihm auch nicht weiß, was man bekommt. Aber viel schlechter als das, was letztes Jahr da herumlief, kann es eigentlich kaum noch werden.

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Es ist schon verrückt, wie viel Offseason Content es jetzt schon gibt wenn man bedenkt dass viele Entscheidungen sich ja bis Januar ziehen und dann ja nochmal 3 Monate sind bis es wieder los geht.

Ich finde es bei den Jays vor allem spannend, welche Marschrichtung sie einschlagen. Man hatte jetzt 2 Jahre in Folge ein sehr ähnliches Roster, mit 2 komplett unterschiedlichen Ergebnissen. Wenn man WRC+ als Vergleich nimmt waren das schon extreme Sprünge größtenteils:

George Springer: +72
Bo Bichette: +64
Davis Schneider: +47
Daulton Varsho: +34
Alejandro Kirk: +23
Addison Barger: +38

Bei Barger könnte man es jetzt zumindest noch auf eine erklärbare Entwicklung aufgrund des Alters schieben, der Rest sind ja eher Spieler mit mehr Erfahrung. Baut man jetzt darauf, dass sich diese Saison wiederholen lässt weil die Herangehensweise ans Hitting sich so stark geändert hat oder rechnet man den Schritt zurück wieder mit ein und geht aggressiv auf Kaderveränderungen?

Bei Bichette ist es ja erst recht spannend, weil er ja nunmal Free Agent ist und sicher einen ordentlichen Preis kosten wird und man sich ja nicht mal mehr sicher ist ob er überhaupt Shortstop spielen sollte. Das kann ja perspektivisch ein Deal werden, der dir richtig weh tut.

Beim Pitching sieht es ja ähnlich aus. Bieber hat jetzt seine Option überraschenderweise gezogen, aber Bassitt und Scherzer könnten trotzdem 2 Starterplätze frei machen. Und dann ist da noch Berrios, der schon in dieser Saison nicht mehr starten sollte.

Yesavage, Bieber und Gausman sind da wohl die einzigen Kandidaten, bei denen man sich gerade wirklich sicher sein kann für die nächste Saison.

Das könnte wirklich in alle Richtungen gehen in der Offseason.

Die ganze Volatilität macht es für mich auch so spannend und ist gleichzeitig auch der Grund, weshalb eine Niederlage in der World Series so schmerzhaft ist - weil man nie sicher sein kann, irgendwann nochmal eine solche Chance zu bekommen.

Guerrero wird nicht jedes Jahr wie ein junger Gott schlagen. Hat er in seinen bisherigen Playoff Spielen ja auch nicht. Ernie Clement wird garantiert nicht jedes Jahr wieder einen neuen Rekord für Hits in den Playoffs aufstellen. oder wenn man das mal auf ein anderes Team spinnen will: Gerrit Cole ist die komplette Saison ausgefallen. Wenn er gespielt hätte, hätten die Yankees sicherlich einen Sieg mehr geholt und damit die Division gewonnen - dann hätten die Blue Jays in die Wild Card gemusst. Wer weiß, wie dann alles ausgegangen wäre? Vielleicht setzen sich die Blue Jays durch, dann pitcht Cole aber in der ALDS zweimal so gut, dass die Yankees die Serie holen?

Das soll die Leistung der Blue Jays nicht abwerten, die verdient als bestes Team die AL gewonnen haben. Aber trotzdem muss auch dann alles passen, damit sowas möglich ist: Du musst selber am Leistungslimit spielen. Du darfst keine größeren Verletzungsmiseren haben. Große Fehler darfst du dir eh nicht erlauben, aber erst recht keine kleinen. Du brauchst Lucky Bounces, die in deine Richtung gehen. Du brauchst die Hits in den entscheidenden Momenten. Und die Wahrscheinlichkeit, dass alles von dem auf ein Postseason Run zusammenfällt, ist einfach extrem selten. Es hat einen Grund, weshalb die Dodgers das erste mal seit 25 Jahren in der Lage waren, das Ding als Titelverteidiger zu gewinnen.

Als unterlegene Mannschaft tröstet man sich dann häufig mit: Ach Schade, aber diese Mannschaft ist so jung oder talentiert, sie war soo nah dran, die schafft das nächstes Jahr. Die Realität ist aber, dass das so nicht funktioniert. Die Rangers haben 2023 den Titel geholt und sind seitdem nicht mehr in die Playoffs gekommen. Die Diamondbacks haben es 2023 sensationell ins Finale geschafft, mit einem extrem jungen Team, von dem man damals auch gesagt hat, dass der Peak erst noch vor ihnen liegt. Playoffteilnahmen seitdem: 0. Die Phillies haben es nach 2022 nicht wieder zurück in die World Series geschafft. Die Braves haben es nach ihrem Titel 2021 mit einem jungen Team mit mehreren langfristig unter Vertrag stehenden Spielern nicht mehr über die Division Series hinausgeschafft.
Oder um das Extrembeispiel zu nehmen: Die Nationals 2019. Holen sich die World Series, geben dem MVP Stephen Strasburg den zur damaligen Zeit höchstdodierten Vertrag für einen Pitcher in der Geschichte über 7 Jahre, nur damit der sich so schwer verletzt, dass er nur noch 30 Innings bis zu seinem Karriereende pitchen sollte. Playoffteilnahmen seit dem Titel: 0.

Postseason Erfolg ist hochgradig random. Das macht es auch so faszinierend, so spannend und gleichzeitig so schmerzhaft, wenn du als Team so knapp unterliegst, denn niemand weiß, ob diese Chance zu deinen Lebzeiten nochmal wiederkommt.

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Der erste große Free Agent ist vom Markt und bleibt da, wo er ist:

Super wichtig für die Mariners ihn zu halten, er war für mich der beste Mariners Hitter in der Postseason dieses Jahr wenn es darum ging, sich auf unterschiedliche Pitcher einzustellen. Gleichzeitig ein Zeichen, dass man in Seattle endlich mit Nachdruck um den Titel spielen will. Das Fenster ist jetzt für ein paar Jahre offen, seinen Verlust hätte man sich eigentlich nicht leisten können.

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Das Buch befindet sich übrigens jetzt auch in Lieferung zu mir. Dauert zwar noch etwas bis es ankommt, aber ich freu mich schon drauf. Da hast du mich erfolgreich geinfluenced :top:

Diese ganze Timeline ist ja schon skurril. Ich weiß noch, wie FK Loknica (Athletics Fan) im alten Forum schon gegen die Astros geschossen hat, da waren die noch gar kein Meister. Einfach nur weil es ihn genervt hat, wie rücksichtslos und dreist dort getankt wurde, um mehrere Jahre in Folge Top Picks zu bekommen.

Dann werden die Astros tatsächlich gut, holen 2017 die Meisterschaft und die Führung um Luhnow und Co. sind auf einmal everybods Darling. Kurz darauf erschien dieses Buch:

und der Klappentext ist wirklich unterhaltsam mit dem, was wir heute wissen:

Astroball picks up where Michael Lewis’s acclaimed Moneyball leaves off, telling the thrilling story of a championship team that pushed both the sport and business of baseball to the next level. In 2014, the Astros were the worst baseball team in half a century, but just three years later they defied critics to win a stunning World Series. In this book, Ben Reiter shows how the Astros built a system that avoided the stats-versus-scouts divide by giving the human factor a key role in their decision-making. Sitting at the nexus of sports, business, and innovation, Astroball is the story of the next wave of thinking in baseball and beyond, at once a remarkable underdog tale and a fascinating look at the cutting edge of evaluating and optimizing human potential.

dazu dann noch diese Kommentare:

“Ben Reiter has written the definitive, untold story of the biggest turnaround in recent baseball history. This riveting behind-the-scenes account offers fresh insight into the executives who built the 2017 World Series champions—and the players who delivered. Astroball is Moneyball for the next generation, not just the baseball book of the year, but the business and ideas book of the year as well.”
—KEN ROSENTHAL, two-time Sports Emmy winner for Outstanding Sports Reporter

“Ben Reiter’s incredible access to the World Series champions makes for narrative as riveting as a Game 7. But Astroball is so much more. It is a look at the future, and not just of baseball. For all the talk of computers replacing human judgment, the most complex problems are often best addressed when computers supplement human judgment, rather than supplant it. The Astros’ human/algorithm partnership turned a historically bad team into a champion in six years. Other industries, take note.”
—DAVID EPSTEIN, bestselling author of The Sports Gene

“Reading Astroball is like being part of the Astros’ Decision Sciences team or having a seat and a laptop in their Nerd Cave. Ben Reiter gives us an inside look at the state of the art of winning baseball: packed with cutting-edge technology, psychology and analytics, but allowing for the human element.”
—TOM VERDUCCI, bestselling author of The Yankee Years (with Joe Torre) and The Cubs Way

oder auch diesen Abschnitt aus einer Rezension:

In the cage, Bonds showed Beltrán how he liked to set the pitching machine to top speed, more than 90 miles per hour, and then gradually move closer and closer to it, training himself to react to pitches that arrived quicker than any human could throw them from a mound. Even more useful, to Beltrán, was the way he described his mentality. “Sometimes you’re in an oh-for-ten slump, and you might start to doubt your ability,” Bonds said. “But you have to understand that every time you walk to the plate, the person who is in trouble isn’t you. It’s the pitcher.” A decade later, when Beltrán arrived for his first spring training with the Astros in February 2017, he knew that he appeared to his young teammates as Bonds once had to him. He was at least seven years older than almost all of them, earned 30 times more than some of them, and was by then a nine-time All-Star who had hit 421 home runs. During his first days with the Astros, he approached each one.

(Soweit ich mich erinnere war Beltrán einer der „Erfinder“ des ganzen Sign Stealing Systems)

Eigentlich müsste man zuerst „Astroball“ lesen und dann „Winning Fixes Everything“, einfach nur um den Kontrast zu sehen.

Mittlerweile weiß ich eh nicht mehr, ob man solchen Büchern wie Astroball noch trauen kann. Während ich mir bei Moneyball sicher bin, dass es für die damalige Zeit wirklich etwas revolutionäres war, sind wir mittlerweile an einem Zeitpunkt, wo man sich nicht mehr sicher sein kann, ob das nicht alles Survivorship Bias ist. Jede Franchise hat ihr eigenes Analytics Model und wenn dann mal ein Team gewinnt, wird ihr Model sofort als das bessere bzw. das neue beste wahrgenommen, dabei können die auch einfach Glück gehabt haben. Selbst die Astros hatten mit Mark Appel (#1 overall Pick 2013) und Brady Aiken (#1 overall Pick 2014) zwei monströse Fehleinschätzungen im Draft. und seitdem sie nicht mehr in den Top 5 picken dürfen, ist seit 2016 kein einziger First Round Draft Pick mehr zu einem Leistungsträger bei den Astros geworden.

Vielleicht war das doch alles gar nicht so „Cutting Edge Analytics“, sondern einfach die logische Schlussfolgerung wenn du jahrelang deine Franchise ausbluten lässt und immer wieder ganz oben im Draft picken darfst. Aber ich bin mir sicher, dass ich da in „Winning Fixes Everything“ noch weitere Eindrücke gewinnen werde.

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Kommt dazu auch wieder was mit Jonah Hill? Gerne auch ohne Brad.

@Gordon to the rescue!

Was ist dieser Semien Mets Deal? Wieso traden sie mit Nimmo einen ihrer wenigen verlässlichen Outfielder für einen anderen Positionsspieler auf der gleichen Position wie 2 ihrer größten Prospects? Heißt das Vientos ist der nächste auf der Liste und einer der beiden soll Vollzeit 3rd werden? Mauricio hat es ja schon stellenweise gespielt zumindest, aber dann sind da ja immer noch Acuna und Batty?

Ich weiß das Semien ein überragender Verteidiger ist, aber ist das offensive Downgrade das wirklich wert?

Irgendwie ein wilder Trade auf dem ersten Blick.

Ich finde den Trade auch sehr wild und ich glaube so wirklich weiß noch niemand, was beide Tradepartner hier eigentlich wollen.

Brandon Nimmo hat noch 5 Jahre Restvertrag mit knapp 20 Millionen pro Jahr Gehalt. Für das, was er mal war, nämlich ein guter Hitter mit Plus Defense im Outfield ein guter Vertrag, aber die letzten beiden Jahre war er am Schlag nur noch knapp überdurchschnittlich und Defensiv hat er ebenfalls extrem abgebaut.

Marcus Semien hat noch 3 Jahre Restvertrag mit im Schnitt 24 Millionen pro Jahr. Seine Offensive ist mittlerweile ebenfalls nur noch Durchschnitt, dafür ist er weiterhin ein starker Verteidiger auf 2nd Base.

Meiner Meinung nach wird es bei den Mets auf folgendes Szenario hinauslaufen: Pete Alonso wird irgendwo anders unterschreiben, Vientos wird auf 1B rücken weil er an der 3 praktisch nicht spielbar ist, Semien und Lindor bilden ein Bollwerk im Middle Infield und auf der dritten Base gibt es ein Positionskampf zwischen Brett Baty und Ronny Mauricio, in der Hoffnung dass das Bat bei einem der beiden gut genug ist um langfristig dort spielen zu können. Luisangel Acuna wird der Backup für Semien/Lindor.

Im Outfield wird Carson Benge aus den Minors hochgeholt, dazu wird Jeff McNeil permanent von 2B ins Outfield gehen und dort neben Benge und Soto spielen. Dahinter ist Tyrone Taylor als Utility Outfielder. Das ist die Notlösung. Die Mets sind angeblich ja an Bellinger und Tucker dran, wenn einer der beiden kommt, dann hat man auch hier noch mehr Spielraum.

Die Rangers haben jetzt Adolis Garcia entlassen, d.h. sie hätten dann mit Nimmo, Evan Carter und Wyatt Langford ein solides Outfield vorzuweisen.

Die Mets bezahlen über die nächsten 3 Jahre zwar mehr, dafür ist Semiens Vertrag dann auch durch, während die Rangers jetzt möglichweise 5 Jahre einen überbezahlten Outfielder durchziehen müssen.
Ich habe nicht das Gefühl, dass dieser Trade eines der beiden Teams direkt besser macht, eher verschafft es den Parteien mehr Flexibilität. Die Mets können jetzt Bellinger/Tucker umwerben, die Rangers haben ihr Outfield komplettiert und könnten auf 2B nächstes Jahr ihr Top Prospect Sebastian Walcott testen.
Schlussendlich wurde hier ein überbezahlter Spieler mit langfristigem Vertrag gegen einen anderen überbezahlten Spieler mit langfristigem Vertrag getauscht, ich glaube aber, dass mir der Deal für die Mets etwas besser gefällt.

und dass die Rangers innerhalb von zwei Jahren fast ihr komplettes Championship Roster auflösen, hätte ich auch nicht erwartet.

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Der größte zu erwartende Pitcher Deal der Offseason geht quasi als erster vom Tisch:

210 Millionen $ insgesamt über 7 Jahre, wobei einiges der Summe über die Vertragslänge hinweg gestretcht wird.

Letzte Saison war jetzt nicht sein bestes Jahr:

    1. in ERA; 23. in expected ERA
    1. in FIP(also quasi ERA ohne Einfluss der Defense)
    1. in WAR

Wenn man aber die 3 Jahre vorher vergleicht war er aber 5. in WAR, was auch daran liegt das er quasi nie Spiele verpasst und normalerweise viele Innings gibt. Da die Jays Pitcher der letzten Jahre in Innings pitched immer recht weit oben waren, ist das etwas was man definitiv präferiert. Außerdem kommt er ja auch nicht unbedingt als klare Nummer 1, da man mit Bieber, Gausman, Yesevage, Lauer und Berrios schon noch sehr breit aufgestellt ist und jetzt kein klassisches Ace benötigt.

Am besten fängt er aber schon mal an einen Splitter zu trainieren, denn der ist bei einem Jays Starter nun mal Pflicht.

Ich bin gespannt was das für den Rest der Offseason bedeutet. Man wollte Bichette ja definitiv halten, dazu wurde man als eines der Tucker Hauptziele genannt immer wieder. Nach dem Deal ist es schwer vorstellbar, dass man noch 2 dreistellige Millionen Deals rausschießt. Also entweder oder, wobei ich dann schon denke das man eher Bichette halten würde.

Andere Option wäre ein Gerücht was diese Woche aufkam, laut dem die Jays und Phillies mit den Diamondbacks über einen Trade von Ketel Marte sprechen. Das könnte man dann durchaus als eine Alternative zu Bichette betrachten, der ja wahrscheinlich in Zukunft eher 2nd Base spielen wird mit Gimenez als geplantem Shortstop und dann wäre Tucker natürlich durchaus wieder eine gute Option.

Auch einen High Leverage Reliever möchte man wohl noch holen, Suarez von den Padres und Diaz von den Mets wären da natürlich die offensichtlichen Kandidaten. Würde ich sehr begrüßen dort nochmal eine Alternative zu Hoffman haben, der ja immer mal stärkere Schwankungen hatte diese Saison.

Auf jeden Fall ein sehr guter Start in die Free Agency bisher.

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Ich weiß noch nicht so richtig, was ich von dem Deal halten soll.

Positiv:

  • Cease ist einer der wenigen wirklichen Ironmen in der Liga, der nie verletzt ist. Das wird gerade den Blue Jays gut tun.

  • sein Stuff ist weiterhin elite (die anderen Pitcher in dieser Liste sind Leftys):

  • Mit einem starken Pitch-Framer als Catcher und einer generell starken Defensive könnte er die Walks (trotz ABS ab 2026) reduzieren und seinen FIP vielleicht sogar noch unterbieten

Negativ:

  • In der Free Agency muss man natürlich immer ein Stück weit überbezahlen um einen Spieler zu bekommen, aber 7 Jahre für einen Pitcher, der zwei der letzten drei Jahre nur Durchschnitt abgeliefert hat wirft schon die Frage auf, ob er sich schon hinter seinem Peak befinden könnte.
  • Das ist nur mein persönlicher Eindruck, aber ich finde Cease extrem unkonstant. Die Spiele in denen er dominiert, alteniert er dann gerne auch wieder mit totalen Stinkern. Letztes Jahr hatte er drei Starts in denen er keinen Run kassiert hat. Die Starts vor und nach diesen Spielen: Combined ERA von 6.82
  • Er war zwar der beste Rechtshänder auf dem Markt, aber Framber Valdez und Ranger Suárez sind für mich bessere, konstantere Starter. Das hat sich letztes Jahr auch in den Quality Starts niedergeschlagen, also Starts mit 6+ Innings und maximal 3 Earned Runs. Da kommt Valdez auf 20, Suarez auf 17 und Cease nur auf 8. Wenn man den Zeitraum auf die letzten 4 Jahre zieht, gleichen sich Suarez und Cease an (50/52), während Framber hier klar vorne liegt (83). Der Unterschied bei Suarez und Cease, die sich tatsächlich verblüffend ähnlich sind (1.26 vs 1.27 career WHIP, beide 2.9 K-BB) ist aber, dass der Pfeil bei Suarez nach Oben und bei Cease nach unten zeigt.

Ich glaube der Deal kann dem Team schon kurzfristig helfen und das Fenster ist ja auch jetzt gerade offen, aber ich habe die Befürchtung, dass dieser Deal sehr schnell zu abgestandenem Bier werden könnte.

und auf die Padres bin ich jetzt sehr gespannt. Mit Cease, Darvish und King verlieren sie gleich drei Starter aus ihrer Rotation. Musgrove kommt zwar nach einem Jahr Pause zurück, aber wenn die nächstes Jahr wieder angreifen wollen, brauchen die eigentlich noch unbedingt 1-2 Starter. Ob sie eventuell versuchen, Mason Miller zum Starter zu wandeln?

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In der MLB bekomme ich das Gefühl dass die Teams immer etwas cocky werden, wenn ihr Plan einmal funktioniert. Bei den Mets war man sich ja auch sehr sicher, dass man keine externen Pitcher mehr braucht weil sie so gut darin sind die internen zu entwickeln. So ähnlich stelle ich mir das jetzt mit den Padres vor, nachdem sie mit Pivetta letzten Sommer einen günstigen Pitcher spät geholt haben, der ihnen eine viel bessere Saison als sein Vertrag vermuten lassen würde gebracht hat. Vielleicht denken sie das es mit German Marquez, Chris Paddack und Marcus Stroman auch reicht und investieren lieber weiter in die Offensive.

gefunden bei reddit: Eine Grafik die sehr toll verdeutlicht, wie schwer und unberechenbar der MLB Draft ist.

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Was’ WAR?

Wins above…?

Wins above replacement - Wikipedia

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cool, das beste Team holt sich den besten Closer auf dem Markt :_:
3 Jahre, $69m, das höchste Jahresgehalt eines Relievers aller Zeiten.

Die Phillies gehen nochmal all in und resignen Kyle Schwarber für 5 Jahre und $150m. Ich hätte ihn mir auch nur schwer woanders vorstellen können, aber das Gehalts- und Altersgefüge sieht trotzdem ziemlich düster aus in Philadelphia.

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Gestern war die Draft Lottery.
Die Rays, Giants und Royals sind nach Vorne gesprungen, aber der #1 Pick geht „erwartungsgemäß“ an die White Sox

  1. White Sox (1, 27.7%)
  2. Rays (7, 3.03%)
  3. Twins (2, 22.2%)
  4. Giants (12, 1.0%)
  5. Pirates (3, 16.8%)
  6. Royals (13, 0.8%)
  7. Orioles (4, 9.24%)
  8. A’s (5, 6.6%)
  9. Braves (6, 4.5%)
  10. Rockies (16, 0.0% - ineligible for lottery pick)
  11. Nationals (17, 0.0%- ineligible for lottery pick)
  12. Angels (18, 0.0% - ineligible for lottery pick)
  13. Cardinals (8, 2.3%)
  14. Marlins (9, 1.8%)
  15. D-backs (10, 1.5%)
  16. Rangers (11, 1.3%)
  17. Astros (15, 0.3%)

Das ist in sofern interessant, weil mit Roch Cholowsky ein riesiges Shortstop Talent vom College an Nr. 1 gehen wird. Zitat: „He is considered by some to be the best all-around college shortstop prospect since Troy Tulowitzki (2005).
Die White Sox haben damit also das große Los gezogen und (vermutlich) ihren neuen Franchise Player in Reichweite, der zudem auch relativ schnell in die Major League erreichen sollte.

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Triplepost:

Die Mets verlieren ihren Franchise Rekordhalter in Homeruns. Pete Alonso geht zu den Baltimore Orioles!

Die Mets verlieren damit innerhalb von zwei Tagen zwei Franchise Ikonen in Diaz und Alonso. Die Payroll ist - Stand heute - um ca. 80 Millionen geschrumpft und NY steht jetzt richtig unter Druck. Das aktuelle Team ist nicht gut genug für die Playoffs, da muss noch einiges in der Offseason passieren, um nächstes Jahr angreifen zu können. Ansonsten wird man ein weiteres Jahr von Soto/Lindor in ihrer Prime verschwenden.

Die Orioles hingegen verstärken eine eklatante Schwachstelle aus dem Vorjahr und haben jetzt ein richtig gutes Lineup. Mit Ryan Helsley haben sie zudem einen (normalerweise) sehr starken Reliever geholt. Da fehlt zurzeit nur noch Verstärkung für die Rotation, aber auch hier wird gemunkelt, dass man an diversen Free Agents (Framber Valdez) und potentiellen Trades (Edward Cabrera) interessiert ist.

Mit den Yankees, Red Sox, Orioles und Blue Jays wird die AL East also auch nächstes Jahr wieder ein „Bloodbath“. Die Chancen stehen gut, dass das zu Saisonstart alles vier legitime Championship Contender sind.

und ein kleiner Nachtrag zum Draft: In den Mocks wird an#3 ein gewisser LeBron, J. gedraftet.

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Cool, das beste Team holt sich den besten Spieler auf dem Markt :_:

Das war doch jetzt wahrscheinlich der letzte Sargnagel in der Hoffnung, dass es keinen Lockout geben wird nach dieser Saison, oder?

Nach Diaz hatte ich noch etwas Hoffnung, da die Dodgers letzte Saison mit Scott und Yates ja auch die 2 besten Reliever auf dem Markt geholt haben und diese quasi keinen Einfluss hatten und sie die World Series ja auch nur durch einen absoluten Breakdown der Jays gewinnen konnten. Aber wenn sie jetzt ihre einzige, eh schon kleine, Lücke im Lineup mit einem Spieler füllen können der in der letzten Saison trotz der niedrigsten Werte seiner Karriere offensiv noch 26. in WAR war obwohl er 26 Spiele verpasst hat gibt es diese Hoffnung quasi nicht mehr.

Da könnten sich wahrscheinlich 5 der besten 10 Spieler verletzen und sie wären trotzdem noch klarer Favorit. Bei den Pitchern ist es ja ähnlich absurd wo Sasaki bei ihnen die 6 im Depth Chart ist, der wäre wahrscheinlich in jedem Team in den Top 2 oder spätestens 3 bei den besten Pitching Staffs.