Mein Team:
Netflix bringt zwei Dokus über die Red Sox. Besonders auf die „All or Nothing“-hafte Doku über die kommende Saison bin ich sehr gespannt:
https://about.netflix.com/en/news/netflix-greenlights-two-projects-with-mlb-featuring-the-boston-red-sox
Noch gut drei Wochen bis zum Opening Day - Zeit für die große:
MLB Season Preview 2024
Regeln: Im Gegensatz zu den letzten Jahren halten sich die Änderungen am Regelwerk für die neue Saison sehr in Grenzen und sind eher kosmetischer Natur.
Mound Visits wurden von 5 auf 4 heruntergesetzt um das Spiel weiter zu beschleunigen. Die Pitch Clock mit Läufern auf Base wurde von 20 auf 18 Sekunden heruntergesetzt. Ohne Runner haben die Pitcher weiterhin 15 Sekunden Zeit.
Ebenso wurde die Runners Lane zur ersten Base erweitert.
Ein Schlagmann der zur ersten Base rennt musste bisher rechts von der Baseline und links von der „3 foot lane“ Nahe der ersten Base laufen, um im Falle einer Interference trotzdem safe zu sein.
Die Regel sorgte immer wieder für Ärger, da gerade Rechtshänder fast automatisch links von der Baseline Richtung erste Base laufen und sie das mehr oder weniger auch gelehrt bekommen. Falls sie dann im Weg standen oder den 1st Baseman beim Catch behinderten, waren sie Out.
Die neue Regel erweitert diese Runners Lane zur ersten Base nun um die Kante zum Infield-Dirt.
Das war es aber auch schon mit den wirklich wichtigen Regeländerungen. und damit zu den Teams, bei denen ich jeweils einen jungen „Player to Watch“ hervorheben möchte:
Tier 7 - Bottom Feeder

uff, wo soll man bei den Oakland Athletics nur anfangen? Letztes Jahr verloren sie 112 Spiele und dieses Jahr werden es nicht viel weniger werden. Der Kader ist qualitätsmäßig auf dem letzten Platz, das Farmsystem ist auf dem letzten Platz, das Stadion ist auf dem letzten Platz, der Owner ist auf dem letzten Platz und der Bürgermeister von Las Vegas hat verlauten lassen, dass man nicht wirklich heiß darauf ist, dass die Athletics demnächst in die Stadt kommen. Der Lease der Arena läuft am Ende des Jahres aus, niemand weiß wo sie in Zukunft spielen werden und die zahlreichen Fans können einem nur leidtun. Mit 2B Zack Gelof haben sie zumindest einen Spieler, der letztes Jahr als Rookie herausstechen konnte.
Ähnlich düster sieht es bei den Colorado Rockies aus. Kurzer Recap: 2019 verlängerten die Rockies ihren All-Star 3rd Baseman Nolan Arenado für 8 Jahre. Zwei Jahre später tradeten sie ihn zu den St. Louis Cardinals für ein paar Midlevel Prospects und zahlten auch noch $51m des restlichen Vertrages - nur um ein Jahr später in der Free Agency den schlechteren Ersatz Kris Bryant für $182m über 7 Jahre zu verpflichten. Der hat angesichts der zahlreichen Niederlagen in einem Interview vor kurzem gesagt, dass er bei der Vertragsunterzeichnung wohl etwas besser hätte recherchieren müssen, was die Rockies so für Spieler im (Farm)Team haben. Ouch. In einer Division in der alle 4 Teams (Dodgers, Padres, Giants, Diamondbacks) um die Playoffs kämpfen werden, werden die Rockies nichts zu melden haben. Player to watch: Wahrscheinlich Outfielder Nolan Jones, der letztes Jahr Platz 4 bei der Rookie des Jahres Wahl belegte und momentan nach dem einzig wirklich fähigen Schlagmann aussieht.
Die Washington Nationals sind voll im Rebuild-Modus. Letztes Jahr gab es nur einen Spieler im Everyday Lineup, der über 29 Jahre alt war. Erwähnenswert ist dabei vor allem Shortstop CJ Abrams, den die Nats im Trade für Juan Soto zurückbekamen. Verheißungsvoll ist auch das Farmsystem, wo mit Dylan Crews, James Wood und Robert Hassell III das Outfield-Gespann der Zukunft bereitsteht, die möglicherweise alle im Verlaufe der Saison das erste Mal in den Major League Kader geholt werden könnten. Von allen Teams in diesem Tier sind die Nationals das Team, das am schnellsten wieder in Richtung Contention gehen wird. In den nächsten 2-3 Jahren könnten sie die Liga im Sturm erobern, nur eben noch nicht dieses Jahr.
Bei den Chicago White Sox sind letztes Jahr alle Räder vom Wagen abgefallen. Die Hauptfrage in dieser Saison wird sein, wie viel man für Dylan Cease in einem Trade bekommen könnte. Nach Platz 2 im Cy Young Voting 2022 war seine letzte Saison ziemlich durchschnittlich. Bei einer starken ersten Saisonhälfte könnte er einer der Schlüsseltrades für einen Contender werden. Ich gehe davon aus, dass wir ihn in den Playoffs sehen werden, nur eben den Rest des White Sox Kaders nicht.
Tier 6 - Rebuild mit Fragezeichen

Diese Tierlist habe ich ja bereits letztes Jahr gemacht. Lustigerweise sind in diesem Tier exakt die gleichen drei Teams wie aus dem Vorjahr, weil man in 2023 einfach nicht aus ihnen schlau geworden ist.
Die Pittsburgh Pirates leiden zwar unter ihrem geizigen Owner und scheinen keine klare Richtung innerhalb der Organisation zu haben, aber trotz aller Geizigkeit konnten sie einige Leistungsträger mit langfristigen Verträgen ausstatten. Neben Outfielder Bryan Reynolds und Starting Pitcher Mitch Keller gehört dazu auch Ke’Bryan Hayes, der defensiv beste 3rd Baseman der gesamten Liga. Hoffnungsträger ist 2.01m Shortstop O’Neil Cruz, der nach seinem Knöchelbruch bei einem Slide im Ligaspiel letztes Jahr wieder dabei ist. und mit Paul Skenes haben sie einen Pitcher in ihrem Farmsystem, der nicht nur das mit Abstand beste Pitchingtalent in der Liga ist, sondern dieses Jahr (hoffentlich) sein Debüt geben wird. Der Rest des Kaders fällt aber eher unter die Kategorie fragwürdig und ich denke nicht, dass die Pirates dieses Jahr wie vom Owner Bob Nutting gefordert, um die Playoffs spielen werden.
Die Detroit Tigers hatten eine vernünftige Offseason. Die Rotation konnten sie mit Kenta Maeda und Jack Flaherty, das Lineup mit Mark Cahna verstärken. Das sind keine Stars, aber sicher brauchbare Spieler. Mit 78-84 im Vorjahr belegten sie den zweiten Platz in der AL Central, ich bin aber nach wie vor nicht davon überzeugt, dass die jungen Core Pieces des Rebuilds wie 1B Spencer Torkelson oder CF Riley Greene wirklich Superstar Level erreichen können. Falls sie es doch schaffen, könnte es für Detroit schneller in Richtung Playoffs gehen, aber ich gehe eher davon aus, dass man sich hier eine Foundation gebaut hat, die langfristig eher im Mittelfeld herumdümpeln wird.
Das aktivste Team der Offseason waren die Kansas City Royals. Insgesamt verpflichteten sie 7 Free Agents und machten 6 Trades. Darunter waren zwar keine Superstars, aber absolut sinnvolle Verstärkungen mit verlässlichen Veteranen. Der wichtigste Move war allerdings die Vertragsverlängerung mit Shortstop Bobby Witt Jr., der die nächsten 11 Jahre für $288m gebunden werden konnte. Die Royals haben noch einen weiten Weg vor sich, aber sie werden definitiv deutlich mehr als die 56 Siege aus dem Vorjahr holen und mir gefällt es, wie ein Small Market Team die Scheine flattern lässt. Dennoch sieht es nicht so aus, als ob aus dem Farmsystem noch mit viel Verstärkung zu rechnen ist und somit ist die Upside der Royals begrenzt.
Tier 5 - Auf dem absteigenden Ast

Dass die LA Angels Shohei Ohtani in der Free Agency ziehen lassen mussten, sollte mittlerweile jeder mitbekommen haben. Mit dem bekannten Gesicht Ron Washington haben die Angels einen neuen Manager, der darauf hoffen muss, dass Mike Trout und Anthony Rendon verletzungsfrei bleiben, damit die Angels nicht um den letzten Platz mitspielen. MIt 1B Nolan Schanuel, Catcher Logan O’Hoppe und Shortstop Zach Neto haben die Angels immerhin drei extrem junge Spieler, die letztes Jahr recht vielversprechend aussahen und LA durch einen Rebuild-Prozess führen könnten, der angesichts des horrenden Farmsystems einige Jahre dauern wird. Auch wenn Trout keinen Trade möchte, weil er nicht als Quitter abgestempelt werden möchte, wäre es sinnvoll zu schauen, was man für ihn noch an Gegenwert bekommen könnte. Die Angels jedenfalls werden in den nächsten Jahren kein Playoffanwärter sein.
Die einzige Schlagzeile, die die Miami Marlins produziert haben war die Trennung vom ersten und einzigen weiblichen General Manager in den USA, Kim Ng nur drei Jahre nach der Verpflichtung. und das, nachdem die Fische letztes Jahr sogar in die Playoffs einziehen konnten. Ansonsten ist in Florida einfach… nichts passiert. Zumindest auf der Zugangsseite. Mit DH Jorge Soler verlässt aber der Homerun Leader aus 2023 (36) den Club, was das ohnehin miese Lineup weiter schwächt. In der Pitching Rotation haben die Marlins einen ganzen Haufen an jungem, Elite-Talent. Der Starpitcher Sandy Alcantara wird hingegen die Saison nach Tommy-John Surgery ausfallen. Zeit für den 20-jährigen Eury Perez nach einer überragenden Rookiesaison (3.15 ERA, bester aller Marlins Starter) noch einen draufzulegen. Ohne große Trades werden die Marlins aber meiner Meinung nach einen Schritt zurückmachen, weil die große Schwäche aus dem Vorjahr, nämlich die Offensive, noch größer geworden ist und es auch nicht so aussieht, als ob in der Hinsicht etwas aus dem Farmsystem dazukommen wird.
Die Boston Red Sox beendeten das letzte Jahr mit der identischen Bilanz wie im Vorjahr: 78-84, letzter Platz in der Division. Mit Chris Sale hat ein großer Name den Club in Richtung Atlanta verlassen, dafür bekam man mit Vaughn Grissom einen jungen, talentierten 2nd Baseman zurück. Der beste Move war wohl die Aufnahme von Theo Epstein in die Ownership Group. Epstein war der General Manager der Red Sox und Chicago Cubs, als diese 2004 bzw. 2016 ihre Championship Curses brechen konnten. Ansonsten hat sich an diesem Team nicht viel verändert, was 2024 die vielzittierte Needle moven würde. Spannend wird sein, ob 1B Triston Casas seine starke Rookiesaison (#3 ROTY) fortsetzen kann. Vom letzten Platz in der Division werden die Red Sox aber so schnell nicht herunterkommen.
Tier 4 - Fringe Wild Card Contender

Bei Teams in diesem Tier kann man durchaus legitime Argumente für einen Playoff-Push finden, dafür müsste aber wirklich alles passen. Angeführt wird die Gruppe von den San Francisco Giants, die eine ereignisreiche Offseason hatten. Aus Südkorea verpflichtete man den KBO-MVP von 2022, Jung Hoo Lee für 6 Jahre und $113m. Mit Jordan Hicks und Ex-Cy Young Gewinner Robbie Ray kommen zwei neue Arme in die Rotation, für Homerun Power soll Jorge Soler sorgen. Zudem unterzeichnete der von zahlreichen Teams umworbene 3B Matt Chapmann für 3 Jahre und $54m , der mit solidem Hitting und Elite Defense das Team nach Vorne bringen wird. Auf der Manager Position wurde ebenfalls ein Tausch vorgenommen und Gabe Kapler durch Bob Melvin ersetzt. Letztes Jahr reichte es in einer schweren Division nur zu 79-83. Grundsätzlich gefallen mir die Moves, sodass ich zumindest mit einem .500 record rechne und das kann in der National League, sofern man hier und da noch einen Sieg mehr rauspresst, für einen Wild Card Spot reichen. Gleichzeitig fehlt es in diesem Lineup aber an Starpower. Wer sich dennoch ein paar Giants Spiele reinziehen möchte, sollte auf Catcher Patrick Bailey achten, der letztes Jahr seine erste Saison absolvierte und sich gleich mal zum besten Pitch-Framer der Liga mauserte. Er hat derart softe Hände, dass er jeden Ball zu einem Strike machen kann, was ihn trotz schwacher Offensive zu einem wichtigen Spieler macht.
Die San Diego Padres sind extrem schwer einzuschätzen. Als neureicher Titelfavorit angetreten, verpassten sie letztes Jahr mit einer 82-80 Bilanz die Playoffs, hatten dabei aber absurd viel Pech. Der Rundifferenz zu Folge (+104) hätten sie 92 Siege holen müssen. Der Record in 1 Run Games betrug 10-28. Die Schlagleistung mit Läufern in Scoring Position war historisch schlecht. Das sind alles Statistiken, die nicht predictive sind und sich von Jahr zu Jahr komplett umdrehen können. Sie haben letztes Jahr also trotz starker Leistung extrem unterperformt. Das würde sie dieses Jahr wieder zu einem Favoriten machen, doch das Management entschied sich nach der Saison, das Gehaltsgefüge wieder herunterzufahren und so tradete man Juan Soto zu den Yankees. Ebenso verließ mit Blake Snell der Cy Young Gewinner das Team in der Free Agency, mit Josh Hader ging ihr Elite-Closer zu den Houston Astros. Das Team ist verjüngert worden und auf jeden Fall schwächer als im Vorjahr. Dennoch darf man nicht vergessen, dass das Lineup mit Xander Bogaerts, Manny Machado, Fernando Tatis oder Ha-Seong Kim immernoch mit Stars besprenkelt ist. Ich gebe ihnen daher ein höheres Ceiling als Division-Rivale San Francisco, aber auch einen niedrigeren Floor. Player to Watch ist Michael King, der als Hauptgewinn im Trade von Juan Soto zu den Yankees angesehen werden kann. Die ersten drei Jahre seiner Karriere als Reliefpitcher eingesetzt, funktionierten die Yankees ihn Mitte der Saison zum Starter um. Das Ergebnis? 2.23 ERA über 9 Starts. Wenn er diese Leistung bestätigen kann, dann sind die Padres Playoff Contender.
Mit einer Bilanz von 76-86 im letzten Jahr sehen die Cleveland Guardians nicht unbedingt aus, wie ein Fringe Wild Card Team, gerade wenn man sieht, dass sie sich in der Free Agency nicht nennenswert verstärkt haben. Trotzdem ist das im großen und ganzen immernoch der gleiche Stamm, der vor zwei Jahren 92 Spiele gewinnen konnte und in den Playoffs nur knapp an den Yankees scheiterte. Dazu kommt die schwache Division in der sie spielen. Managerlegende Terry Francona hat im Sommer seine Karriere beendet, mit Stephen Vogt steht ein Rookie-Manager an der Seitenlinie. Die Rotation ist jung und talentiert, allen voran Tanner Bibee, der letztes Jahr seine erste Major League Saison spielte und mit einem 2.98 ERA gleich mal der beste Starter in Ohio war. Der Bullpen hat mit Emmanuel Clase einen Closer, der die MLB in den letzten beiden Jahren in Saves anführte und wenn im Lineup 1-2 Spieler ein Breakout Year haben, sehe ich genug Talent, um in das Wildcard Rennen einzugreifen oder in einer schwachen Division zumindest den Twins gefährlich zu werden, sollten diese implodieren. Passiert das nicht, wird es eine weitere Saison im Niemandsland für Cleveland.
Für die New York Mets lief die letzte Saison alles andere als geplant. Aufgeladen mit zahlreichen Veteranen war die Meisterschaft das Ziel, das Team wurde nach enttäuschenden Ergebnissen aber zur Trading Deadline aufgesprengt. Das Team befindet sich daher in einer Retooling Phase - zu schwach um zu contenden, zu stark um wirklich zu rebuilden. Angestrebt ist ein neuer Run erst in 1-2 Jahren, trotzdem hat man mit Spielern wie Francisco Lindor oder Pete Alonso (46 Homerun) talentierte Spieler in seinen Reihen. Catcher Francisco Alvarez konnte letztes Jahr mit seinen 21 Jahren bereits 25 Homeruns schlagen und könnte dieses Jahr ein Schritt zum Allstar machen. Wenn alles läuft, können die Mets über .500 landen und um die Wildcard mitspielen, dafür muss die äußerst bescheiden aussehende Rotation aber etwas überperformen. Nach der Saison läuft zudem der Vertrag von Pete Alonso aus und als Scott Boras Client ist es durchaus möglich, dass Alonso die Mets verlassen wird.
Die Milwaukee Brewers machten diese Offseason Schlagzeilen mit dem Trade von Ace Corbin Burnes zu den Baltimore Orioles. Das Traden von Spielern mit auslaufender Teamkontrolle ist in Milwaukee fest in der DNA verankert, sie machen konstant einen Schritt zurück, um in der Zukunft zwei Schritte nach Vorne zu machen, so auch dieses Jahr. Das Farmsystem ist nach den Baltimore Orioles das beste der Liga, und es sollte nicht lange dauern, bis sie davon profitieren werden. Nach 5 Playoffteilnahmen in den letzten 6 Jahren und der somit erfolgreichsten Phase in der Franchise Geschichte gehe ich aber vorerst davon aus, dass sie die 92 Siege aus dem Vorjahr nicht wiederholen können. Der Erfolg der Brewers fußte stets auf dominantem Pitching und starker Defensive, das Lineup ist offensiv extrem schwach. Durch den Abgang von Burnes steht nun auch hinter der Rotation ein Fragezeichen. Mit Craig Counsell wechselte zudem der wahrscheinlich beste Manager zum Divisionrivale Chicago Cubs. Vielleicht kann Jackson Churio dem Club etwas offensives Leben einhauchen. Dem Top Prospect wurde in der Offseason ein Vertrag über 8 Jahre und $82m angeboten, ohne dass er bisher auf dem Major League Feld stand. Das soll sich 2024 ändern, er wird vermutlich der neue Center Fielder sein und wenn er sein Versprechen einlösen kann, haben die Brewers auf lange Sicht einen Allstar und Rookie of the Year Kandidaten. Auch wenn die Brewers dieses Jahr kein Contender sind, die Zukunft sieht gut aus in Wisconsin.
Tier 3 - Playoff Contender


Ich bin gar kein großer Believer in die Minnesota Twins. Der Grund, warum sie trotzdem ein klarer Playoff Contender sind, ist die Division in der sie spielen. Die Guardians, Tigers, White Sox und Royals können den Twins allesamt nicht das Wasser reichen, der Divisiontitel sollte also auch dieses Jahr machbar sein. Mit Sonny Gray (2.79) müssen sie aber ihren besten Spieler ersetzen. Ein Fragezeichen steht auch hinter Outfielder/DH Byron Buxton. Ist er fit und in Form ist er ein MVP Kandidat, in den letzten 6 Jahren absolvierte er aber nie mehr als 87 Spiele. Spannend wird es auch bei 3B/SS Royce Lewis. Nach vielen Verletzungen ist der ehemalige #1 overall Pick aus dem Jahr 2017 endlich in der MLB angekommen. Letztes Jahr sluggte er in 58 Spielen 15 Homeruns und 52 RBI. Auf die Saison hochgerechnet wären das Sphären, in denen sich ein Shohei Ohtani oder Ronald Acuna Jr. bewegt. Auch hier ist aber die Verletzungsanfälligkeit das große Damoklesschwert.
2024 könnte die Breakout Season der Cincinnati Reds werden. Letztes Jahr waren sie eine der größten Überraschungen, als sie mit ihren zahlreichen Rookies aus dem Nichts 82 Siege und damit eine positive Bilanz holten. Kein einziger Spieler des Lineups war älter als 28, die wichtigsten Starting Pitcher waren 23,24,25 und 25 Jahre alt.
Für maximalen Erfolg muss die Rotation einen Schritt nach Vorne machen (eventuell auch durch einen Trade) und der berüchtigte Sophomore Slump darf nicht zuschlagen. Der Spieler, der dieses Team auf das nächste Level heben könnte, ist Mr. „That Ball had a Family“ Elly de la Cruz (Shortstop). Trotz aller Tools hat er noch einiges auf dem Major League Level zu lernen. Seine Geschwindigkeit, seine Power und seine Gestalt (1.96 Meter) sind dennoch bereits jetzt Must-Watch-TV. Die Reds werden unabhängig von den Ergebnissen dieses Jahr viel Spaß machen. Wenn alles gut läuft, ist auch ein Division-Titel drin.
Nur sehr knapp verpassten letztes Jahr die Seattle Mariners die Postseason. Am Ende fehlten zwei Siege um den späteren World Series Champions Texas oder den anderen ALCS Teilnehmer Houston zu überbieten. Das Herzstück des Teams ist die extrem talentierte und junge Pitchingrotation. Neben Ass Luis Castillo, den die Mariners vor zwei Jahren von den Reds ertradeten, stehen mit George Kirby (25), Logan Gilbert (26), Bryce Miller (24) und Bryan Woo (23) vier Pitcher mit Allstar-Potential bereit, die in ihre jeweils vierte, dritte oder zweite MLB Saison gehen. Mit Jorge Polanco von den Twins konnten sie zudem ihre Offensive weiter verbessern, wenngleich sie mit Eugenio Suarez und Teoscar Hernandez hier auch Abgänge zu verzeichnen hatten. Obwohl es keinen jüngeren Spieler im Lineup als Centerfielder Julio Rodriguez gibt, ist er der ganz klare Star dieser Mannschaft. In seinen beiden bisherigen Jahren bekam er jeweils zweimal den Silver Slugger, zwei Allstar Nominierungen und landete im MVP Voting auf Platz 7 bzw. 4. Die Mariners sind jung, brutal und gutaussehend. Der einzige Grund, warum es am Ende dennoch nicht für einen Playoffplatz reichen könnte, sind die Divisionrivalen aus Houston und Texas, die vielleicht noch stärker bestückt sind.
Mit 99 Siegen verpassten die Tampa Bay Rays letztes Jahr nur knapp den Divisiontitel. Retooling aufgrund des niedrigen Budgets ist in Florida fast jedes Jahr nötig, so auch in diesem Winter, als man mit Tyler Glasnow einen wichtigen Pitcher an die Dodgers abgab. Mit Shortstop Wander Franco verlieren die Rays zudem ihren besten Spieler, sein Fall bezüglich seiner Beziehung zu einer Minderjährigen wird derzeit noch in der Dominikanischen Republik vor Gericht verhandelt. Da die Yankees, Orioles und Blue Jays allesamt Ambitionen anmelden, sehe ich die Rays dieses Jahr nicht in der Favoritenrolle in der Division. Auf dem Papier wird das eine extrem schwieriger Aufgabe, aber das sagt man eigentlich jedes Jahr über die Rays und dann schaffen sie es am Ende doch wieder bemerkenswert viele Spiele zu gewinnen. Helfen kann dabei Wunderkind Junior Caminero. Der Infielder fing letztes Jahr mit 19 Jahren in der untersten Minor Liga an und spielte sich innerhalb eines Jahres durch alle Level hindurch bis in die MLB. Dabei gelangen ihm 31 Homeruns in 117 Spielen und es würde mich nicht überraschen, wenn er diesen Trend dieses Jahr fortführen würde und Wander Franco schnell vergessen macht.
Die Toronto Blue Jays sind für mich ein kleines Rätsel. Sie haben eine starke Rotation, einen starken Bullpen und mit Bo Bichette oder Vladimir Guerrero Jr. auch den ein oder anderen Slugger in ihrem Lineup. Trotzdem schaffen sie es nicht, das alles in Postseasonerfolg umzumünzen. In den letzten vier Jahren erreichten sie drei mal die Wild Card, in der sie stets ohne eigenen Sieg verloren. Mit 91,92 und 89 Siegen stagniert das Team jetzt seit 3 Jahren auf einem hohen Plateau und jedes Jahr wartet man auf den endgültigen Durchbruch. Vielleicht ja dieses Jahr? Das Team ist durch den Abgang von Matt Chapman nicht unbedingt besser geworden, aber wenn 2B Davis Schneider seine Rookiesaison bestätigen kann, haben die Blue Jays ein weiteres Impact Bat im Lineup. Der schönste Schnurrbart der Liga absolvierte letztes Jahr 35 Spiele, holte dabei 12 Doubles, 8 Homeruns und 25 RBI bei einem OPS+ von 175. Das ist natürlich nur eine kleine Sample Size, macht aber Lust auf mehr.
Die Arizona Diamondbacks überraschten letztes Jahr alle mit dem Gewinn der Wild Card und dem anschließenden Run bis in die World Series. Der Run Differential von -15 deutet eigentlich darauf hin, dass sie extrem überperformt haben und dieses Jahr eine Regression zu erwarten ist. Auf der anderen Seite hat sich aber kaum ein Team besser verstärkt, als die Schlangen. Mit Eduardo Rodriguez (4y, $80m) kommt ein weiterer verlässlicher Pitcher um die Rotation um Zac Gallen, Merrill Kelly und dem immer besser werdenden Brandon Pfaadt zu verstärken. Der starke Bullpen aus dem Vorjahr bleibt erhalten und mit Eugenio Suarez und Joc Pederson kommen zwei Powerbats in das Lineup, das weiterhin vom 23-jährigen MVP Kandidaten Corbin Carroll angeführt wird. Mit Jordan Lawlar haben die DBacks zudem ein Top 5 Prospect in ihren Reihen, welches dieses Jahr den Starting Job auf Shortstop bekommen wird und ein guter Kandidat für den Rookie des Jahres ist. Für die Division wird es gegen die übermächtigen Dodgers natürlich nicht reichen, aber in der National League sind sie auf dem Papier Favorit auf die erste Wildcard.
Die letzte Saison war die erste seit 2007 in der die St. Louis Cardinals einen losing record hatten. Es war auch die erste Saison seit 1990, in der sie den letzten Platz in der Division belegten. Manager Oli Marmol geriet zudem in kleinere Streitereien mit seinen Spielern über mangelnden Einsatz. Trotzdem ist vom Spielermaterial her weiterhin genug Qualität vorhanden, um oben mitzuspielen. Paul Goldschmidt und Nolan Arenado stehen trotz ihres Alters für Qualität am Schlag und in der Defensive, mit Jordan Walker haben die Cardinals zudem einen jungen Spieler, den nicht wenige letztes Jahr an diesem Zeitpunkt als besten Rookie gesehen haben. St. Louis hat ihn aber nach gutem Start unerklärlicherweise wieder zurück in die Minors geschickt. Hinzu kam, dass Walkers eigentliche Position auf der dritten Base durch Nolan Arenado geblockt war, wodurch Walker mit dem Right Field eine neue Position lernen musste. Alles kein leichter Start in die Profikarriere, dennoch war seine Rookie Saison mit einem OPS+ von 114 ein Erfolg und die Cardinals haben einen potentiellen Allstar Powerslugger in ihren Reihen, der sich dieses Jahr ins Rampenlicht spielen könnte. Wenn es für die Cardinals am Ende für die Playoffs reichen soll, muss die durch Sonny Gray (34), Kyle Gibson (36) und Lance Lynn (36) verstärkte Rotation abliefern. Zusammen mit Miles Mikols (35) und Steven Matz (32) stehen somit fünf Werfer auf dem Hügel, die auf der falschen Seite der 30 stehen. Diese Cardinals werden keine Bäume ausreißen, aber in der Division gibt es mit den Cubs, Brewers und Reds keinen klaren Favoriten auf 90+ Siege, sodass ein Divisiontitel auch mit relativ wenigen Siegen möglich ist.
und wo wir schon in der NL Central sind, kommen wir gleich zu den Chicago Cubs. Mit 83 Siegen verpassten sie letztes Jahr die Wild Card nur um einen Sieg. In der Offseason feuerten sie Manager David Ross und warben Craig Counsell vom Divisionrivalen Milwaukee mit dem höchstdotierten Vertrag aller MLB Manager ab. Mit Shota Imanaga kommt ein japanischer Free Agent für vier Jahre und $53m an die Northside von Chicago. Zudem konnte man Cody Bellinger nach seinem 1 Year Prove-it Deal aus dem letzten Jahr halten und ihn für drei weitere Jahre an den Club binden, auch wenn Bellinger zwei Opt-Outs besitzt und schon nächstes Jahr wieder Free Agent werden könnte. Solange müssen die Cubs eine alternative Position für ihr Top Prospect Pete Crow-Armstrong finden, der als Center Fielder der Zukunft fest eingeplant ist. Dieses Team hat sich weder nennenswert verschlechtert, noch verbessert, sodass eine Saison knapp über .500 sehr wahrscheinlich ist. und das kann am Ende durchaus für einen Divisiontitel reichen.
Den Titelverteidiger aus Texas nur im Tier 3 zu finden mag seltsam aussehen, hat aber gute Gründe. Der eine Grund sind die Seattle Mariners, die schon letztes Jahr fast dafür gesorgt hätten, dass die Rangers gar nicht erst in die Playoffs gekommen wären. Der andere Grund ist die Pitching Rotation. Jordan Montgomery verließ den Verein als Free Agent, Max Scherzer ist nicht nur 39 Jahre alt, sondern fällt auch die erste Saisonhälfte verletzt aus, genau wie Jacob deGrom, der letztes Jahr Tommy John Surgery benötigte. World Series MVP Corey Seager ist zum Saisonstart eventuell nicht einsatzbereit, da er eine Bandscheiben-OP über sich ergehen lassen musste. Das Lineup ist weiterhin überragend, aber es muss die Rotation in der ersten Saisonhälfte über Wasser halten, ansonsten besteht die reelle Gefahr, dass die Rangers die Playoffs verpassen. Dazu beitragen kann eventuell auch Outfielder Wyatt Langford, sollte Texas sich dazu entscheiden, ihn aus der Minor League in das Opening Day Lineup zu beordern. Der 22-jährige wurde letztes Jahr an Nummer 2 im Draft gepickt, durchlief anschließend alle Minor League Levels bis zum AAA Level und hat das Potential, ein extrem starker Offensivspieler auf einer Position zu werden, auf der es den Texans noch an guten Optionen mangelt.
Tier 2 - Championship Material

Mit dem Trade für Juan Soto haben die New York Yankees in der Offseason ein großes Ausrufezeichen gesetzt. Müsste man von jedem MLB Team nur die drei besten Spieler auswählen, wären die Yanks mit Gerrit Cole, Aaron Judge und Juan Soto wohl auf Platz 1. Dahinter ist allerdings ein deutlicher Qualitätsabfall zu bemerken. Für Soto wurde eine ganze Reihe an Pitching Prospects abgegeben, dafür holten die Yankes Marcus Stroman in die Rotation und sind weiterhin im Gespräch für Free Agent und Cy Young Winner Blake Snell. Shortstop Anthony Volpe erhielt bei seiner Ankunft in der Liga letztes Jahr schon erste Vergleiche mit Derek Jeter. Mit 21 Homeruns und einem Gold Glove Award war er hinter Cole und Judge der drittbeste Yankee in der Kategorie Wins above Replacement (3.3). Kann er mit mehr Erfahrung seine Strikeouts verringern, sind die Yankees auf Shortstop für das nächste halbe Jahrzehnt exzellent aufgestellt.
Wie bei kaum einem anderen Club werden allerdings Verletzungen über Sieg oder Untergang entscheiden. Judge holte sich letztes Jahr eine Freak-Verletzung als er bei einem Outfieldcatch mit dem Zeh in die Betonmauer des Dodgers Stadium krachte. Starter Carlos Rodon hatte nach der Unterzeichnung seines Vertrags über 6y/$162m mit Verletzungen zu kämpfen und war einer der schlechtesten Pitcher der Liga. Nestor Cortes pitchte nur 12 Spiele. Anthony Rizzo war nach einer zunächst unbemerkt gebliebenen Gehirnerschütterung miserabel, weil er den Ball nicht mehr richtig sehen konnte. Wenn die Yankees fit bleiben, haben sie ein richtig starkes Team, das mit ein bisschen Verstärkung an der Trade Deadline einen Run auf die World Series starten kann. Kämpfen sie erneut mit Verletzungen, stehten die Blue Jays, Rays und…
Baltimore Orioles bereit. Die Trupiale sind in etwa vergleichbar mit den Arizona Diamondbacks: Letztes Jahr performten sie über ihren Möglichkeiten und gewannen mit 101 Siegen die schwerste Division der MLB. Eine Regression ist trotzdem nicht zu erwarten, was vor allem an dem unglaublich starken Farmsystem liegt, in dem weiter zahlreiche Stars schlummern, sofern sie nicht bereits im Major League Kader stehen. Mit Corbin Burnes haben sie zudem das einzige richtige Loch im Kader gestopft, nämlich eine wahre Nr. 1 in der Rotation. Leider sind mittlerweile mit Kyle Bradish und John Means zwei starke Starter wieder auf der IL gelandet, zusammen mit dem Closer Felix „The Mountain“ Bautista, der nach Tommy John Surgery das gesamte Jahr ausfällt. Das Pitching benötigt also wahrscheinlich noch ein paar Verstärkungen.
Bei den Orioles fällt es mir unglaublich schwer, einen bestimmten Player to Watch herauszusuchen, einfach weil sie so viele davon haben. Pitcher Grayson Rodriguez, Catcher Adley Rutschmann, Rookie of the Year Gunnar Henderson, die weniger erfahrenen Heston Kjerstadt, Colton Cowser, oder Jordan Westburg, alles Namen von denen man noch hören wird. Schlussendlich würde ich mich aber für Shortstop Jackson Holliday entscheiden, Sohn vom ehemaligen Major Leaguer Matt Holliday, Nr.1 Overall Pick im Draft 2022 und far and away das beste Prospect in der MLB. Er wird dieses Jahr mit zarten 20 Jahren seine erste MLB Saison bestreiten und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er Rookie des Jahres wird. Die Orioles haben das #1 Farmsystem, den breitesten und talentiertesten Stamm an jungen Major League Spielern und einen neuen Owner, der mehr Geld als bisher bereitstellen wird. Da muss schon extrem viel schief gehen, sollten sie die nächsten 5 Jahre nicht jedes Jahr in die Playoffs kommen und mindestens einmal in der World Series landen.
Rechnet man die verkürzte Covid Saison raus, haben sich die Philadelphia Phillies die letzten 6 Jahre stets verbessert. Die Offseason dieses Jahr verlief hingegen relativ ruhig, mit Starpitcher Aaron Nola konnte über 7 Jahre und $172m verlängert werden und der Stamm der Mannschaft ist identisch zum Vorjahr. Bryce Harper wird in Zukunft die Position auf der 1st Base übernehmen um seinen Körper etwas zu schonen und zudem der im Feld nicht aufstellbare Kyle Schwarber als Designated Hitter fungieren kann. Letztes Jahr holten die Phillies 90 Siege und die beste Wildcard, das wird auch dieses Jahr wieder so sein. An den Atlanta Braves ist kein vorbeikommen und die Marlins, Mets oder Nationals können nicht mit dem starken Lineup der Phillies mithalten. Dazu wird auch Johan Rojas beitragen, der in seine zweite Saison geht und das Outfield als neuer Centerfielder defensiv deutlich verstärkt. Einmal in den Playoffs, haben die Phillies gezeigt, dass sie eine gute Rosterzusammenstellung für einen tiefen Run haben, ob in die World Series wie 2022 oder in die NLCS 2023. Ein Run ist auch dieses Jahr nicht auszuschließen.
Tier 1 - World Series or Bust

Joe Espada heißt der neue Manager der Houston Astros, nachdem Dusty Baker am Ende der vergangenen Saison seine Karriere beendete. Er ist bereits über 6 Jahre als Benchcoach dabei, kennt sich mit den Astros also bestens aus. Der Kern der Mannschaft ist der selbe wie auch in den letzten Jahren. Jose Altuve, Alex Bregman, Yordan Alvarez oder Kyle Tucker kommen als erfahrene Veteranen in die Saison, obwohl die beiden Letztgenannten erst 26 bzw. 27 Jahre alt sind. Der ohnehin schon extrem starke Bullpen wurde durch das Free Agent Signing von Josh Hader für 5 Jahre und $95m weiter verstärkt. Die Astros können somit im Zweifel im siebten, achten und neunten Inning Reliever aufbieten, die in anderen Teams allesamt Closer wären. Nach der grandiosen Serie von 7 aufeinanderfolgenen Auftritten in der AL Championship Series sind die Astros auch dieses Jahr wieder als Topfavorit einzustufen. Ich denke nicht, dass sie die meisten Siege in der Regulären Saison holen werden, aber sobald die Playoffs losgehen, ist Houston mehr als gewappnet. Lediglich an interessanten, jungen Spielern mangelt es ein wenig. Das Farmsystem ist ebenfalls ziemlich aufgebraucht. Am spannendsten ist da wohl noch Yainer Diaz, der dieses Jahr Martin Maldonado auf der Catcherposition ablösen wird. Offensiv ein deutliches Upgrade, aber ob er das Gamecalling von Maldonado ersetzen kann, bleibt abzuwarten.
und damit kommen wir zu den beiden mit Abstand besten Teams der MLB. Die LA Dodgers holten in einem nicht mal wirklich guten Jahr 2023 100 Siege, die drittmeisten aller Teams. Das hielt LA aber nicht davon ab, in der Free Agency über $1.2 Milliarden auszugeben und mit Shohei Ohtani den besten Baseballer des Planeten zu verpflichten. Daneben holten sie sich mit Yoshinobu Yamamoto auch noch den besten verfügbaren Pitcher, brachten mit Tyler Glasnow per Trade einen weiteren Star in die Pitching Rotation und verstärkten das Lineup mit weiteren Depth-Pieces. und ganz nebenbei haben sie auch wieder ein Top 3 Farmsystem, denn kein Jahr geht vorbei, in dem die Dodgers kein Top 3 Farmsystem haben. Das öffnet weiter Türen, um im Verlauf der Saison Trades einzufädeln und das Team zu verstärken. Oder wie im Falle von Bobby Miller die Spieler einfach direkt hochzuziehen. Der war letzte Saison als Rookie hinter Altmeister Clayton Kershaw gleich mal der zweitbeste Starter der Dodgers. Rechnet man Glasnow und Yamamoto dazu und geht man von einem Bounceback-Year von Julio Urias aus, wird Miller wahrscheinlich nur Starter Nr. 5 und das trotz eines starken ERAs von 3.76 und 11 Wins bei 4 Niederlagen.
Das auf dem Papier beste Team waren die Dodgers schon häufig, dennoch holten sie in den letzten 11 Jahren in denen sie durchgängig in die Playoffs kamen nur einmal die World Series - und das im Covid Jahr bei stark eingeschränkter Aussagefähigkeit. Wenn es dieses Jahr klappen soll, müssen sie spätestens in der NLCS an den…
Atlanta Braves vorbei. 104 Siege waren letzte Saison Spitzenwert, auch wenn in der NLDS bereits gegen die Phillies Schluss war. Das Lineup ist weiterhin gespickt mit jungen Superstars rund um MVP Ronald Acuna Jr., dem letztes Jahr als erster Spieler überhaupt eine Saison mit 40+ Homeruns und 70+ Stolen Bases gelang. Neben dem Ligahöchstwert in OPS, On Base Percentage, Stolen Bases, Hits und Runs war er auch der Spieler mit den meisten At Bats, was angesichts seines Kreuzbandrisses vor zwei Jahren ein gutes Zeichen für seine Durability ist. Die Rotation mit Spencer Strider, Bryce Elder, Max Fried und Charlie Morton ist hervorragend, dazu konnte man in der Offseason Chris Sale ertraden. Für das Corner Outfield ergatterte man Jared Kelenic von den Seattle Mariners, der vor drei Jahren ein Top 5 Prospect gewesen ist und nach anfänglichen Schwierigkeiten zuletzt Fuß gefasst hat. Es würde mich nicht wundern, wenn die Braves das volle Potential aus ihm herauskitzeln können. Während die Dodgers vielleicht in der Spitze noch etwas besser sind, sind die Braves über den gesamten Kader gesehen das bessere Team und daher auch dieses Jahr wieder ein großer Favorit auf die World Series. Beide Teams sind nochmal eine Stufe über dem Rest der Liga und sollten dieses Jahr ohne Probleme die 100 Siege knacken.
und zum Abschluss nochmal alle Division im Überblick:
Opening Day
Am 20. und 21. März spielen die Dodgers und Padres die ersten Spiele der Saison in Seoul. Der wirkliche Opening Day ist der 28. März. Zu den interessantesten Matchups gehört das NLDS Rematch zwischen den Atlanta Braves und Philadelphia Phillies um 21:05 Uhr deutscher Zeit (beim zweiten Spiel dieser Serie am Samstag werde ich übrigens live im Ballpark dabei sein).
Neben der Seoul Series wird es auch wieder Spiele in London (Mets vs. Phillies) sowie Mexiko City (Astros vs. Rockies) geben.
Start der Postseason: 1. Oktober
Potentielles Game 7 der World Series: 2. November
Ganz ganz großartig und genau das was so jemand wie ich braucht um nochmal ein wenig angeheizt zu werden für die neue Saison. ![]()
Unfassbarer Post!
Wie machst du das eigentlich in der Saison mit dem Schauen von Spielen? Kommst du überhaupt dazu viele Spiele über die volle Länge zu schauen oder sind es wirklich eher Highlights? Pickst du dir gewisse Pitching Matchups raus die dich interessieren und verfolgst dann die?
Das ist sehr unterschiedlich und hängt total von der Zeit ab, die ich habe. Die MLB Saison ist nämlich ein unglaublicher Grind wenn man wirklich dranbleiben möchte.
Im Prinzip verläuft eine Saison bei mir jedes Jahr so:
April: Hypelevel 100, alles wird konsumiert
Mai: cool, ich bin voll dabei
Juni: Puh, langsam wird es etwas anstrengendend
Juli: Hartes Brot
August: Nee, kein Bock mehr, Records sind doch eh schon festgefahren
September: Die Playoffs sind am Horizont zu sehen - ich hab wieder Bock
Oktober: Playoffs. Hypelevel 100
Rund um den Opening Day und im April ist der Hype natürlich am größten. Hier schaue ich mir öfter mal Livespiele an, sofern sie zu verträglichen Zeiten laufen. Am häufigsten ist das Sonntags und Mittwochs/Donnerstags der Fall, da die Teams an diesen Tagen reisen müssen und die Spiele daher früh angesetzt sind, damit das Team anschließend noch aus der Stadt kommt.
Ich gucke dann meistens, was eben gerade läuft. Habe ich ein Auswahl aus mehreren Spielen, schaue ich schon das Spiel, was mich am meisten interessiert. Entweder weil es zwei starke Teams sind, mir die Mannschaften sympathisch sind (letztes Jahr habe ich z.b. viele Pirates Spiele gesehen) oder gelegentlich auch wenn das Pitching Matchup interessant ist oder ein Prospect sein allererstes Spiel bestreitet.
Kommentatoren spielen da tatsächlich auch ein Stück weit rein. Bin z.b. sportlich kein großer Fan von den Brewers, aber alleine weil Brian Anderson kommentiert, bleibe ich ganz häufig bei Spielen von Milwaukee hängen. Gleiches gilt für die Booth der beiden New Yorker Teams. Schlimm hingegen finde ich die Kommentatoren der Blue Jays weshalb ich Toronto Heimspiele aktiv meide. Ebenso finde ich die Farben im Ballpark der Diamondbacks schlimm. Ich glaub die spielen auf Kunstrasen und das TV Bild wirkt dadurch ganz grau und abstoßend.
Es kann dann aber auch vorkommen, dass ich zwischendurch mal switche, weil ich z.b. sehe, dass ein anderes Spiel gerade im neunten Inning ist und es sehr eng zugeht.
MLB.tv hat zudem an vielen Tagen eine Art Redzone, wo zwischen Spielen hin und hergeschaltet wird, je nachdem wo gerade etwas passiert oder wo es spannend wird. Die Umsetzung hat zwar noch deutliches Verbesserungspotential, aber die Grundidee ist gut.
Der klassische April sieht meist so aus, dass ich mir am nächsten Tag auf Youtube die Highlights (meist so zwischen 7 und 10 Minuten) von allen Spielen anschaue um ein erstes Gefühl für die Teams zu bekommem. Wenn die Zeit nicht reicht und der Hype dann in Richtung Mai und Juni nachlässt, hat der Gamepass noch die Option, von allen Spielen des gestrigen Tages eine Zusammenfassung über 45 Minuten (jedes Spiel wird in ca. 3 Minuten zusammengefasst) oder über 15 und 5 (?) Minuten anzuzeigen.
Ich versuche während der Saison dann zumindest täglich die 45 Minuten Zusammenfassung von allen Spielen zu sehen. Dass das nicht immer funktioniert ist natürlich klar, aber ich versuche es so lange wie möglich durchzuziehen. Letztes Jahr habe ich es tatsächlich geschafft, bis Ende Juli jede Zusammenfassung von jedem Spiel gesehen zu haben. Dann kam ein Italien Urlaub dazwischen und danach war ich auch ganz schnell ziemlich raus.
Gerade gegen Juli und August wird es dann schwer dem ganzen noch zu folgen. Einerseits hat man einfach weniger Zeit im Sommer (das ist zumindest mein Gefühl), andererseits sind die Records und Statistiken irgendwo auch schon etwas festgefahren. Während man zum Start der Saison sofort mitbekommt wenn ein Team eine 12er Win Streak hinlegt und ein Spieler komplett durchdreht, verschwimmt das zum späteren Zeitpunkt der Saison ziemlich. Die 12er Win Streak sorgt dann vielleicht dafür dass der Record von 62-73 auf 74-73 springt und der Spieler gleicht mit seiner Monsterperformance vielleicht nur ein bisher schwaches Jahr wieder aus, sodass seine Statistiken im Durchschnitt komplett normal aussehen. Es ist super schwierig in dieser Phase noch ein Gefühl dafür zu haben, wer gerade heiß oder kalt ist.
Gegen Ende der Saison steigt das Interesse dann wieder, weil es um die Playoffplätze geht und es da wirklich um jeden Sieg und jede Niederlage gehen könnte. und die Playoffs sind dann sowieso die schönste Zeit, denn Baseball ist einfach eine ganz andere Sportart wenn jeder Pitch zählt und nicht in der Kumulation von 182 Saisonspielen untergeht.
Aber egal in welchem Monat, wenn ich mich entspannen möchte, setze ich mich in einer lauen Sommernacht immer gerne auf den Balkon, schalte MLB.tv ein, mache mir ein Kaltgetränk auf und genieße ein Spiel. Das ist zwischen April und September mein persönliches Netflix.
Was ihr alle nicht wisst, Gordon verfasst diese Posts alle auf dem Weg zur Arbeit im Bus auf dem Handy.
Also falls sich irgendwie jemand einen Gamepass Account teilen will, meldet euch. ![]()
Ich hab wirklich echt Lust mich da jetzt rein zu arbeiten und habe mir jetzt auch schon ein paar der Season Preview Podcasts angehört(hauptsächlich Effectively Wild und Baseball Tonight). Und auch wenn du sehr viel Werbung gegen sie gemacht hast, faszinieren mich die Blue Jays und Vlad Jr. schon ziemlich gerade. Natürlich sind in meinen Youtube Empfehlungen direkt Tiedemann Pitching Analyse Videos aufgetaucht, aber das geht doch direkt etwas zu weit.
Ich halte übrigens auch weiterhin den Angels die Treue. Auch ohne Shohei. Schließlich habe ich mir letzten Sommer sogar eine Angels Cap gekauft. Und so macht Dodgers hassen auch noch mehr Spaß.
@Gordon hat’s echt geschafft. Nachdem ich in MLB The Show versunken bin und OOTP 25 vorbestellt habe, war es heute soweit und MLB.tv wurde auch abonniert. Schaue mir gerade das Spring Training der Pirates an, muss mein OOTP Team ja schon einmal etwas kennenlernen.
Diese Phase, in der man einen Sport immer mehr für sich entdeckt und alles dazu aufsaugt, ist immer so aufregend. ![]()
Ja ich fühle mit Dir, geniesse es.
Ich habe Baseball so ab 2012 verfolgt. Dazu gekommen bin ich durch mein erstes MLB The Show Let`s Play das ich zufällig entdeckt hatte.
Dann wurde ich irgendwie Cubs-Fan und habe zumindest so 20-30 Spiele pro Jahr Live angesehen.
Dann kam MLB the Show 13 und MLB2k 13, was für mich immer noch die unfassbarsten detaillierten Kommentatoren in einem Sportspiel hat.
Die letzten 3-4 Jahre habe ich es leider weniger verfolgt. Nur ab und zu Highlights angesehen und alle 1-2 Wochen die Stats/Standings verfolgt.
Liegt aber eher an Cricket und Radsport, alles kann man einfach nicht intensiv verfolgen.
Bei dem teilen eines Accounts wäre ich dabei. Aber ich würde glaube ich den Sport1 bevorzugen für 69,99 Euro. MLB.tv kostet ja 178.- Dollar inkl. Steuern und weiss nicht ob dort auch zwei Streams funktionieren!?
Freut mich sehr! Jede Aktivität in diesem Thema hier ist gerne gesehen.
Habe mir sagen lassen, dass das problemlos (sogar mit mehr als 2) funktioniert
sind insgesamt umgerechnet ca. 164€
Da bist du als Cubs-Fan ja genau zur richtigen Zeit eingestiegen. Ich hab damals auch sehr für die Cubs mitgefiebert, in MLB2k12 habe ich entweder mit den Angels oder mit den Cubs gespielt, damals aber noch nicht wegen der Mannschaft, sondern weil ich auf coole Features in den Ballparks geschaut habe und da ist das vor der Outfieldmauer wachsende Efeu natürlich ganz oben mit dabei. und Game 7 der World Series 2016 ist wahrscheinlich das beste Spiel aller Zeiten. Bevor ich mich richtig für Baseball interessiert habe, kannte ich die Cubs nur von der 30for30 Doku über Steve Bartman.
Die gibt es sogar wie gerade sehe in voller Länge frei verfügbar auf ESPN.com. Ich glaub die muss ich mir am Wochenende nochmal reinziehen.
Ich habe (dank @Kungl
) gestern auch etwas ins Spiel der Blue Jays gegen die Yankees reingeschaut, zumindest bis die Starter rausgenommen wurden. Auch heute gegen die Phillies werde ich wieder einschalten, weil wohl diesmal auch Vlad spielt und Tiedemann startet.
Ich hatte gestern schon panisch einen Chromecast und einen HDMI Splitter bestellt, weil ich auf keinem meiner Geräte eine MLB TV App gefunden habe, bis mir zum Glück eingefallen ist das ich ja noch eine Xbox Series S habe und die sogar die richtige App hat. Das Bild war jetzt leider nicht das beste, aber ich weiß nicht inwieweit das auch eher an der Übertragung lag, denn die Werbung sah eigentlich schon nach HD aus.
Meine Freundin hat jetzt gefragt ob wir nicht in Japan mal zu einem Spiel gehen wollen und es wäre sogar ein Spiel im Tokyo Dome bei unserem 2. Tokyo Aufenthalt Ende März, unser Hotel ist quasi 10 Minuten entfernt. Ich schaue mal, wie es da mit Tickets aussieht.
Das ging schneller als erwartet:
Cease ist 28 und noch zwei Jahre unter Team Kontrolle. Vor zwei Jahren legte er einen 2.20 ERA auf und wurde zweiter beim Cy Young Voting. Letztes Jahr war es etwas rough mit einem 4.58 ERA, aber das Zeug um Blake Snell zu ersetzen hat er auf jeden Fall.
Die Padres geben einen guten Reliever aus ihrem Bullpen und drei Midlevel Prospects für ihn ab. Die ersten 4 der Rotation sehen jetzt mit Yu Darvish, Joe Musgrove, Dylan Cease und Michael King sehr gut aus und es ist den Padres durchaus zuzutrauen über die Wild Card in die Playoffs zu kommen.
Wie ungewöhnlich ist es eigentlich, dass ein Cy Young Sieger und ein World Series Pitcher bis so kurz vor Saisonende warten bis sie einen neuen Vertrag unterschreiben?
Ich habe jetzt ja fast zu jedem Team Preview Podcasts gehört und bei so vielen Teams wird darüber gesprochen, dass ihnen mindestens ein Starter fehlt. Aber einen wirklichen Bieterkrieg scheint es um die beiden jetzt ja nicht zu geben.
Eigentlich sollte man doch davon ausgehen, dass die Starting Pitcher Position bei den Teams höchste Priorität hat oder nicht?
Das ist eine sehr intelligente und spannende Frage.
Die Antwort besteht wahrscheinlich aus 2 Gründen:
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Blake Snell hat zwar den Cy Young gewonnen, trotzdem sehen viele in ihm nicht den ganz großen, dominanten Pitcher. Denn trotz des besten ERAs letztes Jahr (2.25) hat er auch die meisten Walks aller Pitcher erlaubt. Allerdings hat er es besonders gut geschafft, dass diese Baserunner dann anschließend nicht mehr scoren, weshalb der ERA so niedrig war. Blake Snell sagt von sich, dass da System hintersteckt: Wenn ich ein schlechtes Matchup habe, attackiere ich den Batter nicht mit Pitches in der Zone sondern werfe nur außen herum und lasse ihn im Zweifel auf die Base im Wissen, dass ich den Batter danach auf jeden Fall ausmachen werde.
Andere sagen hingegen, dass das keine nachhaltige Taktik ist, sehr schnell nach hinten losgehen kann und in der letzten Saison eher zufällig geklappt hat. und das ist wahrscheinlich auch der Grund für die Zurückhaltung der Teams, weil sich niemand so wirklich sicher ist, ob Snell diese Leistung noch einmal replizieren kann. Hinzu kommt, dass Snell ein 1 Year Qualifying Offer in der Offseason abgelehnt hat, sodass das neue Team welches ihn verpflichtet als Strafe mehrere Draft Picks verlieren wird.
Montgomery ist natürlich ein guter Pitcher, aber keine Nr. 1, eher eine Nr.2 oder gute 3. -
Beide Spieler sind Klienten von Scott Boras. Dazu Wikipedia:
Since 2013, Forbes magazine has named Boras the „Most Powerful Sports Agent in the World.“[1] In 2019 and 2022, contracts signed by his clients totaled more than $1 billion in the month of December.
Boras ist DER Spieleragent im Baseball der fast alle Topspieler unter seinem Hut hat und das hat einen Grund: Geld.
Boras ist es relativ egal, wo der Spieler spielt, ob er sich dort wohl fühlt und gerne bleiben möchte. Für ihn ist es nur wichtig, so viel Geld wie möglich herauszuholen. Das heißt umgekehrt auch, dass er seine Klienten eigentlich immer in die Free Agency führt. Deswegen ist das, was sich da in Baltimore gerade abzeichnet auch nicht von allzu langer Dauer, weil einige von den jungen Topspielern Boras Klienten sind und somit niemals bei den Orioles verlängern werden.
Jedenfalls scheint sich Boras diese Offseason etwas verzockt zu haben. Mit Cody Bellinger, Matt Chapman und eben Snell und Montgomery hat er diesen Sommer wieder einige Spitzenspieler in der Free Agency gehabt, aber bei keinem der Spieler ist ein wirklicher Bieterkrieg entstanden, weshalb Chapman und Bellinger jeweils Deals unterschrieben haben, aus denen sie bereits nächstes Jahr wieder aussteigen können, sollten sie gut performen und die Möglichkeit auf einen größeren Deal haben.
Snell und Montgomery hätten schon längst bei einem Team untergekommen sein können, es gab genügend gute Angebote von mehreren Teams, aber Boras sitzt die Situation jetzt aus und hofft, dass die Teams noch verzweifelter werden und anfangen, die Kohle aus dem Fenster zu hauen. Bestes Beispiel sind die Yankees, die Snell wohl vor ein paar Wochen schon ein Angebot gemacht haben. Dort hat sich jetzt herausgestellt, dass Gerrit Cole eine Entzündung in der Ellenbogensehne hat und erstmal 2 Monate ausfällt. Je größer der Need, desto größer die Verzweiflung das finanzielle Risiko einzugehen.
Entweder legt also jemand jetzt nochmal richtig Cash auf den Tisch, oder es wird irgendwann vielleicht auch wieder auf einen 1 Year Prove-it Deal (mit Absicherung) hinauslaufen wie bei Bellinger und Chapman.
Jedenfalls wären beide Spieler zu 100% schon längst vom Markt, wenn sie nicht bei Boras unter Vertrag stehen würden.
Bei den New York Mets macht man sich auch schon sorgen, denn Pete Alonso geht in sein letztes Vertragsjahr und hat vor kurzem seinen Agent durch Boras ausgetauscht, wird also auch mit ziemlicher Sicherheit in die Free Agency gehen und richtig Geld kosten. Gleiches gilt für Soto bei den Yankees, der ebenfalls nächsten Sommer Free Agent wird. Der wollte Washington laut eigenen Aussagen übrigens nie verlassen.
Juan Soto is getting ready for his first season with the New York Yankees, but he says that if he had it his way, he’d still be a member of the Washington Nationals.
„Yeah, 100 percent. I never wanted to leave Washington,“ Soto said to The Athletic’s Chris Kirschner when asked if he intended to spend his entire career with the Nationals. „It was a great team. I knew everybody there, from the bottom all the way to the top. I was really comfortable and it felt like home for me. I was happy. I had a house in Washington. I was really comfortable up there.“
…hat aber dann ein Verlängerungsangebot von den Nationals über einen MLB-Rekordvertrag in Höhe von $440m abgelehnt.
Als Manager und langjähriger Fan von Snell und Montgomery muss ich erstmal Danke für den Beitrag sagen und dann noch anführen, dass ich den Boras nicht leiden kann.











