PIRI, KYMU, ODB - Der NFL-Thread und auch Collegekrams

Das wiederum liegt einfach daran, dass NFL zu 100% Full Corporate ist, schon immer war und auch immer sein wird. Ich mein, da können Teams einfach mal so den Standort wechseln!? Das alleine ist schon ein Konzept, was ein Fußballfan niemals begreifen wird. US Fans sind Paying Customers, das war im Fußball nicht so, auch wenn die Entwicklung natürlich ganz klar dahingegangen ist, keine Frage. Für die meisten europäischen Fans spielt sich das wahre „Fan sein“ in den Stadien und Arenen ab, dem Amerikaner ist das im großen und ganzen doch herzlich egal ob er das Spiel im Stadion sieht oder gemütlich zuhause. Das gilt übrigens nicht nur für Fußball/Football, sondern auch für andere Sportarten wie z.B. Basketball, da hast du das gleiche Phänomen.

Beim Rest hast du natürlich Recht. Die Redzone wird gefühlt immer beschissener, die International Games verpasse ich alle weil ich kein Bock hab mich schon um 14 Uhr hinzusetzen und Football zu schauen wenn ich weiß dass die „echte“ Show erst um 19 Uhr beginnt (und dann 7 Stunden geht) und generell reizt man das Thema gerade zu sehr aus.

Ich war ja beim allerersten Spiel in München dabei und kann sagen, die Stimmung dort war wirklich genial. und auch das spontane Country Roads war ein unfassbar toller, bewegender Moment, ich glaube da würde mir jeder zustimmen der mit im Stadion war.
Aber das lag glaube ich auch einfach an der generellen Vorfreude darauf, dass da gleich zum ersten Mal ein echtes NFL Spiel gespielt wird und man das gar nicht so richtig begreifen konnte. Dieser „Wow“ Effekt verblasst mit jeder weiteren Austragung, mit jedem weiteren aufgezwungenen Country Roads. Wie eine grandiose Silvesterfeier, die so gut war, dass man sie die nächsten Jahre immer wieder genau so plant, nur dass sie nie wieder so gut werden wird, wie beim ersten Mal.

Den Effekt hat man auch schon in London gesehen finde ich. Das war beim ersten Mal auch noch was richtig krasses und NFL Fans in ganz Europa haben nach Karten gesucht. Und Jahr für Jahr wird das mehr und mehr „Business as Usual“.

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Ich glaub das ist auch eine zu einfache Verallgemeinerung. Wie viele europäische Fans gehen denn wirklich ins Stadion? Die meisten schauen doch die Spiele auch einfach im TV. Oder bezeichnen wir die dann nicht als Fans? Dann wären sie aber wiederum einfach Customers. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es in der NFL dann aber wiederum sicher “echte Fans” gibt und die es zum Beispiel nicht einfach gut finden, wenn ihr Team einfach die Stadt wechselt.

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Das war für mich ein top 3 Stadionmoment meines Lebens, Das war einfach nur ein random Lied zwischen Plays. Da hab es keinerlei „Animation“ (keine Leinwand, die zum Singen auffordert o.Ä.) und dennoch hat ganz spontan das ganze fucking Stadion weitergesungen, als Brady den Ball gesnapped hat. Dass es jetzt jedes mal zwangsweise neu aufgetischt wird, in der Hoffnung, das „aufleben“ zu lassen ist einfach nur Augenrollen.

NFL Fankultur ist definitiv komplett anders als europäische Fußballfankultur, diese Aussage traue ich mir nach einem halben Jahr USA mit relativ viel NFL-Bezug zu. Symptomatisch habe ich das wieder bei Falcons vs Panthers wahrgenommen. Sauenges Spiel, konstant hin und her. Divisional Duell. Mit einem L wären vermutlich endgültig alle Playoff-Hoffnungen kaputt. Wenige Sekunden (!) vor Schluss gibt’s das das Field Goal zum möglichen 27-27 und zur OT. Und wie sehen die Ränge aus? Keine 50% mehr belegt.

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In vielen Stadien wird das natürlich auch noch durch die ÖPNV-feindliche Lage bzw. Infrastruktur gefördert. Wenn ich mir alleine immer die Aeral Shots von Arrowhead anschaue, die Parkflächen drumherum sind 8x so groß wie das Stadion selbst und die Leute verbringen Stunden damit, nach dem Spiel nach Hause zu kommen. Da sind natürlich viele dabei, die den Traffic umgehen wollen und früher aus dem Stadion gehen. Aber auch generell ist in Amerika ja sofort Schluss, sobald das letzte Play des Spiels gemacht ist. Während beim Fußball gut und gerne nochmal eine Ehrenrunde gedreht wird oder man auch so einfach noch 10 Minuten nach Spielende ein bisschen die Atmosphäre genießen kann, wird man dort sofort nach Spielende rausgescheucht.

Aber das erinnert mich an zwei sehr witzige bzw. interessante Fälle, die ich letztes Jahr auf meiner USA Reise hatte.
Mein erstes Spiel war ein NBA Spiel bei den Miami Heat. Die Arena war ziemlich leer, was wohl auch mit dem nebenan stattfindent Ultra Musicfestival zu tun hatte. Irgendwann im zweiten Viertel setzt sich ein junger Typ mit seiner Freundin in der Reihe vor uns auf die Plätze, spielt 80% der Zeit auf seinem Handy herum und geht dann nach dem dritten Viertel und kommt nicht mehr wieder.
Komisch dachte ich mir, vielleicht nur ein Einzelfall. Bis ich wenige Tage später in Orlando war.
Die Steph/Klay Warriors waren zu Gast, ziemlich sicher zum letzten Mal in dieser Besetzung. Dementsprechend sauteuer waren die Karten (ab 240$ aufwärts). Das war es mir trotz der Gelegenheit mehrere Hall of Famer + die Warriors Dynasty + Wagner Brothers Live zu sehen nicht wert. Also habe ich mich vor die Arena gesetzt und gehofft bzw. gewartet, bis nach Spielstart die Eintrittspreise nach unten gehen um vielleicht doch noch ein akzeptablen Preis zu ergattern. Während dieser Zeit sind noch hunderte Menschen grundentspannt von außerhalb in die Arena gepilgert, während das Spiel schon lange lief.
Nach 4-5 Minuten Spielzeit hatte ich dann ein Ticket gefunden, dessen Preis ich bereit war zu zahlen (es lag immernoch im dreistelligen Bereich…). Ich also hektisch auf dem Handy das Ticket gekauft, zum Einlass gelaufen und nach dem Security Check zu meinem Platz gerannt um so viel wie möglich zu sehen und mitzunehmen. Vor mir saßen zwei ältere Amerikaner, ca. um 60 Jahre rum. Gelegentlich konnte ich ein paar Gesprächsfetzen aufpicken. Zum Ende des zweiten Viertels haben die sich entschlossen aufzustehen… und sind nicht wiedergekommen. Die müssen im absoluten Minimum 200$ pro Karte geblecht haben und sind im zweiten Viertel aufgestanden und nach Hause gegangen :ugly:
Dass mir die Spiele als Tourist der diese Gelegenheit nur einmal hat mehr bedeuten ist mir schon klar, aber dass denen das eigentliche Spiel wirklich derart am Arsch vorbeigeht, hat mich dann doch sehr überrascht.
Von allen Events die ich da besucht habe, hatte ich nur bei den Philadelphia Phillies das Gefühl, dass es vom Fan Involvement so ein bisschen in die europäische Fußball Richtung ging. Aber dass die Sportfans in dieser Stadt alle ziemlich verrückt sind, ist ja bekannt.

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Notre Dame hatte nach 5 Minuten gegen Syracuse 2 Pick Sixes und einen blocked Punt TD. :ugly:

Jameis sollte jedes Jahr irgendwo starten.

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Seine meisten Entscheidungen sind ähnlich kafkaesk wie der call, beim vierten Versuch nicht das FG mitzunehmen.

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Dürfte nur der Anfang vom Ende sein

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Wir sind anscheinend so tief in der Saison dass mich die Diskussionen und Takes allesamt nur noch nerven. McCarthy, Shedeur, Patriots, Chiefs, egal was, jeder ist bemüht irgendwas schnell raus zu feuern.

edit: Und Adrian Franke!!! Was der immer zwanghaft posten muss. Experte für sowieso alles.

Ich höre Down Set Talk ganz gerne und auf Bluesky postet er kaum was :ka:

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Er verstrickt sich auf Twitter gerne mal unnötig in Ellenlange Diskussionen, wenn Fan X von Mannschaft Y mal wieder den QB seiner Mannschaft aufs Blut verteidigen muss. :ulaugh:

Ich glaube das wäre mir an seiner Stelle zu mühsam und ist mir auch zu blöd zu lesen.

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Er selbst ist ja auch kein Stück besser wenn er permanent erwähnen muss wie schlecht Purdy doch ist.

Ich hab es schon mal erwähnt aber für mich ist Franke der typische „Ah ok, die analtyical guys in der NFL sagen XY, muss ich auch so weiter geben“.

Aber gut, muss man in Deutschland wohl so machen wenn man Bill Barnwell, Kevin Seifert, Dane Brugler und Robert Mays in einer Person sein will/muss.

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Das ist auch das, was mir bei Franke am wenigsten gefällt - er hat sein Narrativ und bedient es, wenn Purdy gut spielt, hört man dann einfach gar nichts zu dem Thema.

Hat er immerhin mal seine Meinung zu Geno Smith revidiert?

In letzter Zeit hat er im Podcast überwiegend Bo Nix kritisiert, ihn nach Week 11 gegen die Chiefs dann aber auch ausdrücklich gelobt. Ich fand da seine Kritik sehr angebracht und fundiert.

Das Geschreibsel auf der Hurensohnplattform bekomme ich nicht mit.

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Die EFA hat wohl bemerkt das es wohl doch nicht so einfach ist eine Liga aus dem Boden zu stampfen und kooperiert jetzt doch wieder mit der EFL :jeffkoch:

Nicht vergessen heute ist Thanksgiving.
Es geht als schon um heute um 19 Uhr los.

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Auf Center spielt bei uns heute der Dickdarm.

Gegen die Rams kommt dann zum Glück wieder einer der Besten.

Was für eine Halbzeit voller Betrug von dieser dreckigen scheiß Franchise aus Wisconsin.

99 Cents um ein wenig NFC North zu schauen, kann man ja mal machen. Aber bisher habe ich das Gefühl, dass ich abgezockt wurde. Meine Fresse läuft das schlecht.

Edit: Dieses Timeout! :geberdim: