Weil vom Prinzip her sind die ja total bescheuert. Kind ist krank. Gut, für die KKT brauche ich ne Bescheinigung. Muss ich also zum Arzt. Mit dem kranken Kind macht das ja schonmal total Spaß, vor allem um dann feststellen zu lassen, dass es ne Erkältung ist.
Dafür gibt’s dann 90% vom Netto. Aber Minus Sozialabgaben, also wenn’s gut läuft rund 2/3 vom Lohn. Dazu noch der totale Overhead mit Formularen für die Krankenkasse und dem Arbeitgeber. Weil die genaue Berechnung des Lohnersatzes natürlich super kompliziert ist…
Man könnte ja aber auch einfach selbst krank machen. Da braucht man idR erst ab dem dritten Tag ne Bescheinigung und bekommt vollen Lohn
Wenn sich die Eltern das aufteilen bekommt man ohne Attest fast ne Woche über die die Bühne. Habe auch schon gehört, dass Chefs unter der Hand sogar dazu raten weil das bei einer normalen Erkältung des Kindes der weitaus stressfreie Weg ist. Für alle Beteiligten.
Wie handhabt ihr das so?
Wie ist das bei eurem Arbeitgeber geregelt?
Selber krank sein, weil erst ab Tag 3 Krankmeldung nötig.
Dazu haben wir ne Regelung das wir 5 Tage Kinderkrank machen können ohne das es offiziell als Kinderkrank gilt.
Bei uns ist es idr mit einem Tag getan oder zwei weil Luxus: Mehrgenerationen Haus und Oma, Tante und Onkel immer im Haus weil Frührentner. Aber wenn dann Variante 1.
Hab einmal kindkrank gemacht, aber in der privaten lohnt sich das glaub ich überhaupt nicht, weder finanziell was letztlich bei rumkam, noch der Aufwand der dahintersteckte. Seitdem versuchen wir es eher so hinzukriegen, mit Schwiegereltern und Geschwistern, meine Frau ist oft früher von der Schule zu Hause, ich hab meistens Homeoffice und Vertrauensarbeitszeit, das geht dann schon meistens irgendwie. Wenn beide Kinder krank sind und man dann noch selbst schwächelt wirds natürlich sportlich, gerade wenn meine Frau krank ist, die - wie ihr gesehen habt - das ganze Versorgungssystem managed. Könnte ja doch mal ne Halswehtablette im Po landen.
Ich habe schon mal kinderkrank genommen. Weil ich es halt musste. Da ging es nicht um Finanzielles oder Bürokratisches. Es musste echt einfach sein. Hab nicht über mein Nettogehalt oder so nachgedacht dabei.
Wenn ich nicht ab dem ersten Tag direkt ne AU brauchen würde, wäre ich der Einfachheit halber aber bei MMM.
Ich habe auch einmal 2 Tage kindkrank genommen, weil meine Frau was wichtiges bei der Arbeit hatte. Völliger Overhead
Kam seit dem nicht mehr vor, weil meine Frau in Mutterschutz/Elternzeit ist und man das dann offiziell glaube ich auch gar nicht darf (gefährliches Halbwissen). Ich glaube nicht, dass ich das nochmal machen würde
Kompliziert wird es dann wenn die Frau, die sich eigentlich um die Kinder kümmert, richtig krank wird.
Kam zum Glück noch nicht vor, aber dann wird es auch Tricky.
Kinderkrankentage sind total super für uns.
Die Kind-Au gibt es für „leichtere“ Sachen auch telefonisch beim Kinderarzt. Selbst krank melden müssten wir uns beide ab dem ersten Tag, wäre also auch keine Erleichterung und letztlich „blau machen“.
Und bürokratischer Aufwand ist das kaum. Krankschreibung in der KK-App einscannen und eine Kopie per Mail an den Arbeitgeber. Schwupps schon landet ein Haufen Geld auf dem eigenen Konto. Mittlerweile stehen wir dieses Jahr bei 25 Tagen in denen wir uns halbwegs stressfrei dann ums Kind kümmern konnten.
Ja, wie Dejo schon schrieb gibt es weniger als beim regulären Lohn und dann noch abzüglich Sozialabgaben. Und man darf pro Elternteil aktuell 30 Tage pro Kind in Anspruch nehmen.
Ich hab in meinem Arbeitsvertrag keinen Ausschluss von § 616 BGB, daher hab ich schon öfters „Kind krank“ gemacht.
Ansonsten auch immer mal Home Office. Mein Abteilung und der Arbeitgeber sind da sehr hilfreich und unterstützen Eltern mit kranken Kind unbürokratisch.
Heute dann mal wieder einem Versuch gestartet mit meinem 4-jährigen Fußball zu gucken. In der 30. Minute angeschaltet, in der 35. hatte er keine Lust mehr und hat anschließend im Hintergrund Leo Lausemaus gehört. Kurz vor Abpfiff der regulären Spielzeit fragte er, wann es endlich ins Bett geht.
Das hat er ernsthaft noch nie gesagt. Ob das noch was wird? Fußball spielen mit mir tut er sehr gerne.
Mit 4 ist er aber auch noch viel zu jung, um da wirklich interessiert zu sein. Wenn man nicht selber spielt, sondern zuguckt, dann ist das doch ein ziemlich langweiliges Spiel, solange kein Tor fällt.
Meine noch nicht dreijährige Tochter schaut gerne ein paar Minuten beim Fußball zu und ist dann besonders dran interessiert, wenn wieder jemand hinfällt und/oder sich weh tut. Und wenn ein virtuelles Auto auf der Werbebande einem Ball hinterherfährt.