Overrated - Lasst uns gemeinsam abstoßen!

Das ist bei Weleda auch so, die Produkte finde ich allerdings gut.

Du meinst wohl Vileda:

Ich habe lange gebraucht um das richtig zu schreiben. Beim suchen der Seite fällt auf, dass die das in ihrem Titel erwähnen. Weleda Naturkosmetik und anthroposophische Arzneimittel

Als ich noch ein kleiner unschuldiger Mummel war, also so fünfzehn, dachte ich immer es heißt Vileda, weil es wie Leder, also Wieleda ist. Weißte
Und ein Pils schmeckte…

Also die Firma Vileda heißt doch auch genau aus diesem Grunde so. :ka:

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Röchtöch!

Der Name " Vileda " ist eine Abwandlung des Umgangssprachlichen „wie Leder“, das Tuch aus Vliesstoff fühlte sich wie ein Fensterleder an und wurde 1948 in den Markt eingeführt. Neben dem Kundennutzen kommt der Strapazierfähigkeit und Haltbarkeit der Produkte eine besondere Bedeutung zu

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Echt?
Und all der Hohn und Spott den ich dann zu unrecht ernten musste.

Eine tragische Geschichte die der kleine Mummel da also erleben musste.
Das reibe ich all denen die mich ausgelacht haben unter die Nase!

dingdong
"Hey Mummel, froh "
„Ha! In your face, es heißt doch Vileda weil es wie Leder ist“
rumps :undwech:

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Drucke den Thread hier als Beweis aus und halt’s unter die Nase :grimacing:

Ja , genau.
Faustschütteln mit der einen Hand und mit der anderen fuchtel ich das Beweismittel unter deren Nase rum - und dasselbe dann von Tür zu Tür, völlig unabhängig ob die Person die öffnet dann überhaupt eine Ahnung hat um was es denn eigentlich geht.
Sternsingen by Mummel.

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Nun ja, das stimmt ja auch. Der ganze Hokuspokus müsste halt nicht sein, ändert aber nix dran, dass man da wohl die besten Bedingungen für Tiere unterstützt.

Nö.

Demeter ist kein Tierschutzlabel.

Habe mal Praktikum auf einem demeter-Hof in Frankreich gemacht. Der Zustand im „Stall“ war nicht feierlich. Das hat mir damals den langsamen Stups Richtung Vegetarismus und später auch Veganismus gegeben.

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finden die Kühe bestimmt auch, wenn sie mit Homöopathie behandelt werden… Aber demeter sagt:

Demeter-Blog
Homöopathie wirkt, aber wie?
31.10.2019
Demeter-Blogger sitzt auf einem Misthaufen

Es nervt! Kampagnenartig wird in den letzten Monaten über alle Medien hinweg über Homöopathie hergezogen, als gäbe s nichts Wichtigeres. Relevanz: mickrig, die Ausgaben für homöopathische Behandlungen inklusive Arzneimittel machen etwa 0,003 Prozent der Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen aus. Warum überlässt man das nicht einfach den Krankenkassen wie alle anderen Entscheidungen zu ersatzpflichtigen Leistungen auch? Ruft nach dem Gesetzgeber? Entmündigt die Ärzte? Geht es da etwa um Ideologie? Oder um politische Munition gegen Grün? Egal: Weder die Demeter-Kühe in Brodowin noch unsere Tochter als Baby wussten, was Homöopathie ist. Gewirkt hat sie trotzdem – also jenseits des Placeboeffektes. Bei diesen und anderen Kühen konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass die Behandlung den Antibiotikaeinsatz deutlich mindern kann. Eine andere der sehr raren Studie fand keinen Effekt. Es gibt aber flächendeckend positive Erfahrungen von Landwirten, auch konventionellen Kollegen. „Die Zeit“ schrieb gerade, wer der Wissenschaft vertraut, muss die Homöopathie ablehnen. Autsch. 54 Prozent der Bevölkerung hat Homöopathie schonmal geholfen. Wissenschaft fängt beim Beobachten an – nicht umsonst gibt es Citizen-Science – siehe Insektensterben, das „die Wissenschaft“ auch verschlafen hat. Und hätten wir Bios auf „die Wissenschaft“ gewartet, gäbe es heute keinen Ökolandbau! Apropos: Die Biodynamiker forschen dazu seit mehr als 90 Jahren. Der Mainstream aber tickt anders und die Fördergelder werden nach dessen Gesichtspunkten vergeben.

Den Demeter-Blog verfasst Michael Olbrich-Majer, Redakteur der Fachzeitschrift Lebendige Erde.

https://www.demeter.de/aktuell/homoeopathie-wirkt-aber-wie

Das hat mich natürlich sehr überzeugt. :udrunk: Demeter basiert genau auf der anthroposophischen wissenschaftsfeindlichen Steiner Schwurbel-Schiene, denen wir heute zum Teil die Impfskepsis gegen Covid zu verdanken haben.

Gibt doch noch genug andere Biolabels mit höheren Standards als gesetzlich verlangt.

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@Eddie: Wie gesagt, die Homöopathie halte ich (generell, aber insbesondere für Tiere) auch für Humbug, aber darum geht es gerade ja auch gar nicht.

Aber nochmal zu den Haltebedingungen. Was die qm pro Tier angeht, so gelten für Demeter-Höfe allermindestens Biostandards, in der Regel deutlich mehr. Auch Weidezeiten sind deutlich mehr gefordert als bei normalem Bio. Biofutter sowieso.

„Dein“ Hof in Frankreich mag die Regeln also nicht ganz ernst genommen haben (womit wir zu einem weiteren Problem kommen, generell von Bio und Haltebedingungen: wie oft und wie genau wird das eigentlich kontrolliert?). Und es spricht nicht gerade für die Bio-Bedingungen, wenn ein Demeter-Hof mit höheren Anforderungen so aussah wie der in deinem Praktikum.

Aber: ich bleibe dabei: wer nicht auf Fleisch oder tierische Produkte verzichten mag (und über den Hokuspokus hinwegsehen kann bzw. ihn als unnützen, aber auch nicht schädlichen Unsinn abtut), der hat bei demeter wohl die besten Bedingungen (heißt noch nicht unbedingt: tolle Bedingungen). Aber konsequent wäre es wahrscheinlich am ehesten, wie du auf diese Produkte zu verzichten.

EDIT: aber wo Eddie natürlich recht hat, ist, dass es auch andere Labels mit höheren Standards gibt.

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Ich kann das auch weiter ausführen.
Auf besagtem Hof, der ein sehr kleiner, armer Hof war, befanden sich drei oder vier Kühe mit vier Kälbern in einem Unterstand, also einem offenen Stall von maximal 8 x 8 Metern. Dabei standen sie knietief in der eigenen Scheiße. Bzw. für die Kälber heißt das sie standen bis an den Bauch in der Scheiße. Meine Aufgabe als Praktikant war es damals, da dann immer so viel Stroh mit reinzuwerfen, dass das ganze einigermaßen fest und nicht zu flüssig war.
Ausgemistet wurde in den drei Wochen die ich da war kein einziges mal.
Strukturell war der Hof auch so aufgestellt, dass er keine Weide hatte, auf der die Kühe vielleicht normalerweise sind. D.h. das ist der Dauerzustand und nicht die Ausnahme. Und dieser Hof ist demeter-zertifiziert. Das Zertifikat ist aber einfach überhaupt nichts wert, wenn so etwas nicht auffliegt.

Ich habe auch insgesamt zweieinhalb Jahre auf einem demeter-Hof in Norwegen gelebt, wo es den Tieren tatsächlich viel besser geht. Den Sommer über sind die nur draußen auf der Weide. Aber auch da waren die Platzverhältnisse im Stall viel zu schlecht. Da gab es aber dann den eigenen Wunsch, die Bedingungen zu verbessern. Als ich jetzt das letzte mal jetzt im Sommer da war, waren sie in einen neuen Stall umgezogen, der den neuen Standards entspricht. Aber eine Kontrolle gab es da in der ganzen Zeit auch kein einziges Mal.

Natürlich geht es Tieren auf Biohöfen und auch auf demeter-Höfen besser als in der Massentierhaltung. Mein Punkt ist nur: demeter ist per se kein Tierschutzlabel, sondern eben ein Anthrolabel, das bedeutet dass nach gewissen biodynamischen Prinzipien gearbeitet wird (Mondkalender, Homöopathie-Präparate, Kreislaufwirtschaft usw.). Die Tierschutzanforderungen sind dabei per se nicht strenger als bei anderen Biolabeln. Und so lange so lasch kontrolliert wird, sind die Labels einfach keine Garantie.

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Aber strenger als gesetzlich für Bio vorgeschrieben auf jeden Fall.

Und das mit der Kontrolle ist denke ich nicht demeter-spezifisch, sondern ein generelles Problem solcher Label.

Das denke ich auch. Deswegen bin ich schlussendlich ja Veganer geworden. Eier von eigenen Hühnern würde ich z.B. essen, weil ich dann genau wüsste, wie es den Tieren geht. Aber auf die Labels vertraue ich eben nicht.

Wenn man mal die Plastikwüsten in Andalusien gesehen hat, unter denen unser „Biogemüse“ angebaut wird und gesehen hat, wie da die Wohnbedingungen der Arbeiter sind, kann man das auch auf alles andere ausweiten.

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Tust du das auch tatsächlich?
Also beim Gemüsekauf darauf achten, wie die Anbaubedingungen und die Arbeitsbedingungen dort sind?

Das ist doch kaum machbar, oder kaufst du dann tatsächlich nur vom Bauern den du kennst?

Ne, das ist eigentlich nicht machbar. Ich versuche schon, eben nicht Tomaten aus Spanien zu kaufen, im Winter z.B. auch auf Tomaten zu verzichten, beziehe mein Gemüse größtenteils hier vom lokalen Bioladen, der regionale Lieferanten hat usw… Bei Südfrüchten wie Bananen und Mango oder bei Kaffee und Schokolade achte ich auf FairTrade-Labels (wie zuverlässig sind die dann wiederum?). Aber der alte Spruch „es gibt kein richtiges Leben im Falschen“ hat weiterhin seine Gültigkeit.

Und schlussendlich sollte es nicht am Endverbraucher hängen. Tierschutz und Arbeitnehmerschutz sollten gesetzlich so geschützt sein, dass ich mich als Verbraucher darauf verlassen kann, dass die Ware die im Laden ausliegt auf vertretbare Weise hergestellt wurde.

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Ich denke man sollte sich von diesem Begriff trennen, und dabei meine ich nicht die feedlots in den USA. Natürlich geht es den Tieren besser, wenn sie (mehr) Auslauf haben aber am Ende ist es immer eine Tierhaltung, die nur einem Zweck dient. Label Fleisch zu kaufen und den Konsum zu senken ist besser aber das können und wollen sich noch zu wenig Menschen leisten. Und es ist auch kein Grund, sich tonnenweise Tierprodukte zu kaufen oder zu sagen ich unterstütze keine Massentierhaltung und fresse jeden Tag nur Demeter Fleisch. Fleisch müsste viel teurer sein und es ist ein Auslaufmodell.

Das benötigt leider noch viel Zeit. Bestes Bespiel, wir stimmen demnächst über eine Volksinitiative „Für einen zeitgemässen Tierschutz“ ab. Und kaum sind die Unterschriften eingereicht, kommt der Bauerverband und warnt, dass der Preis verdoppelt wird. Da kann man sich vorstellen, was die Abstimmung für einen Ausgang nehmen wird.

Ich esse übrigens Fleisch und habe meinen Konsum schon deutlich reduziert. Aktuell teste ich immer mehr Alterantiven, wovon einige sehr gut und auch nicht nur aus Fett bestehen.

Bauernverband in der Schweiz ist schon ein bisschen so wie die Autolobby in Deutschland, ne?

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