Omicron abservieren - Die Längsdenker von Sofacoach

In Schweden haben als Impfreaktion scheinbar überdurchschnittliche 25% der geimpften Polizisten mit Fieber reagiert, was per se ja eigentlich nicht gefährlich ist. Skeptische Pflegeeinrichtungen kann ich da verstehen, wenn auf einmal 25% des Personals wegbrechen, bekommt man Probleme.

Es würde da aber vielleicht mehr Sinn machen, Einrichtungen nicht vollständig an einem Termin zu impfen, als gar nicht mehr zu impfen. Da AZ nicht so hohe logistische Ansprüche hat, sollte das ja eigentlich möglich sein.

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Hätte ich die Wahl, würde ich schon Biontech bevorzugen. Bei der aktuellen Knappheit der Impfstoffe aber ganz klar „Drück rein die Scheiße, egal was“.

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Wenn ich wählen könnte, was ich nicht kann, dann Pfizer oder BioNTech, weil die Wirksamkeit höher ist. Ich würde allerdings auch keinen Impftermin mit Astrazeneca ablehnen. Ich weiss nicht ob die Impfreaktion im Vergleich zur Grippeimpfhung höher ausfallen. Mehr Reaktionen wird es sicher geben, weil sich auch mehr impfen lassen als bei einer Grippe (schätze ich mal). Eine Mitarbeiterin meiner Frau hatte Glück im Unglück. Sie ist kollabiert, unglücklich gestürzt und wurde mit Verdacht auf Hirnvenenthrombose not operiert. Glück daher, weil es während der Arbeit im Krankenhaus geschah.

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Ich finde es komplett bescheuert, wenn in den Medien nur mit einer einzigen Zahl pro Wirkstoff argumentiert wird. Natürlich liest sich 95% besser als 60%. Jetzt haben aber zusätzliche Studien gezeigt, dass bei längerer Pause zwischen 1. und 2. Dosis die Wirksamkeit des AZ-Impfstoffs auf deutlich über 80% ansteigt. Schwere Verläufe und Krankenhausaufenthalte bei älteren Menschen, und das ist so wahnsinnig wichtig, verhindern BEIDE ähnlich gut:

https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1364285788100395010

Zweitens verstehen sehr viele Menschen immer noch nicht richtig, dass diese Wirksamkeit als relative Risikoreduktion zu verstehen ist. Von Zeit Online bündig zusammengefasst:

Die Wirksamkeit ist das Ergebnis eines Vergleichs: In den Impfstoffstudien wurde gemessen, wie viele geimpfte Testpersonen im Vergleich zu den ungeimpften Testpersonen erkrankten . Der Unterschied wird in Prozent angegeben. Wenn halb so viele Geimpfte krank werden wie Ungeimpfte, liegt die Wirksamkeit zum Beispiel bei 50 Prozent.
Das Wort Wirksamkeit kann man dabei intuitiv leicht falsch verstehen. Nämlich zum Beispiel so: Wenn ein Impfstoff eine Wirksamkeit von 50 Prozent hat, wirkt er nur bei der Hälfte der Geimpften. Fünf von zehn Menschen wären nach der Impfung also ungeschützt. Das ist falsch. Einen Schutz vor schweren Verläufen gibt es den bisherigen Studien zufolge immer.

Drittens ist es so, dass bei AZ die erstere Dosis heftigere Impfreaktionen auslöst, bei mRNA-Impfstoffen die zweite. Die Leute sollen also wegen einem Tag Fieber nicht so einen Aufstand machen, finde ich. Bei Kleinkindern stört es doch auch niemanden, wenn die nach der Vierfach- oder Sechsfachimpfung einen oder zwei Tage einen leicht geschwollenen Arm oder Fieber haben. :ka:

Und viertens: Man kann mix and match betreiben. Man kann mit einer Dosis AZ anfangen und später einen Booster-Shot BioNTech oder Moderna bekommen.

edit: Ich habe die Zahlen jetzt nicht überprüft, aber gleichzeitig heulen, dass es mit dem Impfen langsam vorangeht, und sich dann nicht impfen lassen, ist komplett Banane:

Das Unternehmen (AstraZeneca) hat 1.473.600 Dosen geliefert, verimpft wurden davon 187.020 Dosen

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Sehr vereinfacht erklärt, aber für jeden Impfgegner mE schauenswert.

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Ich hab gestern auch gelesen, dass viel AZ rumliegt und nicht geimpft werden kann. Das liegt zum Teil wohl wirklich daran, dass er von einigen abgelehnt wird, andererseits gibt es wohl an manchen Orten auch zu wenig Risikopatienten unter 65. Und die wären jetzt halt dran mit AZ geimpft zu werden. Da sollte vielleicht auch nochmal der Plan angepasst werden.

Das bezieht sich auf Deutschland. Keine Ahnung was hier in Österreich wieder passiert. Zu wenig, zu langsam wahrscheinlich alles. Wie immer.

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Ja, das war auch arg verkürzt von mir. Ich will die verkorkste Impfkampagne auch gar nicht zu sehr in Schutz nehmen, da lief und läuft wirklich einiges schief. Im Nachhinein hat sich die englische Strategie, erstmal die erste Dosis an möglichst viele Menschen zu verimpfen, und dann für die zweite separat zu planen, voll ausgezahlt.
In Deutschland ist es glaube ich immer noch so, dass die erste erst verabreicht wird, wenn die zweite auch sicher vorliegt.

Hier noch ein paar ganz interessante Ansätze, die zumindest auf den ersten Blick vernünftig anmuten:

Öffnet die Impfzentren!

Kurz gesagt: Im Zweifel lieber irgendwen mit niedrigerer Priorität impfen, als eine Dosis abgammeln zu lassen.

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Das ist auch was, was ich überhaupt nicht verstehe. Also erstens, dass man sich lieber gar nicht impfen lässt, als AZ zu nehmen, der sogar noch besser verträglich ist und auch vor den meisten schweren Verläufen schützt, aber auch dass sich die Bundesregierung da anscheinend überhaupt keine Gedanken gemacht hat, wie sie in einem solchen Fall übriggebliebenen Impfstoff verteilt. Es gäbe ja genug, die sich sofort damit impfen lassen würden. Ich war bislang sehr gnädig mit der Strategie, auch mit der missglückten EU-Einkaufspolitik, weil ich es gut fand, dass man für alle Länder beschafft hat, statt dass jedes Land eine Ego-Tour startet. Aber das ist einfach nur schwer zu begreifen, wieso hier keine Pläne in der Schublade liegen. Anscheinend muss erst ein App-Hersteller wie TooGoodToGo kommen und man kann sich dann spontan an der Bahnhofsbäckerei impfen.

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Man schätzt dass 25% an Long Covid leiden, darunter gibt es bestimmt auch Menschen, die keinen schweren Verlauf mit Atemnot bis zur Einlieferung ins Krankenhaus hatten. Das ist ja das, was gesunde Menschen befürchten, also die Symptome lange nachdem das Virus nicht mehr festgestellt werden kann. Also ist die Wirksamkeit gegen eine Infektion ein wichtiger Punkt.

Ich bin gerade in einem Webinar zu Thema Covid 19 Impfung. Da wurde eben auch bei allen Impfungen ein Schutz gegen schwere Verläufe erwähnt. Nur bei der Wirksamkeit gegen Infektion gibt es halt Unterschiede und da wurde bei AstraZeneca 70% erwähnt.

Nein, du redest von etwas anderem. Schwerer Verlauf bezieht sich auf die unmittelbare Infektion, Long Covid ist etwas ganz Anderes. Zu Long Covid gibt es viele Daten, aber es liegt in der Natur einer neuen Krankheit, dass man wirkliche Langzeitbeobachtungen (>12-24 Monate) bisher nicht machen konnte. Und Long Covid ist häufig ja nicht an einen schweren Verlauf gekoppelt, sondern tritt auch bei milden bis moderaten Verläufen auf.

Zitat vom Schweizer Gesundheitsministerium:

Bei einem schweren Verlauf sind die Symptome zunächst mild. In einem Zeitraum von fünf bis zehn Tagen verschlimmern sie sich. Die Erkrankten haben zum Beispiel anhaltendes Fieber und Krankheitsgefühl und/oder bekommen Atemnot. Es kann sich eine Lungenentzündung entwickeln. In diesem Fall benötigt die erkrankte Person eine Behandlung im Spital, in vielen Fällen auch Sauerstoff. Bei einem schweren Verlauf dauert die Erkrankung in der Regel zwei bis vier Wochen. Mit guter medizinischer Behandlung werden die Erkrankten in den allermeisten Fällen wieder gesund. Es gibt jedoch Symptome, wie zum Beispiel Müdigkeit, Kurzatmigkeit und allgemeine Schwäche, die nach der Genesung für längere Zeit bestehen können. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass man nach der Genesung für eine gewisse Zeit, jedoch unklar wie lange genau, gegen eine erneute Ansteckung immun ist.

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Wer den AZ Impfstoff ablehnt, weil es nicht Biontech ist, und dafür vorerst auf eine Impfung verzichtet, den halte ich persönlich für nicht die allerhellste Kerze auf der Torte.
Klar ist die mRNA-Methode der heißeste Scheiß, aber jede Impfung ist besser als keine.
Die Leute, die sich nun erst Termine geben lassen und die dann nicht wahrnehmen, sind höchst asozial. Es wird ja vorab niemand gezwungen.
Und grundsätzlich: Lieber durch AZ vor schweren Verläufen sehr gut und milden Verläufen gut geschützt sein, als gar nicht. Die Frage weiterhin Covid-19 riskieren oder sich „nur guten“ Impfstoff spritzen zu lassen stellt sich für mich null.
Zum einen kann man sich später immer noch Biotech o.ä. verabreichen lassen und zum anderen sind selbst häufiger auftretende Impfreaktion (zeitweise Fieber etc. gilt ja schon als schwere Nebenwirkung) ein völlig lächerlicher Preis, im Vergleich zu einer ernsten Erkrankung. Dann geht es einem halt mal einen Tag schlecht. Ja und? Das ist bei jeder Impfung möglich. Und es ist ja nicht so, dass die Geimpften jetzt reihenweise umkippen.
Kurzum: Ich würde selbst Montag morgens noch vor dem ersten Kaffee für einen Schuss AZ zum Impfzentrum laufen, wenn ich denn schon die Möglichkeit hätte.

Was ich gut finde: Erzieher kommen nun früher dran. Somit stehen die Chancen gut, dass meine Frau bereits geimpft ist wenn ihre Elternzeit Ende April endet. Mit Abstandhalten ist es bei kleinen Kindern ja eher schwer.

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Es ist zwar überspitzt, aber alle, die bisher AZ ablehnen, hören sich in ihrer Argumentation für mich so an:

-Wollen Sie 50€?
-Nein, ich hätte lieber 100€!
-Dann bekommen Sie halt nichts.
-OK, dann lieber nichts!

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Die letzten zwei Tage haben diverse Mitarbeiter bei uns, wie schon berichtete, die Nachimpfung mit BioNTech erhalten, und heute regnete es eine Krankmeldungsflut. Sehr viele mit Fieber und Gliederschmerzen. Aber vielleicht nutzen einige einfach nur die Möglichkeit zu unkomplizierten weiteren freien Tagen. :rofl:

Mein Impftermin mit AstraZeneca ist für Montag anberaumt.

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Ist das berufsbedingt oder geht es in Deutschland nun schneller? Bei uns wird es wohl mind. Juni, bis ich hinhalten darf.

Kann eigentlich nur ersteres sein.

Zum einen das, zum anderen behindert die „negative“ Berichterstattung von AstraZeneca schon ein wenig den Ablauf. Ich denke aus diesem Grund alleine gab es schon genügend Menschen, die umentschieden haben.
Mein Oberarzt sagte mir heute noch, dass es im Umkreis ein Impfzentrum mit 400 Anmeldungen gab, davon dann aber 300 nicht aufgetaucht sind.

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Die Leute die ihren Termin verfallen lassen müssen sich hoffentlich gaaaanz hinten anstellen. Gibt’s da Infos zu, wie das geregelt ist?

Habe mir auch auf der Arbeit 'ne doppelte Ladung BioNTech reinbuttern lassen. Nicht drum gerissen, aber war als Mitarbeiter mit in der Terminwelle und hab’s natürlich dankend angenommen.

Einen Tag nach der Zweitimpfung war ich schon gut im Eimer, arbeiten ging zwar trotzdem, aber war schon unangenehm.

Familie der Frau in UK ist mit AZ versorgt worden, auch dort gab’s keine außerordentlichen Impfreaktionen, dort hat eher der Virus an sich einigen Leuten schwer zu schaffen gemacht. Guter Freund mit Mitte 30 nach kurzem, radikalen Krankheitsverlauf verstorben, Tante infiziert und wochenlang komplett ausgeschaltet, Schwester (40 Jahre alt) infiziert und zwei Monate (!) nicht in der Lage gewesen ohne Atemnot mehr als ein paar Meter zu gehen, geschweige denn Treppen zu steigen oder ähnliches. Wurde zwischenzeitlich mit Steroiden behandelt und ist jetzt langsam auf dem Weg der Besserung. Man bedenke, sich den Virus eingehandelt um die Weihnachtszeit.

Also, ich hätte mir sicher auch den AZ verabreichen lassen wenn’s jetzt nur den gegeben hätte. In meiner eigenen Wahrnehmung um ein vielfaches vernünftiger, als dem Virus die Gelegenheit zu geben, sich ungebremst in meinem Körper mal 'ne Tour zu gönnen.

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Zum Thema Wirksamkeit etc gibt’s hier ein wie ich finde gutes und unaufgeregtes Video der Uniklinik Essen, das die 3 Impfstoffe vorstellt und vergleicht

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