Olympische Spielé - La vie en rose

Wer hat schon mal auf einem Wakeboard auf dem Wasser gestanden?

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Naja gut. Zählt „dreimal auf die Fresse gelegt und dann auf Wasserski umgestiegen“? Dann wird die Quote höher.

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Dein klarer Favorit war nicht dabei. Die Nase vorn haben Darts und Futsal. Könnte ich mir beides sehr gut vorstellen. Für Futsal wäre das dann vermutlich klar das internationaler Turnier mit der meisten Aufmerksamkeit. Genau das, was beim regulären Fußball nicht gegeben ist. Zudem viel Action in der Spielform. Würde ich mir gerne ansehen.

Platz 3 teilen sich Dodgeball und Squash:

Dodgeball hätte natürlich Kult Potential.

Squash ist dann ja ab 2028 dabei.

Base- und Softball werden nach der Pause in Paris wieder Teil des olympischen Programms. Lacrosse wird nach 1904 und 1908 zum dritten Mal olympisch – 1928, 1932 und 1948 war es als Demonstrationssport dabei. Cricket wird nach den Sommerspielen 1900 in Paris zum zweiten Mal wieder dabei sein. Squash wird zum ersten Mal in das olympische Programm aufgenommen. Nachdem American Football 1904 und 1932 zweimal als Demonstrationssport dabei war, wird die kontaktlosere Variante Flag Football jetzt olympisch.

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Snooker sollte auch olympisch werden.

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Tischfußball und Bahnengolf, bitte

Das würde ich mir ansehen, gleichzeitig könnte ich das nicht so ganz ernst nehmen und die Teilnehmenden wären etwas - hmm wie soll ich das beschreiben - mit viel weniger wow Effekt als in vielen anderen Sportarten.

Ich bin da allerdings auch etwas hängengeblieben, die Olympischen Spiele waren für mich schon immer in erster Linie die Leichtathletik.

Gibt’s das nicht alles schon bei den World Games? Die sollen einfach die Übertragung der World Games genauso aufziehen wie bei Olympia.

Sind das die Kameras oder ist der Himmel in Paris immer noch so hell?

Was ist eigentlich aus den X Games geworden?!

Wikipedia reicht bis 2021 … Was zeigt Eurosport denn sonst so in den Pausen?! :man_shrugging::grin:

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Schön, dass zum Abschluss Ezio aus Assassin’s Creed und Tali aus Mass Effect auch noch einen Auftritt haben :ronaldo:

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Mir ist gerade noch eine Disziplin eingefallen, Kraftdreikampf. Warum ist das nicht olympisch?

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Und Armdrücken wäre ja auch mal was.

Und diese „Disziplin“, wo sich gefühlt nur Russen gegebnüberstehen an einem kleinen Tisch, der aussieht, als würde gleich ein Herrengedeck gebracht werden, um sich dann abwechselnd mit der flachen Hand gegenseitig eine reinzudengeln. Bis einer umfällt, wie ich vermute.

Ich verfolge das Armwrestling ein wenig und da sind sehr lustige Typen dabei. Die hätten einen riesen Spass, ob das Olympische Dorf das aushalten wüde, ist fraglich.

Nordic Walking.

Mit Teilnehmern, die Rennradanfängeresk übertrieben ausgestattet in Walkerhosen, mit Fadenkreuzbrillen für den perfekten Stockeinsatz und Carbon-Stöcken den Gehern quasi den Rang als merkwürdigste Laufsportart… nunja… abwalken würden.

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Falls noch nicht bekannt: Power Slap.

Das Ding gehört Dana White, dem CEO der UFC.

Wüsste da jemanden, der da sicherlich lange durchhalten würde…

Mit rund zwei Wochen Abstand kann man das Thema Imane Khelif/Lin Yu-ting dann vielleicht nochmal etwas unaufgeregter angehen, ohne das Gefühl vermittelt zu bekommen, dadurch direkt ein Hassverbrechen zu begehen. Ich weiß nämlich beim besten Willen nicht, was falsch daran sein soll, begründeten Zweifeln nachzugehen und den Sport im Interesse aller Teilnehmer(innen) so fair wie möglich zu halten. Wird beim Doping schließlich auch nicht anders gehandhabt.

Das hier ist der mit Abstand ausgewogenste Artikel, den ich bisher zum Thema gelesen habe. Der Autor hat u.a. schon in der ZEIT, der taz, dem Tagesspiegel, und der Titanic publiziert - was ich erwähne, weil auch ich natürlich wissen wollte, ob ich da gerade schlecht informiertes Gewäsch eines Typen aus der rechten Ecke lese. Dem ist ganz offenbar nicht so. Was also schreibt er?

Ich […] las Postings von J.K. Rowling, Elon Musk oder Matteo Salvini von der rechtspopulistischen Partei Lega. Im Kern sagten alle drei dasselbe: Da hatte ein Mann eine Frau verprügelt. Für mich hingegen hatte das wie ein normaler Frauen-Boxkampf ausgesehen. Harte Schläge? Haben die schon mal einen Männer-Boxkampf gesehen?

Was sollte dieses entwürdigende Spekulieren über Gene, Hormone, Testosteronwerte oder gar die Frage, ob Khelif einen Mikropenis hat? Und war es nicht klar, dass ich dem weltoffen wirkenden Olympischen Komitee (IOC) mehr Vertrauen schenkte als der wegen Korruption in Misskredit geratenen International Boxing Association (IBA)?

IBA-Präsident Kremlew sprach von deutlich erhöhten Testosteronwerten, während auf der Homepage der IBA […] zu lesen steht, dass bei Khelif und Ting keine Testosterontests durchgeführt wurden, sondern „Geschlechtstests“, die ihre geschlechtliche Nichteignung belegten. Der Inhalt müsse aber vertraulich bleiben. Und das sollte ich ernst nehmen?

So in etwa auch meine erste Reaktion, als das Thema aufkam. Musk und Salvini sind nicht die Gesellschaft, mit der ich einer Meinung sein wollte - und dieser schäbige Putin-Busenfreund der IBA war eh von vornherein charakterlich disqualifiziert. Meine damalige Schlussfolgerung: Da sind zwei Boxerinnen, die rein äußerlich nicht dem Schönheitsideal entsprechen, und die durch nicht näher spezifizierte, womöglich fingierte, Tests zum Skandal stilisiert werden sollen, damit ein machtgeiler Russe seinen persönlichen kleinen Machtkampf mit dem IOC austragen kann.

Ich fand es dennoch seltsam, wie auffallend ungern man der Sache von IOC-Seite nachgehen wollte. Thomas Bach hat das Thema relativ platt mit dem Argument abgewürgt, dass im Pass der Eintrag „weiblich“ stehe, wo die Sache doch mit einer zweiten, nicht von der IBA in Auftrag gegebenen Untersuchung relativ leicht hätte geklärt werden können. Und ich fand es mindestens genauso unangenehm, wie sich gefühlt jeder von Mitte bis links mit dieser schwelenden Unsicherheit zufrieden gegeben hat, nur um nicht in die persönliche Sphäre einer doch sicherlich zu Unrecht beschuldigten Sportlerin vorzudringen. Plumpe Verallgemeinerungen wie „Die, die sonst über Frauenfußball herziehen, geben jetzt den Verfechter des Frauenboxsports“ durften natürlich auch nicht fehlen.

Um jetzt nicht den kompletten Artikel zu zitieren: Der Autor blieb am Thema dran, weil sich zunehmend auch renommierte Leute zu Wort meldeten und Zweifel anmeldeten. Er geht ins Detail über biologische Geschlechtsdefinitionen, und führt ausdrücklich an, dass es durchaus Fälle gibt, in denen selbst jemand mit XY-Chromosomensatz im biologischen Sinn als weiblich gelten kann (sog. Swyer-Syndrom). Aber:

Ich fragte rum und bekam den Hinweis auf ein fast zweistündiges Gespräch mit der Humangenetikerin Adenin […]. Laut Adenin sprechen alle verfügbaren Indizien klar dafür, dass Khelif biologisch betrachtet ein Mann ist. […] Wer einen XY-Chromosomensatz UND sehr hohe Testosteronwerte hat, hat kein Swyer-Syndrom und ist biologisch ein Mann.

Auch die suspekt anmutenden Geschlechtstests der IBA wurden nicht etwa in Russland, wo Manipulation Tür und Tor geöffnet wären, durchgeführt:

In diese Richtung weisen auch die Aussagen von Dr. Ioannis Filippatos […]: „Es handelte sich um Gentests, die in zwei von der Schweizer Organisation für Normung ISO und vom College of American Pathologists akkreditierten Laboren […] durchgeführt wurden. Ich weiß nicht, warum das IOC sie nicht anerkennen will, aber das Ergebnis ist eindeutig. Die Chromosomenanalyse ergab in beiden Fällen einen männlichen Karyotyp.“

Adenin macht darauf aufmerksam, dass es keinen Sinn ergibt, Gentests zu fälschen, da eine Sportlerin oder ein Sportler falsche Ergebnisse leicht durch einen eigenen Test widerlegen und das Renommee der Testinstitute beschädigen könnte. Dass Khelif das nicht tut, ist für Adenin ein weiteres Indiz. Und schließlich gibt es mit Alan Abrahamson einen Sportjournalisten, der sich sachlich um Klärung aus erster Hand bemüht hat. Anhand der ihm vorliegenden Testergebnisse kommt er zu dem Schluss: Khelif ist biologisch ein Mann.

Das muss nun immer noch nicht heißen, dass Khelif bewusst getäuscht hat (kann aber genauso wenig ausgeschlossen werden), oder dass allein auf dieser Grundlage ein Ausschluss vom Wettbewerb hätte erfolgen müssen - aber weitere Tests zur Abklärung von etwaigen untypischen Geschlechtsentwicklungen hätten im Sinn der sportlichen Fairness mindestens erfolgen müssen. Denn:

Die Regelung des IOC, einfach den Pass entscheiden zu lassen, kann […] keineswegs befriedigen. Der Sportphysiologe Tommy Lundberg, der unter anderem zu Muskelkraft, -größe und -zusammensetzung bei transgender-Personen forschte, sieht eindeutige Belege dafür, dass sich Inklusion und Fairness bei Personen wie Khelif im Sport ausschließen. Die Schlagkraft biologisch männlicher Individuen ist Studien zufolge um 162 Prozent höher als bei Frauen. Grund dafür ist vor allem der deutlich höhere Testosteronausschuss während der Pubertät.

Unterm Strich bleibt für mich also ein eindrucksvolles Beispiel davon, was passiert, wenn man glaubt, es aus welchen Motiven auch immer mit den Tatsachen nicht mehr so genau nehmen zu müssen. Wenn Empfindlichkeiten und die Sorge, die Gefühle eines Individuums zu verletzen, höher bewertet werden als wissenschaftliche Erkenntnisse. Wenn Fairness im Sport der Hasenfüßigkeit seiner Funktionäre geopfert wird, die lieber unwissend bleiben als womöglich unpopuläre, aber fundierte Entscheidungen zu treffen. Oder wie es der Autor formuliert:

Es spricht viel dafür, dass biologische Männer auf keinen Fall beim Frauenboxen teilnehmen sollten und falsch verstandene Liberalität nichts mit Emanzipation und Feminismus zu tun hat. Man mag die IBA unseriös finden, Rowling überspannt und die mehrheitlich rechten Kommentatoren, die Khelif als Mann bezeichnen, ideologisch fragwürdig – davon sollte man sich aber nicht abhalten lassen, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen.

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Man mag Rowling überspannt halten… Die ist nicht vielleicht überspannt, die ist scheiße im Kopf, genau wie Musk und wer die verachtenden, hasserfüllten Kommentare eben jener als überspannt bezeichnet, trifft den Nagel nicht wirklich auf den Kopf.

Der Rest liest sich indes interessant.

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Natürlich sind wir mit Olympischen Spielen voller sportlicher Höchstleistungen groß geworden, ebenso diese Gesellen gesellschaftlicher Ausgrenzung und Schubladen.

Diese Gedankengänge dieser Blitzbirnen widersprechen aber so komplett dem ursprünglichen Gedanken der Olympischen Spiele der Neuzeit. Pierre de Coubertain wollte in einer Welt, in der sich faschistische, nationalistische und kolonialistische Ideen ausbreiteten einen Gegenpol schaffen zur Verständigung und Verfreundschaftung der Völker. Grenzen Abbauen, Blockaden lösen.

Natürlich ist der faire Umgang im Wettkampf für soetwas Grundvoraussetzung. Dennoch bleibt der Sport nur Mittel zum eigentlichen Zweck.
Letzten Endes darf man diese aktuelle Diskussion nun gerne als Aufhänger nehmen um an einer fairen Lösung für solche Fälle zu arbeiten.

In der jetzigen öffentlichen Darstellung gibt es kein „Aufeinander zugehen“, sondern nur Verachtung, Abwertung und Missgunst.
Es geht diesen Leuten nur um Fronten.
Dementsprechend bitte: eins auf die Fresse und Führerschein wegnehmen!!1 bitte.

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