Kate Upton im ServiceDesk? - der offizielle Job-Thread

Bin derzeit mal wieder sehr frustriert über meine Konzernbehörde in der es Mitarbeiter gibt, die selbst beim Bauamt herausstechend würden indem sie einen Prozess über den Verstand stellen. Das ist komplett lächerlich wenn die Industrie über zu viel Bürokratie beschwert, während sie selbst die größten Bürokratienazis sind.
Zur Klarstellung: Ich bin in der Vorvorvorentwicklung tätig, ich mache Neues, bin reine Kostenstelle, hier wird nie ein Cent verdient, hier wird nur verbraucht, hier wird niemals was verkauft, … und trotzdem sind wir hier mittlerweile kurz davor jede Schraube zu tracken weil „sonst wissen wir ja gar nicht was wir überhaupt im Bestand haben“.
So als könne man Laborarbeit standardisieren. Als wäre das linear und Mikromanagement ein guter Ansatz. Und warum? Damit irgendein Controller „schöne“ Zahlen hat, damit das System „sauber“ ist. Damit ein Invest in ein nicht direkt auf 0EUR Lagerwert fällt. Weil, … ja, warum? Weil man dann sieht, dass Entwicklung Geld kostet oder was? Einfach sinnlos.

Nunja, eben ist mir aufgefallen, dass passenderweise Kafkas Buch auch noch „Der Proceß“ heißt. Versteh ihr? Kafkaesk kommt aus „Der Prozess“. Das macht mich gerade total fröhlich.

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Total fröhlich war Kafka bestimmt auch. Als Gegengewicht zu seiner Miesepeter-Schreibe.

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Scheinbar kann ich bei uns auf Arbeit auf direkten Wege per Mail mir jeden gewünschten Penispumpen-E-Mail Alias einrichten lassen, aber wenn ich ein gemeinsames Postfach für eine Abteilung einrichten möchte, dann muss ich mich an ein sehr krudes Namens"schema" halten, welches seine Schemenhaftigkeit darin beweist, dass es komplett inkonsistent ist.

Eine Woche eiere ich nun schon damit rum ein gemeinsames Postfach für mich und meine Kollegen einzurichten, welches das selbe Namensformat FirmaAbteilungArchitektur@unserVerein.tld hat - scheinbar ist das nicht mehr möglich, scheinbar muss ich mich auch mit der maximal blödesten Variante nun zufriedengeben.

Oder ich warte einfach mal darauf, wie das Namensschema in Q3/2026 aussieht. Wir sind so krass inkonsequent, da rettet man nun auch den aktuellen Wildwuchs nicht mehr …

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Solche Konstrukte gibt es bei der Bundeswehr auch zahllos. Allerdings dort noch mit Abkürzungen.

Damals hatten wir einen OBK in einer nachgeordneten Abteilung (Organisations-Briefkasten) mit dem wunderbaren Namen TAusbZLwAbtNordAusbUstgGrp...+Fachabteilung@bundeswehr.org.

Jedem externen, der unsere Mailadressen haben wollte, habe ich gesagt, dass er mir lieber seine Adresse sagen sollte, damit er nur mehr drauf antworten muss, weil man diese Buchstabier-Arien einfach niemandem zumuten konnte.

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Wird jetzt etwas länger hier, aber ich glaube es hilft mir selbst das mal zusammen zu schreiben und zu ordnen.

tldr: Würde der Sofacoachler den Job wechseln? Aktueller Job ist (A)

A

  • Firma ist Konzerntochter
  • 2Std. einfacher Pendelweg
  • Vertrauensarbeitszeit, HO komplett meine Entscheidung (ca. 3-5 Tage Präsenz im Monat)
  • Gehalt gut, mit ganz netten Benefits
  • keine Führungsverantwortung
  • Aufgaben, Team und Arbeitskultur war mal ein Traum. Das ändert sich gerade rapide zum negativen.
  • Zukunft der Firma langfristig leider ungewiss und alles stark im Umbruch, eher zum negativen.

B

  • Firma ist Konzerntochter
  • 45Min. einfacher Pendelweg
  • Gleitzeit mit Kernarbeitszeiten, HO möglich aber 80% Präsenz
  • Gehalt gut, besser als im alten Job
  • Mit Führungsverantwortung
  • Aufgaben lahm und Themen sehr dröge. Dazu wird es sich vermutlich immer mehr vom fachlichen weg bewegen.
  • Totales Konzernsetting mit allem was dazu gehört
  • Geschäftsmodell und Ausrichtung der Firma langfristig sicher

C

  • Kleines KMU, zweite und dritte Generation am Ruder

  • Pendelweg 5Min.

  • HO oder vor Ort wegen geringer Entfernung quasi egal

  • Keine Führungsverantwortung

  • Gehalt eher mittelmäßig. Kleiner Rückschritt zum aktuellen Job.

  • Aufgaben einigermaßen spannend, Fachexperte und in so ner kleinen Butze kann man sicher auch gestalten.

  • Die Firma hat ihre Nische, Vertriebe ist weltweit etabliert, das dürfte auch weiterhin laufen.

Wohin geht die Reise des durchschnittlichen SClers?
  • A) weil das Gras woanders immer grüner ist.
  • B) weil arbeiten halt immer scheisse ist.
  • C) weil der CO2 Fußabdruck so schön klein wird.
  • D) In Ruhe weiter umschauen ob was besseres kommt.
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long story:

Ich hatte bisher richtig tolle Stationen in meinem Lebenslauf. Nach dem Studium eine Promotion drauf gesetzt, bei einem mega tollen Prof. Danach bin ich in einem gut ausgestatteten Startup gelandet und auch das hat echt Bock gemacht. Forschen und entwickeln, irgendwas zwischen Hobby und Beruf. Ich kann echt für mich in Anspruch nehmen, dass ich bisher immer Spaß an dem hatte was ich tue, meine Vorgesetzten und direkten Kollegen super waren und die Resultate dann unterm Strich auch immer erfolgreich waren.

Nun hatte ich letztens schon mal geschrieben, dass mich bei meiner aktuellen Arbeitsstelle (A) ein paar Entwicklungen nerven. Der alte Chef ist nicht mehr an Bord. Das Startup Setting verfliegt immer mehr, die Bullshit-Jobs übernehmen das Tagesgeschäft. Nach einem privaten Umzug muss ich mittlerweile auch echt weit pendeln, habe das nur machen können weil der alte Chef da halt super Bedingungen geschaffen hat und ich komplett frei arbeiten kann wann und wo ich will. Aber die Zeit des goldenen Käfigs neigt sich anscheinend dem Ende zu.
Unsere Konkurrenz kommt dazu noch aus dem silicon valley mit infinite money cheat im Vergleich zu und und darüber hinaus ist unser Mutterkonzern ein Automotive-OEM. Der wird zwar so schnell nicht kaputt geht aber man kann sich von der Dynamik halt auch nicht frei machen. Wirtschaftlich sind die Aussichten also mittelmäßig.

B) Daher mache ich mir Gedanken wie es weiter geht. Bin aktuell auch schon in Gesprächen mit einem anderen Konzern. Das ist so ein bisschen die Brot&Butter Alternative. Stockkonservativ und die Kohle kommt auch in 10+ Jahren
noch ziemlich sicher. Aber es ist wahrlich nicht abwegig, dass mich 1:30 Stunden Arbeitsweg pro Tag im Auto (6+h pro Woche!!!), zusammen mit den Arbeitsinhalten, über kurz oder lang zermürben. Ich weiß gar nicht ob ich Abteilungsleiter in einem Themenbereich sein will für den ich fachlich nicht… ehhm… brenne und eher oberflächliches Verständnis habe. Jaja, Spaß an der Arbeit zahlt keine Rechnung. Aber irgendwie fühlt sich das halt total spießig und total weit weg von Forschung und Startup an. Es fühlt sich viel mehr nach Endstation an - dafür hat man mich also Jahrzehnte lang top ausgebildet? Um Zeitpläne hin und her zu schubsen und Konzernabteilung K36 eine interne Rechnung zu schreiben? Machste nen Dr. rer. nat. und endest vor Vierzig als Box-Ticker, der das dann bitte vor Ort machen soll obwohl 75% der Arbeit locker zu Hause machbar ist. Schwer vorstellbar.
Oder ist das einfach nur die Midlife-Crisis mit Mitte/Ende 30? Würde ja dazu passen, dass ich mir gerade eine Siebträgermaschine gekauft habe :usad:

C) Eine andere Alternative wäre noch hier direkt ums Eck. Ist zwar alles andere als cutting edge Technogie um die es da geht, aber ich glaube da kann man immerhin sein Dasein als Fachidiot fristen und im KMU ist man ja automatisch der Ansprechpartner für alle und alles wenn man das Produkt entwickelt. Und 5Min. Arbeitsweg erachte ich als Jackpot, das trägt vor meinem geistigen Auge schon sehr zum Wohlbefinden bei. Habe schließlich zwei kleine Kinder. Bezahlen tun sie nicht so gut, das wäre eher so meh.

D) Ware die Optionen Abwarten und schauen ob was besseres kommt.

Quo vadis?

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Für mich scheint keiner der drei Jobs dich langfristig glücklich zu machen, daher habe ich für D gestimmt. Je nachdem wie die Situation bei A ist, kannst du auch zu C wechseln und dich dennoch weiter umschauen, sofern du kein Problem damit hättest, die Firma im Zweifel nach 6-18 Monaten wieder zu wechseln.

Zeit ist auf jeden Fall das wichtigste, vor allem wenn man zwei Kinder hat. Mein Job ist auch nicht der bestbezahlteste, aber solange die Kinder noch nicht das Alter haben, wo Eltern uncool werden genieße ich die Zeit die mir der Job mit 99% HO und Vertrauensarbeitszeit gibt.

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Fuer mich wære die Wahl eindeutig C). Aber ich bin auch bereits, deutliche Einbussen im Gehalt hinzunehmen, um Zeit mit den Kindern haben zu kønnen und das zu machen, was mir Spass macht.

Entscheidend wære halt: wie viel niedriger ist das Gehalt bei C) im Vergleich zu B) und kønntet ihr das stemmen, ohne dass dadurch irgendwelche Kreditraten schwierig werden?

Sonst kønnte ich mit auch vorstellen, dass der Weg erstmal zu B) gangbar ist, um von dort aus die Augen offenzuhalten. Dann hast du (fachfremde) Teamleitererfahrung und kannst evtl. nochmal wo Anders was Spannenderes finden.

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Thema Home Office

Ich mag das nach wie vor gerne, doch ich werde das ab Mai (wenn hoffentlich alles bei mir durch ist) reduzieren. Mir fehlt der physische Austausch, der eine Kamera nie kompensieren kann. Nach Gesprächen mit meinen Jungs im Team habe ich festgestellt, dass es ihnen auch so geht. Wieder öfters zusammen pyhsisch arbeiten, am Mittag draussen essen, sich während der Arbeit auch über Theme ausserhalb des Jobs zu unterhalten sind Dinge, die mir aktuell fehlen und die ich ändern möchte.

ich würde erstmal Job C nehmen, die Pendelei wird nicht besser, und die Zeit die dir das raubt bekommst du nicht wieder. nicht zu vergessen der Stress den man hat um entweder den Zug noch zu erwischen, oder nicht im Pendlerverkehr zu stecken. Aber das größte plus ist der kurze Arbeitsweg, das werden deine Kinder sehr zu schätzen wissen. Ich bin nur ein Mal im Monat im Büro, und sonst nur HO. Es ist toll die Kinder zu begrüßen wenn sie aus der Schule kommen, oder sie zur Schule zu bringen. wir können Mittags gemeinsam essen, oder ne kurze Runde Basketball, oder Football werfen. Geld kann dir das nicht ersetzen

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Ich mag beides und kann je nach Lust und Laune im Büro oder von Zuhause arbeiten. Meist arbeite ich morgens im Büro und bin ab mittags dann Zuhause wenn die Kids von der Schule kommen.

Ich habe aber auch nur 5 Minuten mit dem Rad oder knapp 20 Minuten zu Fuß ins Büro. Die Nähe ist schon super. Meistens laufe ich, da kann ich noch Deutschlandfunk oder Podcasts hören und nebenher gemütlich nen Kaffee schlürfen.

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Die fachliche Dimension kann ich schwer beurteilen. Aber ich habe vier Jahre lang 1:45 h einfache Strecke gependelt. Das macht dich kaputt. 45 min einfache Strecke ist nicht optimal, aber machbar. 5 min sind der Traum. Ich würde locker 10-15% Gehalt weggeben, um sowas zu haben. Gut, meine Frau ist die mit dem grossen Gehalt, deswegen sagt sich das so einfach :ronaldo: Aber im Ernst, seitdem mini_f da ist, hat sich da bei mir einiges verschoben.

Ich finde es sehr spannend, dass du dir gerade ähnliche Gedanken machst wie ich, wenn auch aus einer anderen Position heraus. Hab selber promoviert, PostDoc in den Staaten, dann Laborleiterstelle bekommen. Nach 4 Jahren musste ich, wie ein Grossteil der R&D, wegen Beinahe-Pleite gehen. Habe nach langer Suche was an der Uni gefunden, 2 Jahre, Senior Scientist.
Nun trete ich im Juli wieder eine Stelle in der Wirtschaft an. Zum ersten Mal kein R&D, sondern eher Richtung Projektmanagement, wenn auch sehr chemie-fachbezogen. Kann 2 Tage HO machen, die anderen 3 Tage ist die Pendelstrecke wieder 1:30 mit ÖV, auch wenn ich da wohl teilweise arbeiten kann. Das passt schon alles, und ehrlich gesagt hatte ich momentan auch keine andere Wahl angesichts der Stellenlage.
Aber ich habe ein bisschen Angst, dass ich mir in 6 Monaten denke: „Aber irgendwie fühlt sich das halt total spießig und total weit weg von Forschung und Startup an. Es fühlt sich viel mehr nach Endstation an - dafür hat man mich also Jahrzehnte lang top ausgebildet? Um Zeitpläne hin und her zu schubsen und Konzernabteilung K36 eine interne Rechnung zu schreiben? Machste nen Dr. rer. nat. und endest vor Vierzig als Box-Ticker“ :ulaugh:

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Danke schon mal für eure Antworten. Friedrich wäre sehr unzufrieden mit uns Work-Life Schmarotzern hier. Geld liegen lassen und bewusst weniger arbeiten. Tztztz… Aber ich sehe es ganz genau so. Der reality-check hier hilft.

Ja, darauf arbeite ich hin. Bei einer Beamtin auch nicht abwegig, spätestens ab Kind 3 :bart:

Zeit ist auch für Menschen wie mich ohne Kind zentral. Ich bin in der Firma mittlerweile 21 Jahre (meine Güte) fest verankert, doch wir sind für meinen Job vor ein paar Jahren umgezogen, nachdem mein damaliger Arbeitsort geschlossen wurde.

Heute sind es 15 Minuten zu Fuss oder wenn ich (und das kommt oft vor) zu faul bin, zwei Haltestellen mit dem Bus und ich steige hier nach 200 Meter ein. Ich habe da oft unsere vorherige CEO getroffen und habe mich mit ihr unterhalten. Die neue hat erst kürzlich begonnen, ich muss sie mal fragen, ob sie auch Bus fährt.

Für gewöhnlich arbeite ich nur bis 17 Uhr und renne dann ins Gym. Das liegt 300 Meter von hier, um 19 Uhr bin ich wieder zu Hause. Damit ist wohl auch klar, warum ich das Auto abgegeben habe.
Ich hatte früher auch längere Wege, maximal war es 1 Stunde mit dem Zug. Das war eine regionale Strecke und so sah der Zug auch aus, kein Vergleich zu einem ICE. Am Morgen habe ich damals oft Bücher gelesen, am Abend Musik mit einem MP3 Player (kann man sich heute nicht mehr vorstellen). Natürlich ohne ANC. Ich habe damals viele schräge Menschen gesehen und vermisse keine Sekunde.

Nähe ist für uns sehr wichtig geworden. Vielleicht ist einem das mit zunehmenden Alter wichtig. Wir würden erneut für den Job spontan umziehen. Gestern haben wir uns übers auswandern unterhalten. :ronaldo:

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C klingt aber auch so, dass dort mittelfristig auch eine gewisse Führungsverantwortung und damit ein wieder besseres Gehalt möglich wäre.
Von daher wäre meine Wahl (wenn du denn zum jetzigen Zeitpunkt wechseln möchtest) definitiv C. Allein die Wohnortnähe ist schon ein absolutes Siegerargument. Da würde bei mir B sofort raus rein. Du möchtest doch nicht an 4 von 5 Tagen in der Woche mindestens anderthalb Stunden unterwegs sein. Da hast du abgesehen von der real fehlenden Freizeit auch 6 Stunden „unbezahlte Arbeitszeit“ mehr, die das Gehalt virtuell drücken.

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Ja gut, bei ihr ist es eher der höherer Manager-Lifestyle mit langen Arbeitszeiten und häufigeren Dienstreisen. Arbeiten an der Uni ist sehr flexibel, aber die Gesamtarbeitszeit als Professorin ist schon sehr hoch.

Andererseits muss ich sagen, die Stelle als Senior Scientist, man könnte wohl auch Akademischer Rat sagen, war für das erste Jahr meiner Tochter einfach unschlagbar, weil ich mir die Zeit komplett frei einteilen konnte und am selben Arbeitsort wie meine Frau war. Irgendwelche Utensilien waren in der falschen Tasche gelandet? Schnell rübergehen und mitgeben. Timing der Kita-Abholung passt nicht ganz? Schnell rüber und absprechen.

Ich weiss nicht, ob das wirklich erstrebenswert ist. Ich mache das seit rund 16 Jahren und es hat, um es mal positiv auszudrücken, meine Resilienz gefördert. Das muss man wollen und auch können und das meine ich jetzt nicht als überheblichen Kommentar.

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Wäre nach eigener Erfahrung für mich schon ein absolutes No-Go. Unabhängig davon, ob ich die Strecke mit dem eigenen Auto oder dem ÖPNV fahren müsste, ist das viel zu viel Zeit. Ist natürlich alles subjektiv, aber ich war von Mitte bis Ende 2019 bei einer Agentur angestellt, bei denen die Arbeitsbedingungen und Kollegen grundsätzlich gut waren. Gehalt ist beim Wechsel gestiegen und vordergründig hat alles gepasst. Leider habe ich die Fahrzeit mit allem drum und dran total unterschätzt. Dabei waren es „nur“ etwas mehr als eine Stunde pro Strecke. Die S-Bahn fuhr jedoch nur alle 30min, ein Ausfall oder Verspätungen, die jede Woche mehrmals vorkamen (so wurden aus 1h gut und gerne auch mal 2h pro Strecke), haben mir relativ schnell den Rest gegeben, so dass ich leider in der Probezeit schon wieder den Stecker gezogen habe. Ich bin dann zurück zu meinem ersten Arbeitgeber, das waren 10min Fahrt mit der U-Bahn und ich habe etwas Abstrich beim Gehalt in Kauf genommen. Der Gewinn an Lebensqualität hat das aber doppelt und dreifach wettgemacht.

Was deine Entscheidung angeht: ich würde zwischen C und D wählen, wenn Themen/Aufgaben und Führungsverantwortung in B nichts für dich sind. Wobei „Fachexperte und in so ner kleinen Butze kann man sicher auch gestalten“ sicher auch seine Tücken hat. Ich bin jetzt seit knapp vier Jahren beim aktuellen AG, der einzige AN mit Expertise im Thema, aber viel wird durch grundverschiedene Sichtweisen der GF nicht umgesetzt oder Notwendigkeit nicht erkannt. Das kann auf Dauer auch frustrierend sein. Gehaltseinbußen durch den geringen Pendelweg gleichen sich IMO aus. Je nachdem wie sehr dich die Punkte beim aktuellen AG (nicht) frustrieren würde ich sagen D und halt weiter Ausschau, wenn dich C nicht restlos überzeugt. Ansonsten wird es auch nur ein kurzer Aufenthalt und du suchst alsbald einen neuen Job.

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Ich hab gehört am Wochenende ist einer unter 2h Pendelweg angekommen.

Lohnerhöhung in der Firma meiner Frau? Neee gibt nichts
Firma mit ein paar Milliarden Reserve? Ja
Mitglieder der Geschäftsleitung zahlen sich ein paar hunderttausend als Bonus aus? Ja

Alles eine Frage der Prioritäten.

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Ich werde das niemals verstehen, diese Gier, dieser Niedertracht, diese Arroganz. Dass die ihren Mitarbeitern überhaupt noch ins Gesicht gucken können.

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