Big Walk ist der nächste Hit von Panic Inc. (den Machern von Firewatch, Untitled Goose Game und Despelote).
Eigentlich ist es ein reines Online Multiplayer Game. Alle Spieler treffen sich auf einer Insel, um gemeinsam die Welt zu erkunden und Rätsel zu lösen. Das Besondere: Man soll das Spiel ohne externen Voice-Chat spielen, und im Spiel kann man sich eigentlich nur im Ingame Voicechat verständigen, wenn man nahe beieinander steht. Um die Aufgaben zu lösen, muss man sich aber oft trennen. Z.B. muss einer oben auf einem Berg einen Schalter drücken und der andere muss unten gleichzeitig aus der sich dann öffnenden Box die Belohnung ziehen. Oder einer muss sich in einem Raum einschließen und den anderen draußen Symbole beschreiben, die diese dann in die richtige Reihenfolge bringen müssen. Wenn man weiter voneinander wegsteht gibt es einige Möglichkeiten: Man kann mit den Armen gestikulieren. Man kann etwas schreiben (was die anderen aber nur bis zu einer gewissen Distanz zum Schreibenden lesen können). Man kann Walkie Talkies finden und sich so über längere Distanz unterhalten. Es kommt sogar vor, dass man zufällig von der Gruppe getrennt wird weil man nicht aufpasst und plötzlich findet man die anderen nicht mehr. Dann kann man mit ner Lampe auf sich aufmerksam machen. Oder ne Rakete schießen. Oder oder oder.
Es ist in der richtigen Gruppe ein riesiger Spaß. Manchmal braucht es gar nicht die Rätsel. Ich hab mit meinen Jungs schon ewig mit den Gimmicks verbracht: Sich gegenseitig auf die Schulter nehmen, Bälle kicken, sich gegenseitig mit nem Riesenpinsel bunt bemalen. Dann stehen wir an ner Klippe und mein lebensmüder Sohn meint, er müsse da jetzt mal runterspringen. Hat ewig gedauert bis er wieder zurück war. Sowieso kann es natürlich frustrierend sein, wenn manche nicht „mitziehen“: Ohne Abstimmung auseinandergehen ist schwierig. Man löst die Aufgabe nicht und im Zweifel sucht man sich ewig wieder. Wenn einer Flausen im Kopf hat fühlt man sich auch wie der Oberstufenlehrer in der 8. Stunde, der zu mehr Disziplin aufruft. Aber insgesamt ein wirklich spannendes Konzept, das man ausprobieren sollte.
Cross Platforming klappt übrigens super. Das war der Grund, warum wir es überhaupt zu Dritt spielen konnten: Einer an der Switch 2, einer an der PS Portal und der Dritte am Steam Deck. Letzterem merkt man das Alter dann schon an, im Vergleich der drei was Performance und Akkulaufzeit angeht doch hinten. Das Spiel ist auch im August in PS Plus enthalten, für die anderen beiden kostet es nur 14€.