Hab in den letzten zwei Monaten von keinem einzigen Spieler gehört der auf gar keinen Fall nach Saudi Arabien gehen würde weil das mit seinen Werten nicht zusammen passt.
Wir sollten aufhören von Profi Sportlern die selbe Empathie und Moral zu erwarten wie von Menschen in unserem Umkreis. Diese Kerle leben gefühlt auf einem anderen Planeten.
Marvin Ducksch entschied sich für einen Verbleib bei Werder Bremen - trotz eines lukrativen Angebots aus Saudi-Arabien. Dieses habe er nach eigener Aussage aus Liebe zum Fußball abgelehnt. Er habe sich zwar seine Gedanken gemacht, sei „ aber nicht der Typ, der sagt: Ich verdiene das Zehnfache und mache es deswegen“, sagte der 29 Jahre alte Stürmer der Sport Bild . „Ich liebe den Fußball. Und deshalb habe ich mich für Werder entschieden. Hier fühle ich mich wohl, hier will ich weitermachen.“ Er habe nicht das Bedürfnis gehabt, „nur aufs Geld zu schauen
Wie die Marca berichtet, hat Modric ein lukratives Angebot aus Saudi-Arabien abgelehnt. Demnach hat ihm der Al-Ahli SFC ein jährliches Salär von stolzen 80 Millionen Euro offeriert, was ungefähr dem Siebenfachen von dem entspricht, was er an der Concha Espina verdient.
Dem Bericht zufolge widersteht Modric den Avancen aus dem Emirat, weil er noch immer die klare Vorstellung hat, seine Karriere in Madrid zu beenden. Um den 20. Juni herum sei seine Rückkehr in die spanische Landeshauptstadt geplant. Dann sollen alle Formalitäten geklärt werden.
Dann forderst du aber quasi indirekt ja auch von jedem Spieler auf dieser Welt ein, dass er sich immer mit den Werten des Vereins zu 100% gleichstellen muss um quasi im Endeffekt erst wieder „Sklave“ des Vereins zu sein?
Wie gesagt, ich verstehe voll und ganz (und unterschreibe das auch sofort), dass man es dem Menschen Jordan Henderson jetzt ankreidet, dass er nur auf Grund des Geldes plötzlich doch gar nicht mehr so zu all den sozialen Aktivitäten steht, die er in den letzten Jahren (er selbst, als Mensch/Fußballer) vertreten hat. Den kann/soll man dafür gerne an den Pranger stellen. Aber was kann der Verein den dafür, wenn sich ein Spieler gegen ihn und rein für die Kohle entscheidet?
Was mich einfach triggert ist das Liverpool so ein selbstglorifizierter Verein ist, der sich selber immer als echt, romantisch und Retter des Anti-Komerzfußballs sieht. Aber für mich eigentlich genau da ganz vorne mit dabei ist.
Jetzt gehen halt ein paar Spieler des sich selbstbeweihräuchernden Vereins nach Saudi-Arabien für die fette Kohle. Das da direkt wieder als Reflex das Argument kommt: „würdet ihr doch im Job auch machen“, war mehr als absehbar.
Liverpool ist am Ende halt einfach zu 100% ein knallerhart kommerzieller Verein, wo es eben doch nur um die Kohle geht. Das ist nicht schlimm, das ist okay. Nur ist dieses Nase hoch „wir sind die letzten Retter des echten Fußballs“ - Selbstverständnis mega nervig und realitätsfremd.
Was aber auch viel mehr von Leuten kommt die absolut keine Ahnung vom aktuellen Status des Vereins haben (und dementsprechend zB sehr sehr gerne von den deutschsprachigen Medien übernommen wird) als von den „richtigen“ Fans. Die sind spätestens seit Hicks/SFG und Co bei weiten nicht mehr so zufrieden mit all dem drumherum - man nimmt es mittlerweile natürlich hin, weil man sonst im sportlichen Niemandsland wäre, aber diesen „Fußballromantiker“ wirst du bei Liverpool seit zehn Jahren genau so wenig sehen wie sonst wo.
Der einzig nennenswerte Unterschied ist eben jener, dass man bei Liverpool mit der Kohle nicht so rumwirft (rumwerfen kann) wie bei den Kontrahenten - und das wird nunmal logischerweise dann immer wieder gerne betont und möglicherweise „heldenhaft“ dargestellt. Im Endeffekt ist das aber eher Neid als sonst was
Wenn das schon ausreicht, dass du das Gefühl bekommst, dass man sich als „Retter des echten Fußballs“ sieht, fair enough. Den Punkt hast du dann ohne Zweifel. Ansonsten weiß ich wirklich nicht wo diese Außendarstellung herkommt/übermittelt wird. Mag mit der Geschichte des Vereins zu tun haben, die nunmal mit all den Vorkommnissen in der Vergangenheit, gerne sehr groß/heldenhaft gemacht wird. Mit dem LFC der letzten 10 Jahre hat das aber halt sehr wenig bis gar nichts zu tun.
Der beste Keeper mag Ramsdale nicht sein, aber dass man nach der bisherigen Transferoffensive noch Ersatz verpflichten möchte ist schon eher überraschend.
ich verstehe nur nicht, wie man auf dem Transferziel eines Spielers eine Kritik an dem abgebendem Verein aufbauen kann?
Wo ist der Zusammenhang mit Liverpool, wenn sich ein Spieler von denen in dem Schurkenstaat den Morgenschiss vergolden lässt?
Oder meinst Du, dass Liverpool kein geschäft (also Transfer) mit dem Saudiklub machen dürfte?
Oder, dass sie keine Spieler in ihren Reihen haben dürfen, die ein angebot aus Saudistan annehmen würden?
Hättet ihr mal den Ösi-(respektive Grazer)Fußball in den letzten Jahren verfolgt würdet ihr ihn kennen. Selbst schuld! Auf allen Ebenen.
Summe ist absolut irre, Schritt meiner Meinung nach auch (noch) zu groß. Dem hätte mindestens ein Jahr bei Bergamo schon noch gut getan.
Aber gut ist der schon. Wenn man ihn lässt. Was bei United immer zu hinterfragen ist. Und der Sympathiewert hat er sich mit dem Wechsel zu United natürlich bei mir auch verspielt. Wenigstens waren’s noch ein paar Millionen für Sturm zwecks Weiterverkaufsbeteiligung.
Das 2:0 gegen die Dosen damals war beispielsweise schon sehr nett.