Häusle baue - Wer hat den Kleinsten? (Zins)

Team Sondertilgung, die wir auch sehr gerne nutzen. Wir haben aber auch noch einen Darlehenszins von 0,82%, 16 Jahre Zinsbindung. Ziel ist das Ding innerhalb dieser 16 Jahre abzubezahlen. Buttern einfach rein was wir so übrig haben und nicht dringend brauchen, bisher aber auch erst zwei Sondertilgungen gemacht (einmal im Jahr möglich). Wird sicherlich auch mal vorkommen, dass keine Sondertilgung möglich sein wird.

Wir hatten Sondertilgungen von bis zu 2% jährlich vereinbart im Darlehen, welches dieses Jahr ausläuft. Genutzt haben wir diese leider auch nie.

Schließlich wäre es die preiswerteste Möglichkeit für uns gewesen die Zinsen möglichst schnell zu reduzieren und (logischerweise) das Darlehen schneller zu tilgen.

Ehrlicherweise ging das gerade in den ersten Jahren ziemlich unter, da wir die Kohle direkt gebraucht haben - fürs Haus, für die Kinder, für uns.

Im Folgedarlehen war die Option zur Sondertilgung ohne Aufschlag möglich, dahingehend haben wir diese wieder vereinbart und uns nun fest vorgenommen diese regelmäßig zu nutzen um am Ende der Laufzeit eine möglichst niedrige Restschuld zu haben und diese im Zweifel direkt zu begleichen oder preiswert nochmal zu finanzieren.

Meine Erfahrung dahingehend: wenn du gerade am Anfang die Kohle nicht übrig hast, dann nutzt du die Tilgung logischerweise nicht. Im Laufe des Darlehens aber ist es eine gute Option die Belastung zu reduzieren.

Ich merke schon, dass Zinsneid hier das ganz große Ding ist :sob:

Kommt aber ja auch immer darauf an, wie viel man finanziert bei welchem eingesetzten Eigenkapital.

Ich würde auch 5% Zinsen zahlen, wenn ich nicht 300,000 Euro hätte fremdfinanzieren müssen, sondern nur 60,000 Euro :grimacing:

Aber klar, so eine Zahl lässt sich relativ gut und gerne schwanzvergleichen.

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Ja klar, das stimmt natürlich. Wer solche Zinsen hat, der hat auch nen höheren Preis bezahlt.

Ja. Ich bin da eher bei 15 Jahren, um mir ein Fünfjahresfenster zu erkaufen, bei dem ich dann die Anschlussfinanzierung gut abpassen kann. Ich will auf keinen Fall in 10 Jahren dastehen und eine „Hier sind 8% friss oder stirb“ Situation haben.

Hängt ganz stark davon ab, wie eure Familiensitutation ist. Mit Kindern kann es sein, dass du sogar durch eine Riester-Besparung aus dem Brutto heraus sondertilgen kannst. Die Steuervorteile können auf die Laufzeit gesehen die höheren Zinsen durchaus wettmachen.

Anstehende Gehaltserhöhungen durch Beförderungen oder Erfahrungsstufenaufstieg können da zum Beispiel mit einkalkuliert werden und helfen - gerade in den ersten Jahren der Finanzierung - doch schon beträchtlich.

Genau deshalb machen wir Sondertilgungen momentan nicht. Haben 1,27% Zins bei 15 Jahren Zinsbindung, aber solange man am Markt auf Tagesgeld > 3,0% bekommt, lege ich es lieber da an. Der Plan ist aber auch, nach ca. 10 Jahren mit der Sondertilgung anzufangen, um die Restschuld nach den 15 Jahren noch zu reduzieren. Außer wir sind da wieder im Niedrigzinsumfeld, dann isses mir relativ egal.

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Das wäre mir zu heiß um in den letzten Jahren noch panisch Sondertilgungen zusammenzukratzen (die man in 10 Jahren ja womöglich gar nicht aufbringen kann) um die Restschuld möglich klein zu halten. Zudem kann man ja auch leider nicht unlimited tilgen sondern nur einen vorgegebenen Maximalbetrag. Daher nutzen wir den sehr glücklich mitgenommenen Zins von unter 1% möglichst aus um möglichst viel in dieser Zeit loszuwerden - von einer Anschlussfinanzierung mit unter 1% kann man nicht einfach wieder ausgehen. Der Rest wird halt in GameStop-Aktien angelegt.

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Kann man nicht nach Ende der ursprünglichen Kreditlaufzeit so viel auf einmal ballern wie man möchte?

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Stimmt. Man muss nach Ende der Zinsbindung den Rest tilgen.

Man kann also theoretisch in diesem Zeitpunkt auf einen Schlag alles zurückzahlen. Oder man schließt einen neuen Darlehensvertrag mit derselben oder einer anderen Bank über die Restschuld (oder einen kleineren Betrag, falls man einen Teil davon tilgen kann) ab mit den dann gültigen Zinskonditionen.

Deshalb ist meine simple Rechnung: solange der risikolose Einlagenzins höher ist als mein Darlehenszins, ist Anlegen für mich besser.

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So simpel ist die Rechnung nicht, denn du musst noch gegenrechnen wie viel du durch ne Sondertilgung auf die gesamte Laufzeit an Zinszahlungen sparen würdest. Zumindest vermindert sich beim klassischen Annuitätendarlehen ja durch eine Tilgung die Zinslast. Und durch Zinseszins-Effekte kommt da über die Jahre auch einiges an gesparten Zinsen zusammen. Deshalb lohnt sich die Sondertilgung am meisten wenn man sie in den frühen Jahren macht.

Schon richtig, aber auch nur, wenn man von fallenden Zinsen ausgeht. Denn auf meine Einlagenzinsen bekomme ich ja auch wieder Zinsen. Deshalb schrieb ich weiter oben „>3%“, da ist der Unterschied für mich erst einmal so groß, dass ich lieber anlege. Wenn wir wieder in die Nähe von 1,5% Anlagenzins kommen, werde ich bestimmt auch einen Teil sondertilgen.

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Das ist richtig. Deswegen reduzieren echte Profis ihre Kreditrate auf 0 und legen das Geld an :_d:
Habe ich tatsächlich mal überlegt, aber bin noch unsicher ob es dabei einen Haken gibt weil die Bank dann irgendwas doofes macht :D

Ich mach die Sondertilgung einfach konsequent die nächsten Jahre, allein weil mir die Zeit zu wertvoll ist, mich die ganze Zeit um die Drecksfinanzen zu kümmern - wenngleich die Anlage natürlich sinnvoller wäre.

Aber so lange ich mir keinen Finanzmenschen für mich persönlich leisten kann, lohnt sich vermutlich auch der zeitliche Invest für die Peanuts dann am Ende nicht :person_shrugging:

Überhaupt ganz schlimmes Meta-Game im Leben.

Ich war mal so einer und die Zinsverhandlungen mit den Banken waren immer unterhaltsam. Vor allem wie sie eingeknickt sind, sobald sie das Logo auf dem Papier von einer anderen Bank gesehen haben. Dass da manchmal nur dummes Gekritzel draufstand, wussten sie nicht. Und mit einer erfolgreicher Verhandlung hatte jeder Häuslebauer ein Grinsen auf dem Gesicht, denn da ging und geht es bekanntlich um viel tausend Geld.

Hat jemand von euch mal ein Dokument zur gemeinsamen Nutzung eines Brunnens aufgesetzt?

Aktuell ist alles im Lot nur man weiß ja nie, wie sich Dinge entwickeln. Dahingehend würden wir gerne einfach mal ein Dokument aufsetzen, was Rechte und Pflichten unseres gemeinsam genutzten Brunnens (verortet beim Nachbarn G, mit jeweils eigenen Zapfstellen bei Nachbarn F und R) festhält.

Für mich persönlich (Nachbar R) ist bspw. Nachbar F entscheident, da mein dicker Schlauch über deren Grundstück liegt und ich sonst keinen direkten Kontakt zu Nachbar G hätte.

Ist sowas überhaupt sinnvoll und einigermaßen rechtsbindend wenn das nun Nachbar F für den Nachbesitzer L mit abschließt?
Oder mach ich da für 'nen Schlauch direkt das Fass mit Baulasten, Bauamt, Landesgericht etc. auf?!