Ich kenne die Ticketkosten von anderen Festivals nicht, finde es im ersten Moment auch extrem viel, aber im Vergleich zu Einzeltickets etc. finde ich es schon in Ordnung. Es geht ja auch mittlerweile schon früher los. Man kann ab Montag anreisen und hat auch schon Konzerte im LGH usw.
Meine Musik ist es so gar nicht, habe es halt jedes Jahr vor der Tür.
Solltet ihr dennoch hinfahren wollen, als Tipp: Es gibt jedes Jahr massig Leute, die Tickets in der Festivalwoche günstig verkaufen.
Bei mittlerweile gängigen 70-90€ für eine einzelne Show einer Band sind 350€ inkl. Camping ein Schnapper.
RaR hatte in der letzten Preisstufe 279€ gekostet aber ohne Camping. Die günstigste Variante davon lag bei 89€. Und auch das war dann noch voll ok. Den Preis haste mit Linkin Park und Maiden gucken schon fast wieder raus gehabt.
Ja gut, wenn du die Headliner alle zum x-ten Mal sehen willst, kann sich das natürlich rechnen. Ich persönlich fand aber halt auch schon immer Clubkonzerte besser als Festival, da ging es für mich halt auch eher ums Drumherum. Bei dem durchschnittlichen Line Up vom WOA frag ich mich aber halt, wie krank sich die Gagen entwickelt haben müssen, wenn dafür solche Preise nötig sind.
Wird sicher spannend, wie sich das entwickelt, dass WOA nicht ausverkauft melden kann, ist sicher erst der Anfang.
Interessanter Artikel dazu
Die wirtschaftliche Lage beschreibt der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) als „angespannt“. Die Produktionskosten seien seit der Pandemie „um rund 50 Prozent gestiegen“. Ticketpreise hätten dagegen „nur um etwa 30 Prozent“ erhöht werden können. Besonders drastisch sei die Entwicklung bei Künstlergagen, die sich „in Teilen sogar verdreifacht“ hätten. Die Kosten steigen schneller als die Zahlungsbereitschaft des Publikums.
Und trotzdem hat RaR gerade innerhalb von 60 Minuten 48.000 Tickets verkauft
Dieser unglaubliche Vorverkaufsstart macht uns sprachlos: Über 48.000 Tickets wurden innerhalb der ersten Stunde für Rock am Ring 2027 verkauft – ihr seid einfach der absolute Wahnsinn!
Laut letztem Artikel 2024 wird der Altersschnitt da aber auch immer höher. Davon ab wird wohl keine/r den letzten Auftritt der Hosen da verpassen wollen.
Ich frage mich, wann diese großen Festivals implodieren. Die werden immer teurer und das Line Up immer einfallsloser. Noch läuft es weil es da ne zahlungskräftige Zielgruppe gibt, die es okay findet für das 27. Mal Iron Maiden, Metallica oder die Toten Hosen da über 300 Euro hinzulegen. Aber Irgendwann sterben die auch aus (Bands, Zielgruppe) und es kommt ja nix mehr wirklich nach. Auch irgendwo selbstverschuldet weil man halt jahrelang die gleichen Acts gebucht hat anstatt sich gute, neue Bands/Künstler hochzuziehen. Momentan wirkt es so als würde man da nur noch den Reibach mitnehmen, solange es geht.
Es ist ja okay dass die Festivals teurer sind als früher weil die Künstler da noch Tonträger verkauft haben. Und dass der Preis inflationsbedingt ein bisschen steigt ist auch ok. Aber was da die letzten Jahre passiert ist, ist teilweise schon krass und ich weiß gar nicht woran es wirklich liegt. Aber vielleicht ist das auch Jammern auf hohem Niveau weil die Festivals in Deutschland früher schon verhältnismäßig sehr günstig waren und sich die Preise jetzt dem europäischen Ausland annähern. Nur mit dem Unterschied dass man eben kein gutes internationales Line-Up hat sondern da zum x-ten Mal irgendwelche ollen Kamellen wie Billy Talent, Kings of Leon oder Prodigy zum Headliner macht oder da diesen ganzen deutschen Müll hinstellt.
Was mich persönlich nervt ist, dass es in Deutschland scheinbar unmöglich ist, ein großes, internationales Indie/Alternative Festival auf die Beine zu stellen. Sowas wie das Primavera. Allgemein ist es mMn auffällig dass manche Acts regelrecht einen Bogen um Deutschland machen, nicht nur bei Festivals. Da werden dann alle Nachbarländer bespielt aber aus irgendeinem Grund wird Deutschland ausgelassen. Das finde ich echt seltsam.
E: Oh. Den Tagesschau Artikel hab ich erst danach gelesen
Zu der Geschichte mit den immer gleichen Bands finde ich den Auszug aus dem Artikel auch plausibel
Besonders sichtbar werden die Veränderungen beim Blick auf die Line-ups. Seit Jahren hängt die Branche an einem kleinen Kreis verlässlicher Headliner. Größen wie Foo Fighters, Muse oder Slipknot rotieren durch die Spitzenpositionen großer Rockfestivals.
Zugleich fehlt eine neue Generation von Acts, die diese Plätze künftig einnehmen könnte. Zwischen Newcomern und etablierten Größen hat sich eine Lücke gebildet, die früher über Jahre hinweg auf Festivalbühnen geschlossen wurde.
Sichtbarkeit entsteht heute weniger über jahrelange Bühnenpräsenz als über algorithmische Reichweite. Laut dem Weltverband der Musikindustrie (IFPI) macht Streaming inzwischen rund 69 Prozent der weltweiten Musikumsätze aus. Künstler werden schneller bekannt, doch der Erfolg ist oft weniger dauerhaft. Die Folge: Festivals verlieren ihre frühere Funktion als Karrieremaschine für künftige Headliner.
Also ich hab da so einen da, der ist vorgestern von RIP gekommen, Wäsche gewaschen, Eisklettern geklopft, heute Nacht zu Nova Rock und fährt dann mit uns alten Deppen noch zum Chiemsee Reggae(welches ich am liebsten stornieren würde).
Seinen Erzählungen nach kommt da sehr wohl sehr viel nach, wir kennen das halt einfach alles nicht und sind nicht auf dem Laufenden.
Auch von zu altem Publikum hat er mir nichts berichtet.
Für die Jugendlichen ist das 5 Tage Spass und Urlaub mit fetter Mucke.
Ich denke so schnell implodiert da genau so wenig wie unsere Gesellschaft und die Fifa.
E: Auch dem Artikel der Tagesschau würden wir nucht zustimmen und scheinbar setzen sie sich nicht wirklich mit den Lineups auseinander.
Wie oft waren die Foo Fighters in den letzten Jahren Headliner?
Vielleicht gibt es hier noch wen der mag?
Hab für morgen zwei Tickets für die Foo Fighters in München abzugeben. FOS2 zum SC-Buddypreis. Original waren es 149 pro karte. Zusammen geb ich sie für 125€ ab.
By the way…ihr erst morgen…aber wie groß sind einfach Twenty One Pilots. Für mich völlig unterschätzte Band, die aber, wie gerade auf dem Hurricane gesehen, genial sind.
TOP war gestern ein super Abschluss auf dem Southside. Ich persönlich hätte jetzt das Seven Nations Army Cover nicht gebraucht und dafür noch gerne ein paar ältere Songs gehört, aber meckern ist absolut unangebracht wenn man drei tolle Tage mit seinen Kumpels verbringen darf. Bessere Acts gibt’s nicht
Gestern gabs endlich mal wieder entspanntes Massenschwitzen bei den Broilers beim ersten Warm Up zur diesjährigen Tour. Schön das die nach 2 Jahren Pause endlich wieder die Bühnen des Landes bespielen.
Im Juli wirds dann noch kleiner, als die Frankfurter Batschkapp, dann gehts in den Ratinger Hof nach Düsseldorf.