Heute nun operiert worden und auch schon wieder im heimischen Bett! ![]()
Die Vorbereitung auf die OP war aber durchaus „lustig“. Nachdem ich da um 6:45 antanzen durfte, ging es um 7:30 in die Vorbereitung. Man muss wissen: mit Blutabnehmen oder dauerhaften Injektionen bin ich leider kein Held, deswegen war ich ein klein wenig nervös. Die Dame, die mich vorbereiten durfte, hat sich auch gleich etwas laienhaft angestellt. EKG-Dinger mussten mehrfach neu eingeklebt werden, das Teil für die Sauerstoffsättigung hat sie erstmal falsch herum auf den Finger geklemmt. Die Kollegin hat sie geduldig eingewiesen, und ich war ein dankbares Testobjekt, das nicht gemurrt hat.
Schnell stellte sich nach Gesprächen mit Kollegen* heraus, dass die Dame heute ihren ersten Tag hat. Jackpot, Fry. So kam was kommen musste.
Bei Versuch 1 der Nadellegung (linke Hand) war die Spitze gar nicht draußen und sie hat mir nur ein bisschen auf der Haut rumgebohrt. Die Kollegin kam zur Hilfe, aber in zwei Versuchen wurde auch mit ihrer Unterstützung die Vene verfehlt („die ist weg!“).
Die Damen erklären dem schon etwas blassen Fry, dass sie es jetzt mal in der Armbeuge versuchen. Gut, das hat beim Blutabnehmen immer gut geklappt, also keine Einwände von mir. Und Versuch 2 schien dann tatsächlich auch geklappt zu haben.
Jetzt lag ich also da rum und wartete drauf, müde zu werden. Nach einer halben Stunde hab ich mir überlegt, zu fragen, ob ich langsam mal müde werden müsste. Als nach 50 Minuten noch immer nichts passiert ist, dachte ich mir schon, dass durch den Zugang noch gar nix fließt. Hätte mir man auch mal sagen können, zumal ich es aufgrund meiner leichten Phobie auch recht unangenehm finde, wenn da stundenlang ein Zugang gelegt ist, ob benutzt oder nicht.
Naja, nach 100 Minuten ging es dann tatsächlich zum Anästhesisten. Ich hörte ihn nur „Was ist denn hier los“ sagen, als der das Narkosemittel angeschlossen hat. War ja klar, Zugang war doch unbrauchbar. Also Versuch Nr. 3 (rechte Hand), diesmal vom erfahrenen Narkosearzt höchstselbst und ohne Probleme.
Ab da ging dann alles gut, bin zwar noch ziemlich schlapp und die Bauchgegend fühlt sich doch ziemlich unangenehm an, aber das wird hoffentlich schnell besser.
Ich mach mal noch ne Runde das, was heute bisher am besten geklappt hat: schlafen!
Bis bald.
*Generell weiß ich durch die eineinhalb Stunden so einiges, nicht nur, dass Dame Nr 1 ihren ersten Tag hat. Wie man Urlaub einträgt, dass „Die Iris“ ihn genehmigt, dass immer nur zwei auf der Station gleichzeitig Urlaub haben dürfen, wie man die Stunden einträgt, dass die Schicht immer von 6:50 bis 15:20 geht ("auch so eintragen, mit „P“ für halbe Stunde Pause ). In welchen Krankenhäusern die Damen bisher so gearbeitet haben, und welche man als Patient meiden sollte („wie die da untereinander umgehen, und mit den Patienten! Schlimm!“). Dass zwei Kolleginnen krank sind. Dass heute entspannt ist, ABER MORGEN! Dass die Reinigungsdame ne Viertel Stunde ihren Schlüssel gesucht hat und er am Ende im Waschbecken lag (trotzdem bekommt sie hier „bald nen Herzinfarkt“).