FC Bayern München - Urbig et orbi

In Paris haben wir gewonnen und in London verloren. Stärkere Gegner als die beiden hatten wir bisher noch nicht, würde ich mal behaupten. Ich bin von Grund auf eigentlich auch eher pessimistisch eingestellt aber ja, doch, CL Finale sehe ich möglich. Jetzt sind auch Davies und Musiala wieder zurück. Darf sich nur keiner wieder verletzen bis zu den entscheidenen Spielen.

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Wollen wir nicht alle lieber von nun an Leverkusen-Fans sein? So als Challenge?

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Die Schnittmenge hatten wir kurzfristig glaube ich schon, nachdem wir als ungeschlagener Meister durch die Saison gegangen sind. Ich glaube die sind mittlerweile alle wieder bei euch.

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Und dass das Ganze von einem Cheatcode-Verein-Fan kommt (no front gegen den Bayer hier) macht das Ganze noch irrsinniger.

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Mir wäre es auch lieber, wenn wir noch andere gute Bundesliga Vereine hätten aber aktuell müssen wir eben damit leben, das da 17 Halbprofi Mannschaften in der Liga sind.

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q.e.d.

Es ist aber auch leicht albern und kindisch, jedem Bayernfan den Spaß absprechen zu wollen während der Verein gerade die beste Saison aller Zeiten hinlegt, Leverkusens ungeschlagene Saison pulverisiert (das scheint einige doch arg zu ärgern) und dabei solch einen unterhaltsamen Fussball spielt, dass man aus dem Staunen nicht raus kommt. Ja, wie können sich die Bayernfans da auch nur dran erfreuen wenn man über 14 ist? Wenn man sich als Bayernfan schon hinterfragen sollte, dann natürlich in der besten Saison die bisher je gespielt wurde, das haben nämlich Fans anderer Vereine zu entscheiden.

Das ist, glaube ich, gar nicht Joustons Stoßrichtung. Es ist, zumindest bei mir, vielmehr ein ungläubiges Staunen, wie unter Bayernfans noch so etwas wie Spannung im Liga-Alltag herbeihalluziniert wird.
Als Fan ist eine solche Situation ja auch seltsam: es gibt eben keinen Gegner und dann muss man das Ganze auch anders erleben. Darum geht es. Dass das Fantum eben ein anderes wird, wenn von vornherein der Sieg feststeht. Das soll nichts an der Freude an der eigenen Fußballkunst wegnehmen.

Das einzige, was ich als Vorwurf herauslese, ist ein künstliches Aufbauschen kleinerer Problemchen, die keine Auswirkung auf irgendwas jenseits der CL haben.

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Wer macht das denn? Jedem sollte klar sein, wer Meister wird und ja, es ist auch jedes Jahr der Anspruch Meister zu werden. Und dann erfreue ich mich aber schon, wenn das heuer auf so eine Art und Weise passiert und hofft schon, diese Rekordsaison so durchziehen zu können.

Da macht es dann eben schon einen Unterschied, wenn Leute wie Davies und Musiala wieder da sind. Bei Musiala freu ich mich auch nicht, dass man jetzt vielleicht 2 Siege mehr holt. Sondern dass ein verdammt guter Fußballer wieder da ist, dem ich einfach gern zuschaue.

Ich hab das auch damals bei Pep schon geschrieben, dass ich mich gerade damals auch viel mehr mit der Art des Fußballs auseinandergesetzt habe, als bei vielen Trainern davor. Ja, das kann man analysieren. Genauso wie beispielsweise einen erkämpften 1:0 Sieg von Bochum gegen Mainz.

Das Leverkusen Thema hat AXU ja schon angesprochen. Aber lustig ist es schon, wenn ein grow out von einem Leverkusenfan kommt. Das ist Jouston ja aber sicher bewusst. Denn von dem Verein würden viele andere Fans auch sagen, dass man sich da mal einen anderen suchen sollte.

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Axu:

OK, damit bin ich konform. Ich würde mir auch eine spannende Liga wünschen aber was da jetzt gerade passiert ist halt außergewöhnlich, das muss man als Fussballfan auch einfach anerkennen. Dass eine Mannschaft nicht 11 mal hintereinander Meister werden soll ist ja klar.

:ka:

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Gut, wobei ich nicht glaub, dass zeze beim Blick auf die Tabelle zu zittern beginnt.

Aber das kann man doch dann nicht auf alle Bayern-Fans hier ummünzen. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass zeze die momentanen Spiele spannend findet. Die Bundesliga ist furchtbar langweilig geworden. Wenn ich zurückdenke hab ich mich Anfang der 2000er wirklich auf jedes Wochenende gefreut um meine Bayern wieder sehen zu können. Ich gucke natürlich immer noch alle Spiele aber spannend ist das nicht mehr. Glaube jetzt kaum, dass das viele anders sehen. Natürlich war man damals auch stark aber es war oftmals spannend bis zum Schluss. Wäre schön, wenn das jetzt wieder auch so wäre.

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Ich komme halt aus Leverkusen, sonst wäre ich sicher kein Leverkusenfan geworden. Wir hatten auch einen Bayernfan im Freundeskreis, der hat dann irgendwann gemerkt wie albern das ist. So cheatcodemäßig Leverkusen auch daherkommt, der Bayer kann jedes Spiel verlieren und tut das, bis auf die Fabelsaison, auch sehr gerne und in den unpassendsten Momenten. Das ist mein Punkt, neben dem was AXU richtig gesagt hat. Natürlich argumentiere ich auch aus einer privilegierten Situation als ständiger Europacupteilnehmer, aber Bayern ist einfach ganz was anderes.

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Letztendlich sollte man nicht die Fans fragen, obs ihnen noch Spaß macht - das kann und soll jeder für sich beantworten. Mich würde aber mal interessieren, ob ihr euch nicht fragt, warum das denn sein kann, dass man einen Mannschaftssport national über so viele Jahrzehnte dominiert.

Das ganze System Profifußball ist einfach kaputt und hat mit sportlichem Wettbewerb seit Jahrzehten nix mehr zu tun. Wer damit noch Spaß hat - schön für euch (ehrlich gemeint), aber ich persönlich habe daran schon lange das Interesse verloren.

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Oder er war halt kein Fan, wen er das einfach so ausstellt. Da wären wir dann aber wieder in einer anderen, größeren Diskussion. Und natürlich hat sich mein Fanverhalten auch geändert. Mich nervt unglaublich viel am Fußball, mich nervt viel an Bayern. Freu ich mich über eine Meisterschaft wie in meiner Jugend? Natürlich nicht. Freu ich mich über ein 8:1 gegen Wolfsburg? Nicht wirklich mehr als wenn sie 2:1 gewinnen würden. Über ein 5:1 gegen Leipzig freu ich mich aber schon. Die Duelle mit Leverkusen unter Alonso fand ich insgesamt aber natürlich spannender und interessanter.

Fan, oder nennt es wie ihr wollt, vom Verein bin ich noch vor allem aufgrund meiner Geschichte mit Bayern. Die ist natürlich eine andere, als wenn ich in München aufgewachsen wäre. Aber trotzdem hab ich sie. Da kühlt zwischendurch mal was ab, wird dann in manchen duellen oder Jahren doch wieder mehr angesprochen. Trotzdem merk ich durchgängig, dass mich der Verein und die Spieler halt bis zu einem gewissen Punkt interessieren und ich mich über Leute wie Olise wahnsinnig freuen kann. Und da werd ich wohl nie ganz rauswachsen.

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Das ist eher generell das Problem des Fussballs und nicht das der Bayern.

Fussball ist kaputt, überall und ich kann es nicht nachvollziehen wie man Multimillionären, die in einer Woche so viel verdienen wie ich in meinem ganzen Berufsleben, bedingungslos abfeiert und denen huldigt. Wie gesagt ist das auf den gesamten Fussball bezogen.

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Ich belle hier auch den falschen Baum an.

Mich ärgert, dass keiner der verantwortlichen bei den Bayern erkennt, dass sie langfristig davon profitieren würden eine ausgeglichenere Liga zu haben, mit 3-5 Vereinen die Meister werden können. Aber nein. Sie brauchen immer größere Stücke vom Kuchen, um Deutschland international erfolgreicher vertreten zu können und die CL zu gewinnen. und da sie ja so gut sind haben sie auch ein Recht darauf… Die 37 Chinesen die lieber Buli als Premier League gucken tun dies schließlich nur wegen der Superbayern. Das man mit einer spannenderen Liga auch eine stärkere Liga hätte, die dann auch mehr Chinesen gucken würden und mehr Geld generieren würde, checken die Deppen nicht.

Und dann sind da noch sämtliche Medien die den Bayern ständig in den Arsch kriechen und allumfänglich nur über sie berichten.

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Das war nicht ernst gemeint.

Das kann ich dagegen total nachvollziehen. Der Fußball lebt halt dank Neoliberalismus genau wie alles andere in einer kapitalistischen Gesellschaft, in der viele soziale Leitplanken nicht mehr vorhanden sind. Hier passiert genau das, was in der Welt seit vierzig Jahren auch passiert, nur langsamer - 50+1 gibts ja zum Glück noch.

Dass die Bayern-Verantwortlichen keine Weitsicht beweisen, ist schade, aber welches kapitalistische Unternehmen macht das schon? Guckt mal, welche Unternehmen Trump in den Arsch kriechen. Genau wie die dt. Großindustriellen im dritten Reich Hitler in den Arsch gekrochen sind.

Spannend find ich die Spiele auch nur bedingt, aber ich erfreue mich trotzdem dran. Es ist wahrscheinlich die Identifikation mit den Spielern.