Danke für den Hinweis, dachte das Spiel findet am Samstag statt.
Hab heute gelesen, es werden 50.000 Frankfurter und 70.000 Schotten in Sevilla erwartet. ![]()
Hoffentlich bleibt das alles friedlich!
Danke für den Hinweis, dachte das Spiel findet am Samstag statt.
Hab heute gelesen, es werden 50.000 Frankfurter und 70.000 Schotten in Sevilla erwartet. ![]()
Hoffentlich bleibt das alles friedlich!
Damn, das ist doch nicht free. Deren Mediathek ist ja kostenpflichtig, oder?
Andere Möglichkeiten außer Brei?
Doch, doch. RTL überträgt.
Wenn du keinen TV Anschlusss hast bekommste auch kein RTL rein.
Einen offiziellen Live Stream bieten die nicht an
Am TV kann man es ganz normal bei RTL schauen, wenn man es streamen möchte, muss man für RTL+ bezahlen.
Glaube aber, dort gibt es einen Gratis-Probemonat. ![]()
Eben. Ich gucke nur noch das, was über Mediatheken abrufbar ist. Kein Satellit, kein Kabel, kein Antennenanschluss.
Schau mal hier
Oder mal mit Wilmaa probieren und kurz RTL starten: https://www.wilmaa.com/
Eine Alternative wäre auch zattoo, das sollte funktionieren: https://support.zattoo.com/hc/de/articles/360003974054-Zattoo-Free-in-Deutschland
Ich gucke, ich gucke, bzw. ich willma gucken. Guckenwa mal.
Nutz doch den Gratis Monat von rtl+, dann gibt es das Spiel sogar hochauflösend.
Aber natürlich nicht so wie bei @MissesNextMatch, viel Erfolg! Mein Neid ist dir gewiss.
Ein wunderbarer Artikel über das Finale morgen:
Eintracht Frankfurt im Europacupfinale
Stadt der Träumer
Eintracht Frankfurt kann nach 42 Jahren wieder Europacup-Sieger werden. Für viele Fans ist das kaum zu begreifen. Tage vor dem Finale kann man die Bedeutung des Spiels in der Stadt fast körperlich spüren.
Von Stephan Reich
Sevilla ist die Stadt der Orangenbäume. Geht man zur richtigen Jahreszeit durch die Straßen, liegt eine leichte Süße in der Luft, von den Bitterorangen, die Genueser Seeleute vor vielen hundert Jahren in der Stadt ansiedelten. Fast 50.000 Orangenbäume gibt es mittlerweile in Sevilla, heißt es in den Reiseführern. Es soll Glück bringen, pflanzt man einen an.
Frankfurt ist die Stadt der Träumer, eine Stadt der elektrischen Luft. Geht man zur rechten Zeit durch die Straßen, am Römer, im Gallus, am Mainesstrand, macht seinen Kopf frei und das Herz auf, kann man das Knistern hören. Das Flattern der Fahnen in den Fenstern, die Gespräche an den Wasserhäuschen, U-Bahn-Stationen, Parkbänken, das Klatschen der Bälle auf den Bolzplätzen, wo sich die Kinder für ein paar Stunden in Filip Kostic verwandeln, nur durch die Magie dieses Sports. Es ist die Summe tausender Stimmen, Stimmungen, ein großes Ganzes. Wie ein Flüstern, etwas, das man leise hört und umso lauter in einem widerhallt, als Druck auf der Brust, als erhöhter Pulsschlag, als Gänsehaut, wenn man schon wieder daran denkt, was man ja pausenlos tut: Eintracht Frankfurt steht im Europapokalfinale. Diese Zeit ist jetzt.
Fansein, diese selige Verrücktheit
Europacup in diesem Jahr, das erste Finale seit 1980. Man muss sich das vor Augen führen: 42 Jahre, das ist ein halbes Leben, wenn es gut läuft. Man kann dieses Finale epochal nennen und würde nicht übertreiben, die Bedeutung des Spiels übersteigt alles, was die allermeisten Anhänger je erlebt haben und werden. Deswegen das laute Knistern, diese ständig feuchten Augen, die immer so unruhigen Hände. Es ist eine Spannung, die sich über Wochen aufgebaut hat und doch schon Jahrzehnte zurückreicht. In Barcelona, gegen West Ham, und doch viel früher, in Meppen, gegen Burghausen. Als hätten alle Fans gemeinsam so lange auf etwas gehofft, Jahre, Jahrzehnte, dass es sich tatsächlich vor ihren Augen manifestierte, plötzlich greifbar und nur eine Armlänge entfernt: ein Europacup. In diesem Jahr.
Man sieht diese Bedeutung in den Augen der Menschen. Das Leuchten, die Tränen, die Blicke, die ineinander Halt suchen. Fansein, diese selige Verrücktheit. Die Tausenden in Barcelona, ein Meer ausgestreckter Arme, vor dessen Brandung Filip Kostic stand und lächelte. Der Schlusspfiff gegen West Ham, bei dem, wie auf Kommando, erwachsene Menschen zu weinen begannen. Fans, die beim Platzsturm kleine Stücke Rasen aus dem Feld gruben und sie anschließend in der flachen Hand durch den Abend trugen, vorsichtig, wie die Kostbarkeiten, die sie sind.
Wir schenken euch unsere Herzen und ihr schenkt uns den Sieg
Eintracht Frankfurt steht im Europapokalfinale, das wäre lange Jahre ein Satz gewesen, der kaum Sinn gemacht hätte. Eine Lüge, ein böser Scherz, ein Wunschtraum, den zu träumen lächerlich gewesen wäre. Aber Realität? Sicher nicht. Eintracht Frankfurt, das war doch allzu oft der Klub, an den man sein Herz hängte, und ein 0:0 im Bundesliganiemandsland zurückbekam. Wir schenken euch unsere Herzen und ihr schenkt uns den Sieg, das singen die Fans schon so lange. Der zweite Teil des Satzes blieb oft ein frommer Wunsch. Und jetzt?
Frankfurt, das ist die Stadt des tiefen Durchatmens. Der ungläubigen Blicke. Die Stadt des Kopfkratzens, der Frage: Was ist eigentlich passiert? - die ohne echte Antwort bleibt. Denn was ist denn passiert, wenn nicht etwas Unerklärliches, Unvorhersehbares? Der Verein hat sich innerhalb weniger Jahre auf den Kopf gestellt, nicht weniger, und weil das niemand kommen sah, das Leben seiner Fans gleich mit. Die Stadt des steinigen Wegs. Des Doch-Nochs. Der Totgesagten. Des Lauf-Mijat-Lauf.
Schon auf den Pokalsieg warteten die Fans 30 Jahre lang, auch das ist ein halbes Leben, läuft es weniger gut. Zeit, die einem zwischen den Fingern zerrinnt, ohne dass man es merkt. Aber so ist das. Man geht die Stadiontreppen hoch und man geht sie wieder runter. Sieht seine Leute, lernt neue kennen, andere gehen, Tage, Wochen, Jahre, das Leben mal hier und mal da. Verliert hier und gewinnt dort. Sieht die Spiele, ärgert und freut sich, spricht mit seinen Liebsten, Vater, Mutter, Freunde, Kinder, hast du die Eintracht gesehen?
Ein Tag noch, Europacup in diesem Jahr, das Knistern wird lauter
Und natürlich haben sie. So wird ein Leben draus, mit einer gemeinsamen Leidenschaft, etwas, das wie ein Geländer da ist, und an dem man sich festhalten kann, wird der Weg, den man geht, auch mal uneben. Und das ist er ja oft, im Leben und im Sport. Rostock, Heynckes, ein kollektives Trauma. Abstiege, Aufstiege, Jahre wie in Zeitlupe, und dann lauf, Mijat, lauf. Ein Tor, das das Leben so vieler Fans in ein Davor und ein Danach teilte. Davor, als all das, was man jetzt erlebt, unmöglich schien. Und danach, als Frankfurt plötzlich die Stadt mit dem Pokal war. Als sich alles Warten plötzlich gelohnt hatte, einfach so. Die Stadt der Träumer, die das Träumen schon verlernt hatten. Und in der nun nicht unmöglich scheint, dass sie bald, ganz bald, die ganze Stadt, wieder am Römerberg zusammenkommt.
Ein Tag noch, Europacup in diesem Jahr, das Knistern wird lauter. Frankfurt ist die Stadt der Vorfreude, des Lieder-vor-sich-Hinsummens. Stadt des Bangens und Hoffens, der kalten Schauer über Rücken, des Auf-Holz-Klopfens, Stadt der Glücksbringer und Spieltagsrituale, der verstohlenen Blicke, kann das wirklich passieren? Eine Stadt des Fiebers, wie in Trance, jeden Fan gibt es dieser Tage zweimal, weil alle neben sich stehen. Eintracht Frankfurt steht im Europapokalfinale, ein Gedanke gewordener Dopaminschauer, hunderttausendmal am Tag. Ein Ausnahmezustand, gegen den nichts hilft.
Außer vielleicht: Einen Orangenbaum pflanzen. Tief einatmen. Das Knistern hören. Und dann den Cup holen, natürlich.
Quelle: hessenschau.de
Diese beiden Sätze fühle ich einfach so sehr und sie sagen einfach genau das aus, was für mich immer Eintracht Frankfurt war. Die großen Feiertage waren, wenn man Bayern oder Dortmund ärgern konnte oder wenn man in der ersten Pokalrunde mal den OFC raus geworfen hat. Ansonsten gab es triste Pokalniederlagen in Aue und, um es einfach nochmal nachzuplappern weil ich so sehr drüber Schmunzeln musste, Gordon Schildenfeld.
Der Pokalsieg war schon unglaublich surreal und ich war mir sicher, dass es das war. Das war das Größte, was ich jemals in meinem Fanleben erleben würde und die Belohnung für all die Jahre Funkelfußball und Auswärtsfahrten ins Nirgendwo am Sonntagmorgen. Dass man morgen Abend in diesem Finale steht, den fucking Uefa Cup gewinnen kann und nächste Saison im selben Wettbewerb wie Real Madrid, Manchester City oder PSG stehen kann, das ist einfach nur nicht von dieser Welt.
Meine Frau hat mir vor Kurzem zu meinem Geburtstag diese dezente Wanddeko hier geschenkt und meinte schon, dass an der Wand eigentlich noch Platz für einen Rahmen mehr wäre.
Von „Bruda, schlag den Ball lang“, von Martinez’ kläglichem Versuch, einen Elfmeter zu schinden, von Gacinovics Lauf werde ich noch meinen Enkeln erzählen. Ich hoffe so sehr, dass ich ihnen auch von Filip, Rafael, Ansgar und einer Nacht in Sevilla erzählen kann.
Ich bin so unglaublich heiß und gleichzeitig unglaublich nervös. Holt dieses scheiß Ding einfach bitte.
Stephan Reich hatte schon zum Pokalsieg einen ganz wundervollen Artikel geschrieben, den ich immer mal wieder einfach so lese, wenn ich z.B. schlechte Laune habe:
https://11freunde.de/artikel/70-meter-für-die-ewigkeit/544343
Gacinovic rennt. Im Stadion schwillt der Jubel an, Menschen ringen nach Luft und schreien trotzdem. Sie klammern sich an ihren Sitznachbarn fest, als müssten sie sicherstellen, nicht von der Fliehkraft des Augenblicks umgerissen zu werden. Sie springen von ihren Plätzen auf und scheinen nicht wieder zu landen. Sie lachen und weinen gleichzeitig. Sie hoffen und bangen, sie können es nicht glauben, Gacinovic rennt, sie verstehen: Niemand wird ihn mehr einholen können. Und während Gacinovic den Ball zum 3:1 über die Linie rollen lässt und einfach weiterrennt, über die Bande zu den Fans, und noch viel weiter, bis in ihre weit offenen Herzen, löst sich für die zahllosen Anhänger, die sich schreiend in den Armen liegen, ein 30 Jahre alter Knoten. Eintracht Frankfurt ist Pokalsieger.
In der TV-Übertragung geht es ein wenig unter, aber als der erste Jubel über die Sensation abgeebbt ist, bleibt es ungewöhnlich still im Stadion. Die Fans der Eintracht, sie haben für eine solche Situation keine Lieder. Ihre Gesänge handeln vom Durchhalten, davon, dass man trotzdem zum Fußball geht, auch wenn es oft schmerzhaft ist, und von der vagen Hoffnung, dass eines Tages alles besser wird.
Ich habe während der letzten Tage richtig darauf gehofft, dass er noch mal so ein Brett raushauen würde. ![]()
Sehr netter Typ. Habe den mal auf einer Lesung getroffen, als er noch Gedichte geschrieben hat. Und worüber haben wir uns unterhalten? Fußball.
Bin ja zugegeben schon etwas neidisch. Vor 10 Jahren war ich noch zum DFB-Pokal in Frankfurt, Lautern Erstligist, Frankfurt gerade in die zweite Liga abgestiegen, der FCK hat glücklich gewonnen. Danach hat Frankfurt mit gutem Management stufenweise die Leiter nach oben erklommen, mit sagenhaften DFB- und Europa-Pokal-Auftritten, während Lautern durch Missmanagement froh sein kann, wenn man irgendwann mal wieder Zweitligaluft schnuppern kann. Während ihr auswärts durch Europa reist muss man sich hier die Highlights selbst schaffen, in Wiesbaden oder Verl.
Was ich eigentlich sagen will: Wer immer jetzt in Sevilla ist, genießt jede Sekunde davon, der Fußball ist so schnelllebig, in 2,3 Jahren kann die Welt schon wieder anders aussehen. Europapokalfinale gegen Glasgow, geil, mehr geht ja eigentlich nicht, vl. das Highlight in vielen Fan-Leben. Ich drück die Daumen und freu mich auf die Erlebnisberichte.
Alter Trick noch immer bestens funktioniert: Die vorvorherige Nacht komplett durchmachen, um die eigentlich unschlafbare Nacht vorher trotzdem perfekt durchschlafen zu können.
Wie @Daniel84 schon sagte…genießt den Tag. Irgendwie ist das für mich auch ein bisschen Nostalgie…wie früher als Kind, als man im Europapokal noch mittwochs zu Kaiserslautern, Bremen oder Karlsruhe hielt und mitgefiebert hatte.
Eintracht ist für mich auch deshalb irgendwie wichtig, weil es mir Hoffnung gibt, irgendwann auch noch nach Barcelona reisen zu können. Es geht dann irgendwie doch so schnell im Fußball.
Mein Kleiner meint immer „Hätten Dingert 2016 in der 88. Minute den Elfer für uns gegeben…dann wären wir heute im Finale“ ![]()
Ich freue mich auch mehr auf das Spiel heute Abend, als ich mich in den letzten Jahren auf ein Herthaspiel gefreut habe.
Zuletzt so sehr vielleicht auf das DFB-Pokalfinale gegen Dortmund 2015/16.
Viel Erfolg, holt den Pott!
Ich hab zwar kein gutes Bauchgefühl aber ich hoffe das täuscht mich heute. Wird Zeit für den ersten deutschen Euroleague Titel!
Edit: Eigentlich wollte ich ja noch schreiben, dass es da zwei tolle Vereine mit Klasse Fans ins Finale geschafft haben und das doch das perfekte Spiel wäre, wo zwei tollen Fangruppen ein gemeinsames Fest feiern und schon sehe ich bei Instagram Bilder, wie sie sich gegenseitig mit Stühlen bewerfen ![]()
Peter Fischer eben im Interview ![]()
„Dieses Micky Maus Stadion, das haben die doch aus Lego gebaut“
„Wenn ich Geburtstag feier kommen mehr Leute“
Wahrscheinlich auch schon 1,8 auf dem Tacho.
EDIT
https://twitter.com/fussball2000/status/1526993723053203462?s=21&t=_MEqlVeTHsuahXe2MKNFTA
Aber nachher wirbt die UEFA dann wieder groß mit den Choreo Bildern ![]()
Ich bin so wunderbar unwichtig uffgereeescht.