Der Serienthread - Die kurzweilige Reise in ein warmherziges Experiment

nope

Hast du es mal auf den subreddits der teams (oder im nhl subreddit o.ä.) probiert und dort nachgefragt?

Vor Monaten schon.
Gibt paar Internationals die alle paar Wochen mal fragen und am Ende kommt nix bei rum.

EDIT
Problem solved!

Sofacoach bester Ort im Internet :love:

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Ich habe jetzt bei netflix mit CROOKS angefangen. Eine deutsch-österreichische Gangster-Serie, die bisher in Berlin, Wien und Marseille spielt. Zwar sind viele Charaktere etwas vorhersehbar-klischeehaft, aber allesamt sind das „gute“ Klischees- Soll heißen: Da ist der Ex-Gangster, der wieder ran muss und zwischen Gangsterei und Liebe hin und her muss. Da ist der alte rücksichtslose Wiener Boss, die Jugogang, die Türkengang undsoweiterundsozu. Aber alle nerven in ihrer Bekanntheit nicht. Das liegt vermutlich an der sehr spannenden Story und der Tatsache, dass man den beiden (vermutlichen) Hauprollen gerne folgt und ihre Charaktere ausführlich genug erzählt werden, um sich ernsthaft um sie zu sorgen.
Das erfindet, wie gesagt, das Serienrad nicht neu, aber ist ausreichend gut gemacht und, wie auch schon gesagt, sehr spannend.

Daumen erstmal hoch!

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Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: The Boys

Gerade beendet. Wirklich toll. Endlich mal eine Serie, die nicht alles über und über erklärt, die immer das richtige Tempo findet, die weiß, wie man eine Story beendet UND DIE QUASI AUSSCHLIEßLICH IN JAPANISCH LÄUFT…

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Ach schön, ich auch gerade. Wollte auch noch was dazu schreiben, aber du hast schon ein paar wichtige Punkte genannt. Für eine Blockbuster-Serie fand ich das geradezu mutig, ich spoiler sicherheitshalber mal:

  • fast durchgängig untertiteltes Japanisch, was für mich erstaunlich gut funktioniert, obwohl ich im Gegensatz zu z.B. Italienisch/Französisch natürlich gar nichts verstehen konnte
  • die komplexen Verwandschaftsverhältnisse werden kaum erklärt und die Beziehungen erschließen sich erst Stück für Stück. Mir wurde erst langsam klar, dass wir als Zuschauer keinen Wissensvorsprung haben und genauso verwirrt wie der „Anjin“ sein sollen
  • Es wurde ständig ein großer Krieg oder zumindest eine riesige Schlacht angekündigt, die aber konsequent nicht passierte; trotzdem kein bisschen Leerlauf
  • Ziemlich ansatzloser Wechsel zwischen brutaler Gewalt und ruhigen, teils wunderschön komponierten Bildern/Szenen - die Liebhaber des einen könnten durchaus das andere hassen, funktioniert mMn gerade deswegen super
  • Der Clash der Kulturen wurde nicht als „haha, wie komisch, aber wir verstehen uns trotzdem“, sondern bis zum Ende als gegenseitiges Unverständnis und Konflikt gezeigt
  • Der „Weiße“ hatte nicht, wie sonst üblich, einen Wissensvorsprung und deswegen eine riesige Rolle, sondern war bis zum Ende ein Außenseiter, der größtenteils hilflos umhergetrieben wird
  • Liebesgeschichte fand ich sehr eindrücklich, gerade weil sie so dezent war; kein hemmungsloses Rumgeknutsche und Herumgeschleiche ab Folge 1 oder 2
  • Mutig, eine Serie da abzuschließen, wo ein ganzes Bündel an Handlungssträngen noch weiterzuführen wäre

Weitere Notizen:

  • großartige schauspielerische Leistungen, nur bei Blackthorne bin ich jetzt noch nicht sicher, ob ich ihn gut oder schlecht fand; Wieviele Gefühle hingegen Toranaga und Mariko ohne oder mit wenigen Worten transportieren, Wahnsinn
  • Yabushige = bester Mann; großartig, wie er zwischen brutalem Sadismus und beinahe naivem comic relief wandelt
  • Der Soundtrack ist richtig stark, und siehe da: Atticus Ross, der kongeniale Partner von Trent Reznor, ist verantwortlich
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Yabushige :love:

Middle Management meets Menschliche Abgründe.

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Das ist wirklich sehr schön geschrieben und stellt die Unterschiede sehr gut heraus. Ich habe vom Clavell „TaiPan“ gelesen, dass im frühen 19.Jhdt (?) spielt und sich um die Gründung/Nutzung von Hongkong dreht. Auch da stellt der sehr gut dar, wie unzivilisiert viele Lebensbereiche der europäischen Handelsleute und deren Arbeiter ist. Große Leseempfehlung.

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Gerade gesehen: Clavell hat ja auch noble House geschrieben, das hab ich mit Pierce Brosnan verfilmt mit Grippe, legobauend auf dem Berberteppich gesehen, boah, Weihnachtsmehrteiler 1988 möchte ich sagen.

Ich hatte ja 3 Folgen lang die Hoffnung, es wird so ein bisschen ‚Guy Richie Light‘ in dt. setting, aber damn fällt die Serie komplett auseinander ab Folge 5.

Den Hut abgeschossen haben sie mit dieser Polizistin. Ich hab keine Ahnung, wessen Tochter sie ist und wie sie zur Rolle kam, aber das ist mit Abstand die mieseste schauspielerische Leistung, die ich je gesehen habe (und ich liebe B- und Trashmovies).

„Rentierbaby“ fand ich verstörend, aber kurzweilig und sehr sehenswert.

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Die war wirklich ziemlich unterhaltsam.

Was auch sehr gut unterhalten hat auf Netflix war Resident Alien, eine schwarze Komödie bei der ein Alien auf der Erde strandet, sich als Mensch tarnt und nur von einem kleinen Jungen erkannt wird, den er dann versucht zu töten.

Meine derzeitige Lieblingsserie ist aber Ripley, eine neue Adaption des Talentierten Mr. Ripley mit dem fantastischen Andrew Scott (spielt Moriarty in der Serie Sherlock). Die Kameraeinstellungen sind mit das Beste was ich je gesehen habe, allein wegen der Cinematographie lohnt sich die Serie schon. Die düstere Handlung kommt dann noch hinzu.

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Ripley ist wirklich ein Kunstwerk…

Mist. Bin bisher bei Folge vier… Aber als die Polizisten da aufgetaucht sind, habe ich schon übles geahnt…

Ich bin jetzt drei Folgen drin und finde es deutlich besser als befürchtet. Vielleicht haben auch die gesenkten Erwartungen geholfen, die Serie letztlich (bisher) doch gut zu finden.

Die elementarste Änderung ist vermutlich, dass einige (westliche) Figuren hinzuerfunden wurden, um ein Freundesquartett um die Wissenschaftler zu gestalten. Die Charaktere im ersten Buch sind nun mal alle eher Einzelgänger, deshalb war das dramaturgisch wohl auch in Ordnung, dennoch hätte man hier auch gerne mal etwas wagen können und eine Serie ohne klischeehafte Buddygeschichte kreieren können. Zumal einige der Freunde typisch westliche Serienklischees sind (der nervig lustige Hallodri, der stille aber geniale Wissenschaftler, die Gutaussehende usw.). Und leider passieren dann auch ein paar der im Buch beschriebenen Dinge den neu hinzuerfundenen Personen, was ebenfalls ein wenig ärgerlich ist.

Weitaus weniger sinnvoll (und unverständlich) ist die Verlagerung vieler Handlungsstränge aus China in den Westen (England). Hier sind die Chinesischstämmigen allesamt Wissenschaftler, die irgendwann dem Ruf der westlichen Eliteunis gefolgt sind und dort ihr soziales Netzwerk aufgebaut haben. Ich verstehe zwar, dass es für Netflix vermutlich mehr Klicks kreiert, wenn nicht die komplette Handlung in China spielt. Aber als Gegenargument kann ich nur vorbringen, dass das bei den Büchern auch nicht der Fall war und die auch im Westen äußerst erfolgreich waren. Das ärgert mich schon etwas.

Ansonsten aber alles gut: bei der Handlung weichen sie bislang kaum von der im Buch ab, und was da so umgesetzt ist, ist alles toll gemacht. Da ich aber weiß, dass es Änderungen gibt, bin ich sehr viel damit zu beschäftigen, während des Schauens zu versuchen, mir die Buchversion wieder vor Augen zu rufen, um zu überprüfen, ob es Änderungen gab und ob ich mit diesen einverstanden sind. Aber bisher bin ich damit (bis auf die ärgerliche Verwestlichung) erstaunlich wohlwollend. Ich hoffe, dass das so bleibt.

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Das macht sich super auf einem DVD-Cover:

„Prädikat: deutlich besser als befürchtet!“

:grin:

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Naja die Vorlage ist halt wirklich gut.
Im Gegensatz zu Game of Thrones gibt es auch bereits ein Ende.
Bin nach 2 Folgen doch sehr angetan. Verlegung nach England kann ich mit leben. Der Rest ist das übliche Problem bei Buchverfilmungen. Es werden viele Details weggekürzt, bei denen ich mich eher frage, ob der „unbelesene“ Zuschauer dann die Tragweite begreift oder ein ähnlcher „wtf?“-Moment entsteht.
Beispiel vom Anfang: Ye Wenjie, die über die Station „Rotes Ufer“ mit dem All kommuniziert und eine folgeschwere Nachricht schickt. Im Buch wird groß und breit geschildert, warum sie diese Entscheidung trifft und wie fertig sie eigentlich mit der Menschheit ist. In der Serie wirkt das ein bisschen wie „Naja ich drück jetzt hier mal das Knöpfchen“. Am Ende ist das ja der Moment, der alles weitere in Bewegung setzt.

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:hardlove:

Und allen voran Fuji! :up:

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Kann Dir da nur zustimmen. Ich habe Folge 5 beendet, was so ziemlich das Ende des ersten Buches sein sollte (plus ein Detail aus dem zweiten Buch, welches für die Dramaturgie gut aufgehoben war).

Schlecht ist das nicht und als visuelles Erlebnis zusätzlich zum Buch interessant, aber die beiden großen konzeptionellen Änderungen (mehr Charaktere und Verlegung weg aus China) sind wirklich schade. Die ganze Atmosphäre geht dadurch verloren.

Ich gebe zwar zu, dass das erste Drittel des Buches sich etwas zieht und für eine Serie zu wenig erklärt, um den Mainstream bei der Stange zu halten, aber ohne diesen Clutter mit den extra Charakteren und Locations hätte man sich so schön darauf fokussieren können, die Stimmung zu transportieren. Mehr Zeit in Three Body Problems, mehr Zeit für Mistery, mehr chinesischer Bezug.

Irgendwie haben die größten Reveals auch nicht den gleichen Einschlag wie im Buch. Teilweise vielleicht auch, weil man sie schon kennt, aber auch, weil sie viel zu früh aufgelöst werden und ohne wirklichen Spannungsbogen, weil man noch kaum Zeit hatte, sich die Frage zu stellen, die dann beantwortet wird.

Ein paar der Änderungen waren relativ klar motiviert (Countdown, Sophon, Verfolgen anderer Charaktere als der Hauptdarstellerin), aber dabei hätte man es auch belassen können. Die einzige Szene, die ich wirklich besser fand als im Buch beschrieben, war die in Panama.

Ich werde schon dranbleiben, aber insgesamt wirkt es wie die typische Hollywood-Adaption eines im Original deutlich besseren Films aus Asien.

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