Was bringt es? Das ist ja keine Diskussion auf irgend einer sachlichen Ebene, wo man einfach eine Grafik zeigen könnte, wie viel der Umsätze aus Subventionen stammen und wie gering jetzt der Eingriff ist.
Das hat ja alles nur diese Dimension erreicht, weil die Unzufriedenheit immer größer wird und für diese Branche läuft jetzt das Fass über. Die erreichst du ja dann nicht mit irgendwas.
„Oldenburg ist überall, wir kriegen euch alle!“ ist vielleicht etwas polemisch.
Ist noch zu früh für sarkastische Bauern auf der Straße, Kaiser tot, ich fühl mich wie im Mittelalter Sprüche?
@Abel_Xavier_Unsinn Tagesschau vor 500 Jahren.
146 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Israel - Palästina „Konflikt“
Musste gerade bei meiner abendlichen Mastodon Runde an dich denken…
Und in Frankreich killt sich gerade das Königshaus die Regierung so ein bisschen. Also auch alles wie immer.
Ich habe von der ganzen Agrarthematik wenig bis keine Ahnung, aber mich ärgert - mal wieder - die sprachliche Radikalität.
Durch simplen Tausch des Themensubjekts plötzlich genau wie die zu klingen, die man kritisiert, kann kein gutes Zeichen sein.
Ich verstehe nicht, wie sich vernunftbegabte Menschen die Mittel (und seien es nur rhetorische) derer, die man ablehnt, zu eigen machen und dann glauben können, dass solcher Mist aus ihrem Mund plötzlich zu Gold wird. Zur allseits zitierten Radikalisierung der Gesellschaft tragen nicht immer nur „die Anderen“ bei.
Sollen die Bauern doch einfach aufhören uns zu radikalisieren!
Ich glaube dass weder maniac oder sonst wer so in öffentlichen Medien schreiben würde.
Für meinen Teil sehe ich dieses Forum als Ventil meiner Agressionen und da, bitte verzeiht mir meine Fäkalsprache, scheisse ich auf verfickte Umgangssprache.
Nun. Da sich Jackie Chan bei dir bedankt hat, fühle ich mich in meiner Meinung bestärkt.
Und jedweden Kontext wegzulassen, also dass es den einen um die Erhaltung unserer Erde geht und den einen um einen volleren Geldbeutel, ist auch nicht hilfreich.
Du hast hier schon desöfteren dasselbe Argument gebracht und das man doch „besser“ sein muss als die andere Seite und sich nicht auf deren Niveau herablassen darf, sich nicht über sie lustig machen darf etc.
Ich verstehe das Argument, teile es aber (mittlerweile) einfach nicht mehr. Sollen wir alle ruhig zu sehen, wie immer mehr Deutsche plötzlich eine Nazipartei wählen? Und wenn die CDU dann zukünftig (und das wird passieren) mit denen irgendwo koaliert, soll man sowas akzeptieren?
So lange es nur ein Ventil ist um Dampf abzulassen, sehe ich echt nicht, wo das Problem ist. Und die Ausdrucksweise der einen Seite schärfer als die radikalen Ansichten der anderen Seite zu kritisieren verstehe ich noch weniger.
Heute Morgen hat eins dieser Bauernopfer unser ganzes Wohngebiet mit Salz beschmutzt! ![]()
Viele Landwirte haben es sicherlich nicht einfach. Wenn Haus, Hof und Maschinen in die Jahre gekommen sind und kein Kapital zur Modernisierung vorhanden ist, sind Zukunftsängste sicherlich nicht selten. Gerade wenn auf Grund des Preisdrucks, den -schwankungen, weltweiten Krisen, diversen Auflagen, etc. der Druck ständig hoch ist. Die Wandlung vom heimischen Hof aus der Zeit der Eltern zu einem Kleinunternehmen im 21. Jahrhundert ist für viele eine Mammutaufgabe.
Beruflich habe ich am Rand mit den Agrarsubventionen zu tun und weiß daher was es da an mannigfaltigen Auflagen für Fördergelder gibt und wie kleinteilig sowas dann sein kann. Viele Landwirte (nicht nur in Deutschland, sondern viel stärker noch in anderen Ländern) fühlen sich dadurch bevormundet und „von den da oben“ überwacht. Ob diese Gedanken gerechtfertigt sind, sei mal dahingestellt, aber sie sind da. Die Ursachen für diese verbreitete „wir gegen die Mentalität“ mögen ebenso komplex sein, wie eine mögliche Lösung.
Was mir persönlich seit geraumer Zeit aufstößt, ist eher die Außendarstellung und Lobby der Landwirtschaft. Gefühlt wird ständig gemosert und blockiert. Das ist ja nicht nur beim jetzigen Subventionsabbau der Fall und dem heroischen Einsatz der Landwirte für unsere Nahrungskette der Fall. Man denke nur mal an Glyphosat. Oder, dass ich jedes Jahr mehrfach in der Zeitung lesen muss, dass irgendwelche Landwirte mit der Ernte nicht zufrieden sind. Mal lief Wein schlecht, mal die Äpfel, in anderen Jahren war es der Weizen, oder Mais. Meist mit der Angabe, dass eine völlig vernachlässigbare niedriger einstellige Prozentzahl weniger Ertrag erwirtschaftet wurde. Die 10% plus im Jahr davor werden dann dezent verschwiegen.
Gestern Nachmittag war ich in Münster mit dem Rad unterwegs und bin auch mehrfach voll in dem laaaangen Demonstrationszug gelandet. Denn natürlich haben die ihre Strecke so gelegt, dass im Prinzip die ganze Stadt einmal umrundet wird und somit überall Verkehrschaos ausbricht (da konnte noch kein Klimakleber auch nur annähernd mithalten). Solche Staus habe ich schon lange nicht mehr innerorts gesehen. Tausende PKWs und Busse, die ne Stunde blöd rumstehen müssen, weil die Trecker hupend durch die Gegend fahren. Leicht verstörend waren zusätzlich Menschen am Straßenrand, die diese gute Sache jubelnd unterstützt haben. Die Außendarstellung funktioniert und da haben sie anderen Demonstrationen (Kilma, Pflegekräfte, Erzieher, etc, pp) einiges voraus.
Hier meine aktuelle Top 5 der unangenehmsten Demonstrationen, die ich dieses Jahr live gesehen habe:
- „Free Palestine“-Demo von ca. 100 Personen vor dem Rathaus. Mit einer hochtönigen Rednerin, die außer irgendwelchen vermeidlichen Fan-Rufen nichts beizutragen hatte.
- Hunderte straßenblockierende Traktoren der Landwirte, die natürlich unter schallreflektierenden Brücken besonders viel Hupen. Und das insbesondere wenn ich dort ebenfalls entlang muss.
- To be continued. Das Jahr ist noch lang.
Auf die vielen Strohmänner a la „nicht über die Anderen lustig machen dürfen“ gehe ich jetzt mal nicht ein aber, puh, das hier:
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, viel Freude dann beim Nichtbessersein und stets eine Handbreit Schaum vorm Mund!
Appeasement mit zuhören, ernstnehmen und sachliche Argumente nennen (will gar nicht austauschen sagen, weil zuhören tut da eh keiner) ist über viele Jahre nun krachend gescheitert, bei vielen Themen bei denen im Endeffekt die immerselbe „Front“ den hetzerischen Ton des Diskurses angibt.
Ich weiß nicht, was die Alternative ist, aber ich verstehe den Frust.
Davon redet ja keiner. Nur hilft ein Abrutschen in den Sprachgebrauch „der anderen“ auch keinem. Damit geht man einfach nur auf die gleich Stufe runter mit dem fragwürdigen Argument, dass der Zweck hier die Mittel vielleicht nicht heiligt, aber zumindest wäscht.


