Der Politik Thread - Solidarische Klicks und fetischhaftes Wurstgefresse

Viel richtiges dabei. :ka:

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Ein Mannschaftskamerad ist staffelleiter einer Hundertschaft und hat es mir versucht zu erklären, wieso die immer so eskalieren und man von rechten Demos relativ wenig hört.

Grundsätzlich verfügen und ordnen sie zuerst an die Straße, Platz oder Ähnliches zu verlassen.

Da ist es dann so, das Nazis oft den Anordnungen folgen und dann woanders hingehen, wo sie dann wieder einer neuen Aufforderung Folge leisten müssen und das Prozedere von vorne losgeht.

Bei den „friedlichen“ Gegendemonstrationen ist es dann oft, dass eine kleinere Gruppe gewaltbereiter Leute (meistens vermummt) relativ weit vorne mitlaufen. Das sind dann auch die, die Steine und Ähnliches auf die Polizei werfen. Und das kommt immer öfters vor. Und gerade in den letzten Jahren werden die auch immer aggressiver.

Er findet es persönlich Scheiße, dass sie heutzutage sofort auf die Demonstranten eindreschen, gerade weil 98% wirklich friedlich sind.

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Es ist ja auch nicht nur persönliche Meinung, dass es scheisse ist. Wenn man sieht, dass da Polizisten versuchen, über ihre Kollegen zu hechten, um auch noch direkte Fausthiebe auf nicht gewalttätige/-bereite Menschen reinzukriegen, dann ist da was gehörig schief und krass unverhältnismässig.

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Erstmal danke für deine Einlassungen, ist ja auch nicht einfach, gegen eine angenommene Mehrheit anzuschreiben.

Ich finde aber, Deine letzten Sätze widersprechen sich:

Selbst der Polizei-Kollege sagt ja, dass sofort eingedroschen wird (das jetzt mal als Schlagwort (hihi usad) für physische Übergriffe aller Coleur) und vorher meinst Du, dass es die kleinen Gruppen vermummter Leute ist, die Steine werfen.
Abgesehen davon, dass ich es für äußerst fraglich halte, dass es bei linken Demos immer aggressiver wird (ganz im Gegenteil m.E.), ist der Grund für verstärkte Übergriffe gegen diese schon darin begründet, dass sowohl die ausführenden Polizisten im Durchschnitt ihre GEsinnung in eher fragwürdigen Ecken (aus meiner Perspektive haben - siehe die unzähligen Chat-Skandale usw.) als auch . die Ausrichtung der Demos das Gewaltmonopol der Polizei an sich oder dessen Auslegung kritisieren und daher auch für die Einsatzleitungen direkt der Gegner sind.

Und dann hjaben wir den Trainingsfaktor für unschöne neue Disziplinierungsmaßnehmen (s. auch: Umgang mit Fußballfans) noch gar nicht angefangen zu diskutieren…

Ach ja, und ich habe extra die Kommentare unter dem link etwas durchgescrollt und voa allem anders wirkende Posts gesehen. Aber da sieht vieleicht wirklich jeder das, was er sehen möchte…

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Ja, das sofortige eindreschen kommt aber daher das in den letzten Jahren immer wieder bei friedlich wirkenden Leuten plötzlich Leute raus traten, die dann die Polizei angegriffen haben. Er meinte, das beste Beispiel war der G20 Gipfel. Da waren es jetzt speziell die Autonomen, aber seiner Meinung nach werden es immer mehr angriffsbereite Leute.

Am Ende des Tages will er zu nach Hause zu seiner Familie und riskiert, lieber ein Disziplinarverfahren, als im schlimmsten Fall tot irgendwo ne Ecke zu liegen. Und er ist nicht der einzige, der so denkt.

Ich persönlich war bis jetzt auf zwei Demonstration und wenn von der exekutiven gesagt wurde, bitte verlassen Sie jetzt diesen Platz, dann hab ich das auch gemacht.

Als präventiv draufdreschen ist wohl kaum die Lösung. Von einer „gut ausgebildeten“ Polizei kann man wohl erwarten, dass sie auch gewaltbereiten Demonstranten nicht direkt mit undisziplinierter Gewalt entgegentritt?

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Ich nehme an, er meint damit die Cops?

Ansonsten find ich diese „Erklärungen“ und Verharmlosungen schwer zu ertragen. Tipp für deinen Kollegen: Niemand muss Polizist werden.

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Es ist alles so lächerlich. Die Polizei hat das Gewaltmonopol im Staat und kann damit nicht umgehen. Punkt. Und wenn ich höre, dass die Polizei politisch neutral ist lach ich mir den Arsch ab. Als in der Corona-Zeit diese ganzen Querdenker-Arschlöcher Gesetze gebrochen und geschlossen auf den Straßen marschiert sind, ist da auch nur EINMAL ne Polizeihundertschaft reingerannt und hat draufgeprügelt? Wenn Rechtsextreme mit verfassungsfeindlichen Symbolen und Reichsflaggen durch Straßen ziehen, sind sie da schon mal reingegangen, haben alles eingesammelt und draufgehauen? Wir alle kennen die Chatgruppen. Wir kennen die Aussagen der Innenminister. Da gründet sich die Hitler-Jugend neu aber das Problem sind der Promille-Anteil der Demonstranten, die sich Anweisungen widersetzen.

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Ja. Oder mal nen Bauer von seinem Trecker whacken, als sie einfach alles blockiert haben.

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Das ist halt nicht der Sinn einer Blockade.

Blockieren ist halt auch keine Straftat sondern „ziviler Ungehorsam“.

Aber Problem der Demos war halt wieder mal das sie keine Traktoren hatten.

Mit denen darf man in Deutschland bekanntlich alles

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AfD-Abgeordnete wurden ja auch teilweise in Polizeiautos bis zu den Hessenhallen gefahren.

Hätten die da nicht einfach sagen können: “Nö.”?

Also die haben doch kein Anrecht drauf, kutschiert zu werden, oder?

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Als Gießener habe ich die Demo gestern an mehreren Stellen vor Ort erleben können, sei es durch Straßenblockaden oder 100m von meinem Elternhaus (das sich auch etwa einen Kilometer von der Hessenhalle entfernt befindet) entfernt, wo sich viele Demonstranten versammelt haben. Das was ich gesehen habe, war sehr friedlich. Auf dem Heimweg von meinen Eltern sind wir auch langsam an einer aufgelösten Blockade vorbei, es wurden lediglich ein paar englischen Parolen ausgerufen und alles war sehr human. Grundsätzlich habe ich die Demo auch befürwortet, auch wenn ich definitiv nicht zur linken Seite gehöre. Die 2-3 Videos, die ich gesehen habe, fand ich aufgrund der Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten auch deutlich übertrieben, da lag vorab ja kein Angriff oder sehr aggressives Verhalten vor, was einen solchen Einsatz rechtfertigt. Klar, wenn Polizisten attackiert werden, dann kann ich solch ein Vorgehen gegen einzelne(!) Personen nachvollziehen und das ist auch vollkommen in Ordnung. Die Polizisten müssen sich ja ebenfalls schützen, man spricht von 6.000 Polizisten aus 15 Bundesländern, im Infoblatt der Uniklinik war sogar von 14.000 die Rede. Wie auch immer, das ist in einer Stadt wie Gießen eine Menge bei nur 90.000 Einwohnern und vermutlich 30.000 Demonstranten. Seit Mitte der Woche hat man hier schon extrem viel Polizei auf den Straßen gesehen, gefühlt jedes dritte Auto. Am Ende des Tages kann man festhalten, dass die Demonstrationen doch recht friedlich verlaufen sind bei der Masse an Leuten und diesem konfliktreichen Thema. Es wurde vorab von „Gießen wird brennen“ berichtet, aber hinsichtlich Sachbeschädigung habe ich noch gar nichts gelesen. Nur wurde leider sehr viel Müll hinterlassen, dazu finde ich es bedenklich, dass ca. 50% der Demonstranten vermummt waren. Das muss doch nicht sein, wenn man mit demokratischen und friedlichen Absichten anreist und seine politische Meinung vertreten möchte. Abgesehen davon war das Verhalten doch sehr positiv, Ausnahmen gibt es immer.

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[…] Diese Information kommt von einem erfahrenen Polizisten […]

Ich kann die Info inhaltlich nicht bewerten, aber ich finde schon es eine spannende Argumentationsgrundlage für diverse daraus abgeleitete Maßnahmen :thinking:

Aber wenn der Hebbert das sacht, wird’s ja stimmen!

Gibt es ein einziges Video von Polizisten, die auf einen rechten Demozug einprügeln? Ich kenne das Bild einfach nur andersherum. Aber stark was in Gießen da auf die Beine gestellt wurde!

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Das ist eine wahrlich treffende Erklärung für den Hass auf alles „Woke“…

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…bis auf das human nature-Ding, aber gut… Dafür trifft der letzte Satz ins Schwarze

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Richtig gute Aktion vom ZPS:

Über Nacht eine Gedenkstatue für Walter Lübcke vor die CDU Zentrale hingestellt als Mahnung zur Brandmauer. Vor allem gut daran: Wie unangenehm ist es jetzt sich als Unionsheino sich darüber zu echauffieren ohne irgendwie Lübcke auf’s Grab zu pissen. Irgendeinen Freund der Familie hat man jetzt gefunden, der sich vor den Karren der Echauffierung spannen lässt. Aber dieser Fingerzeig auf die verpasste Chance der CDU diesem politischen Opfer aus den eigenen Reihen zu würdigen und als Mahnung zu identifizieren, der trifft einfach ins Mark. Da sind heute viele Schweißtropfen in Pressestellen auf Tastaturen getropft. Gut so!

Auch ehem. CDU Mitglied Friedmann mit klarer Fürsprache für diese Aktion, die weder links, noch geschmacklos ist, sondern nachholt, was der Rechtsruckstaat aus Machtgeilheit links liegen ließ

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Ah, ja. Bitte:

Ich finde es wirklich wichtig und toll, dass in der Linken in letzter Zeit vermehrt wieder das Wirtschaftliche und die Klassenfrage in den Mittelpunkt rückt, und sich das sogar in solchen Videos von (eigentlich) unpolitischen großen youtubern zeigt, die ihre Reichweite sehr gut nutzen.

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Wurde mir gestern Abend auch in die YT-Timeline gespült:

Klasse Aktion. :victory_hand:t3:

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Man muss ja vieles ertragen heutzutage, aber das geht eindeutig zu weit:

Was ne Shitshow.

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