Was aber schon auf einer sehr ähnlichen Basis beruht. Zu diskutieren inwieweit Tiere ihre Beweggründe überdenken und inwieweit Menschen instinktgesteuert sind, würde jetzt aber den Rahmen sprengen.
Das bezweifle ich stark. „Der Mensch“ an sich würde dies nicht tun wollen, dazu gäbe es kein valides Argument. Einzelne Menschen, die einem Wahn verfallen sind, würden dies natürlich dennoch tun.
Der Mensch ist jedoch das einzige uns bekannte Lebewesen, dass in der Lage wäre theoretisch tatsächlich alles zu zerstören und das auch durch die große Macht einzelner. Das ist eine große Bürde und kann auch schnell betrohlich wirken.
Aber anzunehmen, dass es im gesamten Universum nicht noch zerstörerischere Lebewesen gibt, wäre schon wieder eher der menschliche Hochmut.
Was übrigens einige demokratischen Parteien nicht davon abhalten wird, gemeinsam mit denen über Anträge abzustimmen, s. Thüringen (wo die AfD auch als gesichert rechtsextrem eingestuft ist):
Ich glaube nichtmal, dass ein Verbot der AfD das gesellschaftliche Problem lösen würde. Da würde doch einfach die nächste Partei mit extremen Ansichten gegründet& die würde genauso Wahlergebnisse einfahren. Nicht die Partei sondern die Menschen sind das Problem.
Eines der Dilemma eines Verbotsverfahrens ist der Sweet Spot, in dem es angemessen ist. Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Entscheidung beim angestrebten NPD Verbot klar gemacht, dass eine Kleinstpartei trotz offensichtlicher Verfassungsfeindlichkeit nicht verboten werden kann, da ihr die faktische Möglichkeit fehlt, ihre Ideen auch umzusetzen.
Wartet man aber, bis die Partei eine bestimmte Größe erreicht, bleibt beim Verbotsverfahren ein Eindruck hängen, dass hier die etablierten Parteien versuchen, eine Konkurrenz auszuschalten.
Von den riesigen Hürden eines Parteiverbotsverfahrens im Allgemeinen jetzt mal gar nicht zu reden.
Weiß auch nicht, wie der Eindruck in der Bevölkerung ist - immerhin würden 1/4 der Bürger, 1/3 der Ostdeutschen, aktuell die Partei wählen - wenn man das Problem so angeht, anstatt die Gründe zu adressieren, die die Wähler erst dazu bringen, so eine Entscheidung zu treffen.
Vllt braucht es halt wirklich das Versuchskaninchen Sachsen nächstes Jahr um den Leuten zu zeigen wie sehr diese Partei in Regierungsverantwortung ungebremst mit 188 alles gegen die Wand fahren wird.
Radikale werden nicht entzaubert, wenn sie in Regierungsverantwortung versagen. Das sollten jetzt wirklich alle Beispiele von 1930 bis heute gezeigt haben. Sie werden dadurch salonfähig und können selbst in Regierungsverantwortung noch andere Mächte verantwortlich machen, warum die Versprechen nicht eingehalten werden. Eine AfD Sachsen Regierung kann auf die „Altparteien“ im Bund verweisen, die sie ausbremsen. Selbst wenn die AfD im Bund allein regieren würde, wäre es die fehlende 2/3 Mehrheit, dass sie die Verfassung nicht nach ihren Vorstellungen umbauen können.
Jetzt mal ganz zu schweigen die Leute, die in diesem „Versuchskaninchen“ leben müssen. Für fünf Jahre. Im besten Fall.
Ein Großteil wählt die AfD nicht, weil sie deren Lösungen gut finden oder denken, die würde die Probleme der Zeit angehen. Die Leute haben Angst und sind verunsichert, gleichzeitig haben sie das Gefühl, dass die aktuelle Regierung die Probleme nicht oder unzureichend angeht und die Sorgen der Menschen nicht gehört werden.
Die AfD holt diese Leute mit dem einfachen Claim ab: Wir lassen alles wie es war, wir schreiben dir nichts vor, wir bringen wieder den guten alten Normalzustand.