Geiles Argument ![]()
Also jeden Bankräuber, der zu blöd war sich nen ausgefeilten Fluchtplan zu überlegen, erstmal freisprechen, weil er ja gar nicht tatsächlich in der Lage war sein Vorhaben durchzuziehen?
Geiles Argument ![]()
Also jeden Bankräuber, der zu blöd war sich nen ausgefeilten Fluchtplan zu überlegen, erstmal freisprechen, weil er ja gar nicht tatsächlich in der Lage war sein Vorhaben durchzuziehen?
Die Sitzverteilung des Bundestages muss reformiert werden, das ist klar. Viel zu viele Überhang- und Ausgleichsmandate, ein komplett aufgeblähtes Parlament. Nun, ein Vorschlag ist von der Ampel, der andere von der Union. Und auch ohne die Überschriften zu lesen könnt ihr raten, was von wem kommt. Irgendwo zwischen dreist und unverschämt. Also damit ziemlich bezeichnend.
Übrigens: Die Union hatte schon Mal unter Adenauer versucht, das Grabenwahlsystem einzuführen. War der Anfang vom Ende der Schwarz-Gelben Koalition und hat somit den Weg für die erste Brandt-Regierung geebnet.
Die Regierung will jetzt tatsächlich doch was gegen die Bestechlichkeit von Abgeordneten tun.
https://twitter.com/tagesschau/status/1547495899613519874?s=20&t=zWOWjFm_NrCK6koaWlcZ2g
Hey, das 9 Euro-Ticket ist ein totaler Erfolg und fast alle wollen, dass es auch nach August weitergeführt wird.
Was können wir tun?
Ich habs!
https://twitter.com/tagesschau/status/1547810275083988992?s=20&t=Z27OFsMbBkY_taNXfcJQkg
Ist ja nur €11,- mehr, als ich bisher regulär gezahlt habe. ![]()
Und dann noch solche Aussagen:
Auch SPD-Fraktionsvizechef Detlef Müller plädierte im Gespräch mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ für eine Nachfolgeregelung. „Ob ein Anschlussticket dann 39, 49 oder 69 Euro kostet, ist zweitrangig“, sagte er. „Es muss aber in einem Rahmen sein, der psychologisch wirkt und sich für Menschen lohnt, ihr Auto stehen zu lassen.“
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Sind die Politiker echt alle so sehr vom Leben der normalen Menschen entfernt, dass die nicht verstehen, dass das 9 Euro-Ticket nur und wirklich nur aufgrund des geringen Preises so ein Erfolg ist?
Ja! In der nächst größeren Stadt hier in der Nähe, fest in SPD Hand, hat man vor einigen Jahren wiederkehrende Beiträge eingeführt.
Ich weiß nicht, wie groß das Thema in anderen Bundesländern ist, aber bei uns ist das eines der dominierensten. Anwohner einer Straße werden anteilig an Straßenrenovierungen beteiligt, was dazu führen kann, dass man von heute auf morgen einen Brief bekommt, dass man der Gemeinde 10.000 Euro oder bis zu 50.000 Euro überweisen darf. Um dieses Schicksal abzumildern, zahlt einfach jeder jedes Jahr einen fixen Beitrag, unabhängig davon, ob die Straße vor dem eigenen Haus nun renoviert wird oder nicht.
Jedenfalls hat die SPD nach einem oder zwei Jahren angekündigt, dass die Beiträge auf mehr als das Doppelte erhöht werden müssen. Man hätte doch gleich gewusst, dass der erste Betrag nicht ausreicht, aber man wollte den Leuten einfach mal ein Gefühl dafür geben, wie wiederkehrende Beiträge funktionieren, unabhängig vom Betrag und man versteht nicht, warum sich jetzt einige darüber aufregen.
Arbeiten die selben Leute jetzt bei DAZN?
Also jeder zahlt in einen großen Topf ein und aus diesem werden dann Infrastrukturmaßnahmen wie Straßensanierungen bezahlt, die allen Bürgern zu gute kommen, unabhängig davon ob sie es nutzen oder nicht?
Irgendwie kommt mir das bekannt vor ![]()
Ja das nennt sich Steuern.
Nein, Beiträge halt.
Die sind ja auch eine gute Idee, um diese beschissene Situation der Inanspruchnahme der Bürger abzumildern. Es ging hier ja nur um das Vorgehen, was die Höhe angeht und das Unverständnis, warum es Leute stört.
CDU und AFD wollen die Beteiligung der Anwohner übrigens komplett abschaffen.
Ich gehe schwer davon aus, dass dein Ticket aber nur für den jeweiligen Verkehrsverbund Gültigkeit besitzt?
Der Vorschlag mit den 69 € geht ja gerade dahin, dass das Ticket bundesweit gelten soll. Das müsste man der Fairness halber schon dazu erwähnen.
Ich persönlich wäre ja um 69 € froh. Zahle derzeit über 100 € für das Monatsticket im Stuttgarter Verkehrsverbund (der meines Wissens mit zu den teuersten in Deutschland gehört).
In welchem Bundesland ist das?
Straßenrenovierungen können in BW nicht auf die Anwohner umgelegt werden. Erschließungsbeiträge können hier nur für die erstmalige endgültige Herstellung einer Erschließungsanlage (sprich Straße) erhoben werden.
Die 69€ sind wenn ich das richtig verstanden habe nur der Vorschlag von den Verkehrsverbünden, nicht von der Politik. Die Bevölkerung würde dagegen natürlich gerne bei den 9€ bleiben. Ergo: im Idealfall trifft man sich halt irgendwo in der Mitte, zumindest für die ersten Monate. Vielleicht läuft es ja am Ende auf ca. 30€ hinaus, und dann hat man das oftmals geforderte 365€ Jahresticket, welches deutschlandweit gültig ist und wo ich mir keine Gedanken machen brauche, ob die Strecke jetzt durch einen anderen Verbund führt.
Rheinland-Pfalz.
Ich nutze das 9 Euro Ticket aktuell auch, aber finde es sehr unangenehm morgens in den randvollen Bahnen zu sitzen/stehen. Mal ungeachtet davon, dass ich trotz Stuttgarter Verkehrschaos (S21 Baustellen) mit dem Auto in den seltesten fällen wirklich länger brauchen würde weil ständig Bahnen ausfallen oder sich verspäten. Mehr als 25-30 Euro will ich dafür nicht zahlen.
Ich beneide allerdings auch niemanden der jetzt am Nachfolgemodell für das 9 Euro Ticket arbeitet. Ein langfristiges Modell muss ja auch kostendeckend sein und ich glaube, dass es kein kostendeckenden Modell gibt, was so attraktiv ist, dass viele dafür langfristig auf das Auto verzichten. Vor allem diejenigen, die eben nicht 5x die Woche die Bahn nutzen sondern flexibel sind, weil sie Teilweise Homeoffice haben etc.
Da wäre ich auf jeden Fall dabei. Das ist auch sehr gut verkaufbar (1 Euro am Tag) und würde meines Erachtens einen großen Anklang finden in der Bevölkerung.
Ist bei diesen Diskussionen denn der Regionalverkehr der DB weiter mit dabei oder wären das nur alle Verkehrsverbünde?
Ist in Sachsen auch so. Kenne aber ehrlich gesagt keine details. Brandenburg auch. Da hatten meine großeltern das thema.
Ich denke nicht, dass es eine kostendeckende Variante der Bahn geben kann, die auch so ausgebaut ist, dass sie eine echte Alternative im Interregiotransfer darstellen kann. Die aktuellen normalen Preise beruhen ja zum großen Teil auf einer Reduzierung des Angebots und auf einem Sanierungsstopp vieler Strecken.
Man muss sich von der Idee einer gewinnerwirtschaftenden Bahn verabschieden und die Privatisierungspläne der Achtziger und Neunziger endgültig vergessen. Wenn man mit der Bahn Klimawandel und überfüllte Städte angehen will, dann muss man auch so ehrlich sein, dass das Steuergeld kosten wird und es keine Lösung ist, andere Verkehrsmittel künstlich zu verteuern.
Man kann nicht alles haben. Gewinne, flächendeckendes Angebot, Bezahlbarkeit. Klassisches Entschiedungsdreieck.
Sehe ich genauso.
Wenn man die ÖPNV-Nutzung signifikant ausweiten möchte, wird man nicht drum herumkommen, Steuermittel in großem Umfang in die Hand zu nehmen.
Diese Diskussion zeigt eigentlich auch nur ein weiteres Mal, wie scheinheilig solche Argumente der Politik oft sind.
Diesel und Kerosin werden bspw. auch stark subventioniert, aber da ist das egal bzw. vermutlich ist das einigen sogar unbekannt. Wenn es nun darum geht, ein solches Bahnticket zu subventionieren ist der Aufschrei plötzlich groß und natürlich ist das alles nicht zu bezahlen. Denn ein solches Ticket würde ja tatsächlich jedeN BürgerIn gleich bezuschussen und nicht überproportional die Leute mit viel Geld, wie es bei den Kraftstoffen der Fall ist.
Das ist hier in NRW auch immer wieder ein großes Thema. Da dürfen dann Hausbesitzer gerne mal plötzlich neue Kredite aufnehmen, um die Straße zu bezahlen. Das soll hier aber in Kürze auch wieder abgeschafft werden (oder wurde schon? Oder es gibt Pläne. Irgend sowas).
Um welche Größenordnung geht es denn? Dreistellig? Vierstellig?
Tja und zum 9€-Nachfolgeticket. Klar sind die 9€ nicht zu halten. Die vorgeschlagenen 69€ sind aber auch nicht zielführend. Irgendetwas dazwischen (so wie das 1€-Tag-Ticket plus Zuschuss für Geringverdiener) wäre eine preislich sinnvolle Lösung. Davon ab brauchen die wenigsten ein dauerhaftes Ganz-Deutschland-Ticket. Der aktuelle Tarif- und Gebührendschungel gehört aber auch entschlackt. Wenn man sich da mal eine Karte anschaut, wird einem ganz schwindelig. Zumal es dann in jedem Verbund auch noch unzählige Tarifzonen und dergleichen gibt. Da blickt niemand durch.