Hab gerade den neuen Stromberg Film gesehen und wurde überwiegend sehr gut unterhalten, hat mir Spaß gemacht. Klar, zwischendurch ein bisschen übertrieben, aber das macht Stromberg ja auch aus.
Die Internetmeinung, der Film sei woke, ist ja mal komplett bescheuert, am Ende gewinnt doch Bernd und auch während des Films ist er alles außer woke.
Wir mögen ab und zu etwas trash Filme, Tiberius, Tele 5, let’s go (ja ich weiss)
Also haben wir uns bei unserem „Service“ den Film I Spit on Your Grave angesehen, der jemand mittels Sonarr requestet hat. Wohl ein bekannter Film mit drei Teilen, ich habe keine Ahnung.
Das Thema Vergewaltigung und Missbrauch sind wichtig. Doch die Darstellung in dem Film war uns zu viel. Mir fällt es auch schwer zu verstehen, dass Schauspieler solche Szenen spielen können. Ich könnte das unter keinen Umständen.
Tuner (The Piano Tuner) - Leo Woodall spielt Niki, einen bei einem Freund seines Vaters (Dustin Hoffman) angestellten Pianostimmer. Er entdeckt durch Zufall, dass ihm sein Talent anderweitig weit mehr Geld einbringen kann und als er sich in finanzieller Not findet, rutscht er dadurch ins kriminelle Milieu ab. Die Grundzüge der Story erinnerte mich sehr and Baby Driver, bis hin dazu, dass Baby dort eine Schuld gegenüber Doc hat und Niki Arztrechnungen zu bezahlen hat (minimaler Spoiler). Baby Driver ist mehr Style over Substance mir überzeichneten Charakteren, während Tuner ein geerdeterer Film ist. So extrem viel mehr Substanz wird aus der Story zwar nicht rausgeholt und ich fand, man hätte aus der Akustik-Thematik noch etwas mehr machen können beim Sound Design, dennoch schaut sich der Film sehr gut weg und macht Spass (3.75/5, läuft schon im Kino)
I Swear (Verflucht nochmal ) - Robert Aramayo spielt John Davidson, einen schottischen Aktivisten für Menschen mit Tourette-Syndrom, der selbst mit etwa 10 erste Tics zeigte und als Jugendlicher dann diagnostiziert wurde. Er gewann für seine Darstellung den BAFTA gegen DiCaprio, Chalamet, Hawke, Jordan und Plemons. Bis auf Hawkes Blue Moon habe ich alle Filme gesehen und dieser Sieg ist definitiv nicht unverdient, er liefert eine nuancierte Interpretation und glaubhafte Darstellung von Davidson (soweit ich das beurteilen kann). Der Film ist emotional, teils schwer anzusehen, gerade in der ersten Hälfte, und dadurch in der zweiten Hälfte umso schöner und belohnender, der erste Film, bei dem meine Frau und ich gemeinsam geweint haben (normal heule nur ich ). Unbedingt ansehen (4.5/5, ab nächste Woche im Kino und schon jetzt auf Netflix UK)