Der Kino- & Filmthread - Geht mal mehr ins Kino, ihr Penner!

The Modern Toaster

Hab tatsächlich erst heute wirklich mal Wargames - Kriegsspiele geschaut.

Einer dieser typischen „du als Informatiker hast den ja bestimmt schon so häufig gesehen“-Filme - vermutlich war’s mir aber bis dato einfach zu erwartbar von der Story und gerade mit dem zeitlichen Abstand hab ich doch durchaus eine gewisse (technische-) Awkwardness erwartet.
Tatsächlich ist’s aus meiner heutigen Sicht gar nicht mal so schlimm und die überzeichnet-peinlichen Hollywood-Hackerman mit Sonnenbrille und Handschuhen vor dem PC kamen erst in den folgenden Jahrzehnten.

An sich ein runder Film, der die Story am Ende ziemlich flott zu Ende bringt.
Ich liebe die achtziger Soundkulisse, die Moral hinten raus ist toll und naja sich nicht in Jennifer vergucken ist auch heut noch schwer :grin:

Also kann man durchaus mal ansehen, wenngleich man einem jüngeren Publikum wohl noch einiges erklären muss - bspw. was Telefone sind und warum diese damals an den Hauswänden festgebunden wurden…

Bei mir ein solides 6/10-Backlog-Movie.

„Hoffen kannst du, wenn du Krebs hast“
Bernd Stromberg 2025

Es war schön, ein paar alte Charaktere zu sehen. Ansonsten war es eine Enttäuschung. Gedanklich waren wir nur halb im Kino, doch das war dennoch nicht gut.

Als großer Strombergfan komme ich auch gerade aus dem Film.
Ach, man. Was war das denn? :bitte: Natürlich gab es Lacher bei dem ein oder anderen Spruch und vor allem den einzigartigen sprachlichen Eigenarten vom Bernd, die ich seit jeher liebe und auch immer mal wieder gerne nachahme, aber das Drehbuch war leider eine ziemliche Katastrophe. Irgendwie klar, dass man es nicht genau so aufziehen wird und vielleicht kann wie damals, aber das ging dann schon in eine sehr komische Richtung, die mir irgendwann einfach keinen Spaß mehr gemacht hat. Am besten war der Film in den paar Momenten, als er die alten Tage imitierte. So wollten sie den Film aber offensichtlich nicht machen. Schade. Ich glaube, dass viele Fans der Serie enttäuscht sein werden. Ich bin es.

Dann halt mal wieder einen Re-Run der Serie starten. Oder den ersten Film gucken, der zwar auch nicht so gut wie die normalen Folgen ist, aber allemal besser als der zweite.

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Da ihr mir nicht zum Daniel Day Lewis geantwortet habt (, ihr Schweine) und der im Yorck User Rating nicht so gut wegkam für den Cannes Gewinner für beste Regie und bester Hauptdarsteller entschieden: The Secret Agent.

Absoluter Reinfall für mich. 155 Minuten, die sich wie mehr anfühlen. Vielleicht hilft’s wenn man mal in Brasilien war oder Bezug zu der Zeit dort in den 70ern hat oder generell einen komischen Filmgeschmack hat wie zeze. Ich war mir während des gesamten Films unischer, ob’s eine Persiflage an Filme aus einer Nische ist, die ich nicht kenne oder ob’s einfach wenig Budget gab. Aber eine Mischung aus ruckligen Kameraschwenks und trashigen Zooms in einem zugegebenermaßen liebevollen Setting Brasiliens in den 70ern im Konflikt zwischen Nord und Süd des Landen zwischen Kommusnismus und Kapitalismus und zwischen Moral und Überleben. Aber was dann erzählt wird hat so ein unstimmiges Fingerspitzengefühl, es wird ein Stück des Lebens der Hauptfigur Marcelo
wahnsinnig detailliert und langwierig beleuchtet, während Antworten zum Füllen der Biographie und Logikfragen offen bleiben, gleichzeitig aber auch nicht so inszeniert werden, dass ich neugierig drauf bin. Es plätzschert so vor sich hin zwischen Cringe und Klischee. Dazu wirken alle Nebenrollen als hätte man einfach auf der Straße am Drehtag Leute gefragt, ob sie mitspielen wollen und ihnen eine Geste gegeben, die sie NPC artig wiederholen.

Das wirkt dadurch alles so steif und wachsfigurig, dass ich dem Film wirklich wenig Seele abnehmen konnte. Einfach komplett meine Wellenlänge verfehlt. Dazu ist die Rahmenhandlung, in der 2 junge Studentinnen die alten Akten archivieren und dabei den Plot nochmal für Doofs erklären so überflüssig und am Ende auch so spannungsfrei offentsichlich dargelegt. Es hat paar nette Momente und paar gewollt und ungewollt skurrile, aber puh, hab mich gefühlt wie auf den Filmfestivals früher bei einem überengagierten Abschlussfilm, der zu viel Freiraum hatte. Und die Palme für den besten Schauspieler kann ich mir auch nur erklären, weil er manchmal wie der einzige wirkt, der Geld bekommt für das, was er tut.


(Symbolbild wie ich ratlos im Kinofoyer stehe nach dem Film)

Argumentativ schlüssiger Rant over. Hallo @nevermind !

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Holy Shit auf Train Dreams war ich jetzt überhaupt nicht vorbereitet. Ich wusste zwar was das ist aber dass der mich so erwischt war nicht abzusehen.

Ich war eigentlich auf der Suche nach einem Film der nicht all zu lange dauert und war dann überrascht dass der schon auf Netflix läuft.

Es geht um einen Holzfäller Anfang des 20. Jahrhunderts der sich an die neue Welt anpassen muss und nicht ganz damit zurecht kommt. Keine Action, kein Netflix Quatsch. Aber dafür Bilder die so wunderschön sind dass man öfters pausieren will.

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Eben mit meiner Lebensgefährtin “Weapons” geschaut. Bin ja kein großer Horrorfilmfan aber Weapons war super. Spannend, mal gruselig, mal durchaus lustig, und fernab vom billo Klischee jump scare Quatsch. Vom Stil her war das mehr “Hereditary” (ohne das dauerhafte, unwohlige Gefühl) als besagte jump scare Nummern. Starkes Teil, tip top Schauspieler, spannende Prämisse, spitzenmäßige Erzählweise, klasse Ende.

Ich empfehle, ich empfehle.

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Die Rache der Polly McClusky

Mh. Bin noch zwiegespalten zwischen „Netflix-Filler“ und mal erfrischender Sadness und eigentlich keinem wirklichen Turning Point der die Sache auch irgendwie gut ausgehen lässt.

Grundsätzlich wirkt der Film auch ziemlich oberflächlich, something that could have accidently happen by an LLM :melting_face:

Gibt vermutlich Gründe, warum hier niemand bisher darüber geschrieben hat

Ich habe die Tage Civil War (2024) gesehen.

Ins Settings konnte man sich gut reindenken, die Bilder waren toll und absolut glaubhaft.

Weniger glaubhaft war die enorme Risikobereitschaft der Presse, die wie Lemminge den Abgrund suchen.
Ich hätte gerne mehr über den Bürgerkrieg und dessen Hintergrund erfahren. Allgemein gab’s hier wenig Infos.

Stephen McKinley und Kirsten Dunst haben mir gut gefallen. Cailee Spaeny fiel ein wenig ab.

3/5

Mich hat der Film auch etwas irritiert, weil ich einen Bürgerkriegsfilm erwartet hatte. Angesichts des Titels auch naheliegend :ronaldo:

Aber wenn man es als Film über Kriegsfotografen und deren moralisch teils fragwürdige Entscheidungen ansieht, funktioniert es deutlich besser. Hätte jetzt 3.5/5 gegeben.

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