Der Kino- & Filmthread - Geht mal mehr ins Kino, ihr Penner!

Aufgrund der Lorbeeren bei RT dann doch mal F1 Der Film geschaut aber meh, das war nicht viel. Die Story nichts Weltbewegendes, Pitt spielt halt ne Rolle für Pitt (alternder charismatischer Rennfahrer, mit allen Wassern gewaschen), das Budget war wahrscheinlich riesig mit Score von Hans Zimmer bis hin zu den Hochglanz-Rennaufnahmen, aber die Rennelemente sind dann doch wahnsinnig unrealistisch, darf es bei nem reinen Action-Movie dann auch sein aber dafür wars mir echt nicht spannend genug. Und ansonsten ist es halt ein riesiges Werbe-Filmchen, für die Formel 1 selbst, für Mercedes, für Abu Dhabi (das Singen der VAE Hymne mit Fliegerstaffel in Nationalfarben musste natürlich unbedingt rein), du merkst schnell wer hier zahlt.

Dann lieber nochmal Rush oder Le Mans 66 schauen, das wahre Leben schreibt dann immer noch die besseren Stories.

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Avatar: Fire and Ash

Zum Jahresabschluss waren meine Frau und ich mal wieder im Kino. Die ersten beiden Filme der Reihe hatten uns herausragend, bzw. zumindest sehr gut gefallen und so war es klar, dass wir uns den dritten Teil auch ansehen mussten. Und da Avatar nun einmal sehr von seiner Optik lebt, welche am heimischen TV nicht annähernd rüberkommt, war der Gang ins Kino obligatorisch.

Die Vorab-Kritiken waren ja mal wieder sehr durchwachsen. Maue Story und stellenweise sehr langatmig. Und ja…das stimmt. Die Story ist absolut generisch, so wie es fast jeder Marvel-Film auch ist. Vieles wiederholt sich und man hat das ein oder andere nicht nur einmal bereits in den beiden Vorgängern gesehen.
Manche Charaktere handeln zudem völlig unlogisch und platt, nur damit man von einer Aktionsequenz zur nächsten kommen kann. Fast alles im Verlauf der Story ist absolut vorhersehbar. Herje, da wäre mit einem anderen Drehbuch so viel mehr drin gewesen.
Denn vieles macht der Film auch gut. Die Optik ist im Kino erneut absolut bombastisch und man wird total in diese Welt hereingezogen. Die neue Antagonistin macht ihre Sache zudem hervorragend, auch wenn ihre Lakaien eher wie inhaltsleere Orks aus dem Hobbit sind.

Fazit:
Popkornkino vom feinsten ohne Anspruch auf inhaltliche Tiefe. 8/10 für Avatar-Fans, 4/10 für alle anderen.

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Bei uns lief gestern auch der aktuell heißeste Blockbuster: Only Yesterday. :ronaldo:

Kurzzusammenfassung: Man begleitet das Leben von Taeko Okajima, die in den 80ern in Tokyo wohnt und als Erwachsene wie so viele Leute aus Tokyo in dem Sommer auf das Land „flüchtet“(das ist ein so verbreitetes Phänomen das es sogar ein eigenes Verb dafür gibt im japanischen). Das ganze wechselt dann von Szenen aus der Kindheit immer wieder in die moderne Zeit.

Ich komme aber auch heute morgen noch nicht darüber hinweg, wie brillant dieser Film gemacht ist. Auch weil er auf mehreren Ebenen funktioniert: Einerseits ist das natürlich ein wunderschöner Slice of Life Film, also wenn man so etwas mag wird man schon gut bedient. Wenn man aber dann den roten Faden zwischen den Rückblicken und der älteren Takedo verknüpft und sieht wie smart diese in die Charakterentwicklung eingebunden sind, schaut man den Film schon im ersten Durchlauf mit anderen Augen.

Der Film schafft wirklich etwas großes und zwar sehr viel, mit sehr wenig auszusagen. Alleine wenn man es sich schafft in Taeko Okajima hinein zu versetzen nimmt man schon mit, reflektiert man das ganze dann auf sein eigenes Leben öffnet es noch einmal ganz andere Gedanken.

Ich glaube von den Ghibli Filmen ist das tatsächlich mein neuer Liebling, wenn nicht ist er auf jeden Fall sehr weit oben mit dabei.

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Letzten Freitag in Neukölln im…

Sentimental Value (Joachim Trier, 2025) ***

Da hat aber jemand (zu?) viel Bergman gesehen. Außerdem wurde dieses schöne, schöne Haus durch die Renovierung verhunzt.

Ich kam emotional nicht wirklich rein, obwohl der Film schön fotografiert ist und toll besetzt mit Stellan Skarsgård und Renate Reinsve und Elle Fanning in einer Nebenrolle.

20 Minuten weniger runtime hätten dem Film gutgetan.

Die Filme, die über die Feiertage konsumiert wurden, kommen auch noch.

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Hast du eigentlich letterboxd?

Jap, nutze ich aber nur zum Loggen, nicht als soziales Netzwerk.

Wer macht das schon?

Ich nutze es nur um anderen zu zeigen dass ich besseren Geschmack habe.

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Das mach ich ja hier schon.

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MCU Gedöns.
Ich habe damals die Filme bis zum ersten Avengers gesehen und fand die so mittel bis gut. Alles was danach kam ging an mir vorbei. Ich bin am überlegen, ob ich mir das Ganze von Anfang bis Endgame antun soll, da ich zwischendurch schon ab und zu Lust auf leichte Actionkost habe.

  • Ja, machen! Die guten Filme kommen erst noch.
  • Meh, vergeude deine Lebenszeit nicht mit dem Müll.
  • Kann man machen, wenn du gerade eh nichts anderes zum scheißen hast.
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Ich habe mich vor 4 Jahren oder so mal in einer Krankheitswoche durch alle 23 Filme von Phase 1-3 gearbeitet. Eine gewisse Affinität zum MCU und dessen Figuren sollte natürlich da sein.

Das Problem ist, dass gute und meh Filme sich regelmäßig abwechseln und sie auch bei den Special Effects manchmal keinen richtigen Mittelweg gefunden haben. Da ist von richtig gut bis zu crap alles dabei.

Dann hast du den ersten Iron Man, Winter Soldier, Guardians of the Galaxy, Ant-Man, Spider Man: Homecoming, Civil War und die 4 Ensemble Filme, die mMn allesamt super runtergehen bzw. mir am meisten Spaß gemacht haben und zwischendrin aber so Langweiler wie Thor 2, Captain Marvel, oder Iron Man 3. Plus viele die so ein Mittelding sind wie Doctor Strange, Black Panther, Guardians 2, Thor 3.

Wenn man mit den Figuren generell was anfangen kann und über MCU typische fehlplatzierte Gags an unmöglichen Stellen hinwegsieht, kann man das als Gesamtwerk auf jeden Fall machen.

Die haben es halt schon geschafft über so viele Filme eine schlüssige Story zu erzählen und zum Ende zu bringen, als auch bei der Auswahl der Schauspieler ein super gutes Händchen bewiesen und einiges an Identifikationsmöglichkeiten geschaffen, etwas was den nachfolgenden Phasen doch eher abgeht.

Der tatsächliche Abschluss von Phase 3 ist übrigens nicht Endgame sondern Spider-Man: Far from Home.

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Ich habe vor ca. einer Woche mit einem rerun angefangen und bin gerade beim Ende des ersten Avengers Film angekommen. Das ist natürlich nicht alles großes Kino aber ich finde das Gesamtwerk einfach überragend. Ich bin aber auch größer Fan der meisten Figuren.

Selbst jetzt läuft bei jedem Film der Abspann durch, um den Hinweis für auf den nächsten Film zu sehen. Beim ersten Mal hat mich das auch komplett gehyped.

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Besonders der letzte Teil war doch prima und hat auch gute Bewertungen erhalten.

Über die Weihnachtstage:

Aftersun (Charlotte Wells, 2022) ****½

Ein Paradebeispiel dafür, dass ein Drehbuch nur wenig Dialog haben muss, um dennoch so viel zu sagen. Man muss ein wenig Geduld aufbringen und wird dafür aber tausendfach belohnt.

Ich kann es gar nicht erwarten, dass Mescal sich bald in McCartney verwandelt für die Beatles-Biopics. Kannte bisher keinen Film mit ihm und bin erschlagen.

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Written on the Wind (Douglas Sirk, 1956) ***½

Technicolor & Dorothy Malone steal the show.

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Arsenic and Old Lace (Frank Capra, 1944) *****

Ein Lieblingsfilm, der mindestens einmal im Jahr geschaut werden muss, entweder zu Halloween oder am Ende des Jahres. Echt schade, dass Jonathan Brewster nicht wirklich von Boris Karloff gespielt wurde, der die Rolle angeblich unbedingt wollte.

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Die Hard (John McTiernan, 1988) ****

Kann sich wer jemand anderen als Bruce Willis in der Rolle von McClane vorstellen? Folgende Schauspieler wurden vor Willis in Erwägung gezogen und standen nicht zur Verfügung bzw. haben abgesagt: Schwarzenegger, Stallone, Burt Reynolds, Harrison Ford, Mel Gibson und Richard Gere.

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National Lampoon’s Christmas Vacation (Jeremiah S. Chechik, 1989) *****

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Home Alone (Chris Columbus, 1990) *****

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Zwar meine so schöne Doku wie über Mads, aber so ein kurzer Wrap-up über Cillian Murphy ist auch nicht verkehrt. Wirklich einer der besten Schauspieler derzeit.

Morgen geht’s nach sehr, sehr langer Zeit mal wieder ins Kino: Therapie für Wikinger. Freue mich echt schon sehr drauf, vielleicht lass ich mich ja sogar zu ner kleinen Review hinreißen.

Leute, tut es!

Gar nicht so leicht eine Rezension zu schreiben. Ist das ein Familiendrama? Eine sehr, sehr schwarze Komödie? Eine überaus blutige Gangsterballade? Die Antwort: alles von dem. Ist der Film teils absolut geschmacklos? Gehen manche Witze zu weit? Ist der Film unfassbar lustig? Gibt es herzerwärmende Momente und zutiefst menschliche Charaktere? Wieder: alles da.

Es sind genau dieses an jeder Stelle provozierte Brechen von Standard und Grenzen, die die Filme von Andere Thomas Jensen so bemerkenswert machen. Das war schon bei dänische Delikatessen, Adams Äpfel oder Men and Chicken so. Und diesmal treibt er es auf die Spitze.

Es geht um ein ungleiches Brüderpaar. Anker muss nach einem misslungenen Bankraub 15 Jahre in den Knast. Dabei schafft er es aber, die Beute seinem Bruder Manfred, der seit seiner Kindheit an einer Persönlichkeitsstörung leidet, die Beute zu übergeben und bittet ihn, diese bei seinem Elternhaus zu vergraben.

Doch als Anker aus dem Knast kommt, hält sich Manfred für John Lennon und flippt jedes Mal total aus, wenn er Manfred genannt wird. Da er nicht mehr Manfred ist, ist auch nicht aus ihm herauszubekommen, wo das Geld vergraben ist.

Die wahnwitzige Idee zur Heilung: zusammen mit dem Therapeuten von Manfred versucht Anker, die Beatles wieder zu vereinen. Und das nur mit Leuten mit Persönlichkeitsstörung, die sich für einen der Fab Four halten.

Das ist eine großartige Grundlage für allerlei absurde und witzige Situationen. Aber eben auch für (bewusste) Grenzüberschreitungen. Darf ich mich über Leute mit einer klinischen Diagnose amüsieren? Das muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich meine ja, da sich nie über die Leute lustig gemacht wird, sondern das ganze eigentlich ein Plädoyer für Individualität und Schrulligkeit ist.

Es bekommt wohl nur Jensen hin, einem Film, der so brutal und teils geschmacklos ist zu einem herzerwärmenden, rasanten und zutiefst menschlichen Film zu machen.

Große Filmkunst.

EDIT: und noch ein Zitat vom Regisseur selbst, der es ganz gut auf den Punkt bringt:

ich halte zum Beispiel nichts davon, über eine bestimmte Gruppe von Menschen keine Witze zu machen, weil du sie dann ja gewissermaßen auch selbst diskriminierst. Ich würde es hassen, selbst Teil dieser Gruppe zu sein. Inklusion bedeutet, dass alle gleich behandelt werden – auch bei den Witzen. Aber es geht ja bei mir nicht darum, Witze über diese Leute zu machen. Ich versuche, über die Tragödien des Lebens auf eine humorvolle Weise zu sprechen.

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Wobei bei dem Zitat die letzten 2 Sätze auch gereicht hätten. Seine Definition von Diskriminierung und Inklusion find ich nämlich eher seltsam.

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Gut, das ist süß einem Interview und die Frage war: „Gibt es Themen, über die Sie keine Witze machen würden?“

Genau deshalb hätten die letzten 2 Sätze gereicht. Die beantworten nämlich die Frage.

Ich verstehe was du meinst, das hat sind so typische “ich mache Witze über schwarze Menschen, wenn ich die ausklammern würde wäre es rassistisch” Ausreden, die Rassisten gerne mal als Begründung für ihre rassistischen Sprüche bringen.

Damit meine ich nicht, dass der Regisseur auch so drauf ist, dass das klar ist.

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Ich will dem Regisseur auch gar nix unterstellen. Aber “gut auf den Punkt gebracht” hat er es für mich mit den ersten Sätzen eben gerade nicht.

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