The Substance wäre ganz ok gewesen wenn man das alles auf 30 Minuten zusammen gepresst hätte. So tun mir jetzt echt die 2,5 Stunden leid die ich für den Dreck verschwendet habe.
https://www.youtube.com/playlist?list=PLe30iKM2MKlzOfuX00kflbh_tgKK5SVa_
Ansonsten kurz zur erneuten Neuauflegung von Nosferatu mit Johnny Depp ihm seine Tochter in der Hauptrolle und William Defoooeee.
Ist ein klassischer Horrofilm. Ich mag Horrorfilme nicht, da es mir zu viel um Ekel, Erschrecken und Bedrücken geht. Das hab ich in Berlin den Rest des Tages genügend. Die Faszination für das Genre teile ich also nicht. Für einen Horrofilm fand ich ihn aber gelungen, weil er ziemlich gut gespielt ist, die Ausstattung ist hervorragend, Kostüm ist auch ein heißer Oscar-Kandidat und auch die Einstellungen sind schön. Da ich das Original aus 1922 nie gesehen habe, fehlen mir einige Brücken. Man merkt aber, dass sich bei vielen Einstellungen daran angelehnt wird und z.B. auch sehr viel mit nur Kerzemlicht gearbeitet wird, was aber mit 100 Jahren dazwischen tatsächlich eher stört. Nosferatu selbst ist schwer ernstzunehmen und vermutlich ist inzwischen Horror eher entweder Splatter oder auf Schockmomente optimiert und für Fans dieser Entwicklung, ist dahingehend nur Gähnen zu erwarten. Ich hab damit vor allem in einer aktualisierten Fassung einen Klassiker nachgeholt und die Neudeutung von Ellen Hutter als Hauptrolle gibt dem ganzen zumindest einen Hauch zivilisatorischen Fortschritts.
Wen die Hintergrundgeschichte interessiert, dem sei noch diese nicht spoilerfreie Analyse empfohlen:
Die Tage auch Nosferatu im Kino gesehen.
ImmobilienScout Mitarbeiter des Monats versucht unter fragwürdigen Umständen Mario Basler in der midlife crisis eine Bude Qualität Berliner Altbau anzudrehen, hat jedoch vergessen das Kleingedruckte im eigenen Arbeitspapier zu lesen.
Mit Hochdruck und einem fragwürdigen Hygienekonzept wird versucht, eine für alle Parteien zufriedenstellende Lösung zu erarbeiten, was unter in diesem Film allgemein vorherrschendem Schlafmangel sichtlich Mühe bereitet.
Letzten Endes wird 2+ Stunden in ansprechend altertümlicher Kleidung viel geredet, geschwitzt und gegrunzt und nach der ganzen Schose fragt man sich, ob man die Sache nicht auf am runden Tisch hätte anders klären können.
Kannste nichts sagen - 7 / 10 Knabberspuren unter’m offenen Hemd.
Habe den neuen Paddington gesehen. Kamma mit den Kids machen, ist ein okayer, zu langer, rumpliger Cash Grab. Das Boot von Antonio Banderas hätte ich aber gerne.
Ach der hier in Peru?
Ich glaub da müssen wir auch nomma rein…
Fire Walk with Me war Lynchs Versuch, nach Twin Peaks zurückzukehren, obwohl er weiß, dass es dieses Serien-Twin Peaks nicht mehr gibt und es von den TV executives getötet wurde (in den opening credits wird der Röhrenfernseher mit der Axt zerstört).
Genauso wie Laura nicht mehr zurückkommt. Alles davon existiert nur noch in seiner Vorstellung, also ist der Film eine Albtraum-Version von Twin Peaks, aber ein Albtraum, der wirklich geschieht, ein schlechtes Abziehbild der dreamy Twin Peaks-Serie (u. a. Chris Isaak ohne detective skills im Gegensatz zu Kyle), ohne den Humor und mit einer Laura, die zu jeder Zeit weiß, was geschehen wird und ihr Schicksal akzeptiert hat.
Das erklärt auch Logiklöcher, obwohl Lynch da eh nicht viel drauf gibt. Und hier sagen würde, dass das terrorisierende Böse in Twin Peaks dafür verantwortlich sei.
Was Lynch selbst dazu gesagt hat:
Years later, while he was working on the TV pilot that became Mulholland Drive, Lynch spoke enthusiastically about the open-endedness of television: a series, he said, was “a continuing story in which you go deeper and deeper into a world and you get lost … It’s like a body with no head.” Fire Walk With Me was Twin Peaks’ missing head, and perhaps the cinemagoers of 1992 weren’t quite prepared to find it in the fridge, beside the fruit juice.
But time has passed, and its brilliance is gradually coming into focus, just as Lynch hoped it would. In an issue of the German film magazine Cinema published shortly after Fire Walk With Me’s Cannes premiere, Lynch described the film as “my cherry-pie present to the fans of the show – however, one that’s wrapped in barbed wire.”
Der Film ist postmodern, brutal, verrückt und düster wie sonst nichts in der DL-Filmografie. In den 90ern hatte er es bei Publikum und Kritikern noch schwer, aber mittlerweile wird er als wahres Meisterwerk akzeptiert: wiki/Twin_Peaks:_Fire_Walk_with_Me#Reappraisal
Ohgott, da gab es doch dieses vierstündige Video, das versucht Twin Peaks zu interpretieren. Da hab ich mich mal total gerne reinvergraben, die Theorie war ziemlich gut und schlüssig.
Twin Perfect! Fand ich auch echt gut damals, aber ich hab das Meiste wieder vergessen.
Ich glaube ich kenne nur die Verarschung davon von Maggie Mae Smith.
Warner Brothers veröffentlicht aus irgendeinem Grund alte Schinken direkt auf YouTube. (Quelle)
Vielleicht findet ja jemand den einen oder anderen Schatz.
Ich habe gestern zum ersten Mal seit sehr langem mal wieder American History X gesehen. Ziemlich heftig und nach wie vor beeindruckend.
Eigentlich habe ich ueberlegt, den mit zwei Gruppen Konfirmanten zu schauen, die ich betreue. Aber ich glaube, das ist doch eine Spur zu heftig. In Norwegen hat er eine 15 Jahre-Kennzeichnung, d.h. von den 14-jæhrigen bræuchte ich die Einwilligung der Eltern, prinzipiell wære das aber machbar. Meine Frau hat den Film gestern zum ersten Mal gesehen und meint, ich duerfte den auf keinen Fall gucken, weil ich dann ja nicht die Zeit habe, danach was aufzufangen und wir erst eine Woche spæter darueber diskutieren kønnten.
Jetzt meine Frage: gibt es andere, æhnlich gelagerte Filme zum Thema Radikalisierung, die ihr empfehlen kønnt, die aber nicht ganz so brutal sind?
Die Welle fællt mir natuerlich ein, aber ich finde den leider nicht mit norwegischen Untertiteln.
Andere Titel?
Der Junge im gestreiften Pyjama?
Nein, das hat nix mit Radikalisierung zu tun.
Sorry
This is England
„Kriegerin“ von 2011, den hab ich noch irgendwo auf ner Festplatte liegen.
Ist aber auch ziemlich brutal wenn ich mir den Trailer so angucke, hatte ich nicht so schlimm in Erinnerung.
Ab 30 Sekunden wird gespoilert:
Warum nicht in Etappen gucken und jedesmal ne halbe Stunde zum besprechen einplanen?
Auch ne Idee. Kam mir bisher nicht in den Sinn. Habe nur nicht so viel Abende fuer ein Thema zur Verfuegung. Aber ja, vielleicht kann ich das auf zwei mal aufteilen.
Daheim auf MUBI:
Sisters (Brian De Palma, 1972) ****½
De Palmas Hitchcock-Liebe ist unverkennbar, nicht zuletzt dank des Bernard Herrmann-Scores. Er fügt aber noch ein paar Elemente hinzu: splitscreens, body horror, ein wenig Sci-Fi, insgesamt sehr unterhaltsam und ansehnlich, wenn auch vorhersehbar.
Kids (Larry Clark, 1995) ***½
Masculin féminin: 15 faits précis (Jean-Luc Godard, 1966) *****
Ist das schon wieder Geschichte? ![]()
Mit US VPN geht es…