Ich habe ihn mir gestern Abend auch angesehen und fand ihn katastrophal schlecht. Gosling und Evans haben ein bisschen was gerettet aber holy shit waren die digitalen Effekte zwischendrin mies. Die Kamerafahrten absolut nervtötend. Als hätten sie irgendeine Checkliste von Dingen abarbeiten wollen, die ein Blockbuster aktuell haben müsste. Nur leider ohne Sinn und Verstand. Am Ende standen für mich gut zwei Stunden verschwendete Lebenszeit und mit 2/5 noch eine gnädige Bewertung.
Also so wie jeder Netflix-Film - von Bright über Red Notice bis halt zu Grey Man.
Gut das ist dann vielleicht etwas für die Diskussion aus dem Guilty pleassures
Thread. Von Zeit zu Zeit mag ich solche stumpfen Action Filme. Nicht viel nachdenken und sich einfach berieseln lassen. Gestern hat der bei mir wirklich gut funktioniert und ich war scheinbar in genau der ruhigen Stimmung für den Film.
Ich hab den Film auch gestern gesehen und schliesse mich @Everlong an. Mein Hauptkritikpunkt ist, dass sich der Film nicht entscheiden konnte, ob er ein „ernster“ Actionthriller oder eher kompletter Quatsch in Richtung Fast&Furious sein wollte.
Ab dem Teil in Prag konnten wir das dann auf jeden Fall nicht mehr ernst nehmen.
Dieser Unfug mit den Söldnern, die sich minutenlang in der Stadt Feuergefechte mit der Polizei liefern und mit schweren MG und Granatwerfern die Stadt in Schutt und Asche legen bevor sie mit einer von Geisterhand gesteuerten Tram mit offenen Türen durch die Stadt rollen. ![]()
Dann weiter in Kroatien, wo eine minutenlange Szene zeigt, wie schwer verteidigt das Schloss ist, inklusive MG-Nest und Scharfschützen mit Blick auf die kilometerlange, schnurgerade Auffahrt. Was macht also die CIA-Agentin 5 min später? Erschiesst zwei Wachen, um dann mit zwei Panzerfäusten und einem Granatwerfer auf dem Rücken in komplett gerader Linie die Auffahrt entlangzusprinten. ![]()
Ryan Gosling hat zwischendurch etwa 20 Stiche mit Scheren, Messern und anderen spitzen Gegenständen abbekommen, aber wurscht. Hauptsache, er darf seinen Widersacher in einem „ehrlichen“ Faustkampf töten, statt ihn von der CIA-Agentin, die einen freien Schuss hat, erledigen zu lassen. Der selbe Widersacher (sorry, hab mir die Namen nicht gemerkt), der mit grosser Geste vor dem Kampf seine Slipper auszieht, hat sie nach dem Kampf übrigens wieder an, als er tot im Brunnen liegt. Vielleicht hat er sie auch nur ausgeleert, aber da war ich schon nur noch genervt.
Und Gosling hat in der Schlussszene natürlich aus dem Nichts und schwer verwundet im Militärkrankenhaus liegend herausbekommen, wo sein Schützling festgehalten wird, um sie kurz später putzmunter zu befreien.
Ok.
Wir wollten den auch demnächst schauen weil ich ab und zu nichts gegen Action Quatsch habe. Aber so wie sich die Kritik vom f liest werde ich gleich wütend bevor ich was gesehen hab. ![]()
Ich bin mir sicher, dass er sie nach dem Steinchen ausleeren nicht wieder angezogen hat. Zumindest hat in den Bewegungen, meine ich, nichts drauf hingedeutet. Kann aber natürlich auch durch die super Kameraarbeit nicht aufgefangen worden sein
@Kungl hat mir vorhin noch eine Filmkritik geschickt, der ich so uneingeschränkt zustimmen kann:
Dagegen würde ich auch niemals was sagen. Ein Paradebeispiel für so einen Film wäre da, für mich, z. B. John Wick.
Nana, das ist doch kein Guilty Pleasure, da steckt immerhin etwas Lore drin und die Action ist vernünftig gefilmt und choreographiert. Aber ja, außer Chris Evans und Ryan Gosling (mit Abstrichen, sein Charakter gab halt nicht viel her) war da gestern nicht viel brauchbares dabei.
Auch wenn sie nur eine Minute in einem Film mitspielt. Ana de Armas ist grundsätzlich ein triftiger Grund einen Film anzuschauen!
Ich finde es beeindrucken was Netflix für einen Müll produzieren lässt. An die Theorie dass sie einfach mal X Millionen auf den Tisch werfen und die Leute sollen einfach was machen kann ich auch nicht so ganz glauben. Es kommt ja immer wieder vor dass selbst etablierte Regisseure komplette Quatsch Filme machen. Bei den Russo Brothers überrascht es mich wenig nachdem die nur den Marvel Schrott gemacht haben bislang. Da kann man sich ja alles noch irgendwie schön reden.
Wie entstehen überhaupt schlechte Filme? Aus unerklärlichen Gründen hab ich vor ca. 6-7 Wochen „The Ice Road“ gesehen und konnte nicht glauben dass sowas von irgendjemanden durchgewunken wird. Gibt es da wirklich niemanden der sieht was für ein Unsinn das alles ist? Oder schert man sich einfach nicht darum weil man lieber 2-3 Szenen drinnen hat die es ohne den Quatsch vorher nicht geben würde?
„Der Film war jetzt nicht wirklich gut, eher so mäßig bis schlecht.“
„Ja! Aber die haben über 30 davon gemacht und man muss sie alle in der richtigen Reihenfolge schauen, teils in Abwechslung mit Serien. Deep, oder?“
… und unbedingt den Abspann schauen, weil da gibt es nach 17 Minuten eine wichtige/lustige 4 sekündige Anspielung…
Also eigentlich wollte ich so etwas zu The Grey Men schreiben, aber nachdem hier ausführlich auf den Film geschissen wurde, spare ich mir das lieber.
Wenn du nicht darauf scheißt würde ich das gerne lesen. Wenn du aber auch darauf scheißt würde ich es SEHR gerne lesen.
Btw. schauen werde ich den auf jeden Fall.
Apropos Müll, aufgrund des Disney+ Abos am Wochenende noch den neuen Dr. Strange geschaut, und will dazu eigentlich nicht mehr sagen als: Was für ein Scheißdreck. Also selbst für Marvel Filme, Thor hatte wenigstens noch unterhalten, und ich weiß dass sie Dr. Strange immer etwas anders anlegen wollen, aber hui, war das schlecht. Dieses Multiverse war bei Spiderman ja noch ganz gelungen, mittlerweile nervts nur noch da sie anscheinend diese Idee jetzt wieder bis zum bitteren Ende melken wollen, dann diese Story um die Scarlett Witch, die sie eigentlich schon in der eigens dafür produzierten Serie ausführlich (und nicht mal schlecht) erzählt hatten, ein langweiliger Plot, ein neuer Charakter (America Chavez), der mich ab der ersten Minute genervt hat, peinliche Oneliner und als er dann als Zombie in nem anderen Universum zurückkommt hab ich mich bei meinem Fernseher entschuldigt, dass ich ihn da mit reingezogen habe.
Also unbedingte Empfehlung, sich das nicht anzutun, gibt so schöne Filme zum Leihen momentan wie Licorice Pizza, ich brauchte sowas wohl mal wieder um diese anderen Filme wertzuschätzen.
Also der erste Dr. Strange war mit Abstand der beste aller vier Marvelfilme, die ich gesehen habe.
Boah, ich so: „Geil, endlich mal wieder ein guter Film rund ums Essen!“
Google so: „Nee!“
Ich finde Schalplatten doof und hasse Lakritze abgrundtief. Danke!
Abt.: Netflix kann auch (ein bisschen) anders
The Power of Dog
Ein Western ohne große Action in den 1920ern. Mit Benedict Cumberbatch, Kirsten Dunst und Jesse Plemons. Also eigentlich gar kein Western, sondern ein Beziehungsdrama, aber eben im Western-Setting.
(leichte Spoiler der ersten 30 min Film um das setting zu beschreiben)
Zwei Brüder sind Farmer, einer eher gediegen und mit dem Anspruch gesellschaftlicher Anerkennung (Plemons) , der andere der hard-working-mit-issues-Guy (Cumberbatch). Ersterer liiert sich mit Frau Dunst, die einen erwachsenen Sohn hat, und das findet der Bruder nicht gut.
An dem Antagonismus der beiden arbeitet sich der Film ab. Und das sehr gut. In erster Linie gefällt die Darstellung von dem Cumberbatch-Charakter, aber auch den anderen Darstellern schaut man gerne zu.
Einziges, typisches Manko: Der Film wirkt - gerade im Mittelteil - zu künstlerisch gewollt: Jede Szene kommt bedeutungsschwanger daher, jedes Detail muss wichtig sein und insbesonders die 37 verschiedneen Arten wie Dielenbohlen knarzen können, nerven ein bissi.
Aber wiederum: Die Story wird mit zunehmender Filmdauer immer spannender und ist glücklicherweise im Ganzen auch sehr schlüssig.
Der olle Sherlock spielt das hervorragend und wenn einem der Film mal zu aufgesetzt daherkommt, kann man sich daran festhalten.
Ergo: Ein prima Film für Leute, die sich etwas anstrengen wollen, dem Ganzen eine Chance zu geben. Kein Popcorn-Kino, aber auch kein Kunstfilm.
8/10
Spricht Cumberbatch dann Amerikanisch? ![]()
Tja, das ist so ein bisschen auch mein Problem gewesen am Anfang, da das tatsächlich ein undefinierbares Mischdings ist, aber:
- spielt das in Montana und wer weiß schon, wie man da sprach…und
- spricht da eh keiner wirklich viel
Ist einfach ein schöner Coming of Age Film, der beste seit langer Zeit, hat gut und locker unterhalten.