Der Fußball-und-sonst-so-Thread - toll eingeritzte Hoden

Okay, entschuldige, aber:

Puh. Mach mir gern zum Vorwurf (das hätte durchaus seine Berechtigung), dass ich deinen Beitrag jetzt nur sehr oberflächlich aufgreife. Aber: Im Kern reibst du dich an dem Satz eines Journalisten. Einem Satz, der völlig in Ordnung geht, weil der Journalist ihn nun mal nicht anhaltslos oder aus blankem Frauenhass so formuliert hat (und weil nebenbei glücklicherweise Pressefreiheit herrscht). Folgerichtig besteht in den Augen vieler gar kein PROBLEM, auch wenn du dich noch so sehr darauf einschießt. Kleines Gedankenspiel: Gäbe es nur Leute wie dich, dann - und ich greife dieses Beispiel sehr bewusst nochmal auf - wäre im Fall Kachelmann nie rausgekommen, dass er zu Unrecht verdächtigt wurde, schließlich wäre es ja schon PROBLEMATISCH gewesen, diese Möglichkeit auch nur in Betracht zu ziehen.

Ab einem gewissen Punkt ging es dann aber viel mehr um deine Art des Auftretens. Da haben dir u.a. Dejo und Martyr sehr sauber anhand deiner eigenen Worte vorgeführt, wo du mit deutlich zu viel Polemik, selektiver Wahrnehmung und Schaum vorm Mund unterwegs warst. Es geht nicht einfach um „stilistische Fehler in der Diskussionsführung“, es geht um wiederholte verbale Eskalation. Und darauf kommt jetzt in deinem Beitrag kaum mehr als „verstehe ich nicht“, „finde ich merkwürdig“, „arroganter, feindseliger Tonfall“, und „ihr versteht mich alle falsch“. Ja gut, deine Bubble bringt in diesem Leben wohl keiner mehr zum platzen.

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Schulz hatte ein Fehlverhalten zugegeben. Er hat durch die verlorenen gegangene berufliche Perspektive, die Zahlung an sie und Spenden „gebüßt“. Es ist annehmbar, dass er und seine Ex sich durchaus mal geliebt, respektiert und geschätzt haben. Beide haben ein Kind miteinander. Ich fände es durchaus mehr als nachvollziehbar, wenn die Frau eine mögliche Reue anerkannt hat und ihm „zuliebe“ auf ein weiteres Bestrafen verzichtet. Eine Verurteilung hätte niemandem mehr geholfen, sondern nur ihm weiter geschadet. Für mich wesentlich wahrscheinlicher als eine erfundene Anklage.
Ähnliches beschrieb Maniac ja auch als Möglichkeit (gerade in Kombination mit Erfahrungen aus seinem Umfeld) und ich kann durchaus nachvollziehen, wenn er diesen Satz des Journalisten als aufstoßend empfand. Und ja, ich finde den auch unnötig und fehl am Platz. Er verstärkt für den Leser nämlich eine mögliche Interpretation, die nicht sehr objektiv und zumindest potentiell auch falsch wäre.

Doch die aufgezeigte Nutzung von Hyperbel und Strohmann Argument machte eine weiterführende sachliche Diskussion schwierig. Wenn man eine sachbezogene Diskussion möchte, dann wäre es äußerst hilfreich auf sowas zu verzichten. Tut man es nicht und reagiert dann noch mit Empörung, dann fehlt mir dafür auch das Verständnis.

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Bis dahin konnte ich das noch alles gut nachvollziehen, aber der letzte Satz war halt wieder unnötig.

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Das verstehe ich sogar, der war nicht nötig. Drückte in dem Moment aber mein ehrliches Kopfschütteln über die „Ich muss auf Gedeih und Verderb an meiner Ideologie festhalten“-Einstellung aus.

1 Danksagung

Kein Problem. Hab ja nur ausführlich beschrieben, dass das mein grundsätzliches Problem bei der Kritik von @Martyr war. :ulaugh:

Ja. Und langsam weiß ich echt nicht mehr, warum ich mir hier so viel Mühe gebe, ausführlich zu erläutern warum…

Das habe ich auch nirgendwo behauptet, sondern lediglich gesagt, dass mich das, was der Satz impliziert stört.

Ja und genau deswegen habe ich ja meine Argumentation mit „ich sehe ein, dass man da unterschiedlicher Meinung sein kann“ geschlossen.

Tatsächlich erschließt sich mir diese Logik nicht, aber das mag auch daran liegen, dass ich den Fall nicht detailliert kenne. Aber wurde seine Unschuld nicht vor Gericht bewiesen? Was genau hat sich durch die Außenstehenden geändert, die weiterhin an seine Unschuld geglaubt haben? Und nochmal: Jörg Kachelmann selber hat mehrfach betont seinen Fall nicht als Beispiel zu nehmen, um Frauen Lügen zu unterstellen.

Ok. Ab hier bin ich raus. Die ersten Reaktionen waren alle „weiß gar nicht was du hast“ und auf keines meiner Argumente wurde auch nur annähernd eingegangen. Deshalb habe ich auch beschrieben, dass ich bei ein, zwei Posts etwas sauer war. Mir dann aber alles wortwörtlich auszulegen und mir „Schaum vorm Mund“, oder einen „Beißreflex“ zu unterstellen finde ich billig und wie gesagt stört es mich, wie die Diskussion so „abgewürgt“ wurde.

Und wieder sitze ich hier sprachlos ( :ronaldo: ) und frage mich, warum ich mir die Mühe mache einen ellenlangen Text zu schreiben, nur damit dieser

angegriffen wird und weiterhin die eigentliche Kritik meinerseits einfach ignoriert wird.

Auf eine Sache möchte ich aber noch eingehen, auch wenn mir das vielleicht um die Ohren fliegt.

Ich weiß nicht wann genau das passiert ist, aber nach meinem Empfinden hast du dich irgendwann ein wenig aus dem Forum zurückgezogen und schreibst nur noch selten aktiv. Wenn du dich aber zu Wort meldest, ist es meistens so, dass du einen User scharf kritisierst und dich dabei auch im Tonfall nicht zurückhältst. Wir beide sind diesbezüglich Anfang des Jahres ja schonmal aneinander geraten, wo wir einander jeweils auch zu viel Schärfe imTonfall vorgeworfen haben.

Wir haben das dann per PM geklärt und mir erschien alles wieder gut, denn du hast zu deinem Tonfall, der mir missfiel geschrieben:

Zitat aus PN

Das du mir jetzt meinen Text wegen zu viel „Schärfe“ um die Ohren haust und das dann noch provokativ mit

beendest, empfinde ich als…wait for it…problematisch. :ronaldo:

Ich gebe gerne zu, dass auch ich mich des Öfteren nicht mit Schärfe in meinen Posts zurückhalte (wobei ich eigentlich der Meinung bin niemals beleidigend zu werden?), aber dann von dir diesbezüglich kritisiert werden, wenn das (sorry wenn das zu polemisch ist) mittlerweile dein ganzer „Schtick“ ist, ist schon komisch.

Und ich hoffe du glaubst mir, wenn ich sage, dass ich nichts davon persönlich bzw. beleidigend meine, sondern mir lediglich ein wenig Selbstreflexion von dir wünsche.

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Verstehe ich das jetzt richtig, dass du hier aus der PN von damals zitierst? Frage nur wegen der Einordnung von Grenzen und Eskalation.

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Ich fand das jetzt nichts schlimmes, habe es jetzt aber erstmal gelöscht.

Naja, eine PN ist erstmal nicht für alle gedacht, sondern nur für dich. Das dann in einer Diskussion direkt zu zitieren, während CM davor schon schreibt, dass sein Abschlusspunkt ein bisschen drüber und zudem unnötig war, finde ich auch etwas unangemessen. Von daher besser, dass du es rausgenommen hast.

Um nochmal zum eigentlichen Kern zurückzukommen: Der Hauptgrund, warum der objektive rechtskundige Durchschnittsbetrachter sich an betroffenen Satz:

nicht stört und ihn sogar für völlig naheliegend hält, wurde hier bisher noch nicht bzw. nicht ausreichend deutlich behandelt.
Der darin geäußerte Verdacht ist die logische Konsequenz ihres prozessualen Verhaltens.
Als Zeugin in einem Strafprozess ist sie zur wahrheitsgemäßen Aussage verpflichtet. (Ein Zeugnisverweigerungsrecht lag hier nicht vor und kann deswegen außen vor bleibe). Die Aussage darf nur unter engen Voraussetzungen verweigert werden.
Daher ist der Einwand von @renao nicht zutreffend:

Nein, die gibt es aus juristischer Sicht nicht. Allein der Umstand, dass es sich um sensible/intime Dinge handelt, über die man nicht sprechen möchte, gibt kein Aussageverweigerungsrecht.
Dies gibt es nur, wenn die wahrheitsgemäße Aussage den Zeugen (oder bestimmte Nahe Angehörige) der Gefahr aussetzen würde, selbst wegen einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit verfolgt zu werden. Genau darauf hat sich die Ex-Freundin berufen - auf die ihr drohende Gefahr selbst belangt zu werden.

Aus anderen Presseberichten ging die Aussage ihres Verteidigers noch deutlicher hervor, dass sie sich selbst strafbar machen könnte, wenn sie die bisherigen Vorwürfe vor Gericht wiederholte. Damit räumt sie indirekt ein, dass ihre zuvor getätigten Aussagen bei Polizei/Staatsanwaltschaft zumindest teilweise nicht dem tatsächlichen Geschehen entsprechen. Dies könnte ggf. die Straftatbestände der Falschverdächtigung oder Vortäuschen einer Straftat erfüllen.

Das sie sich „alles“ ausgedacht hat, hat weder hier irgendjemand noch der Autor unterstellt. In dem Satz, der dich so arg stört, fällt das entscheidende Zauberwort „teilweise“.
Schulz hatte ja schon zu Beginn des Prozesses eingeräumt, dass es Fehlverhaltensweisen in der Beziehung gegeben habe. Wie auch immer diese im Einzelnen genau ausgesehen haben mögen, sie müssen ja nicht unbedingt strafrechtlich relevant gewesen sein.

Unabhängig vom konkreten Fall und von einer Aussageverweigerung muss sich jede/r Strafrichter/in die Frage („sind die Vorwürfe möglichlicherweise (teilweise) erfunden?“) in jedem Verfahren stellen. Im Rahmen der Beweiswürdigung und der Glaubhaftigkeitsprüfung von Zeugenaussagen ist der Ausgangspunkt die sog. „Nullhypothese“. Dabei wird zunächst davon ausgegangen, dass die Aussage unwahr ist. Sodann muss sich das Gericht durch bestimmte positive Kritierien vom Gegenteil überzeugen. Gelingt dies bei einer Zeugenaussage nicht und liegen keine sonstigen Beweismittel vor, ist der Angeklagte freizusprechen.
Das hat nichts mit Frauenverachtung zu tun, sondern nennt sich Rechtsstaat.

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Danke. Wäre diese Ausführung direkt zu Beginn gekommen, hätte ich auch eingesehen, warum der Satz tatsächlich nicht so problematisch ist.

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Ziemlich nettes Tor von Italien am Wochenende. Wer es nicht gesehen hat sollte es nachholen

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Ist das hier der inoffizielle Nations League-Thread? Ich wollte nämlich mal Kritik an DAZN äußern:

Ist ja nett, dass da viele Spiele gezeigt werden, u. a. Norwegen gegen Österreich. Oder Belgien gegen Frankreich. Aber sich da ein Einzelspiel raussuchen und 90 Minuten gucken? Dafür ist es ein wenig zu unattraktiv.

Warum also keine Konferenz (a la Redzone)? Gabs das nicht mal vor ein bis zwei Jahren?

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Wer ein Abo für The Athletic / NY Times hat, dem kann ich nur folgendes Feature über Kerlon, den Seehunddribbler empfehlen.

Ein Journalist ist in die Provinz von North Carolina gefahren um ihn dort an einer High School zu finden wo er als Fußballtrainer arbeitet.

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Wenn wir keine echten Probleme lösen können dann stürzen wir uns mal wieder auf Fußballfans

Wann personalisierte Tickets, Kollektivstrafen, Schnellgerichte, Geisterfestzelte und Wiesenabbrüche auf dem Oktoberfest?

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Sorry, aber bei den Rauchern war jetzt auch echt nix mehr zu holen :slight_smile:

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Sky hat die sehr sehenswerte Daum Doku frei auf YouTube gestellt. Unbedingt angucken.

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Preußen Münster hat heute die konkreten Pläne für das neue Stadion veröffentlicht. Die Stadionmodernisierung, die seit Jahrzehnten in der Stadt ein Thema ist und fast so emotional diskutiert wird wie neue Fahrradwege, wird somit nun tatsächlich sehr konkret.

https://www.stadt-muenster.de/stadion

Kapazität: >19.000 Zuschauer
Aktuelles Budget: 88,5 Millionen Euro. Finanziert durch die Stadt.
Zeitplan: Schrittweiser Neubau ab Sommer 2025 bis 2028.
Fahrradstellplätze: 7.000

Zu 100%?

Bin immer wieder überrascht mit welcher Selbstverständlichkeit da von den Städten so unkritisch solche irrsinnigen Summen für König Fussball rausgeblasen werden. Und dass das dann auch immer tatsächlich genau so unkritisch von einer Ratsmehrheit und der Öffentlichkeit mitgetragen wird.

Ja, das scheint bei solchen Entscheidungen mittlerweile das Hauptargument zu sein. Mit Vernunft und Augenmaß ist das zumindest alles nicht zu erklären. Gibt ja mittlerweile genügend Beispiele bei denen so ein Projekt in die Hose gegangen ist.

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Bestimmt ganz schön laut in dem tristen Wellblech-Palast.

Das soll dann auch nur als Fußballstadion genutzt werden?

Puh, wahrscheinlich wiederholen wir hier aber eh nur die jahrzehntealten münsteraner Argumente :grimacing: