Joe Cool ist heute angekommen ![]()
Ich nötige Herrn @Dion weiter, das zu lesen.
Homer als Zyklop hat es nicht aufs Bild geschafft
Joe Cool ist heute angekommen ![]()
Ich nötige Herrn @Dion weiter, das zu lesen.
Homer als Zyklop hat es nicht aufs Bild geschafft
In was für einer Wohnform lebt ihr gerade?
Und: Wie würdet ihr gerne mal wohnen?
Bin kein Freund des Wohneigentums. Wenn ich bei Freunden sehe, wie stressig und vor allem teuer das alles ist (Kauf, Nebenkosten, Reparaturen, Beteiligungen, etc). Abgesehen davon will ich nicht weit ab vom Schuss wohnen, sodass es finanziell mittlerweile eh komplett unmöglich wäre.
Das ist bei uns der primäre Grund, warum wir uns in der Stadtwohnung total wohl fühlen. Wenn wir mal die Stadt verlassen, (z.B. für Besuche) finden wir das schön ruhig und wir sind dann froh, wieder in die Stadt zu können. Wir haben mal die Eigentümerin gefragt, ob sie uns die Wohnung verkauft. Das wollte sie nicht, bei den Preisen hier hätten wir es uns wohl auch nicht leisten können.
Finanziell gesehen macht da natürlich gar keinen Sinn, was wir hier bezahlen und was du hier für eine Wohnung mit den niedrigen Zinsen bezahlst.
Naja, eine Immobilie ist auch nicht risikofrei. Stadtteile können massiv an Wert verlieren (frag mal die Eigentümer in Marxloh). Das Risiko ist in Städten wie München vielleicht nicht ganz so groß. Aber eine Immobilie ist nicht automatisch eine Absicherung und muss nicht unbedingt im Wert steigen. Und man bekommt auch nicht unbedingt den Preis, den man sich vorstellt (die Immobilie ist ja am Ende auch nur dann etwas wert, wenn man sie verkauft).
Das stimmt natürlich vorne und hinten nicht. Eine Immobilie ist in vielfältiger Weise " am Ende etwas wert" außer durch einen Verkauf. Du kannst mietfrei drin wohnen, du kannst sie vermieten, du kannst sie als Kreditsicherung verwenden usw.
Das gilt aber doch vor allem, wenn sie abbezahlt ist. Und die Nebenkosten sind in der Regel so hoch wie ne Miete. Klar, als Sicherheit super. Aber erstmal bist du hart verschuldet und musst jeden pieps selbst zahlen, wenn was kaputt geht.
Als Erbstück und Sicherheit bei noch größeren Krediten schön und gut, aber für mich ist eine eigene Immobilie mehr ein Klotz als irgendwie nützlich. Allein die Vorstellung, einen Kreditvertrag über 20, 30 oder 40 Jahre zu unterschreiben lässt mich zusamnenzucken.
Womöglich unterscheidet sich Eigentum in der Schweiz sehr von dem in Deutschland.
Bitte was?
Also ich teile sie Meinung, dass ne Immobilie finanziell unterm Strich nicht unbedingt besser ist als lebenslang mieten (wenn man die Zinsen und Tilgung über den selben Zeitraum anlegt). Und ich bin auch absolut d’accord, dass man sich als Eigentümer um viel mehr kümmern muss und das nicht für jeden was ist.
Aber das ist schon ne wilde Aussage.
Ich kenne die monatlichen Kosten meiner Eltern (abbezahltes Haus) und von Freunden (nicht abbezahlt). Ich habe eine geringere monatliche Belastung.
Ich gehe mal davon aus, dass du gerade ein 50m2 2.5 Zimmer Appartement im zweiten Stock ohne Aufzug mit Baujahr 1971 mit nem freistehenden Einfamilienhaus mit 210m2 Wohnfläche und freistehender Doppelgarage bin 2019 vergleichst. Also wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht dann kann das vlt. irgendwie hinkommen.
Oben hast du aber behauptet, dass die Nebenkosten einer Immobilie in der Regel so hoch sind wie eine Miete. Ich finde das vollkommen absurd. Wieso sollten die Nebenkosten für eine 100m2 Immobilie so viel höher sein wie die Nebenkosten einer 100m2 Miet-Immobilie. Wo soll so ein Unterschied bitte herkommen? Die allermeisten Nebenkosten werden doch eh auf den Mieter umgelegt.
Ich habe sogar schon mal ne Wohnung gemietet die ich später gekauft habe. Und der Unterschied in den Nebenkosten zum vermieteten Zustand war mehr als gering, im Prinzip kann vor allem die Instandhaltungsrücklage dazu. Und wenn man nicht die Zinsen/Nebenkosten für den Kredit. Aber das sind doch keine tausende von Euros pro Monat.
Ja, natürlich haben die mehr Platz. Mir ist es das allerdings nicht wert, etwas unglücklich ausgedrückt meinerseits.
Das ist aber ja ein ganz anderes Thema. Dann vergleichst du Wohnung vs. Haus und nicht Miete vs. Kauf. Die Nebenkosten sind ja identisch, egal ob ich das Haus (oder die Wohnung) miete oder besitze. Der einzige Unterschied ist, dass ich die Nebenkosten als Mieter an den Vermieter abdrücke und ne jährliche Gesamtabrechnung bekomme und als Eigentümer zahle ich halt die einzelnen Rechnungen an Müllentsorgung, Gemeinde, etc.
Ich verstehe auch, dass Eigentum nicht für jeden etwas ist. Bei uns kam die Tage erst das Schreiben, wie viel wir denn jetzt nach 2025er Jahresabschluss noch schulden und wenn man so Zahlen liest, dann wirds einem schon übel. Aber Es gibt auch eine Menge Vorteile, die nicht zu unterschätzen sind.
Das ist so spontan, was mir einfällt. Gibt natürlich auch Gründe, warum mieten entspannter ist. Finde da beide Ansichten legitim.
Das sagt meine Frau auch immer. Aber wenn man einfach mal horchrechnet, was man in den nächsten 50 Jahren an Miete zahlen würde, dann wird einem noch übler. Da hat man am Ende seines Lebens schnell über eine Mio € Mietkosten einer anderen Person in den Rachen geschoben.
Abgesehen davon, dass die Lebensqualität hier im Haus um ein Vielfaches höher als in unserer alten Wohnung ist.
Unsere Finanzberaterin hat schon immer gesagt, dass ein Immobilienkauf maximal subjektiv und vor allem emotional ist. Eigentlich gibt’s da wenig hinzuzufügen. Die ganzen Parameter und Wünsche sind so individuell, dass es quasi kaum echte no brainer gibt (bei Immobilien als Investition zur Vermietung ist es was anderes).
Wir haben z.B. kein Problem damit, 28 Jahre lang einen Kredit abzubezahlen und auf virtuell gigantischen Schulden zu sitzen (Hallo, Frankfurter Immobilienpreise!). Wenn mir das Haus eines Tages nicht mehr gefällt, verkaufe ich sie einfach. In den letzten zwei Jahren hat es allein fast 200.000 an Wert gewonnen, wenn ich sehe zu welchem Preis die Nachbarn gerade verkauft haben. Und denen wurde die Bude eingerannt mit Interessenten.
Aber der Gewinn an Lebensqualität ist gar nicht zu beziffern. Ein riesiges Haus, mit Garten, perfekte Lage, das ist einfach geil. Und es ist eines Tages meins, wenn ich will. Lange Zeit war ich auch im Team Mieten, aber wenn ich ehrlich bin war das vor allem, weil ich mich nicht getraut habe. Jetzt ärgert man sich fast, nicht vorher mal zugeschlagen zu haben.
Bin ungern der Überbringer von unangenehmen Nachrichten, aber das sind schon echte Schulden, die du da hast ![]()
Was ich oben noch anfügen wollte. Die Vorteile von Mieten sind in meinen Augen auch vielfältig, vor allem hohe Flexibilität und keine Verantwortung. Aber finanziell ist der Kauf in meinen Augen die deutlich bessere Alternative, weil der Zins in der Regel deutlich günstiger ist als es die Miete für ein vergleichbares Objekt wäre, und die Tilgung ja quasi “sparen” ist, wenn auch nicht mit einer so hohen Rendite wie z.B. ein ETF Sparplan.
Richtig. Es existieren aber Gegenwerte, die mehr wert sind als die Schulden.
Moment, wenn eine Waschmaschine defekt ist, zahlt das bei euch der Mieter und nicht der Eigentümer? Und was ist wenn eine Heizung ersetzt werden muss? Alles was bei uns keine kleine Reparatur ist und ca. 200.- (Durchschnittswert) übersteigt, zahlt der Eigentürmer. Als MieterIn hat man so massiv weniger Risiken.
Bei Stockwerkeigentum kommt noch das Risiko der Gemeinschaft hinzu. Sprich wenn die Mehrheit der Eigentümer findet, dass das das Tor zum Parkhaus rot sein muss, dann bezahlt man mit. Bei grösseren Investitionen kann das schon mal arg sein.
Waschmaschine ist ja kein Teil des Hauses sondern eigener Hausrat, das zahlt der Mieter natürlich selbst. Heizung wiederum ist Eigentümersache, klar. Sowas muss man selbst tragen. Ich glaube es gibt einen bestimmten Wert (150,- Euro?) bis zu dem man sagt, dass es “kleine Reparaturen” sind, die der Mieter selbst zu zahlen hat, nur darüber zahlt Vermieter.