Ich bin beim Zocken gestern eingepennt, die Nacht davor war unsere Große krank und das hat gestern Abend dann seinen Tribut gefordert.
Hatte aber nichts mit dem Spiel an sich zu tun, das gefällt mir wirklich super. Vor allem die Dialoge sind so herrlich knackig und auch das Kampfsystem gefällt mir, entgegen dem Gamestar Test, sehr gut. Fahr ich im Endeffekt wahrscheinlich viel besser als mit dem Gothic 1 Remake.
Gestern hab ich dann ein paar „echte“ Stunden in Drova reingekloppt und bin hellauf begeistert. Diese offene Welt, das zwanglose Questsystem, die Dialoge - das wirkt alles wie aus einem Guss. Zu Beginn war ich schon etwas reserviert, weil ich dachte dass ein Gothic-like ™ in 2D an Charme einbüßt, aber da wurde ich eines Besseren belehrt.
Mit geht es ja mit Gothic ähnlich wie @mille_1OOO:
Ich habe nie eines der Original Spiele gezockt. Ich weiß nicht mal so genau weshalb. Könnte aber auch an der fehlenden PC Power gelegen haben. Ich hatte dann glaube ich erst zu Oblivion Zeiten einen stärkeren Rechner.
Insofern konnte und kann ich garnicht beurteilen, was dieses Gothic Feeling ist oder was das Game ausmachte. Daher kann und will ich Drova garnicht mit Gothic vergleichen.
Letztendlich spricht @Kungl aber schon auch an, was Drova unabhängig von Gothic so auszeichnet. Es mag in dieser old school Pixelart Grafik etwas einfach daher kommen. Aber dahinter steckt ein schönes und umfangreiches RPG mit Charakterentwicklung, verschiedenen Fähigkeiten, spielentscheidenden Wendungen - je nachdem wie man sich entscheidet, ein einfaches aber zugleich anspruchsvolles Kampfsystem, viele verschiedene NPCs mit eigenem Namen und ein sehr schönes System mit der Orientierung im Spiel auf den unterschiedlichen Karten die es im Spiel gibt. Also jetzt nicht verschiedene Welten sondern das man verschiedene Karten im Spiel finden und Kaufen kann um sich dann auf der Landkarte zu orientieren, interessante Punkte zu markieren usw.
Ebenso gefalllen mir das Handwerkssystem und die zahlreichen Gegenstände, Rüstungen und Waffen.
Ich streife umher und mache kleinere Quests und hab inzwischen erste Kontakte mit dem Ruinenlager geknüpft. Andererseits möchte ich mit denen auf Grund der Warnungen der Holzfäller nicht so viel zu tun haben, bin aber auch unsicher, wie weit ich denen trauen kann. Bin gerade mit einer Dame vom Ruinenlager unterwegs nach Nemeton, haben aber erst einmal an einem Rasthaus gehalten und ich checke ein wenig die Umgebung ab.
Ohh, das klingt ja spannend. Die Dame aus dem Ruinenlager, welche Dich nach Nemeton begleitet, habe ich überhaupt nicht kennengelernt. Oder ich habe sie aufgrund einer anderen Entscheidung verpasst bzw. vergrault.
Ich hab eben noch etwas gespielt und wurde von den Gelüsten meines Charakters eiskalt in eine Falle gelockt. Konnte einfach nicht widerstehen, als mir eine Kriegerin vermeintlich schöne Augen gemacht hat. Jetzt lieg ich ausgeknockt in einem Kerker.
Das spiele ich jetzt. Die Demo hatte mir ja schon ganz gut gefallen und es macht weiterhin Spaß, auch wenn schon abzusehen ist, dass das kein absoluter Überflieger ist.
Was aber gar nicht geht, ist die Fee, die einen begleitet. Nicht nur, dass sie sich ständig zu Wort meldet (man kann die Häufigkeit ihrer Ergüsse in den Optionen reduzieren, was schon alles sagt), sie hat auch noch das nervigste Voice Acting überhaupt. Niemand sollte jemals so sprechen.
Das ist so Scheiße, da konnte ich mich nicht mal auf den Sprung konzentrieren.
Bist du schon weit genug weg von der Demo um sagen zu können, ob sowohl Dunngeons/Puzzle darin und Story nochmal richtig anziehen oder ob es bei der angezogenen Handbremse bleibt?
Habe jetzt inklusive Demo etwa zehn Stunden gespielt. Die Dungeons wurden schon ein bisschen komplexer im Design, aber man fliegt bis jetzt trotzdem ziemlich durch die Rätsel. Im letzten musste ich recht klassisch Spiegel verschieben und drehen, um Lichtstrahlen an die richtigen Stellen zu lenken. Das hält ein bisschen länger auf, ohne einen aber großartig zu fordern.
Nur bei einem optionalen Dungeon hing ich etwas länger, bei dem man im Sokoban-Style Säulen verschieben musste.
Die Story ist noch nicht wirklich angezogen. Wie schon bei meinen Demo-Eindrücken geschrieben, kommt Zeitreise ins Spiel und man kann irgendwann easy zwischen verschiedenen Zeiten in der Geschichte wechseln. So geil wie bei Chrono Trigger ist das aber nicht. Mein Eindruck ist bis hierhin eher, dass die Unterschiede zwischen den Ären nicht sehr groß sind und man einfach x-Mal dieselbe Map abläuft, die sich nur in Nuancen unterscheidet. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt, Stand jetzt aber eher enttäuschend.
Ansonsten ist es ein kompetentes 2D-Zelda-like, mit dem ich echt meinen Spaß habe, weclhes das Genre aber nicht neu erfindet. Manche Reviews schreiben von einer guten Story mit Twists, dahingehend bin ich also selbst gespannt, was da noch kommt.
Es hat auf jeden Fall jetzt schon dafür gesorgt, dass ich Octopath Traveler II irgendwann mal angehen möchte. Der erste Teil hat mich zum Ende hin ziemlich verloren, aber bis dahin fand ich das schon echt gut und einige Dinge bei Elliot erinnern mich daran zurück. Da der zweite Teil gemeinhin als deutlich stärker gilt, muss ich das mal nachholen.
Nicht wundern, dass am Anfang noch wenig vom roten Faden zwischen den Kapiteln erkenntlich ist, was ja der größte Kritikpunkt an Teil 1 ist, das wird im Spielverlauf auch besser.
Was die Freiheit und Erkundung anging, ist es auch eins meiner liebsten JRPGs der letzten Jahre. Irgendwann werde ich das auch nochmal angehen.
Ich bin weiterhin bei Xenoblade unterwegs und auch wenn ich nach dem Start kurz optimistisch war, bin ich jetzt in Kapitel 11 doch wieder bei der Erkenntnis, dass es von den Hauptteilen bei mir hinten dran steht. Das Kampfsystem ist einfach nicht so ausgereift. Muss man einen Gegner erst für eigene Attacken freischalten und gleichzeitig eine tödliche Attacke abwehren, bricht das ganze System zusammen da nur 1 geht und wenn man die Attacken nicht freischaltet kann man keine weitere Zusatzleiste bekommen. Nutzt man das Schild damit aber nicht, ist man eh erledigt. Das stört mich wirklich immer wieder.
Dazu gibt es einfach zu viele Cutscenes, bei denen die Hauptmessage ist, dass man jetzt doch weiter zum nächsten Ziel muss. Klar, irgendwie auch ein klassisches JRPG Ding. Aber viele Spiele bekommen da noch etwas Gruppendynamik oder Charakterentwicklung unter, die fehlt aber leider.
Also: Das ist immer noch ein gutes bis sehr gutes Spiel. Ich kann aber 2 und vor allem 3 noch einmal viel mehr abgewinnen. Monolith hat da wirklich schon immer sehr viel gelernt von Ableger zu Ableger.
Dieses magische Moped ist wirklich hilfreich, ich konnte damit 10-15 Stunden von diesem Durchgang kürzen. Am Ende war ich zwar etwas unterleveled, aber da die Gegner ab dem Gefängnisturm sehr hoch sind im Level holt man das ganz gut auf.
Also wenn man es noch nie gespielt hat: Die Switch 2 Version ist eine sehr gute Gelegenheit. Auch die technischen Probleme sind nicht so groß, wie ich vorher online gelesen habe. Im Endeffekt stotterte es etwas in einem Gebiet, der Rest sah toll aus und lief wirklich gut.
Wo wir anderswo schon das Thema HD2D hatten: Ich habe jetzt doch mal Dragon Quest 3s Remake in der Form angefangen(dazu das erste Ace Attorney für die Fahrten) und das ist definitiv die beste Interpretation dieses Grafikstils bisher. Dragon Quest hat ja eh immer etwas märchenhaftes, hier sind die Farben für den Stil dann auch noch so beeindruckend. Dazu die tolle Musik und jeder Bildschirm des Spiels fühlt sich wie ein Kunstwerk an.
Die Story ist natürlich sehr basic, aber immerhin gibt es jetzt sehr gutes Voiceacting um den Charakteren zumindest etwas mehr Farbe zu verleihen.
Das Main Event der ganzen Remake Trilogie ist ja der 2. Teil, auf den arbeite ich jetzt hin. Zum Glück ist die Laufzeit ja sehr gnädig bei den Titeln. Und der soll sich dann ja wirklich wie ein komplett neues und modernes Dragon Quest anfühlen.
III → I → II, weil der dritte Teil ein Prequel ist, oder? Ist das mittlerweile die empfohlene Reihenfolge? Irgendwann möchte ich die auch endlich mal nachholen. FF III hat mir gerade nochmal gezeigt, dass mich so simple Dinger auch richtig abholen können.
Genau, das war auch die Release Reihenfolge der Remakes jetzt. 3 kam als eigenes Spiel, 1 und 2 als Doppelpack.
Bei 1 ist es ja so, dass man gar keine Party hat und das gesamte Abenteuer alleine bestreitet. Das stelle ich mir auch etwas seltsam vor, aber mal sehen.