Gerne.
Auf mich wirkt das Spiel am Anfang so, als ob ich im Kinderzimmer alle Kisten mit Spielsachen auf den Boden kippe, den Kindern ganz kurz sage, wie das Spielzeug funktioniert und dann rausgehe. Komme nach 2 Minuten aber zurück, bringe neues Spielzeug mit und kippe es noch oben drauf.
Das Kampfsystem mit den drei Angriffsarten, Waffen und Monsties ist auf den ersten Blick einleuchtend. Ich als „nicht Monster Hunter“ Spieler fühle mich dann aber sehr schnell überfrachtet, weil direkt am Anfang gefühlt alle Spielmechaniken des Kampfsystems (Drölf Zusatzleisten, jede Waffe kann nochmal X und bewirkt Y, Konter hier, Zustandsänderung da, gefühlte Random Gruppendynamik und und und und) ausgerollt werden. Manche Kämpfe habe ich gewonnen und wusste danach nicht mal warum.
Genau so fühlt es sich aber auch in den anderen Bereichen des Spiels an:
- Items sammeln, Schmieden (direkt 34 Waffen oder so zu craften): Ja hier Schmiede, mach mal
- Bei der Main Story werden meiner Meinung nach auch sehr schnell Begriffe/Konstellationen eingeführt, ohne genauer erklärt zu werden
- Eier Sammeln Brüten → Ja hier Nester, 3 Arten. Such mal Eier, da kannste ausbrüten, tschüüüs.
Der Einstieg ist meiner Meinung nach aber sehr unglücklich designed, insbesondere für Nicht-Kenner der Hauptserie.
Ich glaube das liegt aber auch am Start Setting. Man spielt direkt einen ausgebildeten Ranger (den Prinzen), der schon alles weiß. Da werden die Spielmechaniken eben beiläufig erklärt. Macht auch immersiontechnisch Sinn.
Man hätte hier aber durchaus einen anderen Ansatz als Intro wählen können, wie beispielsweise, dass der Hauptcharakter seine letzte Prüfung macht und hierbei alle Spielmechaniken nochmal durchgegangen werden müssen. Für manche sicherlich nervig, mir hätten die 2-3h extra wahnsinnig geholfen.
Ich schaue mir also weiter irgendwelche YouTube Videos an, in der Hoffnung, die Mechaniken schnell besser zu verstehen.
Lasse ich diese Anfangshürde mal außer Acht, finde ich das Spiel aber ziemlich gut.