Wahrscheinlich warst Du dieses Jahr auch aus gegebenen Gründen weniger „vor der Tür“. Da kommt man aus der Übung.
Als weißer Cishet Mann mittleren Alters habe ich keinen Ort in der Großstadt, an dem ich mit irgendeinem Gefühl von Unbehagen sein kann - wenn ich darauf verzichte sehr offensichtlich links-coded rumzulaufen.
Also ich gege zu manchen Orten nicht, weil sie wahnsinnig uninteressant sind, aber ich habe nie irgendwelches Unbehagen.
Und damit hast du auch völlig recht. Es ist sehr traurig dass man sowas als Normalität ansehen muss. Ich hoffe und denke dass hier ein Großteil entspannt und gesund ins neue Jahr starten kann, dir wünsche ich vor allem viel Gesundheit und Segen. Vielen geht’s nach wie vor einfach zu gut und es wird viel zu wenig wertgeschätzt was man überhaupt alles hat.
Das liegt wohl auch an meinem Selbstvertrauen, das ein wenig gelitten hat. Vor ein paar Monaten hatte ich kein Problem damit, eine Gruppe anzuscheissen, dass sie ihren Abfall hier nicht deponieren - und den Scheiss mitnehmen sollen. Das ich solchen Dingen aktuell aus dem Weg gehe ist nachvollziehbar. Ich heile nach der OP noch, da gehe ich potentiellem Ärger aus dem Weg. Und mir fehlen meine 10 kg Gewicht, die ich erst wieder mit dem Training aufbauen werde. Was ich in der Theorie weiss, zeigt sich nun immer deutlicher und der Abbau beginnt.
Es ist aber auch sonst anders als zuvor. Ich ertrage schlechte Bilder viel weniger und ich habe schon Mühe, diese Zeilen zu schreiben. Wahrscheinlich war es einfach etwas viel für mich und das wird sich wieder ändern.
Genug von mir, ich wünsche allen Coaches einen tollen Start ins neue Jahr. 2025 wird ein sehr gutes Jahr, da bin ich mir sicher.
Ah, alles gut, vielen Dank hinsichtlich der aufopferungsvollen Besorgnis!
Bin da gegen 18:00 rausgetaumelt, hatte noch ein paar Sitze in der Leber frei, aber die Mission lies mir keine Ruhe.
Ein co-op, so 'ne Supermarktkette, war in 'ner Unterführung an 'ner zentralen U-Bahn Haltestelle noch geöffnet, dort bin ich im Stechschritt durch die Eingangstür, direkt in Richtung abgegriffelte Gemüseregale, um kurze Zeit darauf mit stolzgeschwellter Brust eine Packung “Wonky Carrots” über den Self-Checkout Scanner zu schleudern.
Mit meiner Trophäe durch den hechtsuppendicken und irgendwie beeindruckend ausschauenden Nebel torkelnd, betrat ich irgendwann zwischen 18:30 - 19:00 die Kommandozentrale. Zu meinem Glück waren alle anwesenden Personen vor dem Fernseher versammelt und mir wurde offenbart, dass zwischendurch mal über die “Wo ist?”-Funktion geschaut wurde, wo ich denn stecke. No big deal zum Glück, aber ich war von all den Carling und der berauschenden Live-Mucke dann doch angezählter als ich vermutet hatte.
Noch das Boxing-Day Match gegen Leicester geschaut, dann scheinbar von der Schwerkraft in die Kissen genötigt worden um am nächsten Tag gnadenlos einem 7-Uhr Wecker, gefolgt vom “Ultimate English Breakfast” in Morrisons, dem LFC-Museum, einer riesigen Shoppingtour in der Innenstadt mit anschließender, 5-Stündiger Fahrt im vollgepackten Auto nach London gegenüberzustehen. Als ich dort am späten Abend ankam hättest mir ohne Gegenwehr alles im halboffenen Mund parken können - da ging gar nichts mehr.