aber wohin hat es sich denn entwickelt? du siehst die entwicklung ja offenbar sehr negativ. welche punkte machen das für dich aus?
Früher war’s doch noch viel „schlimmer“: allein wie oft da der Vorwurf aufkam (berechtigt oder nicht), dass sich US gegen normale User viel mehr rausnehmen durften und bei entsprechender Antwort dann der Bannhammer geschwungen wurde. Die Diskussionskultur hier war schon immer etwas ruppiger, nach einem Tag war dann aber auch wieder gut.
Das zweite so pauschal zu beantworten fällt mir schwer. In „normalen“ Straßen und vor allem in Wohngebieten bin ich absolut dafür. Allerdings nicht auf Straßen, die sowieso als große Durchgangsstraßen ausgelegt sind und auch oft deutlich (z.T. durch Tunnel) vom restlichen städtischen Verkehrssystem abgeriegelt sind, wie zum Beispiel der Münchner Ring. Hab jetzt aber trotzdem mal für „dafür“ gestimmt.
Also ich wäre ja dafür, dass jeder mindestens einen Tag gebannt wird, der seine Posts mit
- aber das interessiert hier keinen
- aber das darf man ja hier nicht sagen
- sonstigen passiv-aggressiven Kommentaren
abschliesst. Das geht mir mittlerweile deutlich mehr auf den Keks als Meinungsverschiedenheiten. Man kann doch nicht ruppig argumentieren und dann sofort beleidigt sein.
Ich hab dir ja schon öfter so geantwortet, dass ich es eher positiv sehe, dass wir nicht mehr nur der pöbelnde, saufende Haufen sind, der sich einen Scheiß um die Probleme in der Welt kümmert. Menschen und deren Einstellungen entwickeln sich halt weiter. Damals waren wir jung, heute haben die meisten hier Kinder, da ändert sich die Perspektive doch zwangsläufig (und schlecht ist das ja nicht unbedingt).
Ich bin unbedingt dafür, dass man sich immer das Kind in sich behalten sollte, aber das gleichzusetzen mit „weiter viele irrationale Haltungen einnehmen“ und „die Probleme der Welt ignorieren“ halte ich für meinen Teil auch nicht für richtig.
Dem ganzen hinterherzutrauern ist ja auch völlig ok, aber genauso hoffnungslos wie generell der Zeit hinterherzutrauern, in der man 19 war.
Das Forum und seine User bereichern mich auf so vielen Ebenen und das hat in meinen Augen zu- und definitiv nicht abgenommen, vollkommen egal ob Unterhaltung, Sport, Einblicke in andere Leben, Herausforderungen und Regionen oder das gemeinsame Abkotzen über Ist-Zustände in Politik&Gesellschaft und ich finde man kann hier nach wie vor alles rausballern und selbst bei ruppigem Ton ist es oft halt auch der eigene Gemütszustand, der einen empfindlich reagieren lässt. Weiß ich, weils auch mir mal so geht, v.a. bei Geschriebenem und ohne Untermalung durch Emojis zur Unterstreichung von Emotionen.
Wo wurde denn hier in den letzten paar Stunden ruppig argumentiert?
Man darf aber halt auch nicht vergessen, dass die meisten hier in einer ziemlichen Meinungsbubble sind (ich auch). Für die ist das natürlich weiterhin toll hier. Für einige mag das nicht mehr zutreffen, weil sie sich von der „Sofacoach-Meinung“ wegbewegt haben oder die „Sofacoach-Meinung“ von ihrer weg (wahrscheinlich beides ein bisschen). Kann schon auch nachvollziehen, dass es einen traurig macht, wenn man auf einer liebgewonnenen Plattform nur noch Kontra bekommt. Aber zu einer kaputten Ehe gehören leider meistens zwei.
Ich finde gerade mal gut, dass wir hier auch überhaupt noch verschiedene Meinungen haben und uns nicht noch mehr circle-jerken.
Ich kann auch die verschiedenen Meinungen nachvollziehen, dennoch bin ich auch aus Erfahrung pro Limit - v.a. innerorts.
Mittlerweile würde ich mir zusätzlich noch drastischere Strafen für Handys am Steuer begrüßen, denn gerade da sehe ich noch am meisten Probleme: die Leute können größtenteils nicht gut Auto fahren (ich auch nicht🥺), lenken sich am Steuer mit irgendwas ab und fahren gerne dabei zu schnell.
Die wenigen guten Autofahrer sind dann halt wieder gelackmeiert. Isso
.
Sehe „tolles Erlebnis beim Autofahren“ aber auch nicht als Grundrecht. Eigentlich ist Autofahren ein notwendiges Übel für die meisten - cool, wenn es dir Spaß macht, aber das muss es aber auch nicht.
Es muss v.a. sicher sein, wenn Leute ihre 2+ Tonnen Blech durch die Gegend lenken.
Ja, bin dann halt komplett Team Spielverderber.
Was ich aber einen aus meiner Sicht etwas vernachlässigten guten Punkt von @Bouba hier sehe, ist doch die Annahme, dass die Fahrausbildung einfach viel zu schlecht ist, als dass die Leute wirklich in die Autos steigen dürften.
Klar, dieser Thread wird sicherlich in 2 Wochen ein richtig gutes SEO haben für „Fahrsicherheitstraining“, aber genau das ist ja der Punkt.
Im Grunde wird darauf gebaut, dass die Leute nach der Prüfung Erfahrungen sammeln. Allerdings gibt es beim KFZ keine Beschränkungen und jeder Depp kann mit seinem druckfrischen Führerschein direkt aus dem Fahrschul-Passat in Papas 911er springen und den an der nächsten Autobahnbrücke zermetzeln.
Ich weiß nicht wie genau man sowas besser hinbekommt, aber letzten Endes sehe ich hier einen wichtigen Punkt, dass an der Qualität der Autofahrer gearbeitet werden müsste, um ein besseres Maß an Sicherheit hinzubekommen.
Na ja und ansonsten ist der Öko-Renão halt auch komplett froh, wenn die Emissionen mal runter gehen und weniger blauer Dunst von uns ausgeht.
Mittlerweile ist’s für manche schon ruppig, wenn Leute ihre andere Meinung vertreten.
Ich finde es entwickelt sich mal ein Diskurs fern ab von „ja voll cool“ und „komplette Zustimmung, Daumen hoch!“.
Also abgesehen davon, dass es bei komplett freier Strecke ohne Unterbrechung am Tag keine 60 Minuten sondern 40 Minuten wären, fährst du da doch sicherlich auch über Ampeln etc, die den Verkehr sowieso aufhalten.
Abgesehen davon ob die Rechnung der Fahrtzeit jetzt korrekt ist oder nicht sollte dir auch bewusst sein, dass jemand mit so einer Fahrtstrecke (25km Innerorts) die absolute Minderheit sind und man darauf zum Wohl der Gemeinschaft kaum Rücksicht nehmen kann.
Können wir uns auf regelmäßige Tests für alle FahrerInnen ab 70 einigen?
Klar habe ich als junger Tüp da einfach reden, aber hätte selbst kein Problem damit, irgendwann zumindest alle paar Jahre nachweisen zu müssen, dass ich keine Gefahr für die Allgemeinheit bin.
Was aber spräche gegen eine Auffrischung für jeden Verkehrsteilnehmer alle X Jahre?
Bin ich dafür. Ich meine aber, dass die statistil dagegen spricht. Hab aber keine valide Quelle.
Zudem ist das ein Aufwand, den man ggf. scheut, wenn man den Wagen sowieso nur noch selten bzw. gar nicht mehr benötigt und man überlegt sich eher mal eine Alternative.
Könnte zumindest ein Anfang sein… ![]()
Ingolstadt - Leipzig in 2,5 Stunden? ![]()
Die A9? Fahre die Strecke (also bis Bayreuth) ja auch ziemlich oft, aber da warst Du schon flott unterwegs.
Klar, nachts um 2 am Wochenende gehts bestimmt noch schneller, ich fahr aber um 6 Uhr hin mit allen anderen und um 17 zurück mit allen anderen.
Jo, und hier bist du in der absoluten nicht vorstellbaren Minderheit wenn du mit dem Fahrrad fährst, deswegen bin ich trotzdem für Radfahrwege und Ampeln und an deiner Sicherheit interessiert und sage nicht einfach das mir das scheiß egal ist und du doch auf der Straße fahren kannst mit allen Risiken.
Und genauso fühlt sich aber die Diskussion an wenn einem Großstädter die selber nichtmal ein Auto oder Führerschein haben was von Generell Tempo 30 und 100 erzählen. Und nochmal, es gibt im deutschen Straßenverkehr unzählige Begrenzungen, sowohl auf der AB als auch in Städten mit Tempo30 Zonen in Wohngebieten oder sogar Spielstraßen in Häuser Siedlungen. Aber das reicht eben nicht. Es muss eben generell, nachts um 2 auf der 4 Spurigen Autobahn 100 sein, es muss dann eben auf der 3 Spurigen Zubringer Straße 30 sein weil man eben selber nicht drauf angewiesen ist.
Good for you wenn du Straßenbahn und Konsorten vor der Tür hast, aber hier weht der Wind halt anders und du kannst ohne Auto nicht überleben, aber das versteht man nicht wenn man nicht selber in so einem Loch wohnt und das ist auch okay. Aber in meiner Region leben hundertausende den es so geht und die nicht täglich 2h Arbeitsweg zubringen können für ne Strecke die in der Großstadt in 30 Minuten mit der Bahn erledigt ist.
Nicht bis nach Leipzig rein. Und die Baustellen sind weg. Bin 180 Tempomat gefahren und musste glaube ich nur in Bayreuth Richtung Tunnel runter in die 100 und zwischendurch mal 120. Sonst 2 Stunden ca mit 180 ohne Bremsen durch da null Verkehr außer ein paar LKW.
Solltest du mich meinen so stehe ich schon (fast) immer mit meiner Meinung allein da. Was aber auch daran liegt, dass das Gros hier nach wie vor nicht erkannt hat wie schlecht Messi wirklich ist.
Ich find’s immer noch toll hier, nur hat mir der ruppige und raue Umgangston deutlich besser gefallen als der oberlehrerhafte, arrogante Ton der nun oft mitschwingt.
Kann aber auch sein, dass ich jetzt im Moment nur von Cyrus und Nawi extremst getriggert wurde.
„Eventuell solltest du dich erst Mal informieren“, „Das kann schnell gegooled werden“, verbunden mit einer haltlosen, persönlich angreifenden Unterstellung verpackt in „Du bist dumm, ich bin klug-Tonfall“ finde ich absolut banane. Wenn das aber okay für dich, Fry ist, dann ist es so. Allerdings ist das nicht ruppig, sonder herablassend. Ein kurzes, klares und deutliches „ifck dich, Bouba!“ wäre mir lieber gewesen, damit käme ich besser klar.
Dass auf keinen Argumentationspunkt eingegangen wurde , dafür aber noch schnell eingebaut wird, dass ich gegen ein Tempolimit bin, nur weil ich für Fahrsicherheitstrainings bin, sei vernachlässigt.
Rein formell warst Du damit aber 110kmh zu schnell. ![]()