Erschreckend, wie scheißeschlecht der Welt-Übersetzer ist. Klar, simultan hat man sicher mehr Freiheiten und er muss es sicher nicht so gut machen wie die Jungs und Mädels im EU-Parlament/Gerichtshof, aber das ist eher so nach dem Motto ‚ja, so wirds gemeint sein.‘
Der Vater redet von Verletzung seiner Menschenrechte, von seinem Freiheitskampf, vom serbischen Geist, der ihn das alles schaffen lässt. Sie suhlen sich in widerlichst-nationalistischer Rhetorik und ich muss im Strahl kotzen. Verblendeter, ewiggestriger Abschaum.
Das die sich nicht in einem Moment der Ruhe denken, dass die ganze Welt sie sieht und das es eben nicht nur ein nationalistischer PR-Streifzug für die eigenen Medien wird, ist für mich unbegreiflich, aber wahrscheinlich ist Djokovic selbst mittlerweile so durch und so weit weg von der Realität und dem echten Leben, dass er sie gewähren lässt und niemanden seiner Sponsoren oder PR-Berater dazwischengrätschen lässt.
Es ist nicht mal mehr Fremdscham, es ist mehr Wut, weil Menschen von solchem Schlag diejenigen sind, die Serbien zurückwerfen in eine Zeit, die ich längst als vergangen gesehen habe. Serbien ist aktuell eine Autokratie mit gleichgeschalteten Medien und der EU reicht es aus und sie halten sich raus, da Vucic nur eine Funktion für die EU darstellt: Die Marionette, mit der sie über Umwege zu einer Unterschrift zur Kosovofrage kommen. Innenpolitisch hat er komplett freie Hand und in Serbien gibt es nun Murals von Ratko Mladic und so viele Serbienflaggen wie noch nie zuvor.